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Jennifer
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heute 06:47

Einschläfern oder nicht?

Mein Freund sein Hund ist ein Mittel zwergspitz und 19 Jahre alt. Wir waren beim Tierarzt und sie hat ein Medikament bekommen,dass sie aufstehen bzw laufen kann und gegen ihre Demenz hat sie Karsivan bekommen. Das war ca vor 4 Wochen. Trotz Medikament fängt sie an sich wieder in allen Ecken zu quetschen. Ich war vorher schon dafür den hund einschläfern zu lassen,weil das immoment nurnoch palliativ ist,was gemacht wird. Mein Freund kann sich aber nicht von seinem Hund verabschieden,was ich auch verstehen kann. Aus Liebe muss man manchmal aber auch los lassen Das nächste Problem ist,dass der Hund ständig in die Wohnung macht. Ständig wird in meiner Wohnung alles voll gepinkelt. Das war aber ohne Medikament vorher genauso. Sie müsste normal am Tag mindestens 5x Gassi gehen. Da mein Freund aber den ganzen Tag arbeitet, geht er 1-2x Gassi. Ich kann mir und meinen Kindern aber nicht zumuten, dass die Wohnung ständig voll gepinkelt ist. Es ist dann soviel und es stinkt richtig extrem. Da ich schwanger bin rieche ich alles intensiver und kann somit nicht mein Wohnzimmer betreten. Morgens muss man aufpassen,dass man nicht in pipi rein tritt. Mein Wohnzimmer ist mit der Küche verbunden d.h wenn ich den Kids Frühstück machen muss,dann muss ich die Luft anhalten,bis ich in der Küche bin. Sie macht ja nicht nur ,,mal" rein sondern ständig. Habt ihr sonst noch Tips? Ich habe wasserdichte matten hingelegt, aber die stinken dann auch extrem und in die Waschmaschine mag ich die ungern waschen. Der hund läuft auch immer durch die pipi und riecht leider auch stark danach... Ich bin am Ende und würde den hund erlösen... sehe ich das falsch? Ich fühle mich schlecht dabei
 
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Jennifer
22. Apr. 11:28
Das könnte ich ihn auch mal fragen. Ich kann ja selbst aber auch nicht mehr tun. Von ihm hört man nur,dass ich den hund nur einschläfern lassen will
 
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Micha
22. Apr. 11:41
Ich kann das alles nicht nachvollziehen! Wenn er sich noch in den letzten Tagen, um seinen Hund kümmern möchte verstehe ich das,aber er tut es ja nicht! Also ich in der Situation war fragte mich unsere TÄ was ich mir für meinen Hund wünsche ,wenn ich abends ins Bett gehe! Wie aus der Pistole geschossen war meine Antwort,das er nachts eingeschlafen ist ! 1Minute später war mein Gedanke daß er unbemerkt von mir alleine stirbt! Dieser Gedanke war noch unerträglicher!
Wahre Worte, Marie.
Ich bin auch so dankbar dafür , dass ich bis zum letzten Atemzug für meine Hunde da sein konnte.
 
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Micha
22. Apr. 11:51
Das könnte ich ihn auch mal fragen. Ich kann ja selbst aber auch nicht mehr tun. Von ihm hört man nur,dass ich den hund nur einschläfern lassen will
Wenn ein Hund einen so lange begleitet hat, dann geht es nicht um die Einschläferung an sich , sondern um einen würdevollen Abschied , den das Tier auch verdient hat .
 
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Marie
22. Apr. 12:14
Das könnte ich ihn auch mal fragen. Ich kann ja selbst aber auch nicht mehr tun. Von ihm hört man nur,dass ich den hund nur einschläfern lassen will
Das tut mir so leid für dich!
Du steckst in einer Zwickmühle,da ist man einfach nur noch hilflos !
Das einschläfern steht jetzt primär für mich nicht an erster Stelle,aber das sich liebevolle kümmern !
Wenn man das bei so einem alten Hundchen nicht leisten kann,oder will !! muss man eine andere Lösung finden!

