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Verfasser
Maik
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Anzahl der Antworten 85
zuletzt 21. Aug.

Welpe beisst nach Ausflügen an unterschiedliche Orte

Hallo alle, in der letzten Zeit waren wir mit unserem Zwerpudel Welpen oft unterwegs und in verschiedenen Unterkünften. Dort hat er gut gelernt, sich auch mal hinzulegen. Ob im Restaurant oder auf dem Zimmer selbst. Nur wenn er wieder nach Hause kommt, dann fängt er sehr sehr oft an uns zu beißen und dreht halb am Rad. Ist das normal, weil er vielleicht in der gewohnten Umgebung ist und zusätzlich (16. Woche) gerade am zahnen ist? Oder wie ist eure Einschätzung und Erfahrung ?
 
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Alessandro
19. Aug. 08:16
Hallo alle und danke für die Antworten! Also wir haben auch einen Welpenauslauf, in dem sein Bettchen im Wohnzimmer steht. Sollen wir den dann einfach mal zu machen, auch wenn er am Gitter kaut und jault ? Wir haben immer Angst, dass er dann den Auslauf mit etwas negativem verbindet. @Janina: Er hat gestern bspw. über den Vormittag bis ca. 15 Uhr insgesamt 5h geschlafen (die Nacht nicht mitgezählt) und trotzdem hat er gebissen. Wir retten uns dann immer auf die Couch, wo er nicht dran kommt und meistens legt er sich dann irgendwo hin (nach etwas jaulen) oder sucht sich eine andere Beschäftigung.
Zumachen nur mit kurzen Trainingseinheiten, positiv aufgeladen. Beruhigen mit Leckerlis oder besonders tollen Spielzeug belohnen und auch gut zureden. Nicht einfach zu und weggehen für längere Zeit. Das müsst ihr aufbauen. Sonst wie du sagst wird es negativ aufgeladen.
 
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Alessandro
19. Aug. 08:19
Was schlagt ihr denn noch so vor, was man versuchen kann? Also In den Arm nehmen und beruhigen klappt (meistens) nicht, da meine Armbeuge dann dran glauben muss. Auf den Schoß ebenfalls nicht. Was anderes in den Mund stecken oder davor halten klappt ganz kurz, wird dann aber gegen meine Körperteile getauscht. Lediglich auf ein unerreichbaren Sofa ist derzeit der way to go.
Bei uns hat Kaffeeholz-Stock (Fressnapf, Amazon) Wunder bewirkt. Hinhalten und wenn er dran geht belohnen (Stimme, evt Leckerlis), dann am Anfang immer hinhalten und dran knabbern lassen. Irgendwann kennt er den und holt ihn sich selbst wenn er „drüber“ ist und kaut dran rum.
 
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Alessandro
19. Aug. 08:20
Was schlagt ihr denn noch so vor, was man versuchen kann? Also In den Arm nehmen und beruhigen klappt (meistens) nicht, da meine Armbeuge dann dran glauben muss. Auf den Schoß ebenfalls nicht. Was anderes in den Mund stecken oder davor halten klappt ganz kurz, wird dann aber gegen meine Körperteile getauscht. Lediglich auf ein unerreichbaren Sofa ist derzeit der way to go.
Und das mit Körperkontakt hat zumindest bei uns noch nie geklappt in so einer Situation. Stell dir vor du bist komplett drüber und dann kommt noch jemand und hält dich fest. Aber ist wahrscheinlich auch unterschiedlich
 
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Maik
19. Aug. 09:46
Ja, das nennt man dann Syptombekämpfung. Wir stressen die Hunde so sehr, dass sie uns mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Kommunikationsmitteln mitteilen "das ist mir zu viel!". Es sollte mittlerweile bekannt sein, dass viele Trainer nicht an den Ursachen arbeiten, sondern Symptome bekämpfen. Sieht man auch hier an einigen Antworten. Schneller Erfolg um jeden Preis, schön zu Lasten der Hunde. Meiner Meinung nach ist der Threadsteller überhaupt nicht bereit es mal mit weniger Reizen und mehr Ruhe zu probieren. Er will eine schnelle Lösung ohne sein eigenes Verhalten zu reflektieren. Das Wegsperren ist für uns der bequeme Weg. Viele Hunde landen geradewegs in der erlernten Hilflosigkeit. Ja, sie geben Ruhe, aber in vielen Fällen geben sie auf und ergeben sich ihrem Schicksal.
Also, dass ich nicht bereit bin, es mit weniger Reizen zu versuchen und nur eine schnelle Lösung möchte, ist ja völlig an den Haaren herbeigezogen. Nicht umsonst frage ich hier nach euren Erfahrungen und Methoden.
Wegsperren im Auslauf bringe ich auch nicht übers Herz, die Tür ist immer offen. Manchmal ist man halt als Ersthundebesitzer von einem Welpen überfragt . Selbst gestern, wo absolut nichts passiert ist, außer Gassi, ein kleines Bisschen Training mit seinem Futter, ist er immer, wenn er wach war, im Beissmodus gewesen. Wir möchte eine schöne Entwicklung mit viel positiven Verbindungen und genau deshalb frage ich ja all die, die so etwas schonmal durchgemacht haben. Rückblickend zu analysieren ist natürlich immer einfacher als im Hier und Jetzt.
 
