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Katrin
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zuletzt 15. Aug.

Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Noch nie wurde soviel Aufklärung betrieben wie heutzutage und trotzdem steigt die Anzahl an Qualzuchthunden. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen den ich hier gerne teilen möchte, quasi als Diskussionsgrundlage. https://kynologisch.net/qualzucht-psychologie-2/ Es ist etwas viel eröffnet einem aber eine neue Sicht auf das Problem und warum das durch einfaches Aufklären nicht lösbar ist. Mich würde interessieren ob diese Erklärung für euch nachvollziehbar ist? Welche Schlüsse ihr daraus zieht und ob sich eure Meinung über das halten von Qualzuchten dadurch ändert oder nicht? Wie immer bitte lieb und freundlich bleiben und bedenkt bitte das Qualzucht nicht nur brachyzephale Rassen betrifft. Liebe Grüße eure Katrin J. https://www.ardmediathek.de/video/story/leiden-auf-vier-pfoten-zuechten-wir-unsere-haustiere-kaputt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjQ4MTg
 
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Katrin
22. Juli 16:08
..das ist für mich sehr interessant. Sagen Dir die Diensthundeführer, was für sie die Hauptgründe für diese Entwicklung sind? Warum verändern sich die Hunde in die von Dir beschriebene Richtung?
Ist das gleiche Spiel wie mit dem körperlich kaputt züchten nur halt das es hier zum Teil psychisch und genetisch ist.

,,Beim Malinois tritt bei Hunden mit willkürlichen aggressiven Verhaltensauffälligkeiten häufiger das Allel A22 des Dopamintransportergen (SLC6A3) auf, während die Allele A0 und A10 nicht mit diesen unerwünschten Aggressionen assoziiert werden können. Neben der in der Ausbildung der Hunde angestrebten Form der Aggressivität, die provoziert wurde und eindeutig einer bestimmten klar-definierten Situation zugeordnet werden kann ("zielgerichtete Aggression"), zeigen Hunde mit dem Allel A22 häufig Phasen mit willkürlichen, unkontrollierbaren aggressiven Verhaltensweisen, die auch mit Krampfanfällen einhergehen können."

Mehr darüber⤵️
Verhaltensanomalie – LABOGEN https://share.google/gMSYsIwJ9RmMJ4kAU
 
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Sonja
23. Juli 06:53
..das ist für mich sehr interessant. Sagen Dir die Diensthundeführer, was für sie die Hauptgründe für diese Entwicklung sind? Warum verändern sich die Hunde in die von Dir beschriebene Richtung?
Katrin hat ja eine möglichen Grund aufgeführt ....aber...So genau wissen sie es auch nicht, (ist halt aussage von DHF die seit Jahrzehnten im Job sind), vermuten aber u.A. eine genetische "Zuchtsache" , ev. auch bedingt durch die Inzuchtkoeffizenz (IK) . Die IK ist beim Mali allgemein nicht überdurchnitt zu anderen Rassen, aber bei den "Diensthunde-Linien" sieht es wohl anders aus..Daher werden ja mittlerweile öfter Herder eingekreutzt , also "frisches Blut".🤗 Es eignet sich ja nicht jeder Welpe zum Diensthund und da ist die Auswahl der möglichen Elterntiere dann nochmal enger. Aber besser wird es auch bei den "Privatgehaltenen" Malis nicht, ich kenne ein paar "Privat Malis" und die haben einfach gesagt einen "knall" (selbst die mit denen garbeitet wird) . Also sind hyperaktiver als ein Border, und eine, eigentlich eine ganz liebe und mit anderen Hunden gut verträgliche Hündin, aber spielenen darf die nur mit Maulkorb an... Denn das kann minutenlag gut gehen und plötzlich legt sich beib ihr ein "schalter um" und sie geht von jetzt auf gleich auf andere Hunde ( und teils auch HH) los🥴. Diese Phase ist kurz und dann "legt sich der Schalter wieder auf normal/friedlich". Der HH erzählte mir auch das sie nicht die einzige aus dem Wurf sei die so ist....🤗....also da gibts denke ich schon genetischen Ursachen, zumal sie und auch die Geschwister Tierärztlich durchgecheckt sind....
 
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Sepp
9. Aug. 16:38
Ich finde das alles etwas übertrieben. War mit meinem frenchie beim Arzt und der ist freiatmend!
 
