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Fatma & Nora
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Anzahl der Antworten 67
zuletzt 2. Juni

Schwere bis gar keine Selbstregulation

Hallo zusammen 😊, unser Welpe (10 Wochen alt), ein Mischling aus Golden Retriever und Australian Shepherd dreht so gut wie an jedem Abend durch. Er bellt, schnappt (vor allem seinen Schwanz) springt hoch und kriegt sich nicht ein. Tagsüber ist er auch oft überdreht. Allerdings begleiten wir ihn da in sein Auslaufgitter mit einer Schleckmatte oder Futter. Danach geht es meist und er schläft ein. Nach 30 oder 45 min wach sein (tagsüber) zeigt er schon Übermüdung und dreht über. Und wir begleiten ihn wieder hinein usw.. Am Abend ist es aber am schlimmsten. Aktuell schläft er nachts in seiner Box. Auch da bekommt er was zum Schlecken. Aber bis er einschläft kratzt, bellt und jault er in der Box. Sowohl im Gitter als auch in der Box haben wir nur eine kleine Kuscheldecke und ein Seil zum Kauen. Wir schauen eigentlich, dass er nicht zu viel Input, aber viel Ruhe bekommt. Dennoch sind wir verzweifelt. Wir wissen, dass Welpen sich noch nicht selbst regulieren können, aber habt ihr da ähnliche Erfahrungen gemacht? Können wir (noch) was anderes tun?
 
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Fatma & Nora
1. Juni 17:56
Mein Hütehund hatte auch eine Phase, wo er abends nicht zur Ruhe kam. Das Mäuschen hat richtig geschriehen. Hingelegt, aufgestanden und geschriehen immer abwechselnd. In der Box wurde sie panisch und wild obwohl sie dort zu anderen Zeiten auch gelegen hat. Bei offener Tür. Geschlossene Tür hat sie lange nicht ertragen können. Bei uns war die Lösung, anbinden am Tischbein vor unserem Sofa. In Gefühlt 30 Sekunden lag sie auf der Seite un hat geschlafen. Sie konnte abends eine Weile nicht ohne Begrenzung einschlafen. Kuscheln und Körperkontakt wollte sie nicht in dieser Unruhe. Neben uns liegen und dabei angeleint sein war ihre Hilfe zum einschlafen. Heute kann sie ganz alleine runterfahrenn und ruhen. Nur Geduld ich hoffe ihr findet auch euren Weg. Ruhe und Auslastung müssen sich irgendwie in der Waage halten. Der Hund braucht beides. Eigentlich 3 Sachen. Bewegung und körperliche Arbeit, geistige Auslastun und Lernen in Kooperation mit seinem Menschen, Ruhe, Schlaf und gemeinsam chillen mit seinem Menschen. Von allem Genug und von nichts zu wenig, jedenfalls im Monatsdurchschnitt. Es ist ja, durch äußere Umstände meistens nicht möglich alle Tage optimal zu gestalten. Meiner Meinung nach muss das auch nicht sein. Jedes Lebewesen sollte eine gewisse Anpassungsfähigkeit haben. Ihr müsst halt gucken ob der Hund vor dem überdreht noch eine ruhige Aufgabe bekommen kann. Suchen nach einem Futterbeutel, schleckmatte o.ä. Geben nochmal einen Focus und ruhige Aktivität. Dann kommt der Hund vielleicht leichter runter. Uns hilft ja auch ein Abendsspaziergang gegen Schlaflosigkeit. Damit ist auch leichte Bewegung und etwas geistiger Input kombiniert. Für Hunde ist ein Spaziergang glaube ich aufregender und deshalb nicht das richtige zum runterkommen.
Danke für deine Nachricht und die Info was ihr an Erfahrung gemacht habt.
 
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Sina's
1. Juni 20:48
Ich würde tatsächlich zuerst tief durchatmen 😊 – vieles von dem klingt erstmal nach einem sehr jungen, vermutlich schnell hochfahrenden Welpen, der noch gar nicht gelernt hat, runterzufahren. Gerade bei der Mischung aus Golden Retriever und Australian Shepherd kann schon auch ordentlich „Motor“ drinstecken – nicht negativ gemeint, sondern einfach vom Temperament her.

