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Katrin
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zuletzt 23. Mai

Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Noch nie wurde soviel Aufklärung betrieben wie heutzutage und trotzdem steigt die Anzahl an Qualzuchthunden. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen den ich hier gerne teilen möchte, quasi als Diskussionsgrundlage. https://kynologisch.net/qualzucht-psychologie-2/ Es ist etwas viel eröffnet einem aber eine neue Sicht auf das Problem und warum das durch einfaches Aufklären nicht lösbar ist. Mich würde interessieren ob diese Erklärung für euch nachvollziehbar ist? Welche Schlüsse ihr daraus zieht und ob sich eure Meinung über das halten von Qualzuchten dadurch ändert oder nicht? Wie immer bitte lieb und freundlich bleiben und bedenkt bitte das Qualzucht nicht nur brachyzephale Rassen betrifft. Liebe Grüße eure Katrin J. https://www.ardmediathek.de/video/story/leiden-auf-vier-pfoten-zuechten-wir-unsere-haustiere-kaputt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjQ4MTg
 
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Christine
19. Mai 09:28
Also in unserer Gegend, welche man so beim Gassigehen trifft und/oder HH die ich durch Gespräche "kenne" : 3 oder 4 Frenchie, paar Labradore ( 1 davon wirklich extrem massig/kurzbeinig, englische showlinie) 2 ganz junge ( ca. halbes jahr alt) kaninchen-Farbdackel, 2 Pomerians ( einer mini /teacup🤔) 2 DSH einer wohl DDR Linie der andere 🙈 amerikakische Showlinie ( die HH haben den importiert) jede menge Aussies (standart/mini) natürlich alle Merle, ein paar ganz extrem hell , (stammen auch von dem selben vemehrer, und laut einigen Besitzer die ich kenne haben die alle gesundheitliche Probleme, z.B. Epilepsie und/oder schwerhörig/taub). 4 Collie, 2 Husky. Ettliche Auslands-TS / TS/TH Mixe ( von denen die ich kenne haben auch mehere gesundheitliche Probleme wie HD, ED, Epilepsie) .....Die Ecke bei uns hat eine sehr hohe Hundedichte...In unserer Strasse, leben in ca. jedem zweiten/dritten Haus ein oder mehere Hunde🤗
😱
Lasse mich raten:

Die Wenigsten haben eine Hundeschule besucht.

Und es sind wahrscheinlich alles "Tut-Nix-Hunde". 😶
 
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Julia 🐾Nero
19. Mai 09:34
Ich konnte bislang nichts Konkretes dazu finden, auch keine Empfehlungen, wie; bei QZ Rasse XY muss dieses oder jenes Zuchtprogramm umgesetzt werden. Ich verstehe es bislang eher so, dass sie eher eine Grundlage für Veränderungen liefert, weil sie starre Reinrassigkeit zumindest stärker hinterfragt als ich es ansonsten gelesen bzw in Erinnerung habe. Kann aber auch einfach sein, dass ich da generell weniger tief und differenziert im Thema und folglich weniger breit informiert bin. Interessant in diesem Zusammenhang finde ich, das was eben u.a. zum norwegischen Lundehund beschrieben wurde. Das war zwar keine klassische QZ-problematik, sondern eher genetische Verarmung. Aber die Konsequenz war ja letztlich trotzdem, dass man sich von der geschlossenen Reinrassezucht entfernt und kontrollierte Outcross-Projekte zugelassen hat, um langfristig mehr genetische Vielfalt und bessere Gesundheit zu erreichen. Da frage ich mich schon, ob solche Ansätze perspektivisch nicht auch bei manchen stark belasteten Qualzuchtrassen relevanter werden könnten. Oder gibt es das schon?
Das wäre dann quasi Retrozucht. Also weniger kranke, aber immer noch QZ Rassen.

Meine Cousine wollte von einer Retrochihuahua Zucht einen Welpen kaufen, da wurde vor 5 Generationen ein Jack Russel Terrier eingekreuzt und nach 5 Generationen gelten die Hunde ja wieder als reinrassig (soweit ich mich erinnern kann? Ist das richtig?). Ja die waren deutlich größer, die Kopfform sieht gut aus, aber man (oder zumindest ich) hat ehrlich gesagt schon gesehen, dass das keine "echten" Chihuahuas sind. Aber das liegt ja auch an unserer Erwartung, wie ein Chihuahua auszusehen hat. Ob die Hunde dann aber tatsächlich gesund waren kann ich nicht beurteilen (angeblich getestet auf Patella usw. Hab die Unterlagen aber selber nicht gesehen).
Den Hund größer bekommen geht ja recht einfach, aber ob die Prädisposition für all die zahlreichen rassespezifischen Erkrankungen damit verschwinden oder zumindest signifikant reduziert werden ist fraglich.

