Home / Forum / Gesundheit / Impfung, Auffrischung

Verfasser-Bild
Yuna
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 110
zuletzt 28. Juli

Impfung, Auffrischung

Ich bin gerade sehr unsicher und bin gespannt, wie ihr denkt. Meine Hündin ist jetzt ein Jahr und laut Impfpass ist die Auffrischungsimpfung fällig. Laut Tierarzt nobivac L4 Leptospirose Nobivac SHPP Meine Züchter meinen, der Arzt soll auf den Beipackzettel schauen, die Kombiimpfung SHPP hält 3 Jahre Die Leptospirose Impfung hält ein Jahr. Tollwut 3 Jahre. Ich habe jetzt gelesen, das Impfungen 7 Jahre bis ein Leben lang halten können, wir unsere Hunde praktisch krank impfen. Staube und Hebatitis kommt kaum in Deutschland vor. Leptospirose sehr selten. Tollwutimpfung nur, wer in Urlaub fährt. Da ich nächste Woche einen Impftermin habe, bin ich sehr verunsichert. Was denkt ihr?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
25. Juli 05:38
Ärtzte verdienen an den aImpfingen.Wenn der Tierarzt alle Impfungen jählich empfiehlt ,würde ich den Tierarzt wechseln.
Na klar, wir kennen sie alle, die Impf-Millionär-TAs.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nicole
25. Juli 05:46
Wir machen die Impfungen wie vom Tierarzt empfohlen jährlich, allein schon wegen der Vollständigkeit des EU-Impfausweises und entsprechend spontanen Aufenthalten im (EU) Ausland. Als meine verstorbene Hündin schon älter war, habe ich mal einen TA gehabt, der ihr in einem Jahr nur die halbe Dosis geimpft hat, da sie im Vorjahr einen großen Impfabzess bekam und ich Sorge hatte, dass sich das wiederholt, kam aber nie wieder vor. Ansonsten gab es bei uns wegen den Impfungen keine schlimmen Nebenwirkungen oder Nachteile, ich finde den Impfschutz schon wichtig und lasse es defintiv weiter jährlich auffrischen , auch wenn einiges länger anhalten würde oder wir nicht ins Ausland fahren.
Da wäre nur Tollwut entscheidend. 😊 Für den EU-Pass fürs Reisen ins Ausland.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Li
25. Juli 05:52
Bei Tollwut kommt es auf den Impfstoff an. Unserer hält 3 Jahre und wird so auch eingetragen. Es gibt aber auch noch Tollwut Impfstoffe, die nur 1 Jahr halten.
Ja, aber der Nobivac Impfstoff hält 3 Jahre, um den ging es ja bei der Threaderstellerin.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Li
25. Juli 06:15
Das mit den maternalen Abwehrkräften hat mir KI gestern auch noch ausgespuckt.
Das hat Katja dann ja schon geschrieben.

Dabei handelt es sich ja nur um die Impfung, die mit 15 Monaten stattfindet, wie in Yuna's Fall.

Dann hat sie ja jetzt alles Nötige, um selbst zu entscheiden, nach welchem Muster sie gehen will.

In meinem Fall hingegen-Hund mit 4 Jahren 3 Mal impfen, der die Impfung mit 15 Monaten nicht bekommen hat, wäre vollkommen sinnlos gewesen.

Mein Hund hat definitiv keine maternalen Abwehrkräfte der Mutter mehr gehabt und wäre in 13 Monaten 3 Mal voll geimpft worden.

Da aber eine einzige Impfung für 3 Jahre Schutz bietet, wäre er vollkommen überimpft worden.
Die bakteriellen Impfungen, die nur 1 Jahr halten, nehme ich hier aus.

Die Vorgebungen der Stiko, an die sich mein Tierarzt hält, gelten in diesen Alter nicht und das ist für mich Geldmacherei.
Das ist fahrlässig und grenzt schon an Körperverletzung.

Die Stiko empfiehlt auch keine Überimpfung.

Ein Tierarzt des Vertrauens zu haben, ist schön.
Ich würde aber niemals mehr 100% darauf vertrauen, daß alles richtig ist, was der Tierarzt macht.

Ich kann gar nicht sagen, welche Fehlbehandlungen ich schon erlebt habe, weil ich blind vertraut habe.

