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Julia 🐾Nero
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zuletzt 21. Juni

"Gewöhnungseffekt" im Training?

Hallo ihr Lieben, Ein Thema das mich gerade akut wieder zur Verzweiflung bringt, sich aber seit ich Nero habe durchzieht. Wenn wir einen neuen Trainingsansatz probieren läuft es in der Regel so ab: Er versteht es relativ schnell (nicht Einstein schnell, aber doch zügig), dann erfolgt eine steile Lernkurve, in der das trainierte Verhalten immer besser ausgeführt wird und dann, für mich aus unerklärlichen Gründen, wachen wir eines Tages auf und er führt das Verhalten nicht mehr aus. Und es wird dann auch nicht mehr besser. Meine laienhafte, naive Vorstellung von Training ist, dass der Hund es mit der Zeit immer besser kann, es ihm immer leichter fällt und zum Normalzustand wird. Bei uns ist es genau anders rum. Am Anfang lernen und bemühen und wenn man das Gefühl hat er kann es, macht er nicht mehr mit. Hat jemand mit soetwas Erfahrung? Ist es eine Art Gewöhnung? Ich gehe schon davon aus, dass es an mir liegt. Allerdings scheint es kein Verständnisproblem zu sein. Zur Veranschaulichung, aktuell ist es wieder die Leinenführigkeit (tritt aber auch bei anderen Problemen wie Rückruf genauso auf). Wir haben jetzt zum dritten Mal mit einem Trainer versucht diese aufzubauen. Mit allen drei Methoden und Trainern lief es gleich ab. Relativ schnell verstehen was man will, immer besser werden und dann plötzlich einfach nicht mehr mitmachen. Zu dem Wort "Gewöhnung" würde mir noch "Abnutzung" einfallen, also das die Signale (sowohl positive als auch negative) ihre Wirkung verlieren und er anfängt sie völlig zu ignorieren, während er am Anfang noch beeindruckt ist. Aber das ist meine subjektive Interpretation und beide Begriffe passen auch nicht sonderlich gut. Ich bin ratlos. Diesmal schien es so vielversprechend zu sein 😞...
 
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Jörg
17. Juni 09:32
Reagiert dein Hund auch auf andere Objekte (Hunde, Radfahrer, Jogger) die auf ihn zukommen?
Hunde kommt auf den Hund darauf an. Radfahrer Joger spielende Kinder sind ihm Recht egal.
 
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Alois
17. Juni 09:34
Hunde kommt auf den Hund darauf an. Radfahrer Joger spielende Kinder sind ihm Recht egal.
Ist es überwiegend beim Wild, das Sichten oder Bewegungsreiz?
 
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Jörg
17. Juni 09:36
Ist es überwiegend beim Wild, das Sichten oder Bewegungsreiz?
Ich sag doch bei Wildschweinen und Rehen setzt es bei ihm aus. Das ist so ziemlich das größte Problem was ich mit ihm habe sonst komme ich eigentlich Recht gut mit ihm klar. Bei Geruch kann ich noch gut dagegen steuern aber wenn diese eins zwei Meter entfernt über den Weg springen und in den Wald flüchten da bleibt nur gut festhalten. Selbst Pferde Hüner Gänse Ziegen sind recht uninteressant.
 
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Lisa-Eileen
17. Juni 10:01
Hmm…da tue ich mich inzwischen etwas schwer mit einer eindeutigen Erklärung. Natürlich kann fehlende Orientierung/Verlässlichkeit eine Rolle spielen. Ich denke jedoch, dass man den Einfluss von Erregung nicht unterschätzen sollte. Gerade wenn ein Hund sehr hochfährt, wird es für ihn ja zunehmend schwieriger, Informationen überhaupt wahr- und aufzunehmen, Impulse zu kontrollieren oder sich an etwas anderem zu orientieren. Dann sieht es von außen vielleicht so aus, als würde er bewusst Entscheidungen treffen oder Führung übernehmen, obwohl er innerlich möglicherweise gar nicht mehr zugänglich ist. Ich denke, dass nicht jedes Verhalten zwangsläufig nur daraus entsteht, dass der Hund führen möchte.🤔
Ja klar, aber ging jetzt nur um die Führungsanfragen/ Ansagen/ Aussagen/ Abgaben.
Das ist ja unabhängig davon.😅👀
 
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Frank
17. Juni 10:02
Ich finde du hast es sehr treffend beschrieben!😊 Aber dieses Verhalten schütteln nicht viele aus dem Ärmel! Ein souveräner Hundeführer macht es aus meiner Sicht genau so! Er sieht in oft kritischen Situationen auch keine Probleme, sondern Trainingsmöglichkeiten die er aufgrund seiner eigenen Souveränität, für seinen Hund positiv für die Entwicklung des Hundes umsetzt! Aber er ist auch bereit an sich selbst zu arbeiten!😊 Das Bewusstsein das nur ein souveräner Hund in allen Situationen führbar ist, motiviert ihn ein hohes Maß an Souverinität und Selbstkontrolle zu erreichen😊
Learning by doing.
Geht doch uns allen so.
Ich hab mir dabei auch paar mal fast in's Knie geschossen.
Und belesen dazu hab ich mich natürlich auch.
😁
 