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Katrin
9. Aug. 17:31
Ich finde das alles etwas übertrieben. War mit meinem frenchie beim Arzt und der ist freiatmend!
Welche Untersuchungen wurden denn gemacht? Normale Tierärzte sind da recht fix mit einem ,,alles okay". Bis zu einem gewissen Alter trifft das manchmal sogar zu. Von Gesund ist diese Rasse aber leider meilenweit entfernt. Schon der Rassestandard macht das leider unmöglich.
 
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Sepp
9. Aug. 17:36
Welche Untersuchungen wurden denn gemacht? Normale Tierärzte sind da recht fix mit einem ,,alles okay". Bis zu einem gewissen Alter trifft das manchmal sogar zu. Von Gesund ist diese Rasse aber leider meilenweit entfernt. Schon der Rassestandard macht das leider unmöglich.
Ich war bei einem sehr renommierten Tierarzt in der Nähe von Hamburg. Mein frenchie war im MRT und da habe ich auch direkt die gaumensegel mit so einer Sonde anschauen lassen. Ich muss sagen, dass ich aber etwas genervt langsam bin von dem Thema, weil ich auch oft stigmatisiert und angefeindet werde. Mein Hund ist jetzt fast 6 Jahre alt und hat nie was gehabt (teu teu teu) er rennt mit
Mir am Fahrrad und wir gehen zusammen joggen. Er liebt es mit
Mir zu wandern und auch mal nen Tag auf der Couch zu chillen. Wir sind beide glücklich und kein Stück einer Qual. Gibt natürlich aber auch welche die echt krank sind. Aber wie gesagt. Mich nervt es langsam,
 
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Sepp
9. Aug. 17:37
Welche Untersuchungen wurden denn gemacht? Normale Tierärzte sind da recht fix mit einem ,,alles okay". Bis zu einem gewissen Alter trifft das manchmal sogar zu. Von Gesund ist diese Rasse aber leider meilenweit entfernt. Schon der Rassestandard macht das leider unmöglich.
Achso und CT hatte er auch. Ich war irgendwann so in Sorge wegen dem ganzen Thema. Und das Ende vom Lied: ein gesunder Hund und ne hohe TA Rechnung. Alles nur weil ich voll die Angst hatte und dann wenigsten „prophylaktisch“ was machen wollte
 
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Katrin
9. Aug. 17:48
Achso und CT hatte er auch. Ich war irgendwann so in Sorge wegen dem ganzen Thema. Und das Ende vom Lied: ein gesunder Hund und ne hohe TA Rechnung. Alles nur weil ich voll die Angst hatte und dann wenigsten „prophylaktisch“ was machen wollte
Dieses prophylaktisch machen ist aber genau richtig eben weil die Rasse halt schlicht kaputtgezüchtet ist. Es ist toll das es deinem so gut geht und ich hoffe das es so bleibt aber ich muss gestehen ein gesunder Frenchy ohne Beeinträchtigung ist mir in meinem Leben noch nicht untergekommen und das ist sehr sehr schade. Fakt ist aber auch das ein Hund nur weil er rumrennen kann nicht automatisch gesund ist.
 
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Andreas
9. Aug. 17:57
Achso und CT hatte er auch. Ich war irgendwann so in Sorge wegen dem ganzen Thema. Und das Ende vom Lied: ein gesunder Hund und ne hohe TA Rechnung. Alles nur weil ich voll die Angst hatte und dann wenigsten „prophylaktisch“ was machen wollte
Du kannst stolz auf Deine Leistung sein und wie Katrin J sagt... finde auch ich es fantastisch, dass Du propylaktisch tätig bist.. Lass Dich nicht nerven.. Du hast bestimmt viele wertvolle Tipps für Frenchiebesitzer..
 
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Sina
9. Aug. 20:24
Ich war bei einem sehr renommierten Tierarzt in der Nähe von Hamburg. Mein frenchie war im MRT und da habe ich auch direkt die gaumensegel mit so einer Sonde anschauen lassen. Ich muss sagen, dass ich aber etwas genervt langsam bin von dem Thema, weil ich auch oft stigmatisiert und angefeindet werde. Mein Hund ist jetzt fast 6 Jahre alt und hat nie was gehabt (teu teu teu) er rennt mit Mir am Fahrrad und wir gehen zusammen joggen. Er liebt es mit Mir zu wandern und auch mal nen Tag auf der Couch zu chillen. Wir sind beide glücklich und kein Stück einer Qual. Gibt natürlich aber auch welche die echt krank sind. Aber wie gesagt. Mich nervt es langsam,
Du hast recht, dass nicht jeder Frenchie unter akuter Atemnot leidet, und es freut mich dass deiner nicht davon betroffen ist.
Wirklich gesund ist die Rasse leider trotzdem nicht.