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Tina
19. Aug. 10:14
Also, dass ich nicht bereit bin, es mit weniger Reizen zu versuchen und nur eine schnelle Lösung möchte, ist ja völlig an den Haaren herbeigezogen. Nicht umsonst frage ich hier nach euren Erfahrungen und Methoden. Wegsperren im Auslauf bringe ich auch nicht übers Herz, die Tür ist immer offen. Manchmal ist man halt als Ersthundebesitzer von einem Welpen überfragt . Selbst gestern, wo absolut nichts passiert ist, außer Gassi, ein kleines Bisschen Training mit seinem Futter, ist er immer, wenn er wach war, im Beissmodus gewesen. Wir möchte eine schöne Entwicklung mit viel positiven Verbindungen und genau deshalb frage ich ja all die, die so etwas schonmal durchgemacht haben. Rückblickend zu analysieren ist natürlich immer einfacher als im Hier und Jetzt.
Das Problem ist, dass Du ihn schon überfordert hast. Ich verstehe nach wie vor nicht, wie man einem Welpen überhaupt so viel zu muten kann.
Es reicht nicht ein Tag weniger. Damit sich die Stresshormone abbauen, ist nun ist Geduld gefragt.
Wichtig sind feste Strukturen, damit er Halt und Berechenbarkeit findet. Jeden Tag zur selben Uhrzeit die selben Routinen. Keine neuen Reize: keine Restaurants, keine Hotels usw. Vermutlich reichen schon ungewohnte Reize auf der selben Gassi-Runde, um ihn in Aufregung zu bringen.
Nach Aktivitäten eine Ruheritual einführen. Zum Beispiel eine Schleckmatte auf seinem Lieblingsplatz.
Wenn er beisst ein lautes "Aua" oder "Nein". Und dann ganz wichtig weg drehen und ignorieren: nicht anschauen, nicht ansprechen, nicht angucken usw. Der Kleine ist Luft.
Das wurde aber alles schon geschrieben. Daher meine Vermutung, dass du eine schnelle Lösung willst.
Das müsste nun dauerhaft gemacht werden. Bis er wieder runter kommt. Dann erst können fremde Reize langsam etabliert werden.
Das kann Wochen oder Monate dauern. Im schlimmsten Fall hat er bereits gelernt, dass neue Reize sein System automatisch hoch fahren.
Lerne dringend wie Du Stress beim Hund erkennen kannst, um für die Zukunft vorzubeugen.
 
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Unikum
19. Aug. 10:16
Such dir ne gute Hundeschule und/oder eine/n Trainer/in!
Hier wirst du tausend subjektive Meinungen, Hinweise und Tipps lesen. Alle wollen recht haben.
Aber niemand kann eure Situation objektiv einschätzen, weil niemand vor Ort ist. 🤷🏻‍♀️
Edit.: Wobei Ruhe reinbringen tatsächlich der allerwichtigste Hinweis ist.
 
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Takumi
19. Aug. 11:05
Ich bin auch beim Team für mehr Ruhe!

Es ist nicht ungewöhnlich wenn Welpen abends gerade nach vielen Eindrücken hoch drehen. Leb ihn Ruhe vor und entschleunige in dieser sensiblen Phase euer Leben. Entspanntes Frauchen/Herrchen = entspannter Hund!

Der hier schon erwähnte Entspannungsgriff in voller Ruhe ohne Emotionen bevor der Welpe richtig hochdreht. Es gemeinsam durchstehen und den Hund die Lernerfahrung machen lassen selbstständig zur Ruhe zu kommen.

Genießt einfach diese Zeit, sie wachsen so schnell und werden erwachsen.
 
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R
19. Aug. 15:28
Wegen so welchen Ratschlägen wie deine legt sich das Problem nicht wenn man es nicht unterbindet dann hält der Hund es für richtig und es ist Unsinn das es nach der Pubertät aufhört von alleine,wir haben einen hundetrainer und der hat uns genau das gesagt was wir jetzt gemacht haben und seitdem ist alles besser für uns und auch für den Hund.
Mit 16wochen hat ein Lebewesen, auch der Hund, kaum die Möglichkeit der Selbstbeherrschung... Er übt gerade seine blase zu kontrollieren. Vlt daran mal messen, welches verhalten er bereits an den Tag legen können muss.
 
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Moni
19. Aug. 16:11
Hallo Maik

Das Zahnen spielte bei unserem Hund in dem Alter eine große Rolle.
Er ist auch immer jeden Abend nach dem Füttern aufgedreht und da half nur ihm was zu kauen zu geben 😁
Wir haben in dem Alter aber auch viel mit der Hundebox gearbeitet, weil er da wirklich von sich selbst aus zur Ruhe finden konnte.
Später brauchten wir keine Box mehr.

Kaukäse für Hunde war sein absoluter Favorit. Pansen war auch gut und diese gummi Bälle, die so lange Noppen haben. Damit hat er sich dann auch beruhigt.

Aber klar, das ist auch seeehr sehr viel Grenzen anfragen und testen und das macht JEDER Hund in dem Alter egal, welche Rasse. Es sind eben Hunde 🤗

Deine eigene Energie spielt dabei auch eine wichtige Rolle, ruhig und Bestimmt/Konsequent bleiben ist das A und O

Und immer ruhiges Verhalten loben. Also den Hund streicheln wenn er wirklich ruhig in Reichweite liegt.
 
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Moni
19. Aug. 16:26
Ach ja, was wir gemacht haben, wenn er an uns rumknabbern wollte.
Ich hab ihn weg geschoben und nein gesagt, danach habe ich "meinen Raum für mich beansprucht"
Und das nur mit Energie und Körpersprache, ohne Berührung.
Natürlich hat es viele viele Wiederholungen benötigt und ignorieren, wäre bei meinem völlig fehlgeschlagen.
Du benötigst einen gewisse präsente Ausstrahlung.