Hier Bilder, einmal der Welpe, den meine Cousine kaufen wollte und auf dem Bild mit den drei Hunden liegt in der Mitte die Mutter (auf den Videos ist die Größe noch mal deutlicher zu sehen, aber da ist die Züchterin mit drauf und daher kann ich sie nicht teilen). Die Züchterin hatte meiner Cousine aber ursprünglich nichts von der Einkreuzung erzählt, erst als ich ihr geraten habe mal nachzufragen, ob da Jacky drin ist, hat sie es bestätigt und die Retrozucht erklärt. Die Absichten waren auf jeden Fall gute, ich habe die Sprachnachrichten weitergeleitet bekommen. Aufgrund der Rasse selbst, aber auch aufgrund der fehlenden Transparenz, habe ich eher abgeraten. Mehr kann man nicht machen 🤷🏻‍♀️.
 
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SandrA
19. Mai 09:54
Das wäre dann quasi Retrozucht. Also weniger kranke, aber immer noch QZ Rassen. Meine Cousine wollte von einer Retrochihuahua Zucht einen Welpen kaufen, da wurde vor 5 Generationen ein Jack Russel Terrier eingekreuzt und nach 5 Generationen gelten die Hunde ja wieder als reinrassig (soweit ich mich erinnern kann? Ist das richtig?). Ja die waren deutlich größer, die Kopfform sieht gut aus, aber man (oder zumindest ich) hat ehrlich gesagt schon gesehen, dass das keine "echten" Chihuahuas sind. Aber das liegt ja auch an unserer Erwartung, wie ein Chihuahua auszusehen hat. Ob die Hunde dann aber tatsächlich gesund waren kann ich nicht beurteilen (angeblich getestet auf Patella usw. Hab die Unterlagen aber selber nicht gesehen). Den Hund größer bekommen geht ja recht einfach, aber ob die Prädisposition für all die zahlreichen rassespezifischen Erkrankungen damit verschwinden oder zumindest signifikant reduziert werden ist fraglich. Hier Bilder, einmal der Welpe, den meine Cousine kaufen wollte und auf dem Bild mit den drei Hunden liegt in der Mitte die Mutter (auf den Videos ist die Größe noch mal deutlicher zu sehen, aber da ist die Züchterin mit drauf und daher kann ich sie nicht teilen). Die Züchterin hatte meiner Cousine aber ursprünglich nichts von der Einkreuzung erzählt, erst als ich ihr geraten habe mal nachzufragen, ob da Jacky drin ist, hat sie es bestätigt und die Retrozucht erklärt. Die Absichten waren auf jeden Fall gute, ich habe die Sprachnachrichten weitergeleitet bekommen. Aufgrund der Rasse selbst, aber auch aufgrund der fehlenden Transparenz, habe ich eher abgeraten. Mehr kann man nicht machen 🤷🏻‍♀️.
Interessant dass sie das Einkreuzen erst nicht erzählt hat - dabei wäre das doch eigentlich (sofern kontrolliert) ein Merkmal für verantwortungsvolle Zucht - zumindest in meinen Ohren.
Also bedeuten Retrozucht und Outcross eigentlich in etwa das selbe?
Ich dachte, dass ersteres innerhalb der bestehenden Rasse bleibt, weniger „Betroffene“ Exemplare der selben Rasse nimmt und versucht, wieder in Richtung eines funktionaleren/gesünderen Typs zu züchten? Oder gehören da Outcross-Projekte mit dazu? Das wäre ja nochmal ein Unterschied zu den Beispielen aus Skandinavien, wo gezielt mehrere andere Rassen eingekreuzt wurden, um mehr genetische Diversität zu bekommen.

