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Maria
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Anzahl der Antworten 25
zuletzt 28. Sept.

Spondylose - Stenose - Ahnungslose

Hallo ihr Lieben,

ich würde gerne mal eure Meinung zur Situation hören.

Biscotti ist jetzt seit einem knappen Jahr bei mir. Von Anfang an ist er in Behandlung. Lange war ich der Meinung, er hätte Spondylose. Er bekommt deswegen die Librela-Spritze. zusätzlich Metacam (Schmerzmittel) und einmal im Monat Chiro. Jetzt haben wir noch mit Waermeanwendungen angefangen.

Wegen unseres Umzugs mussten wir den Tierarzt wechseln. Der erste Tierarzt konnte auf dem Röntgenbild keine Spondylose erkennen. Auf meine Nachfrage bei der ehemaligen Tierärztin hieß es, Spondylose sei nie diagnostiziert worden, sondern eine Stenose.

Weil der neue Tierarzt noch einmal Röntgen möchte und Biscotti dafür in Narkose legen muss, habe ich noch eine zweite Meinung eingeholt.

Tierarzt Nummer 2 konnte auf dem Röntgenbild ebenfalls keine Spondylose, aber auch keine Stenose erkennen. Und er hat mir sehr pragmatisch gesagt, dass ich im Grunde schon alles mögliche mache, wenn es kein chirurgischer Eingriff werden soll. Und Röntgen ist nur dann sinnvoll, wenn ich anschließend bereit bin, Biscotti operieren zu lassen. Andernfalls ist eine passende Schmerztherapie das einzige Mittel der Wahl.

Das ist gerade der Stand und ich bin etwas ratlos. Eine OP sehe ich skeptisch, vor allem, wenn ich an Elisas Patella-OP denke.

Würd mich freuen, wenn ihr eure Gedanken dazu teilt.
 
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Kana
25. Sept. 18:53
Chiro ist unwissenschaftlich, bitte nicht unterstützen. Stellen Sie sich vor, ich würde mir irgendwas einfallen lassen (z.B. 3 mal fest an gewisse Stellen drücken & ein bestimmtes Gemisch einmassieren)- das hätte dann ungefähr genau so sehr ein Fundament wie Chiro, Osteo, Akupunktur, Homöopathie, etc. Das ist alles nicht nachgewiesen, Studien belegen die Theorien nicht.
 
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Kana
25. Sept. 18:55
Spondylose sind Verknöcherungen. Der Körper bildet diese Verknöcherung um ganze Bereiche der Wirbelsäule zu versteifen, um Schmerzen zu nehmen. Diese Verknöcherungen können den Wirbelkanal oder Nervenkanäle einengen. Das nennt man dann Stenose und die kann operiert werden. Z. B indem die Wirbelkanäle aufgebohrt werden. Wenn Nerven eingeklemmt sind Hunde oft zu Beginn "Ameisenlaufen" und schlecken und knabbern gerne an ihren Gliedmaßen. Ich weiß nicht bei welchen Tierärzten du bist. Aber eine Stenose lässt sich eindeutig nur im MRT oder CT sehen. Such Dir bitte einen guten Orthopäden und bestehe vehement darauf, dass dir alles ordentlich erklärt wird. Du kannst nur die richtige Entscheidung treffen, wenn Du alles verstehst. Lass dir alle Unterlage und Befunde per Mail schicken, um den Hund doppelte Untersuchungen zu sparen. Eine Frage: du schreibst, dass du der Meinung bist, dass es Spondylose ist. Wie kommst du darauf? Das hört sich so vage an. Stenosen können Nerven schädigen und bis zu Lähmungen führen. In diesem Fall Finger weg von Tipps aus Foren. Vor allem, wenn dann noch Homöopathie empfohlen wird.....
Vielen Dank für das Einsetzen gegen Unwissenschaftliches hier! Es ist so traurig, dass die Hunde & wir nicht besser vor sowas geschützt werden.
 
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Sina
25. Sept. 19:13
Chiro ist unwissenschaftlich, bitte nicht unterstützen. Stellen Sie sich vor, ich würde mir irgendwas einfallen lassen (z.B. 3 mal fest an gewisse Stellen drücken & ein bestimmtes Gemisch einmassieren)- das hätte dann ungefähr genau so sehr ein Fundament wie Chiro, Osteo, Akupunktur, Homöopathie, etc. Das ist alles nicht nachgewiesen, Studien belegen die Theorien nicht.
Jetzt wirfst du hier aber einiges in einen Topf. Bei Osteopthatie und Chiropraktik kommt es darauf an, ob diese von Ärzten oder Heilpraktikern ausgeübt wird. Da gibt es gute oder weniger gute Anwender.
Ich würde aber in dem Fall auch einen Orthopäden vorziehen.

Dass Akupunktur gegen chronische Schmerzen helfen kann, ist sehr wohl wissenschaftlich belegt, da gibt es auch klinische Studien dazu.
Bei Homöopathie gibt es das nicht, da wirkt wohl nur der Placeboeffekt.
 
