Dein Hund hast du seit ungefähr 2 Jahren und schon 3 oder 4 Trainer durch ? Kann es sein das du und deine Trainer zu ungeduldig sind/waren, zu viel in zu kurzer Zeit erwarteten/erwarten....? Oftmals hilft "selbstreflektion" und Erwartungen Runterschrauben und Hauptsächlich geduld....zudem kommt auch noch das dein Hund nun ende Pubertät ist bei nicht wenigen (auch bei Tieren mit idealer Welpenstube die schwierigste Zeit) . Dein Hund hat in den ersten Lebensmonaten ( beim Vermehrer), der Prägezeit , kaum was erleben/kennen lernen dürfen....also kein Wunder das sie schnell überfordert ist und nun so reagiert.....Versetz dich mal in ihren Situation/Körper: ... Du wirst die ersten "Jahre" (bei Hunden verläuft Zeit Wachstum, besondes anfang anders daher schreibe ich Jahre, bezieht sich auf einen Menschen) eingesperrt/von der aussen Welt Isoliert, als ungefähr 3-5 Jähriges Kind ( "entspricht" ungefähr einem 5mt alten Hund) wirst dann von fremden weggeholt, sie meinens gut mit dir, wollen dir alles zeigen, aber natürlich bist überfordert....Zudem erwarten sie vielleicht das du bereits "lesen" kannst, resp schicken dich in eine "Schule" um es zu lernen aber du kennst noch nicht mal die alltäglichsten Dinge, ein Baum ist für dich vielleicht noch immer "ein komisches Ding" und ein Auto ein "lautes gefährliches" Monster. etc....😉 Also meine Tipps: 1) vergiss ihr alter und übe tainiere so als ob sie erst 3 Monate alt währe. 2)stelle dich selbst auf Reset, verlange/erwarte nicht mehr von ihr als du von einem Welpen erwarten würdest.....3)suche dir einen neuen Trainer/Hundeschule welche nach dem Motto "trainieren statt dominieren" arbeitet...der aber auch gleichzeitig erfahrung mit unsicheren resp "Angsthunden" hat. Reaktivität entsteht meist durch unsicherheit...! 4) Malis, Herder und auch DSH sind in der regel sehr sensible Tiere mit härte/druck/zwang ( wie so in manchen SV gelehrt wird) erreicht man bei denen nichts und oft schlägt es ins Gegenteil um. Ja sie brauchen eine "klare führung", aber das bedeutet ruhige, selbstbewusste, konsequente Art und nicht laut, hektisch, ungedulig etc..Also "konsequent aber nicht hart/streng". 5) trainiere Maulkorb, und ziehe ihr den immer an wenn ihr unterwegs seid, denn das gibt auch dir selbst sicherheit wenn sie "mal wieder nach vorne geht", sie kann den anderen nähmlich nicht "ernsthaft verletzen"... 6) und zu guter letzt: es gibt Dinge die brauchen Monate manchmal sogar Jahre des geduldigen konsequenten trainings.Die sind nicht in einigen Wochen Geschichte.....und ja es gibt öfter mal rückschritte, und Ja nanchmal meint man für Wochen/Monate auf der Stelle zu laufen also meint es gibt keine Fortschritte...aber meist ist dem nicht so, sondern wir sehen sie nicht.....aber irgendwann und "meist wenn man es nicht mehr erwartet" sieht man den Lohn der Geduld , plötzlich fällt der Groschen im Hund..🙃...ich habe es selbst bei meinem bezüglich "anti Jagd-training" erlebt.... es dauerte Monate/Jahre bis fortschritte zu sehen waren....mittlerweile haben wir das im Griff, z.B. rennendes /bewegendes Wild, auch wenn es nur wenige Meter vor ihm ist interessieren ihn nicht mehr, er zeigt sogar an wenn er was wittert auch wenn es ausserhalb meines Sichtfeldes ist....aber wie gesagtes dauerte Jahre bis wir soweit waren...😉