Ja, die Erwartungen an Hunde - da sollte eindeutig mehr zu Reflektion der eigenen Motive angeregt werden - also dass nicht nur gefragt wird: „Welche Eigenschaften wünschen Menschen sich?“, sondern auch, wie solche Erwartungen überhaupt entstehen. Gerade das genannte Beispiel um Influencer und Teacup-Hunde fand ich da interessant, weil die Arbeit dadurch auch die menschliche Seite beleuchtet - also wie Trends und Vorstellungen von „passenden“ Hunden die Nachfrage und damit bestimmte - teils unmögliche/unnatürliche - Zuchten erzeugen.
 
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Julia 🐾Nero
19. Mai 10:01
Interessant dass sie das Einkreuzen erst nicht erzählt hat - dabei wäre das doch eigentlich (sofern kontrolliert) ein Merkmal für verantwortungsvolle Zucht - zumindest in meinen Ohren. Also bedeuten Retrozucht und Outcross eigentlich in etwa das selbe? Ich dachte, dass ersteres innerhalb der bestehenden Rasse bleibt, weniger „Betroffene“ Exemplare der selben Rasse nimmt und versucht, wieder in Richtung eines funktionaleren/gesünderen Typs zu züchten? Oder gehören da Outcross-Projekte mit dazu? Das wäre ja nochmal ein Unterschied zu den Beispielen aus Skandinavien, wo gezielt mehrere andere Rassen eingekreuzt wurden, um mehr genetische Diversität zu bekommen. Ja, die Erwartungen an Hunde - da sollte eindeutig mehr zu Reflektion der eigenen Motive angeregt werden - also dass nicht nur gefragt wird: „Welche Eigenschaften wünschen Menschen sich?“, sondern auch, wie solche Erwartungen überhaupt entstehen. Gerade das genannte Beispiel um Influencer und Teacup-Hunde fand ich da interessant, weil die Arbeit dadurch auch die menschliche Seite beleuchtet - also wie Trends und Vorstellungen von „passenden“ Hunden die Nachfrage und damit bestimmte - teils unmögliche/unnatürliche - Zuchten erzeugen.
Also ok die Kurzfassung ist ein bissen traurig, aber auch aufschlussreich.

Die Züchterin selber möchte gesündere Chihuahuas züchten, ist einfach Rasseliebhaberin, will es aber besser machen.
Problem ist, Käufer wollen reinrassige Chihuahuas und verstehen oft gar nicht, was Retrozucht ist und interessieren sich auch nicht für ihre Gründe/Motivation (bzw sehen es als "da war ein Mischling drin, ich will reinrassig"). Deswegen bewirbt sie ihre Hunde als reinrassige Chihuahuas (sind sie züchterisch gesehen ja auch wieder) und spricht nicht über die Retrozucht.

Meine Cousine ist scheinbar auch die einzige, die nachgefragt hat (zumindest meinte die Züchterin, sie sei die erste, die nachgefragt hat). Leute wollen einen Chihuahua, scheinbar wissen die meisten nicht mal, wie die eigentlich auszusehen haben und wie groß sie laut Standard wären.
Denn aufgefallen scheint es niemandem zu sein.
Ist es "fair", Betrug, ist es eine geniale Strategie, die gut für die Hunde ist?
Ich halte mich mit Wertung zurück, denn ich weiß es auch nicht.
 
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SandrA
19. Mai 10:04
Also ok die Kurzfassung ist ein bissen traurig, aber auch aufschlussreich. Die Züchterin selber möchte gesündere Chihuahuas züchten, ist einfach Rasseliebhaberin, will es aber besser machen. Problem ist, Käufer wollen reinrassige Chihuahuas und verstehen oft gar nicht, was Retrozucht ist und interessieren sich auch nicht für ihre Gründe/Motivation (bzw sehen es als "da war ein Mischling drin, ich will reinrassig"). Deswegen bewirbt sie ihre Hunde als reinrassige Chihuahuas (sind sie züchterisch gesehen ja auch wieder) und spricht nicht über die Retrozucht. Meine Cousine ist scheinbar auch die einzige, die nachgefragt hat (zumindest meinte die Züchterin, sie sei die erste, die nachgefragt hat). Leute wollen einen Chihuahua, scheinbar wissen die meisten nicht mal, wie die eigentlich auszusehen haben und wie groß sie laut Standard wären. Denn aufgefallen scheint es niemandem zu sein. Ist es "fair", Betrug, ist es eine geniale Strategie, die gut für die Hunde ist? Ich halte mich mit Wertung zurück, denn ich weiß es auch nicht.
Damit ist die Arbeit auf jeden Fall ein Perspektivwechsel 😅 - wenn die „Reinrassigkeit“ ja offenbar die goldene Kuh ist.
 
