Wirklich toll geschrieben. 😉
Ich glaub hier hat auch niemand etwas anderes behauptet.
Allerdings bist du gerade so dermaßen am Thema vorbei, was deine Vergleiche angeht. Man kann doch das Begrenzen eines Hundes nicht ernsthaft mit dem Knebeln eines Kindes vergleichen. Das ist völlig drüber und hilft Julie kein Stück weiter.
Ein Knebel ist Gewalt – eine Leine im Haus ist ein Hilfsmittel, um einem völlig gestressten Hund einen Rahmen zu geben, damit er überhaupt mal zur Ruhe finden kann. Wenn man jede Form von Führung direkt mit Misshandlung gleichsetzt, wie soll man dann einen Hund therapieren, der beißt?
Vor allem dein Rat, die 600 € lieber in eine Wohnung zu stecken, ist doch völlig realitätsfern. Glaubst du ernsthaft, sie bekommt eine neue Wohnung, solange der Hund so am Rad dreht? Kein Vermieter setzt sich freiwillig einen Hund ins Haus, der beißt und die Nachbarschaft zusammenpöbelt. Sie findet ja gerade wegen des Hundes nichts – das Geld für die Wohnung zu sparen bringt ihr also gar nichts, wenn das Grundproblem nicht gelöst wird.
Sie braucht jetzt echte Hilfe vor Ort und keine moralischen Vergleiche. Wer bei einem beißenden Hund 600 € für einen Online-Kurs verlangt, sieht das schnelle Geld, aber nicht die Gefahr. Julie sollte das Geld lieber in Einzelstunden bei einem Trainer investieren, der sich das Ganze live ansieht, anstatt es für Zoom-Calls auszugeben, die ihre Wohnsituation auch nicht retten.