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Dogorama
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zuletzt 24. Mai

Leinenpflicht – nervige Einschränkung oder sinnvoller Schutz?

Frühling und Sommer bedeuten mehr Natur, mehr Bewegung – und für viele Hunde eigentlich auch Freilauf, Schnuppern, Rennen & Schwimmen. 😍 Gleichzeitig gilt in vielen Regionen die Leinenpflicht, besonders während der Setz- und Brutzeit. Diese beginnt in einen Regionen bereits am 1. März und gilt teilweise bis zum 30. September. Für manche Hundehalter:innen ist das frustrierend: Der Hund hört gut, bleibt in der Nähe, braucht Auslauf. Warum also anleinen? Andere sehen genau darin einen wichtigen Schutz: für Wildtiere, Bodenbrüter, Jungtiere – und am Ende auch für die Hunde selbst. Dabei prallen oft zwei Sichtweisen aufeinander: • „Mein Hund hat einen sicheren Rückruf.“ • „Wildtiere können trotzdem gestresst oder verletzt werden.“ • „Freilauf ist wichtig für Auslastung und Wohlbefinden.“ • „Nicht jeder Hund reagiert vorhersehbar – auch gut erzogene nicht.“ Gerade die Setz- und Brutzeit macht die Situation komplex. Wildtiere fliehen oft nicht sichtbar, sondern verharren – was Hunde leicht zum Nachsetzen verleiten kann, selbst ohne Jagdtrieb. 👉 Die zentrale Frage: Wie viel Freiheit ist verantwortungsvoll – und wo beginnt Rücksicht? 👉 Diskutiert mit: ➡️ Wie steht ihr zur Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit? ➡️ Reicht ein guter Rückruf eurer Meinung nach aus? ➡️ Wo wünscht ihr euch mehr Differenzierung – und wo klare Regeln?
 
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Tim
23. Mai 10:12
Ich hab vor kurzem gelesen, dass Rehe zb. und Bodenbrüter ihre Nachkommen sogar absichtlich! an die Ränder von Wanderwegen legen. Da ihre natürlichen Feinde zb. Luchs, Fuchs, Wolf, den häufig von Menschen besuchten Wegen, eher fernbleiben. Nur rechnen die armen halt nicht mit durchstapfendem Mensch; Mountainbiker; Autos, die am Wegesrand parken/ausweichen wollten und Hunden.. naja, statistisch gesehen sind sie dort noch immer sehr sicher im Vergleich zur Wiese mit Mähmaschine oder der nächsten Straße.😭 (das ist das reinste Gemetzel!!) ist also gar nicht so unwahrscheinlich, dass man direkt vom Weg weg, in eins hineinläuft... wir Wanderer, und Wanderer mit Hund sind halt nicht die Gefahr, mit der sie instinkiv rechnen, und evolutionsbedingt auch nicht ihre größte Gefahr.
In dem Fall war es so, dass dort auch die Mutter war. Als sie uns kommen sahen, sind die halt ins Unterholz gerannt. Aber das Kleine war noch so klein, dass es sich einfach hingelegt und versteckt hat, weil zu langsam. Und komplett regungslos liegen geblieben. Machen die ja so.
 
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Karin
23. Mai 10:17
In dem Fall war es so, dass dort auch die Mutter war. Als sie uns kommen sahen, sind die halt ins Unterholz gerannt. Aber das Kleine war noch so klein, dass es sich einfach hingelegt und versteckt hat, weil zu langsam. Und komplett regungslos liegen geblieben. Machen die ja so.
ja, das ist die zeit, wo sie zu tausenden durch mähmaschinen sterben😭.
 
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Liane
23. Mai 10:20
ja, das ist die zeit, wo sie zu tausenden durch mähmaschinen sterben😭.
Das stimmt so nicht, bei uns wird mit Drohnen gesucht, durchgelaufen wird auch. Dann mäht der Bauer im Anschluss gleich. So ist es zumindest bei uns.
 
