Und was passiert eigentlich, wenn Nero vorne ist?
Kontrolliert er einfach die Vorwärtsbewegung? Oder landet er irgendwo? Also möchte er vorne sein oder irgendwo hin?
Das habe ich glaube ich schon mal beantwortet.
Es ist nicht so, dass es ein klares Ziel gibt. Grundsätzlich will er vorne sein, egal ob 2, 5 oder 10 Meter. Mal rennt er zu einer Schnüffelstelle, mal stemmt er sich aber einfach in die Leine und zieht einfach gerade aus ohne Ziel. Wenn es richtig übel wird, dann fängt er an immer wieder reinzuspringen.
Manchmal kehrt er plötzlich um und rennt zurück, weil er in seinem "Wahn" vorwärts zu kommen etwas spannendes verpasst hat. Dabei nimmt er aber auch keinerlei Rücksicht auf mich, er rennt in mich rein, so dass ich oft stolpere und fast über ihn drüber falle.
Ich habe das immer als "er ist im Tunnel", er ist zu gestresst, zu erregt usw gesehen. Das ist keine Absicht usw.
Jetzt frage ich mich, ob das wirklich stimmt. Bitte nicht falsch verstehen, ich will keine altmodische Alpha Theorie und Weltherrschaft andeuten.
Aber wenn ich Katrins Gesten und Interpretationen folge, dann ist das durchaus Absicht oder zumindest extreme Rücksichtslosigkeit, mit der schon eine gewisse "Respektlosigkeit" bzw Beziehung ausgedrückt wird.
Für Hunde sei Individualdistanz ja sehr wichtig, sie überschreiten die des Gegenübers nicht einfach so und Nero rennt auch nicht gegen Bäume oder Laternen.
Es macht mich krass traurig, wenn ich es so sehe (da werde auch ich als Rationalist richtig emotional und könnte heulen, denn ich bemühe mich sehr um ihn). Ich komme besser damit zurecht, wenn es keine Absicht wäre, Stress und Erregung geschuldet usw.
Auf der anderen Seite kommen wir seit 3 Jahren nicht weiter. Daher ist ein Perspektivwechsel vielleicht angebracht.