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Maria
27. Sept. 07:07
Chiro ist unwissenschaftlich, bitte nicht unterstützen. Stellen Sie sich vor, ich würde mir irgendwas einfallen lassen (z.B. 3 mal fest an gewisse Stellen drücken & ein bestimmtes Gemisch einmassieren)- das hätte dann ungefähr genau so sehr ein Fundament wie Chiro, Osteo, Akupunktur, Homöopathie, etc. Das ist alles nicht nachgewiesen, Studien belegen die Theorien nicht.
Du scheinst nicht auf dem Laufenden zu sein. Es gibt für bestimmte Beschwerden sehr wohl eine sehr gute Evidenz.

Wie Sina auch schreibt: Man muss halt schauen, wer es macht. Und richtige Chiro hat nichts zu tun mit der Medaille vermittelten Knochenknackerei. Chiro und Akupunktur wurden bei uns immer von der Tierärztin durchgeführt. Und auch die neue. Giro Praktikerin ist Tierärztin.
 
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Annett
28. Sept. 14:55
Hallo Annett, ich bin ja noch auf der Suche nach einem geeigneten Tierarzt. Hier in der Umgebung war es der dritte. Von Arthrose ist die ehemalige Tierärztin auch ausgegangen. Also meiner Meinung nach lautete die Diagnose Arthrose und Spondylose. Sie hat das jetzt im Nachhinein revidiert und die Stenose ins Gespräch gebracht. Ob Stenose tatsächlich im Gespräch war, kann ich einfach nicht mehr sagen. Entsprechend hat Biscotti Librela bekommen. Eine Besserung zu erkennen, fiel mir schwer, weil ich ihn ja nur so kennengelernt habe, aber ich hatte den Eindruck, dass eine Besserung zu sehen war. Ich weiß aber eben nicht, wie er ohne die Probleme war. Wir haben alternativ eine andere Methode ausprobiert, die aber sehr unangenehm für ihn war und keinen Unterschied zur Librela gezeigt hatte. Ich selbst hatte schon das Gefühl, dass es mit der Librela allein besser war, aber wie gesagt, ich kannte ihn kaum. Das Metacam war nur für Extremsituationen gedacht. Nach einem Spaziergang ist mir den Hinterlaeufen mal komplett weggeklappt. Das war so eine Situation. (Und nein, wir sind seitdem nicht mehr so lange unterwegs. Jetzt wo wir umgezogen sind, steht halt alles in Frage. Bezüglich einer möglichen O.P.: R. l.. hat das nochmal schön zusammengefasst, finde ich.
Hallo Maria, hast du denn tatsächlich gemerkt, dass dein Hund Schmerzen hat? Auch wenn du ihn noch nicht so gut kennst, sollte das schon sichtbar sein. Bei Arthrose z.B. kann der Hund schlecht aufstehen, läuft sich aber nach einer Weile ein und es wird besser. Auch das Hinlegen kann beschwerlich sein und ein Humpeln kann ebenfalls darauf hinweisen. Spondylose tritt meist in Schüben auf. Mailo hat da z.B. regelrecht geschrien vor Schmerzen beim Aufstehen. Das gleiche hatten wir mal, als er beim Aussteigen aus dem Fahrradanhänger eine komische Bewegung gemacht hat. Librela und Metacam sind beides Schmerzmittel. Metacam wirkt zusätzlich entzündungshemmend, Librela nicht. Librela bekämpft ausschließlich den Schmerz. Wenn es bei deinem Hund wirkt, sollte er keine dieser Anzeichen von Schmerzen mehr zeigen und viel agiler werden, so lange es wirkt. Man soll ja einen Hund unter Librela sogar einbremsen, damit er sich ohne den Schmerz nicht überfordert. Wenn du da keinen Unterschied erkennen kannst, bringt es auch nichts und du kannst dir diese Kosten wahrscheinlich sparen. Das heißt aber wie schon gesagt trotzdem nicht, dass es dann keine Arthrose oder Spondylose ist, denn es wirkt leider nicht bei jedem Hund, oder eben nicht mehr. 🙈🙈 Das Einknicken der Hinterbeine kann durch die fortgeschrittene Arthrose sein und Schmerzen verursachen, muss aber nicht. Es kann auch z.B. neurologische Ursachen haben, z.B. bei einem Bandscheibenvorfall. Das muss abgeklärt werden. Wenn dein Hund Schmerzen hat, solltest du schon merken, dass es mit dem Medikament besser wird, weil er wie gesagt viel agiler wird und diese Anzeichen nicht mehr zeigt. Genauso solltest du schon am Verhalten des Hundes merken, wenn die Wirkung wieder nachlässt. Ansonsten befürchte ich, dass die Medikamente nicht helfen. Dann müsste man etwas anderes probieren, oder vielleicht auch schauen, ob die Diagnose überhaupt stimmt…. 🤔Wenn dein Hund sonst gesund ist (keine Nierenprobleme hat), gibt es auch noch andere Tabletten zur Schmerzbekämpfung, die beispielsweise 4 Wochen anhalten, bis die Wirkung nachlässt. Vielleicht kann man das probieren statt Librela. Und wie gesagt, zum Röntgen muss der Hund nicht in Narkose, beim MRT schon, da es zu lange dauert. Wenn da tatsächlich eine genaue Diagnose rauskommt und da eine wirklich OP nötig wäre, würde ich die dann auch sofort machen lassen, um eine zweite Narkose zu verhindern. Das würde ich aber vorher mit dem Arzt abklären. Er könnte dir ja nach dem MRT kurz ein Update geben und dann kannst du sofort entscheiden und dein okay geben. 🤷‍♀️