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Katrin
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zuletzt 23. Mai

Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Noch nie wurde soviel Aufklärung betrieben wie heutzutage und trotzdem steigt die Anzahl an Qualzuchthunden. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen den ich hier gerne teilen möchte, quasi als Diskussionsgrundlage. https://kynologisch.net/qualzucht-psychologie-2/ Es ist etwas viel eröffnet einem aber eine neue Sicht auf das Problem und warum das durch einfaches Aufklären nicht lösbar ist. Mich würde interessieren ob diese Erklärung für euch nachvollziehbar ist? Welche Schlüsse ihr daraus zieht und ob sich eure Meinung über das halten von Qualzuchten dadurch ändert oder nicht? Wie immer bitte lieb und freundlich bleiben und bedenkt bitte das Qualzucht nicht nur brachyzephale Rassen betrifft. Liebe Grüße eure Katrin J. https://www.ardmediathek.de/video/story/leiden-auf-vier-pfoten-zuechten-wir-unsere-haustiere-kaputt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjQ4MTg
 
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Carola
19. Mai 20:14
Das macht doch Hoffnung!
 
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Julia 🐾Nero
19. Mai 20:35
Aber bei der Studie geht es ja nur um CM SM.
Selbst wenn es Pomeranians geben sollte, die das nicht haben, so leiden sie ja trotzdem weiterhin unter allen Erkrankungen von Kleinsthunderassen. CM SM frei ist halt noch lange, lange nicht "gesund".

Wenn man beim Pom den Größestandard anheben würde, vielleicht. Aber bei Hunden unter 2 kg kann mir keiner sagen, dass das gesunde Tiere hervorbringt.
Was ist mit Patella, Herzklappe, Zähne, Knochen, Trachea usw.?
 
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Julia 🐾Nero
19. Mai 20:48
Du musst aber differenzieren zwischen Hunden, die zuchttauglich sind und all den Nachkommen.
Und bei Kleinsthunden ist einfach das Risiko für bestimmte Erkrankungen stark erhöht, unabhängig davon, ob ihre Eltern diese zum Zeitpunkt der Zucht Zulassung aufwiesen (CM ist übrigens auch altersabhängig. Beim Cavalier gibt es auch Hunde, die unter dem 6 Lebensjahr noch kein CM haben. Ab dem 6 Lebensjahr haben nach den wenigen Studien zufolge in Deutschland 100% der Cavaliers CM).
Ein Trachealkollaps ist nun mal ein Risiko, dass bei Kleinsthunden hoch ist. Genauso wie Knochenbrüche, schlechte Zähne usw.

Und nur weil man mit Hunden unten 2 kg nicht züchtet, heißt es nicht, dass es nicht genügend Nachkommen gibt, die eben doch unter 2 kg wiegen werden. Und diese entsprechen immer noch dem Rassestandard.
Wenn man keine Nachkommen unter 2 kg riskieren will, muss man das Gewicht der Rasse schon deutlich anheben.

Der Pom ist eine QZ, ich weiß nicht, warum wir darüber diskutieren. Nur weil es einen Bestand an CM SM freien Hunden gibt?
 
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Julia 🐾Nero
19. Mai 21:13
Du willst ja eh keine Antwort, aber ich erkenne nicht den Sinn dieser Gedankenanregung.

Eine Rasse so zu züchten, dass das Risiko für Erkrankungen stark erhöht ist, wäre wie ein Auto zu bauen, in dem es möglichst wenig Sicherheitsvorkehrungen gibt.

Dein Vergleich macht leider so gar keinen Sinn, auch wenn Du ihn scheinbar besonders clever findest.

Gibt es denn irgendeinen vernünftigen Grund eine Rasse so klein zu züchten, wenn dadurch das Risiko für Erkrankungen exponentiell steigt?
Es gibt doch den Kleinspitz, den will keiner abschaffen.

Wir haben den TÜV der darauf achtet, dass die Optik von Autos nicht über Verkehrstüchtigkeit steht (Auch wenn jemand gerne ein Auto ohne Scheinwerfer hätte, weil er das schöner fände). Das sollte dann auch bei der Hundezucht so sein. Wenn die Optik des Hundes seiner Funktionalität als Lebewesen schadet, sollte das nicht erlaubt werden.
Es gibt keinen Grund und Vorteil den Spitz so klein zu züchten, zzgl zum runden Kopf und Plüschexplosion.
Der Kleinspitz ist doch toll!

Sorry dein Autofahren Vergleich macht den Austausch nicht einfacher 🤔.

Und Fehler nicht ausschließen ist noch mal was ganz anderes, als Fehler quasi einplanen. Bei QZ werden Fehler nicht einfach nur nicht ausgeschlossen, sondern sind zwangsläufig.
 
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Julia 🐾Nero
19. Mai 21:18
Noch mal "gesund" bzw ohne Befund heißt in dem Zusammenhang lediglich CM frei! Sonst nichts. Es werden keine anderen Erkrankungen untersucht oder etwa doch?
 