Es lohnt sich bei Zweifeln immer zu hinterfragen, keine Frage ist dumm.
Man ist kein Tierarzt und Tierärzte sind auch Menschen und Menschen machen Fehler.

Bei mir hätte der Arzt die Impfung richtig für 3 Jahre eintragen müssen und nicht nur für 1 Jahr.
Obwohl es falsch war, sitzt der Tierarzt am längeren Hebel und kann das machen, was er will.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Giulio🐾🐕
25. Juli 07:48
Im Prinzip ist es trotzdem Hersteller abhängig wann die Impfungen ablaufen.
Leptospirose würde ich auf jedenfall impfen, da es ein Bakterium ist, daher wird dies auch jedes Jahr geimpft. Es kommt in stehenden Gewässern zb vor.
Wenn du nicht ins Ausland mut Hund fährst und auch nicht in eine Huta willst und Leute hast die sich jetzt sofort um den Hund kümmern wenn dir jetzt etwas passieren würde und du mal länger im Krankenhaus wärst zb. Dann musst du die anderen Sachen nicht prinzipiell haben.
Es sollte dir allerdings bewusst sein, dass immernoch zb Tollwut Fälle an den Grenzen bekannt werden. Und wenn dein Hund in der Nähe dessen war ohne Impfung könnte dir theoretisch dein Hund weggenommen und in Quarantäne gebracht werden. Wenn er direkten Kontakt hatte wird er sogar sofort eingeschläfert. Tollwut ist in der Regel 3 Jahre gültig.

SHP also Staupe, Hepatitis und Parvovirose sind auch nicht so schön und vorallem bei jungen und bei alten Hunden tödlich. Sind aber in Deutschland noch seltener. Je nach Hersteller 2-3 Jahre.

Pi also Parainfluenza , auch als Zwingerhuste bekannt und auch in Deutschland verbreitet, ist meist 1 Jahr gültig.

Ich persönlich als gelernte TFA verstehe völlig wenn die Leute ihren 11 Jahre alten Hund nicht mehr Impfen wollen und dem entsprechend dann nicht mehr mit ihm außerhalb von Deutschland verreisen um ihn diese Belastung der Körpers zu ersparen. Impfungen sind ja auch tatsächlich nicht super. Dein Hund hat allerdings nichtmal die Grundimmunisierung durch, denn die Impfung mit 1 Jahr gehört noch dazu. Das heißt es wird noch einmal alles drei geimpft sogar. Also Tollwut, SHPPI und Leptospirose.