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Silke
23. Mai 11:11
Da die Leute oft nicht belehrbar sind und die Hunde oft nicht abrufbar sind, bin ich für die Leinenpflicht. Bei uns sind viele Beißattaken und ein entspanntes gehen nicht möglich. 😞
 
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Christian
23. Mai 11:17
Das stimmt so nicht, bei uns wird mit Drohnen gesucht, durchgelaufen wird auch. Dann mäht der Bauer im Anschluss gleich. So ist es zumindest bei uns.
Für Drohnensuche nicht ganz richtig …
Drohnensuche findet morgens früh statt, wenn es noch kühl ist, Wärmebild zeigt sonst nix an.
Gemäht wird nachmittags, wenn das Gras abgetrocknet ist. Dazwischen werden die Kitze in Boxen am Wiesen/Waldrand zwischengeparkt bis sie nach der Mahd freigelassen werden …
 
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Liane
23. Mai 11:25
Für Drohnensuche nicht ganz richtig … Drohnensuche findet morgens früh statt, wenn es noch kühl ist, Wärmebild zeigt sonst nix an. Gemäht wird nachmittags, wenn das Gras abgetrocknet ist. Dazwischen werden die Kitze in Boxen am Wiesen/Waldrand zwischengeparkt bis sie nach der Mahd freigelassen werden …
Ja stimmt, dann wird durchgelaufen, Anschluß gemäht. Unsere Bauern sind da dabei.
 
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Karin
23. Mai 11:56
Das stimmt so nicht, bei uns wird mit Drohnen gesucht, durchgelaufen wird auch. Dann mäht der Bauer im Anschluss gleich. So ist es zumindest bei uns.
Solche Schutzsysteme gibts und es ist toll wenn sie eingesetzt werden und Erfolge zeigen.👍

Trotzdem sterben immer noch TAUSENDE jährlich daran. Aufgrund von fehlenden Systemen oder Versagen der Systeme. Es ist einfach traurig.

Aber wir kommen von Thema ab. Zahlenmäßig ist das Problem Hund-Reh ein vergleichsweise sogar kleines.

Jäger, Straßenverkehr und Mähmaschinen töten jährlich jeweils mehrere tausende Rehe. Bei Hunden sinds nach Einzeltests nur wenige hundert.

Artenschutzmäßig, vom verglichenen Leid, den faktischen Zahlen biste da relativ unrelevant.

Warum wird dann die Diskussion darüber trotzdem so aufgeschaukelt? Die Verantwortungslosigkeit der Halter als so verwerflich betrachtet? und es gibt strikte Regelungen, die den Bedürfnissen unserer geliebten Wauzis oft nicht gerecht werden und teilweise drakonische Strafen?

Weil es als vermeidbarer Schaden gilt. Die Rehe, die durch Hunde sterben, verwertet keiner, bezahlt keiner.. dass wir auf das Auto als Beförderungsmittel verzichten oder unsere Produkte auf nicht auf Feldern anbauen, ist mit unserer Lebensart so gut wie nicht zu vermeiden, ist halt undenkbar... und solang wir nicht ALLE vegan sind, sind wir halt der Meinung, dass die bejagt und gegessen werden...gerade Rehe vermehren sich auch sehr schnell..

Mancherorts gibts leider auch große Synergien zwischen gut besuchten Wanderwegen, Rehe die ohne/mit Hund (mehr) aufgeschreckt werden, und der nächsten stark befahrenen Straße.

Jedes Reh, dass durch den Jagdinstinkt oder Jagdspaß eines Familienhundes draufgeht ist ein unnötiges.

Ein unnötiges Sterben, ein unnötiges Leid. (und nach Sicht der Jägerschaft eine Verschwendung und Diebstahl.🙄)

MENSCHEN sind und waren für Wildtiere schon immer die größte Gefahr. Unsere Unzähligen Bedürfnisse, Platzverbrauch, Verschmutzung etc., wir haben unzählige Arten ausgerottet und verdrängen alle noch lebenden Tiere aus ihren Lebensräumen.