Für mich klingt das weniger nach „zu wenig machen“ als eher nach: Das Nervensystem ist schnell voll und der Kleine kann sich noch nicht selbst regulieren. Viele Welpen wirken dann abends wie komplett drüber – bellen, schnappen, hochspringen, „durchdrehen“. Das ist oft eher Übermüdung als böser Wille 😊

Was ich mir anschauen würde:

- Nicht zu viel Input (auch positive Reize zählen)
- Feste Ruhephasen wirklich aktiv begleiten
- Früh anfangen, Ruhe zu lernen statt nur Auslastung anzubieten

Ich persönlich würde langfristig eher Richtung „Ruhe darf man lernen“ denken: z. B. Decke/Entspannung positiv aufbauen, Hausleine unter Aufsicht, wenig Action am Abend, klare Rituale und nicht ständig neu beschäftigen, wenn er hochfährt.

Das Kratzen/Jaulen in der Box würde ich mir genauer anschauen. Nicht jeder Welpe entspannt dort automatisch – manche fahren dadurch eher noch höher. Kann sein, dass die Box super passt, kann aber auch sein, dass sie gerade zusätzlichen Stress macht.

Mit 10 Wochen ist er wirklich noch ein Baby. Ihr klingt aufmerksam und bemüht – verzweifelt nicht zu früh. Aber ich würde den Fokus weniger auf „müde machen“ und mehr auf „Runterkommen lernen“ legen 🐾
 
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Fatma & Nora
1. Juni 21:00
Ich würde tatsächlich zuerst tief durchatmen 😊 – vieles von dem klingt erstmal nach einem sehr jungen, vermutlich schnell hochfahrenden Welpen, der noch gar nicht gelernt hat, runterzufahren. Gerade bei der Mischung aus Golden Retriever und Australian Shepherd kann schon auch ordentlich „Motor“ drinstecken – nicht negativ gemeint, sondern einfach vom Temperament her. Für mich klingt das weniger nach „zu wenig machen“ als eher nach: Das Nervensystem ist schnell voll und der Kleine kann sich noch nicht selbst regulieren. Viele Welpen wirken dann abends wie komplett drüber – bellen, schnappen, hochspringen, „durchdrehen“. Das ist oft eher Übermüdung als böser Wille 😊 Was ich mir anschauen würde: - Nicht zu viel Input (auch positive Reize zählen) - Feste Ruhephasen wirklich aktiv begleiten - Früh anfangen, Ruhe zu lernen statt nur Auslastung anzubieten Ich persönlich würde langfristig eher Richtung „Ruhe darf man lernen“ denken: z. B. Decke/Entspannung positiv aufbauen, Hausleine unter Aufsicht, wenig Action am Abend, klare Rituale und nicht ständig neu beschäftigen, wenn er hochfährt. Das Kratzen/Jaulen in der Box würde ich mir genauer anschauen. Nicht jeder Welpe entspannt dort automatisch – manche fahren dadurch eher noch höher. Kann sein, dass die Box super passt, kann aber auch sein, dass sie gerade zusätzlichen Stress macht. Mit 10 Wochen ist er wirklich noch ein Baby. Ihr klingt aufmerksam und bemüht – verzweifelt nicht zu früh. Aber ich würde den Fokus weniger auf „müde machen“ und mehr auf „Runterkommen lernen“ legen 🐾
Lieben Dank 😊.
Das trifft alles zu, was du sagst.
Und genau das haben wir uns fest vorgenommen umzusetzen.
Thema Box: Im Auto klappt das viel besser. Beim Schlafen eher nicht. V.a. beim Einschlafen. Wir haben überlegt wie wir das bis zum Körbchen/Bett machen könnten ( wegen Stubenreinheit und weil er daran kauen und zerren würde ) und bieten ihm den Welpenauslauf neben unserm Bett. Und es klappt gut. Zwei drei vertraute Dinge von uns/ihm sin drin und vorm Schlafen gab/ gibt es die Schleckmatte. Er hat nicht "gemeckert" und schläft.
 
