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Verfasser
Jennifer
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Anzahl der Antworten 288
zuletzt 6. Mai

Einschläfern oder nicht?

Mein Freund sein Hund ist ein Mittel zwergspitz und 19 Jahre alt. Wir waren beim Tierarzt und sie hat ein Medikament bekommen,dass sie aufstehen bzw laufen kann und gegen ihre Demenz hat sie Karsivan bekommen. Das war ca vor 4 Wochen. Trotz Medikament fängt sie an sich wieder in allen Ecken zu quetschen. Ich war vorher schon dafür den hund einschläfern zu lassen,weil das immoment nurnoch palliativ ist,was gemacht wird. Mein Freund kann sich aber nicht von seinem Hund verabschieden,was ich auch verstehen kann. Aus Liebe muss man manchmal aber auch los lassen Das nächste Problem ist,dass der Hund ständig in die Wohnung macht. Ständig wird in meiner Wohnung alles voll gepinkelt. Das war aber ohne Medikament vorher genauso. Sie müsste normal am Tag mindestens 5x Gassi gehen. Da mein Freund aber den ganzen Tag arbeitet, geht er 1-2x Gassi. Ich kann mir und meinen Kindern aber nicht zumuten, dass die Wohnung ständig voll gepinkelt ist. Es ist dann soviel und es stinkt richtig extrem. Da ich schwanger bin rieche ich alles intensiver und kann somit nicht mein Wohnzimmer betreten. Morgens muss man aufpassen,dass man nicht in pipi rein tritt. Mein Wohnzimmer ist mit der Küche verbunden d.h wenn ich den Kids Frühstück machen muss,dann muss ich die Luft anhalten,bis ich in der Küche bin. Sie macht ja nicht nur ,,mal" rein sondern ständig. Habt ihr sonst noch Tips? Ich habe wasserdichte matten hingelegt, aber die stinken dann auch extrem und in die Waschmaschine mag ich die ungern waschen. Der hund läuft auch immer durch die pipi und riecht leider auch stark danach... Ich bin am Ende und würde den hund erlösen... sehe ich das falsch? Ich fühle mich schlecht dabei
 
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Tim
23. Apr. 10:06
Informiere dich mal bitte über schwere Demenz, insbesondere bei Hunden. Das hat rein gar nichts mit Treppen oder Bewegung zu tun.

Demenz ist auch bei Menschen eine sehr schwere und gefürchtete Krankheit. Ich kenne nicht wenige, die schon gesagt haben, dass sie sich lieber umbringen würden als dement zu werden und dann jahrelang irgendwo in einem Heim noch rumgeistern zu müssen und das ganze Leben vergessen zu haben.
 
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Anke
23. Apr. 10:16
Windeln und Inkontinenzmatten, die man nach Verschmutzung entsorgt. Desinfektionsmittelspray. Das alles würde ich einsetzen und es dem Hund noch so schön wie nur irgendwie möglich machen; mit Futter verwöhnen und so oft gassigehen wie möglich. Es wird sich ja nur noch um Wochen handeln. Wenn man den Hund dann schließlich gehen lässt, kann man sich damit trösten, dass er es nochmal richtig gut hatte. Das tröstet ein bisschen. Ich spreche aus Erfahrung. Wünsche ganz viel Kraft ❤️
 
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Tim
23. Apr. 10:38
Windeln und Inkontinenzmatten, die man nach Verschmutzung entsorgt. Desinfektionsmittelspray. Das alles würde ich einsetzen und es dem Hund noch so schön wie nur irgendwie möglich machen; mit Futter verwöhnen und so oft gassigehen wie möglich. Es wird sich ja nur noch um Wochen handeln. Wenn man den Hund dann schließlich gehen lässt, kann man sich damit trösten, dass er es nochmal richtig gut hatte. Das tröstet ein bisschen. Ich spreche aus Erfahrung. Wünsche ganz viel Kraft ❤️
Das ist ja das Problem,dass offenbar viele gar nicht verstehen. Der Hund kriegt davon gar nichts mehr mit,er wird sich am nächsten Tag, oder auch nur Sekunden danach, nicht mehr daran erinnern können. Der Hund hat von "letzten" schönen Tagen gar nichts mehr. Nur noch der Mensch. Und ob das so schön ist, zu sehen wie der eigene Hund eigentlich nur noch eine geistlose, von der Demenz gesteuerte, Hülle ist, weiß ich nicht. Wenn der Hund sich nicht mal mehr freut und nicht mit der Rute wedelt, sondern Angst vor einem hat, weil er einen gar nicht mehr erkennt und sowieso schon komplett in einer anderen Welt ist.Ich würde das für meine Hunde nicht wollen. Alles was wir zusammen erlebt haben vergessen, nicht mehr wissen wo und was sie sind, nur noch Desorientierung , Verwirrung, Ruhelosigkeit und Angst. Von den körperlichen Ausmaßen mal ganz zu schweigen. Ich will mir nicht vorstellen wie meine Hunde mit 50% weniger Gewicht aussehen, wie die Themenerstellerin ja gesagt hat.
 