Jetzt kommen wir aber zur anderen Seite. Jetzt bin ich, und seid ihr Hundehalter^^.
Da kann man prinzipiell auch verstehen, warum jemand das beste für sein Tier möchte.
Anders herum wärs ja aber auch wirklich traurig...kommt aber tatsächlich leider gar nicht so selten vor.
Wenn man sich Tierschutzgesetze/Tierhaltergesetze für Hunde genau ansieht, erkennt man leider auch, dass diese zu 70-95% nicht zur Gänze eingehalten werden. Dass sind aber eigentlich ihre verankerten Rechte, die wir auch rechtlich einhalten müssten!
Da ist tatsächlich meist, der tägliche Freilauf komplett leinlos, nicht am eigenen Grund, angemessene Auslastung jedem Eizeltier angemessen drin. Wenn man sich dann danach für sein Tier erkundigt (bei Kynologen, Tierärzten, etc.) landet man meistens bei Bewegungsbedarf je nach Rasse, Alter, Größe Charakter, Gesundheit etc., auf täglich min 1-3h (selbst bei Welpen und älteren Hunden, da halt nur nicht am Stück). Und der sollte hauptsächlich frei erfolgen.. auch Laufen an Rollleinen, Schleppleinen etc. sind für den Bewegungsapparat nicht das richtige und können alleinig auf Dauer auch durchaus zu Schädigungen führen.
Hinzu kommt dass viele erlaubte Freilaufbereiche oft nicht geeignet sind. Zu klein, verschmutzt, direkt an lauten Straßen, nicht abwechslungsreich (die Tiere sollten sich länger frei in unterschiedlichten Umgebungen, Wald, Wiese, unterschiedlichstem Gelände bewegen und frei erkunden dürfen), überfüllt (wird dir jeder sagen, dass ein Angsthund zb. dort wirklich gar nichts verloren hat..). Oder solche Zonen vielerorts überhaupt nicht vorhanden sind.
Was es dann in der Realität praktisch oft unmöglich macht, alle Gesetze zu 100% zu erfüllen. Die für den Hund, und die Stadt-/Landesverordnungen, die für Sicherheit, Sauberkeit und bis zu einem gewissen Grad auch für Wildtierschutz stehen.
Was machen Tierhalter also oft? Das eine oder das andere übertreten... Meist gar nicht aus Bösartigkeit oder Rücksichtslosigkeit, sondern weil sie sich da und dort mal entscheiden müssen, was sie jetzt einhalten und was nicht.

Natürlich wirste immer ein paar besondere Idioten dabeihaben, die mit Fleiß gegen Gesetze verstoßen, agressiv sind etc., die gibts nicht nur unter Hundehaltern, ist ne menschliche Eigenschaft.

Ich sehs zum Teil als Problem mit
a) eben jenen, die ihre Hunde tatsächlich jeden Tag, vlt sogar mit Begeisterung jagen lassen. (aggro/idioten)
b) die durchgehend das Verhalten ihres Hundes unterschätzen, (tut-nix), und weder versuchen ihren Hund zu erziehen, trainieren (Antijagdtraining, Abruf, etc.) noch in der Situation auf den Hund achten. (handy-zombie), und solang es keiner gesehen hat, es einfach sofort wieder vergessen, gab ja kein problem, ODER?!
c) fehlender Aufklärung - ja da sind Tiere, auch, wenn wir sie nicht immer schon gesehen haben.

und vor allem d) einem strukturellen Problem, dass zu viele Interessen auf zu kleine Räume knallen.
Da hast eben den Menschen mit all seinen "Bedürfnissen" vorweg, die Ernährung, die Fortbewegung, Kinder, alle die Freizeit- und Genuss- und Erholungsaktiviäten, wie Radfahren, Wandern, und eben auch Haustierhaltung darunter,
- und dann haben Haustiere wieder ihre eigenen Bedürfnisse, und dann hast noch alle zig tausend Sicherheitsaspekte, Ruhestörung, saubere Wohngegenden.. und dann noch, mehr schlecht als recht, geschützte Wildtiere.

Alles das macht einzeln total Sinn, zusammen! ist es aber eine logistische Apokalypse.

Es KANN faktisch nicht jeder Unfall verhindert werden, deswegen heißt es ja Unfall^^. (und schon gar nicht jedes Wildtier gerettet werden.)

Aber man muss sich halt Daten und Fakten ansehen, wie oft passiert etwas, wie schlimm sind die Konsequenzen der einzelnen Vorfälle, was ist das Gesamtrisiko, wo steht man im Vergleich zu anderen Gefahrenquellen. Wie genau kommt es zu den Unfällen, können sie prinzipiell vermieden werden? wie am besten? besonders risikohafte Bereiche absichern..
und da muss man versuchen für ALLE Beteiligten die besten Lösungen zu finden, das ist unglaublich schwierig und fordert eigentlich immer mehrere Ansätze, die Zusammen wirken, sowie Mitarbeit aller einzelnen Gruppen/Einzelpersonen.