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Sina's
1. Juni 21:22
Das klingt doch schon nach einem richtig guten Schritt 😊

Und ehrlich: Dass es im Welpenauslauf neben dem Bett besser klappt und er dort runterfahren kann, würde ich erstmal als Erfolg verbuchen und nicht als „die Box klappt nicht“. Gerade mit 10 Wochen ist er ja wirklich noch ein Baby.

Für mich klingt das, als würdet ihr ihn schon gut lesen lernen 😊 Im Auto ist oft eine andere Stimmung (gleichmäßige Bewegung, Geräusche, Müdigkeit), zuhause ist das Nervensystem manchmal einfach noch voller vom Tag.

Ich glaube, ihr seid da schon auf einem guten Weg: beobachten, anpassen, kleine Schritte statt alles auf einmal verändern. Und ja – Geduld ist vermutlich gerade das Zauberwort 🐾 Manche Welpen lernen Runterfahren gefühlt „von allein“, andere brauchen dabei einfach mehr Begleitung.

Und wenn er jetzt schon ohne Meckern im Auslauf schlafen kann, klingt das doch nach: Ihr habt etwas gefunden, das ihm gerade Sicherheit gibt 😊
 
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Fatma & Nora
1. Juni 21:29
Dankeschön 😊. Wir sind beide keine Erfahrenen, aber sind auch stolz, dass wir immer mehr herauslesen können, was er gerade braucht und v.a. dass die Bindung/ das Zusammenleben intensiver/schöner und auch selbstverständlicher wird. Das tolle ist, dass er uns auch lernt zu verstehen. Im Ausnahmezustand ist es natürlich schwierig ☺️.
Natürlich hatten/haben wir auch Momente, in denen wir verzweifelt waren/sind.
Aber da wachsen wir hinein und werden herausfinden müssen, was ihm gut tut und uns auch.
Danke nochmal. Tut immer gut verstanden zu werden ☺️
 
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Pauli
1. Juni 21:48
Wir haben die Phase mit unserem Aussiedoodle gerade hinter uns und können dich beruhigen: Es wird besser! Nicht alles liegt nur an euch. Ihr macht ja schon viel richtig, das zeigt euch ja auch euer Hund.

Ich würde mal ein paar Wochen abwarten.

Bei uns hat es trotz Box, die sie gerne mag, und genug Beschäftigung locker einen Monat gedauert, bis sie wirklich ruhiger wurde. Und jetzt, mit 8 Monaten, sind Dinge wie beim Grillen draußen schlafen ein riesiges Erfolgserlebnis.

Lasst eurem Zwerg einfach ein bisschen Zeit. Es ist anstrengend, aber es wird wirklich besser. In ein paar Wochen denkt ihr an die Anfangszeit zurück und seht erstmal richtig den Fortschritt.
 
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Fatma & Nora
1. Juni 21:53
Dankeschön für deine beruhigende Nachricht ☺️.
 
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Ines
1. Juni 22:41
Liebe Fatma, 10 Wochen ist schon arg früh vom Rudel weg, was hier ja schon viele geschrieben haben. Er wurde nicht ausgiebig geprägt und ist gestresst. In dem Alter ist es gerade egal ob unter oder überfordert, er muss 20-23 Stunden in dem Alter schlafen. Man sagt, pro Lebensmonat 5 min Gassi bzw Bewegung. Viel Nähe. Es gibt von ADAPTIL einen sogenannten Verdampfer der Pheromone wie die Hundemama ausströmt, dieser beruhigt ihn. Dazu einen sogenannten Ruhegriff, sanfte Naturgeräusche oder auch ein sanftes Herzklopfgeräusch. Du brauchst viel Geduld und ich denke, die bringst du auf, sonst hättest du dir hier nicht einen Rat gesucht. Weißt du was von den Eltern oder wie er bei den Züchtern gelebt hat? Hast du einen DNA und Krankheitstest zwecks Erbkrankheiten schon durchführen lassen? Wenn nicht, lass es bitte noch machen. Dein Welpe wird mit 14-15 Wochen nochmal richtig anfangen wenn du ihn jetzt nicht mit ruhe und Gelassenheit prägst. Rede mit deinem Tierarzt darüber. Hab Geduld, sonst ziehst du dir ein schwer unkontrollierbares Durazell-Hüpfball-Wuffi zurecht🙈😅. Du darfst mir auch gerne schreiben. Dann schicke ich dir ein paar Links, die mir auch geholfen haben. Gib nicht auf, es wird besser. Und der ein oder andere hatte sicher auch schon die Probleme und gibt es nur nicht zu.
Das ist wie wenn du Mutter wirst. Kinder kommen ohne Bedienungsanleitung zur Welt und man lernt/wächst mit seinen Aufgaben/Erfolge. Egal ob das Baby Fell oder kein Fell hat.
 