Mein Rüde (OEB) hat auch ein sehr unauffälliges Gaumensegel und war im Vergleich zu anderen Bulldoggen immer fit und hatte auch nie die typischen Atemgeräusche.

Aber im höheren Alter kommen dann oft leider andere Probleme. Der wuchtige Körperbau lässt Gelenke und Wirbelsäule verschleissen. Er neigt zu andauernden Ohrenentzündungen, da durch das Brachyzephale auch die Gehörgänge gestaucht sind. Die Augen bekommen die braunen Sonnenflecken, da das Augenweiss sichtbarer ist als bei normalen Rassen etc.
Auch die Hautfalten leiden jetzt immer mehr an Entzündungen, was früher nie der Fall war.
Und ja auch die Ausdauer lässt trotz "freiatmung" im Alter im Vergleich zu gesunden Hunden deutlich nach.
In jungen Jahren konnte er da noch ohne Einschränkung mithalten.

Ich könnte jetzt noch eine ganze Menge mehr aufzählen, die Probleme sind leider nicht zufällig, sondern definitiv Rassebedingt. Das eine ist halt mehr ausgeprägt als beim anderen. Irgendwas wird aber auch dich früher oder später wahrscheinlich einholen.

Aber ich finde es super, dass du seine Atemwege im MRT gecheckt hast. Damit bist du einigen hier voraus, und zeigst Verantwortung, so wie man es bei diesen Rassen auch muss.
 
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Katja
10. Aug. 06:23
Achso und CT hatte er auch. Ich war irgendwann so in Sorge wegen dem ganzen Thema. Und das Ende vom Lied: ein gesunder Hund und ne hohe TA Rechnung. Alles nur weil ich voll die Angst hatte und dann wenigsten „prophylaktisch“ was machen wollte
Ich finds total super, dass Du da so genau hast hinschauen lassen!
Es wird halt leider (aufgrund des verkorksten Rassestandards) so viel als normal angenommen bei diesen Tieren: selbst viele Tierärzte scheinen das nicht wirklich ernst zu nehmen!

Alle, die ich darauf anspreche, verkünden auch immer „mein Frenchy ist gesund… Tierarzt meint, es ist ein Sport-Frenchy“… und im selben Atemzug wird erwähnt, dass sich das Tier ab 20Grad Außentemperatur nicht mehr bewegen kann, aber das wäre ja normal (und auch das permanente Schnaufen).
Wenn ich dann dann den Untersuchungen frage (ich versuche das echt immer sehr beiläufig ins Gespräch einfließen zu lassen… möchte echt nicht übergriffig werden) heißt‘s „er hat ihn halt angeschaut… und er muss es doch wissen!“.

Aber wie wir alle wissen leiden Hunde sehr lange sehr leise!
Und Du weißt jetzt nach all den Untersuchungen wenigstens, dass das bei Deinem Hund nicht der Fall ist!!!

Ich war mit Polli auch bei diversen Tierärzten, weil sie ohne Schwanz ist (abgeschnitten) und sie meist mit sehr rundem Rücken läuft… und sie zuckt auch, wenn man sie dort krault. Die Ärzte meinten (vom Ansehen) „alles in Ordnung“ aber ich bin dann trotzdem noch zur Physio.
Die hat dann alles Mögliche mit ihr gemacht und sie auch hin und her gebogen… und war sich danach sicher, dass sie schmerzfrei ist.
Sie hat dann noch einiges an Übungen empfohlen, damit das auch so bleibt, denn der Rücken hat eben eine Fehlstellung… entweder von Geburt an oder eben durch die Amputation.

Also ich finds echt gut, dass Du mit Deinem sehr genau hingeschaut hast!
Nur so kann man meiner Meinung nach einen lebenslangen Leidensweg ausschließen! Und das wärs mir echt wert, wenn ich einen Frenchy hätte…