Ich nehme meine Hund mit zur Arbeit kn eine Huta, daher müssen meine durchgeimpft sein wegen dem Seuchenschutzgesetz. Trotzdem würde ich persönlich es mir einfach nie verzeihen wenn es vermeidbar gewesen wäre und ich es nur nicht gemacht habe, wenn doch etwas passiert wie zb Lepto oder Tollwut vorallem.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Johanna
25. Juli 07:52
Gute Frage aber die Impflobby verbreitet Gerüchte das man durch eine Impfung andere schützt. Das ist nicht richtig. Viren oder Bakterien besiedeln immer den Körper und somit ist die mögliche Weitergabe gewährleistet. Der Virus springt ja nicht weg weil man geimpft ist. Hört also bitte auf mit diesem Argument durch eine Impfung schützt man andere. Die Funktion einer Impfung ist ausschließlich der Selbstschutz. Ich frage mich wie gut das Marketing funktioniert und sich niemand für Inhalsstoffe von Injektionen interessiert. Impfungen sind nicht ausschließlich ein Segen.
Natürlich springt der Virus nicht weg, wird aber vom Körper so weit zurück gedrängt, dass die Krankheiten nicht/weniger stark ausbricht.
Das heißt zusätzlich im Körper sind weniger Viren (gegen die meisten Bakterien kann man nicht impfen), was eine Übertragung auf andere unwahrscheinlicher macht. Es bringt also auch anderen was!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Yuna
25. Juli 08:18
Im Prinzip ist es trotzdem Hersteller abhängig wann die Impfungen ablaufen. Leptospirose würde ich auf jedenfall impfen, da es ein Bakterium ist, daher wird dies auch jedes Jahr geimpft. Es kommt in stehenden Gewässern zb vor. Wenn du nicht ins Ausland mut Hund fährst und auch nicht in eine Huta willst und Leute hast die sich jetzt sofort um den Hund kümmern wenn dir jetzt etwas passieren würde und du mal länger im Krankenhaus wärst zb. Dann musst du die anderen Sachen nicht prinzipiell haben. Es sollte dir allerdings bewusst sein, dass immernoch zb Tollwut Fälle an den Grenzen bekannt werden. Und wenn dein Hund in der Nähe dessen war ohne Impfung könnte dir theoretisch dein Hund weggenommen und in Quarantäne gebracht werden. Wenn er direkten Kontakt hatte wird er sogar sofort eingeschläfert. Tollwut ist in der Regel 3 Jahre gültig. SHP also Staupe, Hepatitis und Parvovirose sind auch nicht so schön und vorallem bei jungen und bei alten Hunden tödlich. Sind aber in Deutschland noch seltener. Je nach Hersteller 2-3 Jahre. Pi also Parainfluenza , auch als Zwingerhuste bekannt und auch in Deutschland verbreitet, ist meist 1 Jahr gültig. Ich persönlich als gelernte TFA verstehe völlig wenn die Leute ihren 11 Jahre alten Hund nicht mehr Impfen wollen und dem entsprechend dann nicht mehr mit ihm außerhalb von Deutschland verreisen um ihn diese Belastung der Körpers zu ersparen. Impfungen sind ja auch tatsächlich nicht super. Dein Hund hat allerdings nichtmal die Grundimmunisierung durch, denn die Impfung mit 1 Jahr gehört noch dazu. Das heißt es wird noch einmal alles drei geimpft sogar. Also Tollwut, SHPPI und Leptospirose. Ich nehme meine Hund mit zur Arbeit kn eine Huta, daher müssen meine durchgeimpft sein wegen dem Seuchenschutzgesetz. Trotzdem würde ich persönlich es mir einfach nie verzeihen wenn es vermeidbar gewesen wäre und ich es nur nicht gemacht habe, wenn doch etwas passiert wie zb Lepto oder Tollwut vorallem.
Ja, ich werde das auch so machen, Impfung auffrischen um die Grundimmunisierung zu erhalten.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
C
25. Juli 08:44
Weil jetzt hier, wie in jeder Diskussion zu dem Thema die Aussage „Impfung ist nur Selbstschutz“ aufkommt: Das ist genauso falsch und entstammt der „YouTube - Universität aus Coronazeiten“ wie „Impfung dient nur dem Fremdschutz“. Es ist alles weitaus komplexer und es müssen viele Dimensionen betrachtet werden. Ich versuche es hier einmal für medizinische Laien, zusammenzufassen:


➡️ Schutz vor Erkrankung ist nicht gleich Schutz vor Infektion und das ist ein wichtiges Prinzip in der Weitergabe.

Ein Impfstoff kann verschiedene Wirkungen entfalten:

* Sterilisierende Immunität: Der Erreger kann sich nach Exposition praktisch nicht etablieren. Die geimpfte Person infiziert sich nicht und gibt den Erreger nicht weiter. Dies wird bei manchen Impfstoffen zeitweise oder in hohem Maße erreicht (z. B. Masern).

* Schutz vor Infektion: Das Risiko einer Infektion wird reduziert, aber nicht vollständig verhindert.

* Schutz vor schwerer Erkrankung: Eine Infektion ist möglich, der Krankheitsverlauf wird jedoch deutlich abgeschwächt.

➡️ Ein Impfstoff muss keine vollständige sterilisierende Immunität erzeugen, um einen relevanten Fremdschutz zu bewirken.

In der Epidemiologie unterscheidet man deshalb zwischen:

➡️ Direkter Schutz

* Verringerung des individuellen
Erkrankungsrisikos,

* Reduktion schwerer Verläufe,

* geringere Mortalität.

➡️ Indirekter Schutz (Fremdschutz)

* Verringerung der Zahl infektiöser Personen,

* Unterbrechung von Infektionsketten,

* Schutz nicht immuner oder besonders vulnerabler Menschen.