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Julia 🐾Nero
19. Mai 21:26
Ich verstehe dein Problem gerade wirklich nicht.

Du kannst neueste Erkenntnisse gerne teilen, aber nicht als etwas, was sie nicht sind.

Wenn widersprechen jede Diskussion kaputt macht, dann soll man einfach zustimmen und gut ist?

Deine Aussage war, dass du für den Pomeranian eine positive Zukunft siehst, weil in einer Studie Hunde gefunden wurden, die kein CM SM haben (wortwörtlich sagtest du, es gäbe in bestimmten Ländern eine gesunde Population. Das ist einfach inkorrekt. Es gibt eine CM SM freie Population). Auf alle anderen Erkrankungen der Rasse geht man in der besagten Studie nicht ein. Sie daher gesund zu bezeichnen ist irreführend.

Ich weiß nicht welchem Komsos du mich zuordnest. Deine Argumentationskette hat aber zumindest das Ende erreicht, wenn du mir jetzt einfach Provokation und Desinteresse vorwirfst.

Wenn du Kleinsthunderassen nicht toll und nicht erhaltenswert findest, sind wir doch die ganze Zeit einer Meinung (auch wenn du recht aggressiv argumentierst, dass sie doch gesund seien).
 
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SandrA
20. Mai 06:58
Manche Rassen sind in meinen Augen tatsächlich kaum rettbar, schon gar nicht in ihrer bestehenden Form. Das was verändert werden muss, macht aus ihnen eine neue Rasse (nicht nur optisch). Denn sein wir mal ehrlich: wer glaubt, er kann den Charakter einer Bulldogge erhalten, wenn er dem Körper Vitalität und Gesundheit verleiht, der macht sich was vor. Der gemütliche, clownige und dennoch händelbare Charakter kommt nicht zuletzt durch die körperlichen Einschränkungen. Wenn eine Bulldogge wirklich erstmal vollumfänglich kann was sie will, dann viel Spaß beim überzeugen. Sicherlich immer noch tolle Hunde - aber dann für völlig andere Menschen als die, die sie jetzt halten wollen. Insgesamt halte ich mehr Offenheit in Richtung Wesen und Gesundheit und dann erst die Optik für den Weg der Wahl. Deswegen bin ich auch hundetechnisch dort gelandet, wo ich jetzt bin. Der VDH tut in meinen Augen auch meiner Rasse nicht wirklich gut. Dort sind nur die Briten zugelassen und es wird allerhand eingeschränkt und Standards gefordert, die ich nicht als optimal sehe. Außerdem können blutsfremde Importe der selben Rasse tatsächlich auch einen ähnlichen Effekt haben, als würde man einkreuzen. Die Mühe machen sich nur leider viele nicht, denn das erfordert Einsatz und (internationale) Kenntnis. DNA Profile müsste man auch haben und lesen können. Ich wünschte das wäre das Ziel einer jeden Vorgabe in dem Bereich, aber darauf kann man wohl lange warten.
Ja, da geb ich dir recht - wobei der Charakter der Bulldogge sich vielleicht gar nicht unbedingt verändern, sondern unter besseren körperlichen Voraussetzungen überhaupt erst sichtbar würde, weil er ausgelebt werden könnte.
Da muss ich auch an einen älteren Thread hier denken, in dem es um die zunehmend molossoiden Labradore ging. Die Gesundheit der Rasse zu verbessern wird kaum dahinter stecken und natürlich verändert das auch Verhalten, wenn die Hunde immer massiger und schwerfälliger werden und dadurch in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Mit dem ursprünglichen sportlichen Retrievertyp hat das irgendwann nicht mehr viel gemein.

Rassen verändern sich ja ohnehin ständig und schon immer, teils auch ganz erheblich. Die Frage ist halt: wodurch? Früher vermutlich mehr durch Funktionalität und konkrete Arbeitsanforderungen, die zwangsläufig auch mit einer gewissen körperlichen Gesundheit und Belastbarkeit einhergehen mussten. Heute bestimmen dagegen wohl eher Lifestyle, Trends und Vermarktungschancen Optik und dadurch dann zwangsläufig auch Verhalten.

Wenn man sich anschaut, womit inzwischen geworben wird: „allergikerfreundlich“, besonders klein, ruhig, niedlich, unkompliziert usw., dann zeigt das doch ziemlich deutlich, wie sehr Hunde an menschliche Erwartungen angepasst werden sollen und nicht ihren Aufgaben. (Es sei denn, menschliche Erwartungen zu erfüllen ist ihre Aufgabe)
Für den Hund selbst hat es ja keinerlei Funktion, „allergikertauglich“ zu sein. Das ist letztlich ein Vermarktungsargument.

Und da landet man dann wieder bei der Frage: Welche Erwartungen habe ich eigentlich an (m)einen Hund?Soll er Beschützer sein? Jagdbegleiter? Sportpartner? Familienhund? Accessoire? Identifikationsfigur? Statussymbol? Möglichst unkomplizierter Begleiter für den Alltag?

