Also, dass ich nicht bereit bin, es mit weniger Reizen zu versuchen und nur eine schnelle Lösung möchte, ist ja völlig an den Haaren herbeigezogen. Nicht umsonst frage ich hier nach euren Erfahrungen und Methoden.
Wegsperren im Auslauf bringe ich auch nicht übers Herz, die Tür ist immer offen. Manchmal ist man halt als Ersthundebesitzer von einem Welpen überfragt . Selbst gestern, wo absolut nichts passiert ist, außer Gassi, ein kleines Bisschen Training mit seinem Futter, ist er immer, wenn er wach war, im Beissmodus gewesen. Wir möchte eine schöne Entwicklung mit viel positiven Verbindungen und genau deshalb frage ich ja all die, die so etwas schonmal durchgemacht haben. Rückblickend zu analysieren ist natürlich immer einfacher als im Hier und Jetzt.
Das Problem ist, dass Du ihn schon überfordert hast. Ich verstehe nach wie vor nicht, wie man einem Welpen überhaupt so viel zu muten kann.
Es reicht nicht ein Tag weniger. Damit sich die Stresshormone abbauen, ist nun ist Geduld gefragt.
Wichtig sind feste Strukturen, damit er Halt und Berechenbarkeit findet. Jeden Tag zur selben Uhrzeit die selben Routinen. Keine neuen Reize: keine Restaurants, keine Hotels usw. Vermutlich reichen schon ungewohnte Reize auf der selben Gassi-Runde, um ihn in Aufregung zu bringen.
Nach Aktivitäten eine Ruheritual einführen. Zum Beispiel eine Schleckmatte auf seinem Lieblingsplatz.
Wenn er beisst ein lautes "Aua" oder "Nein". Und dann ganz wichtig weg drehen und ignorieren: nicht anschauen, nicht ansprechen, nicht angucken usw. Der Kleine ist Luft.
Das wurde aber alles schon geschrieben. Daher meine Vermutung, dass du eine schnelle Lösung willst.
Das müsste nun dauerhaft gemacht werden. Bis er wieder runter kommt. Dann erst können fremde Reize langsam etabliert werden.
Das kann Wochen oder Monate dauern. Im schlimmsten Fall hat er bereits gelernt, dass neue Reize sein System automatisch hoch fahren.
Lerne dringend wie Du Stress beim Hund erkennen kannst, um für die Zukunft vorzubeugen.