➡️ Dieser indirekte Schutz entsteht nicht dadurch, dass Geimpfte “nicht mehr ansteckend” wären, sondern weil sich die Zahl erfolgreicher Übertragungen in der Bevölkerung reduziert.

Deshalb wichtig - Herdenimmunität ist ein populationsmedizinisches Phänomen:

Die effektive Reproduktionszahl beschreibt, wie viele weitere Personen ein Infizierter durchschnittlich ansteckt.
Steigt der Anteil immuner Menschen, sinkt die Zahl empfänglicher Wirte. Dadurch werden Infektionsketten kürzer und Ausbrüche können ausbleiben.

➡️ Und hier mal Beispiele für unterschiedlich starken Fremdschutz

Masern

* Sehr hohe Wirksamkeit gegen Infektion.

* Geimpfte infizieren sich nur selten.

* Ausgeprägter Gemeinschaftsschutz.

* Deshalb konnten Masern in vielen Regionen zeitweise eliminiert werden.

COVID-19

* Gegen frühe Varianten reduzierten die Impfstoffe sowohl Infektionen als auch Übertragungen deutlich.

* Mit Varianten wie Omikron nahm dieser Effekt aufgrund von Immunflucht ab.

* Dennoch verkürzen Impfungen häufig die Krankheitsdauer und reduzieren zumindest zeitweise die Weitergabe. Ihr größter Nutzen liegt heute im Schutz vor schweren Verläufen.

➡️ Diese Beispiele zeigen, dass der Fremdschutz kein Alles-oder-Nichts-Prinzip ist, sondern graduell ausgeprägt sein kann.

Und jetzt zurück zum Hund mit entsprechenden Beispielen:

↪️ Tollwut

* Selbstschutz: Der Hund erkrankt bei Kontakt mit dem Tollwutvirus mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht.

* Fremdschutz: Weil der Hund sich gar nicht oder deutlich seltener infiziert, kann er das Virus auch nicht an andere Hunde, Wildtiere oder Menschen weitergeben.

↪️ Parvovirose

Das canine Parvovirus ist extrem widerstandsfähig und wird hauptsächlich über den Kot übertragen.

* Ein ungeimpfter Hund kann nach einer Infektion enorme Virusmengen ausscheiden – Milliarden Viruspartikel pro Gramm Kot.

* Ein geimpfter Hund infiziert sich deutlich seltener. Falls es dennoch zu einer Infektion kommt, ist die Virusvermehrung häufig reduziert und die Virusausscheidung geringer oder kürzer.

Das bedeutet:

* Der geimpfte Hund ist vor der oft lebensbedrohlichen Erkrankung geschützt.

* Gleichzeitig sinkt die Umweltkontamination und damit das Risiko für andere Hunde.

Gerade bei Parvoviren ist das wichtig, weil sie in der Umwelt über Monate infektiös bleiben können.

➡️ Warum ich das hier so ausführlich schreibe? Weil ich nach wie vor hoffe, dass wir in Europa die Errungenschaften der modernen Medizin nicht leichtfertig aufs Spiel setzen – so, wie z.B. in Teilen der USA das derzeit geschieht.

Das bedeutet nicht, die Pharmaindustrie unkritisch zu betrachten. Im Gegenteil: Kritik ist notwendig. Aber sie darf nicht dazu führen, dass wir wissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren oder evidenzbasierte Medizin pauschal infrage stellen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
W
25. Juli 09:26
Bleibt noch die Frage, warum jährlich impfen, wenn im Beipackzettel der Impfungen 3 Jahre steht?
Meine Hunde sind immer Jährlich geimpft worden. Seit längerer Zeit ist es so daß wir zwar immer noch jedes Jahr zum impfen gehen, die Impfung enthält aber nur die Medikamente die in dem Jahr benötigt werden. Ich bin froh eine tolle Tierärztin zu haben die mir auch alles erklärt. Das Vertrauen ist für mich wichtig!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kati
25. Juli 10:16
Bleibt noch die Frage, warum jährlich impfen, wenn im Beipackzettel der Impfungen 3 Jahre steht?
Weil nur bestimmte Bestandteile der Impfung 3 Jahre halten.
Pi = Zwingerhusten oder auch Leptospirose nicht.