Aber zum Schluss musst halt auch noch nen Schritt legal vor die Tür setzen dürfen!

..und meiner Meinung nach, mein Hund auch.
Wenn ich wirklich ALLE Dinge die irgendwo verboten sind/geboten sind, irgendwer als Bedürfnis äußert, alles zu jeder Zeit, nicht machen lasse, dann müsst sich mein Hund auf der Stelle selbst entleiben...Moment.. darf er das?!
 
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Katharina
23. Mai 13:05
Ein Bekannter macht die Drohnenflüge für Bauern. Er wird gebucht, macht einen Termin aus, sichert die Kitze und nach der Maht werden sie wieder zurückgesetzt. Das kostet die Landwirte keinen Cent, weil es ein Verein mit mehreren Mitgliedern ist, die ehrenamtlich arbeiten. Trotzdem verzichten viele Landwirte darauf! Einfach mit dem Hintergrund, dass sie im Anschluss mähen müssen und nicht mehr flexibel sind. Es wird gemäht, wenn es grad zeitlich passt. Da will man sich nicht mit Terminen festlegen.
Somit kommen weiterhin sehr viele Kitze unter den Mäher☹️
Mich selber interessiert die Brut- und Setzzeit gar nicht. Ich bin der Meinung, umso besser mein Hund hört, desto mehr Freiheiten hat er. Wir sind ohne Leine unterwegs. In Wäldern und auf Wiesen und Feldern. Immer am Weg. Kommt uns wer entgegen, wird angeleint. Aus Rücksicht. Merke ich, dass der Schnuffel nen Geruch in der Nase hat, wird angeleint. Ich achte auf die Körpersprache meines Hundes und handel danach. So wurde mein Hund erzogen, allein schon da wir gewichtsmäßig sehr nah beieinander liegen und ich mit einer Schleppleine nur fliegen würde. Ein perfekter Rückruf ist unerlässlich, wenn die Leine nur eine „Zierde“ darstellt🙈
 
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Christa
23. Mai 15:36
In unserem Wald gilt die Regel, Hunde die auf den Wegen laufen und nicht wilden, dürfen ohne Leine laufen. Selbstverständlich Leine ich meinen Hund an wenn ein angeleinter Hund mir entgegenkommt.
 
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Mika
23. Mai 16:59
Ein Bekannter macht die Drohnenflüge für Bauern. Er wird gebucht, macht einen Termin aus, sichert die Kitze und nach der Maht werden sie wieder zurückgesetzt. Das kostet die Landwirte keinen Cent, weil es ein Verein mit mehreren Mitgliedern ist, die ehrenamtlich arbeiten. Trotzdem verzichten viele Landwirte darauf! Einfach mit dem Hintergrund, dass sie im Anschluss mähen müssen und nicht mehr flexibel sind. Es wird gemäht, wenn es grad zeitlich passt. Da will man sich nicht mit Terminen festlegen. Somit kommen weiterhin sehr viele Kitze unter den Mäher☹️ Mich selber interessiert die Brut- und Setzzeit gar nicht. Ich bin der Meinung, umso besser mein Hund hört, desto mehr Freiheiten hat er. Wir sind ohne Leine unterwegs. In Wäldern und auf Wiesen und Feldern. Immer am Weg. Kommt uns wer entgegen, wird angeleint. Aus Rücksicht. Merke ich, dass der Schnuffel nen Geruch in der Nase hat, wird angeleint. Ich achte auf die Körpersprache meines Hundes und handel danach. So wurde mein Hund erzogen, allein schon da wir gewichtsmäßig sehr nah beieinander liegen und ich mit einer Schleppleine nur fliegen würde. Ein perfekter Rückruf ist unerlässlich, wenn die Leine nur eine „Zierde“ darstellt🙈
Der Landwirt ist gesetzlich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass seine Wiese frei von Kitzen und Gelegen ist. Gibt sonst empfindliche Strafen.