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Julia 🐾Nero
19. Mai 10:05
Damit ist die Arbeit auf jeden Fall ein Perspektivwechsel 😅 - wenn die „Reinrassigkeit“ ja offenbar die goldene Kuh ist.
Du hast Recht!
 
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Jessica
19. Mai 10:48
Das wäre ja wirklich schön, wenn wir das hinbekommen würden. Aber irgendwie glaub ich nicht daran, dass unser VDH das hinbekommt. Das würde ja heißen, dass man Mischlinge wieder zurück in die Rasse ankreuzen darf und eventuell sogar regionale Hunde, die dem Phänotyp entsprechen, der Genpool einbringen dürfte. Also, bei Black Otto wird gerade ganz intensiv daran gearbeitet, das Funde, die nicht die perfekte locken Struktur haben, nicht in der Zucht bleiben dürfen. Das heißt ein sehr enger Genpool, wird künstlich noch weiter verengt. Ich wage zu bezweifeln, dass da jemand Hunde anderer Rassen einkreuzt und nicht von anderen verurteilt wird. Dann müsste man sich auch damit auseinandersetzen, was die Rasse eigentlich ausmacht und wo man hin möchte in Zukunft. Ob man weiter Gebrauch so nah möchte, oder komplett für ne Show Rasse werden möchte. Und ich sehe dieses Beispiel stellvertretend für einige andere Rassen. Zum Beispiel der Cocker Spaniel, bei dem viele Linien gar nicht mehr geeignet ist, um seinem ursprünglichen Job nachzugehen, weswegen jetzt working cocker Spaniel gezüchtet werden, die nicht mehr registriert werden können, weil sie nicht extrem genug aussehen. Wenn man sich ernsthaft mit dem Gedanken anfreunden würde, dass Rassen nicht extrem sein müssen, dann müsste man auch akzeptieren, dass sich viele Rassen sehr ähnlich sind. Und oft auch als regionale Alternativen zu lokalen Rassen gesehen werden können. Ich glaube durch das Öffnen der Zucht Bücher, werden sehr viele Rassen verschwinden (zurecht) sich einige verändern (zum besseren?).
Also der VDH an sich hat recht weiter Regularien die er vorgibt.
Die Rassestandarts legen die Rasseverbände fest.

Und je nach Rasseverband sind dann die Zuchtbücher geschlossen oder auch nicht!

Bei Spitz zum Beispiel gibt es Hunde die als Register Hunde im VDH gelten, das sind Hunde mit Papieren aus anderen Zuchtverbänden, oder Hunde die der Rasse optisch so wie vom Charakter entsprechen.
Auch ist es zulässig aus dem Ausland Großspitz in den Zuchtbestand aufzunehmen die FCI Papiere haben und man in den Vorfahren ein Wolfsspitz ein gekreuzt hat.

Nur weil also ein Rassehundeverein im VDH angehörig ist und seine Zuchtbücher geschlossen sind ist nicht der VDH dafür verantwortlich, sondern die Mitglieder des Rassezichtvereins!
 