Wie die aussehen könnte weiß ich zugegebener Maßen auch
nicht .
Aber ich habe eine große Bitte an dich!
Egal wie die Umstände sind,und ich weiß das es mit Kindern und deiner Schwangerschaft nicht die optimalen sind ,versuch wenigstens du es ,der Kleinen Omi es noch irgendwie so angenehm wie möglich zu machen!
Sie hat es sowas von verdient,oft wird es einem erst bewusst wenn sie nicht mehr da ist!
Ich wünsche dir von Herzen das du das alles stemmen kannst,eine andere Wahl hast du ja auch gar nicht !
Für die Hunde Omi wünsch ich mir einen Stressfreien und friedlichen Gang über die Regenbogenbrücke, wann immer es in naher Zukunft sein mag 😢
 
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Tara
22. Apr. 12:19
Ich hätte gerne die Chance gehabt meine Hündin einschläfern zu lassen.
Sie hat gekämpft, wir haben alles versucht. In ihrer letzten Woche gab es am Montag neue Medikamente, diese wollten wir testen und wenn sich der Zustand nicht verbessert sollte sie Freitag eingeschläfert werden... Mittwoch morgen ist sie beim fressen zusammengebrochen und an einem schlimmen krampfanfall gestorben. In meinem Arm, so wie viele Hundehalter sich das vermutlich "wünschen" würden, aber es war schrecklich. Jederzeit würde ich eine Euthanasie vorziehen, die wenigsten sterben friedlich im Schlaf...
(Sie hatte Epilepsie, ausgelöst vermutlich durch einen Tumor im Hirn, vom ersten anfall bis zu ihrem Tod vergingen 29 Tage)
 
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ozzy
22. Apr. 12:20
also ich würde mir mehr Empathie wunschen. Wenn du irgendwann in den Zustand kommst willst du doch auch nicht das man dich ,, erlöst " oder ?
 
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Marie
22. Apr. 12:25
also ich würde mir mehr Empathie wunschen. Wenn du irgendwann in den Zustand kommst willst du doch auch nicht das man dich ,, erlöst " oder ?
Falls du mich meinst?
Ja, würde ich wollen,passt aber nicht hierher!
Du weißt aber hoffentlich was Empathie heißt und bedeutet?
 
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Katharina
22. Apr. 12:26
Ich denke auch dass du hier keinen guten Rat zum Thema Zeitpunkt einschläfern bekommst. Aber du brauchst dich nicht schlecht fühlen. Dieses krampfhaft am Leben festhalten um jeden Preis ist nicht in Ordnung. Ich kann deine Belastung gut nachvollziehen wir mussten auch vier Jahre mit einem stark demenzkranken, inkontienten Hund leben. Ich bin zwar über die Zeit mit ihm wirklich froh auch über die Zeit des Alterns. Aber es gab sehr oft Tage wo ich dacht es ist irgendwann auch mal gut.
Auch wenn die Menschen unter den Bedingungen leiden spürt das der Hund. Und für dich ist er eben eine enorme Belastung. Das darf man ruhig aussprechen ohne ein schlechtes Gefühl dabei zu haben. Man sollte den Hund ein würdiges Ende bereiten. Wenn das unter den Bedingungen nichtmehr möglich ist, finde ich ist es mit ein Grund der für eine Einschläferung sprechen kann wenn alle anderen Punkte auch dazu stimmen. Ich würde auch nochmal im Frieden mit deinem Partner reden und alle Punkte abwägen vielleicht sieht er Dinge nicht wie du weil er den ganzen Tag nicht da ist.
Aber eins ist sicher, lange wird es nicht mehr gehen fraglich wie würdevoll man diese Zeit dann hinbekommt unter den Umständen. Und mal im geheimen wenn er eh nie da ist, kannst du den Hund ja zum einschläfern bringen und ihm sagen er wäre eines natürlichen Todes gestorben. Nimmst ihn halt wieder mit nach Hause 🤫😅
 
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Jennifer
22. Apr. 12:35
Ich glaube,dass ich damit gemeint bin,dass wenn ich älter bin und meine meinung ist : DOCH! ich würde dann auch gerne erlöst werden.

Meine Mutter hatte Krebs und wurde Palliativ zuhause behandelt. Und ich kann sagen: das was meine mutter erlebt hat d.h. Schmerzen,ans bett gefesselt sein,Medikamente zu bekommen ,nur um keine Schmerzen " zu haben...nur rum liegen,leiden,schlafen.... nein - sorry dann sterbe ich lieber
 
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Sabine
22. Apr. 12:39
Könntest du mit den Kindern nicht vielleicht ein Wochenende woanders verbringen? Damit er seine Verantwortung mal ganz alleine ausleben und in Ruhe darüber nachdenken kann. Druck erzeugt immer Gegendruck und bei jeder Frage von dir , wird er vielleicht noch ein bisschen störrischer.