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Hilde
23. Apr. 10:42
Ich würde deinem Freund nochmals sagen wie stark dich das belastet. Anzusehen wie schlecht es dem Hund geht, den Geruch- Schwangerschaft, Urin in der ganzen Wohnung etc.! Und ihm sagen, dass du dies so nicht alleine mehr packst und er sich Urlaub nehmen muss (!), um das richtig beurteilen zu können. Und auch zu sehen was dieses hinausschieben für seinen Hund bedeutet! Liebe Grüße
 
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Anke
23. Apr. 10:51
Das ist ja das Problem,dass offenbar viele gar nicht verstehen. Der Hund kriegt davon gar nichts mehr mit,er wird sich am nächsten Tag, oder auch nur Sekunden danach, nicht mehr daran erinnern können. Der Hund hat von "letzten" schönen Tagen gar nichts mehr. Nur noch der Mensch. Und ob das so schön ist, zu sehen wie der eigene Hund eigentlich nur noch eine geistlose, von der Demenz gesteuerte, Hülle ist, weiß ich nicht. Wenn der Hund sich nicht mal mehr freut und nicht mit der Rute wedelt, sondern Angst vor einem hat, weil er einen gar nicht mehr erkennt und sowieso schon komplett in einer anderen Welt ist.Ich würde das für meine Hunde nicht wollen. Alles was wir zusammen erlebt haben vergessen, nicht mehr wissen wo und was sie sind, nur noch Desorientierung , Verwirrung, Ruhelosigkeit und Angst. Von den körperlichen Ausmaßen mal ganz zu schweigen. Ich will mir nicht vorstellen wie meine Hunde mit 50% weniger Gewicht aussehen, wie die Themenerstellerin ja gesagt hat.
Der Hund kann auch zum Schluss noch ein gutes Gefühl haben, wenn er was leckeres kaut, draußen schnuppert oder die warme Sonne spürt, Zuwendung erhält. Und das sollte man versuchen. Wann dann der Zeitpunkt ist, den Hund gehen zu lassen, muss man ganz individuell entscheiden. Da wäre ich mit einem Rat sehr zurückhaltend. Ich habe auch schon Tiere gehen lassen müssen und weiß daher genau, wie schwer das ist.
 
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Unikum
23. Apr. 10:59
Das ist ja das Problem,dass offenbar viele gar nicht verstehen. Der Hund kriegt davon gar nichts mehr mit,er wird sich am nächsten Tag, oder auch nur Sekunden danach, nicht mehr daran erinnern können. Der Hund hat von "letzten" schönen Tagen gar nichts mehr. Nur noch der Mensch. Und ob das so schön ist, zu sehen wie der eigene Hund eigentlich nur noch eine geistlose, von der Demenz gesteuerte, Hülle ist, weiß ich nicht. Wenn der Hund sich nicht mal mehr freut und nicht mit der Rute wedelt, sondern Angst vor einem hat, weil er einen gar nicht mehr erkennt und sowieso schon komplett in einer anderen Welt ist.Ich würde das für meine Hunde nicht wollen. Alles was wir zusammen erlebt haben vergessen, nicht mehr wissen wo und was sie sind, nur noch Desorientierung , Verwirrung, Ruhelosigkeit und Angst. Von den körperlichen Ausmaßen mal ganz zu schweigen. Ich will mir nicht vorstellen wie meine Hunde mit 50% weniger Gewicht aussehen, wie die Themenerstellerin ja gesagt hat.
Sie wollen es nicht kapieren.
Siehst ja, dass trotz (deiner) Erklärungen immer noch völlig unsinnige Antworten kommen. 😐
 
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Tim
23. Apr. 11:42
Der Hund kann auch zum Schluss noch ein gutes Gefühl haben, wenn er was leckeres kaut, draußen schnuppert oder die warme Sonne spürt, Zuwendung erhält. Und das sollte man versuchen. Wann dann der Zeitpunkt ist, den Hund gehen zu lassen, muss man ganz individuell entscheiden. Da wäre ich mit einem Rat sehr zurückhaltend. Ich habe auch schon Tiere gehen lassen müssen und weiß daher genau, wie schwer das ist.
Das ist bei einer anfänglichen leichten Demenz durchaus so. Und dann sollte man das auch unbedingt tun solange der Hund noch was davon hat.

In dem Fall ist der Hund aber schon durch die Demenz inkontinent. Das ist ein deutliches Zeichen für ein fortgeschrittenes Stadium. Er kriegt ja nicht mal mehr mit, wenn er sich entleert. Er erkennt seine Bezugspersonen nicht mehr, ist auch körperlich am Ende, verwirrt, ängstlich und alleine in seiner eigenen Welt.

Er ist vielleicht noch physisch da aber ansonsten schon weg. Woanders. Er wird Alles vergessen haben und auch nichts Neues mehr erleben oder speichern können.
 
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❤️Jessica,Andreas & Nova❤️
23. Apr. 11:54
In welchem Zustand der Hund ist sehen wir nicht. Meine Meinung dazu ich würde meine nicht einschläfern lassen solange sie noch laufen und fressen. Und natürlich auch nur, wenn sie nicht unter dauerschmerzen stehen. Inkontinenz wäre für mich kein Grund zum Beispiel. Es gibt für Inkontinenz Hundewindeln. Zumindest wäre dann erstmal das Problem mit morgens ist alles vollgepinkelt gelöst.
Genau so sehe ich das auch
 
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Sabine
23. Apr. 11:56
Dann muss man als Hund aber aufpassen, dass man nicht mal einen schlechten Tag hat....
Ich arbeite in der Humanmedizin und kann das wahrscheinlich ganz gut beurteilen.
 
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Nicole und Peter
23. Apr. 12:03
Ich bin schockiert weswegen manche Menschen ein Tier einschläfern..... Würdest du es so auch bei einem deiner Familie Angehörigen machen?