Ich würde tatsächlich zuerst tief durchatmen 😊 – vieles von dem klingt erstmal nach einem sehr jungen, vermutlich schnell hochfahrenden Welpen, der noch gar nicht gelernt hat, runterzufahren. Gerade bei der Mischung aus Golden Retriever und Australian Shepherd kann schon auch ordentlich „Motor“ drinstecken – nicht negativ gemeint, sondern einfach vom Temperament her.
Für mich klingt das weniger nach „zu wenig machen“ als eher nach: Das Nervensystem ist schnell voll und der Kleine kann sich noch nicht selbst regulieren. Viele Welpen wirken dann abends wie komplett drüber – bellen, schnappen, hochspringen, „durchdrehen“. Das ist oft eher Übermüdung als böser Wille 😊
Was ich mir anschauen würde:
- Nicht zu viel Input (auch positive Reize zählen)
- Feste Ruhephasen wirklich aktiv begleiten
- Früh anfangen, Ruhe zu lernen statt nur Auslastung anzubieten
Ich persönlich würde langfristig eher Richtung „Ruhe darf man lernen“ denken: z. B. Decke/Entspannung positiv aufbauen, Hausleine unter Aufsicht, wenig Action am Abend, klare Rituale und nicht ständig neu beschäftigen, wenn er hochfährt.
Das Kratzen/Jaulen in der Box würde ich mir genauer anschauen. Nicht jeder Welpe entspannt dort automatisch – manche fahren dadurch eher noch höher. Kann sein, dass die Box super passt, kann aber auch sein, dass sie gerade zusätzlichen Stress macht.
Mit 10 Wochen ist er wirklich noch ein Baby. Ihr klingt aufmerksam und bemüht – verzweifelt nicht zu früh. Aber ich würde den Fokus weniger auf „müde machen“ und mehr auf „Runterkommen lernen“ legen 🐾