Erstmal wäre es ja schon schön, wenn potenzielle Halter sich diese Fragen überhaupt bewusst stellen würden. Und dann vielleicht auch, ob der Preis, den der Hund für manche unserer Erwartungen zahlt, nicht oft viel zu hoch ist.
 
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Caro
20. Mai 07:04
Rosi hat das Projekt "Schulhund" prima gemeistert 👌❤️
Meine Tochter ihr Referat auch 😁
Sie hat auch das Thema Qualzucht angesprochen und aufgezeigt, wo bei der Kleinen und solchen Rassen allgemein die ärgsten Probleme liegen. 23 Kinder haben mit ernstem Gesicht aufmerksam gelauscht 👂👍
Rundum ein Erfolg 🥳
 
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Sonja
20. Mai 07:08
Die Mutter meiner Hunde ist auch ein Registerhund, die aus dem Ausland stammt und per Gentest als reinrassiger Spitz identifiziert wurde. Meine Hunde wurden allerdings nicht innerhalb des VDH sondern innerhalb eines anderen Zuchtverbandes gezüchtet. Bei den Spitzen gibt es auch inzwischen einen Verband der auch die Unterteilung in verschiedene Größen aufgehoben hat, die in den 60er Jahren eingeführt wurde, und die Gesundheit an die erste Stelle stellt. Bei dieser Rasse gibt es viele Variationen auch mit sehr unterschiedlichem Fell. Das finde ich einen vernünftigen Ansatz eine Rasse gesund zu erhalten. Bei dem spitz könnte es klappen da ihm das Schicksal als Modehund bisher erspart blieb (abgesehen vom Pomeranian). Aber auch hier gibt es Linien wo auf Teufel komm raus Merle eingekreuzt wird. Und solange es Käufer gibt wird es solche Exzesse geben. Ich denke jedoch dass es bei Rassen die körperlich zu stark deformiert sind schwierig wird gesunde Hunde zu züchten.
Viele Kleinhunde werden/wurden, sagen wir mal im laufe der letzten 20 jahre immer kleiner "gezüchtet" und es ist kein mas nach unten in sicht....und das obwohl mehr als bekannt ist, das es in so Miniformat ( egal welche Rasse) einfach keine "rundum gesunden" Tiere geben kann ....🙄🥴...Auch wenn die "Zuchtstandandarts/Rassestabdart" nicht direk bei VDH/FCI liegen könnte dieser doch als "Dachverband" doch einen Riegel vorschieben, indem er z.b. das Mindestgewicht ganz allgemein anhebt z.B. auf 4 oder 5kg , ( sogar 3kg) währe ein Fortschritt und dass Tiere unter diesem Gewicht keine VDH/FCI Papiere bekommen, (und selbstverdtändlich auch keine Zuchtgenemigung). Damit würdn viellreicht einige "Züchter" die heutzutage mit 2kg Hunden "Züchten" zur vernumpft gebracht. Aber "so grosse" Kleinhunde wollen ja weder Käufer, Züchter, noch Verband/Verbände... 🙄....also zeigt das ja schon das , für viele, die Gesundheit der "kleinen" zweitrangig ist...., hauptsache sie passen in eine (Gucci)-Tasche....
 
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Sonja
20. Mai 07:12
Manche Rassen sind in meinen Augen tatsächlich kaum rettbar, schon gar nicht in ihrer bestehenden Form. Das was verändert werden muss, macht aus ihnen eine neue Rasse (nicht nur optisch). Denn sein wir mal ehrlich: wer glaubt, er kann den Charakter einer Bulldogge erhalten, wenn er dem Körper Vitalität und Gesundheit verleiht, der macht sich was vor. Der gemütliche, clownige und dennoch händelbare Charakter kommt nicht zuletzt durch die körperlichen Einschränkungen. Wenn eine Bulldogge wirklich erstmal vollumfänglich kann was sie will, dann viel Spaß beim überzeugen. Sicherlich immer noch tolle Hunde - aber dann für völlig andere Menschen als die, die sie jetzt halten wollen. Insgesamt halte ich mehr Offenheit in Richtung Wesen und Gesundheit und dann erst die Optik für den Weg der Wahl. Deswegen bin ich auch hundetechnisch dort gelandet, wo ich jetzt bin. Der VDH tut in meinen Augen auch meiner Rasse nicht wirklich gut. Dort sind nur die Briten zugelassen und es wird allerhand eingeschränkt und Standards gefordert, die ich nicht als optimal sehe. Außerdem können blutsfremde Importe der selben Rasse tatsächlich auch einen ähnlichen Effekt haben, als würde man einkreuzen. Die Mühe machen sich nur leider viele nicht, denn das erfordert Einsatz und (internationale) Kenntnis. DNA Profile müsste man auch haben und lesen können. Ich wünschte das wäre das Ziel einer jeden Vorgabe in dem Bereich, aber darauf kann man wohl lange warten.
Dein Beispiel für Bulldoggen sieht man ja u.A. bei weniger "deformierten" verwandten Rassen, von den französischen/englischen wie z.B. American Bulldog..