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Sonja
19. Mai 19:20
Ja, genau, ist ja auch deutlich erkennbar und für mich inzwischen einfach oft ein guter und zeitsparender Einstieg, um Studien oder aktuelle Diskussionen überhaupt erstmal zu finden. Und der sich offenbar entwickelnde perspektivische Wechsel war ja der Punkt, weshalb ich die Arbeit spannend fand. Genau, die Studie sagt wohl nicht, dass Rassehundezucht abzuschaffen ist, sondern versucht eher über offenere Zuchtbücher, mehr Diversität und weniger extreme Standards Wege/Perspektiven in Rivhtung gesünder zu eröffnen. Also ja, schon irgendwo eine Form von „Rettung“ bestehender Rassen - aber flexibler im Prozess als es mir bislang überwiegend erschien. Ob die Studie daraus aber am Ende wirklich ein tragfähiges Konzept entwickelt oder nur zeigt, wie grundlegend und komplex die Probleme inzwischen geworden sind, kann ich noch gar nicht beurteilen; dafür müsste ich sie eben komplett lesen. Für mich klang es aber zumindest erstmal so, als ginge es im Kern eher um die Frage, wie verantwortbare Hundezucht künftig überhaupt aussehen kann mit weniger Fokus auf Rettung einzelner Rassen. Von daher dachte ich, sie könnte interessant sein.
Manche Rassen sind in meinen Augen tatsächlich kaum rettbar, schon gar nicht in ihrer bestehenden Form. Das was verändert werden muss, macht aus ihnen eine neue Rasse (nicht nur optisch). Denn sein wir mal ehrlich: wer glaubt, er kann den Charakter einer Bulldogge erhalten, wenn er dem Körper Vitalität und Gesundheit verleiht, der macht sich was vor. Der gemütliche, clownige und dennoch händelbare Charakter kommt nicht zuletzt durch die körperlichen Einschränkungen. Wenn eine Bulldogge wirklich erstmal vollumfänglich kann was sie will, dann viel Spaß beim überzeugen. Sicherlich immer noch tolle Hunde - aber dann für völlig andere Menschen als die, die sie jetzt halten wollen.

Insgesamt halte ich mehr Offenheit in Richtung Wesen und Gesundheit und dann erst die Optik für den Weg der Wahl. Deswegen bin ich auch hundetechnisch dort gelandet, wo ich jetzt bin. Der VDH tut in meinen Augen auch meiner Rasse nicht wirklich gut. Dort sind nur die Briten zugelassen und es wird allerhand eingeschränkt und Standards gefordert, die ich nicht als optimal sehe. Außerdem können blutsfremde Importe der selben Rasse tatsächlich auch einen ähnlichen Effekt haben, als würde man einkreuzen. Die Mühe machen sich nur leider viele nicht, denn das erfordert Einsatz und (internationale) Kenntnis. DNA Profile müsste man auch haben und lesen können. Ich wünschte das wäre das Ziel einer jeden Vorgabe in dem Bereich, aber darauf kann man wohl lange warten.
 
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Carola
19. Mai 19:39
Also der VDH an sich hat recht weiter Regularien die er vorgibt. Die Rassestandarts legen die Rasseverbände fest. Und je nach Rasseverband sind dann die Zuchtbücher geschlossen oder auch nicht! Bei Spitz zum Beispiel gibt es Hunde die als Register Hunde im VDH gelten, das sind Hunde mit Papieren aus anderen Zuchtverbänden, oder Hunde die der Rasse optisch so wie vom Charakter entsprechen. Auch ist es zulässig aus dem Ausland Großspitz in den Zuchtbestand aufzunehmen die FCI Papiere haben und man in den Vorfahren ein Wolfsspitz ein gekreuzt hat. Nur weil also ein Rassehundeverein im VDH angehörig ist und seine Zuchtbücher geschlossen sind ist nicht der VDH dafür verantwortlich, sondern die Mitglieder des Rassezichtvereins!
Die Mutter meiner Hunde ist auch ein Registerhund, die aus dem Ausland stammt und per Gentest als reinrassiger Spitz identifiziert wurde. Meine Hunde wurden allerdings nicht innerhalb des VDH sondern innerhalb eines anderen Zuchtverbandes gezüchtet.
Bei den Spitzen gibt es auch inzwischen einen Verband der auch die Unterteilung in verschiedene Größen aufgehoben hat, die in den 60er Jahren eingeführt wurde, und die Gesundheit an die erste Stelle stellt. Bei dieser Rasse gibt es viele Variationen auch mit sehr unterschiedlichem Fell.
Das finde ich einen vernünftigen Ansatz eine Rasse gesund zu erhalten. Bei dem spitz könnte es klappen da ihm das Schicksal als Modehund bisher erspart blieb (abgesehen vom Pomeranian).
Aber auch hier gibt es Linien wo auf Teufel komm raus Merle eingekreuzt wird. Und solange es Käufer gibt wird es solche Exzesse geben.
Ich denke jedoch dass es bei Rassen die körperlich zu stark deformiert sind schwierig wird gesunde Hunde zu züchten.
 
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Carola
19. Mai 20:11
Ich habe ja nicht gesagt dass die Merle Spitze aus dem VDH kommen aber es gibt sie.
Was die Pomeranian angeht: tatsächlich kenne ich einen Pomeranian der nicht deformiert ist.