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Sina
1. Juni 22:47
Liebe Fatma, 10 Wochen ist schon arg früh vom Rudel weg, was hier ja schon viele geschrieben haben. Er wurde nicht ausgiebig geprägt und ist gestresst. In dem Alter ist es gerade egal ob unter oder überfordert, er muss 20-23 Stunden in dem Alter schlafen. Man sagt, pro Lebensmonat 5 min Gassi bzw Bewegung. Viel Nähe. Es gibt von ADAPTIL einen sogenannten Verdampfer der Pheromone wie die Hundemama ausströmt, dieser beruhigt ihn. Dazu einen sogenannten Ruhegriff, sanfte Naturgeräusche oder auch ein sanftes Herzklopfgeräusch. Du brauchst viel Geduld und ich denke, die bringst du auf, sonst hättest du dir hier nicht einen Rat gesucht. Weißt du was von den Eltern oder wie er bei den Züchtern gelebt hat? Hast du einen DNA und Krankheitstest zwecks Erbkrankheiten schon durchführen lassen? Wenn nicht, lass es bitte noch machen. Dein Welpe wird mit 14-15 Wochen nochmal richtig anfangen wenn du ihn jetzt nicht mit ruhe und Gelassenheit prägst. Rede mit deinem Tierarzt darüber. Hab Geduld, sonst ziehst du dir ein schwer unkontrollierbares Durazell-Hüpfball-Wuffi zurecht🙈😅. Du darfst mir auch gerne schreiben. Dann schicke ich dir ein paar Links, die mir auch geholfen haben. Gib nicht auf, es wird besser. Und der ein oder andere hatte sicher auch schon die Probleme und gibt es nur nicht zu. Das ist wie wenn du Mutter wirst. Kinder kommen ohne Bedienungsanleitung zur Welt und man lernt/wächst mit seinen Aufgaben/Erfolge. Egal ob das Baby Fell oder kein Fell hat.
Es ist für die allermeisten Welpen ab 8 Wochen schon ok in ein neues Zuhause zu kommen.
Ab dann hat die Mutter eh kaum noch Lust auf die Welpen.

Aber man muss eben die fehlende Nestwärme ersetzen und dem Welpen die Sicherheit geben; die er braucht.
 
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Ines
1. Juni 22:55
Es ist für die allermeisten Welpen ab 8 Wochen schon ok in ein neues Zuhause zu kommen. Ab dann hat die Mutter eh kaum noch Lust auf die Welpen. Aber man muss eben die fehlende Nestwärme ersetzen und dem Welpen die Sicherheit geben; die er braucht.
Kein erfahrener und seriöser Züchtern gibt einen Welpen mit 8 Wochen ab! Für eine soziale und richtig mentale Entwicklung erst ab 12 Wochen. 8 Wochen ist gesetzliches Minimum, jedoch viel zu früh, ausgenommen kleine Hunderassen, da die frühsünder sind.
Bei kleine bis mittelgroße Hunde frühestens 11. Woche.
In der 10. bis 12. Woche findet die höchste Entwicklungsphase bei großen Hunden statt und ist sehr wichtig für die Sozialisierung.