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Alois
17. Juni 10:02
Ich sag doch bei Wildschweinen und Rehen setzt es bei ihm aus. Das ist so ziemlich das größte Problem was ich mit ihm habe sonst komme ich eigentlich Recht gut mit ihm klar. Bei Geruch kann ich noch gut dagegen steuern aber wenn diese eins zwei Meter entfernt über den Weg springen und in den Wald flüchten da bleibt nur gut festhalten. Selbst Pferde Hüner Gänse Ziegen sind recht uninteressant.
Nina reagiert in dem speziellen Fall genauso, nur mit dem unterschied, das sie noch immer ansprechbar ist und Kommandos ausführt!
Sie hat es mühsam über Reizangeltraining erlernt!
Ich musste auch lange suchen bis ich ein Objekt fand, das sie in Bewegung in den Jagdtrieb versetzte😕
Doch dann lernte sie, auch in der Trieblage Kommandos auszuführen!
Sie jagte als junger Hund alles was nur zuckt😕
 
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Lisa-Eileen
17. Juni 10:04
Yep, ich gehe da noch einen Schritt weiter und denke, dass viele Hunde gar nicht führen wollen bzw. können, es aber aus verschiedenen Gründen müssen. Da spielen ja ganz viele Faktoren eine Rolle wie z. B. der Charakter. Ein Wesentlicher Faktor ist auch das Alter. Einem Junghund die Führung zu übergeben endet gerne mal in Überforderung, auch wenn er sich in diesem Alter mal austesten möchte. Mein Rüde ist in der Junghundphase immer mit dicken Eiern rumgelaufen. Mit 4 Jahren konnte ich dann eine Veränderung erkennen. Er übernimmt nur die Führung in bestimmten Bereichen (wie z. B. ,nach Absprache mit mir, für eine entspannte Stimmung innerhalb einer Hundegruppe zu sorgen oder einem Junghund ein paar Regeln beizubringen). Ist er mit seinen Lösungen am Ende, kommt er zu mir und gibt die Führung ab (setzt sich hinter mich). Manchmal folgt aber auch wieder eine Führungsanfrage. HF geben oft unbewusst die Führung ab. Ein Schritt nach hinten, Gewichtsverlagerung auf das vom Hund abgewandte Bein ... Anders, als viele Hunde es machen, fragt der HF dann seinen Hund nicht, sondern lässt ihn mit dieser übertragenen Aufgabe stehen. Das meinte ich mit "müssen" führen.
Jup, ist auch so, seh ich oft und ist bei mir lange Zeit auch so gewesen.
Seit längerem wusste ichs dann iwie, aber halt diese Einzelheiten wie man das kommuniziert wusste ich halt nicht so.
Ein bisschen was wusste ich dann durch die letzten 2 Kongresse aber da fehlt immernoch einiges weils einfach so vieles gibt.
So viel Kleinkram der so ne große Wirkung hat.
Deswegen find ich Katrins Buch auch so super weil sie genau das da auch erklärt und auch wie man damit umgehen soll.
 
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Frank
17. Juni 10:06
Ist da der Unterschied mit bedacht das ich meinen Hund in der Öffentlichkeit nur an der Führ-Leine führen darf und ihn nur auf privatem Grund frei laufen lassen darf, auf Grund der Liste.
Verstehe ich.
Doch das geht auch wunderbar mit der Leine.
Eventuell auch kürzere Schleppleine, sollte halt dann nicht ganz so lang sein. Eben angepasst an deine Sicherheitheitsauflage
 
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Lisa-Eileen
17. Juni 10:12
Hallo Lisa Eileen, danke für den Buchtip😊 Das Buch ist schon bestellt! Ab und zu kommt es vor, das Nina und ich uns einfach ansehen! Und ich weis beim besten Willen nicht, was sie von mir in dem Moment erwartet? Vielleicht komme ich über das Buch einen Schritt weiter😊 Hier noch zwei Bücher, die mir sehr geholfen haben den Hund besser zu verstehen! Staubig trocken aber wertvoll!😂
Die sind auch schon auf meiner Liste.😅
Ja, kenn ich auch, mittlerweile weiß ich aber wenn der Herr wie ein Psycho in der Ecke sitzt und mich gespannt anstarrt dann ist das seine Art zu sagen "bei dir stimmt was nicht, brauchst du flauschigen Support?".
Das hat das Anzeigetraining damals sehr schwierig gemacht weil er extrem höflich ist und nicht so der körperliche Rowdy.
Aber mittlerweile fühle ich seine Blicke auch wenn ich ihn nicht sehe.🙊
Und draußen gehts mittlerweile auch sehr gut.
Ist es nur das zwischendurch absichern, ein verspieltes "wollen wir was machen/ spielen?" oder ein "guck mal da ist ein Mensch, hast du den auch gesehen? Was denken wir von dem?" oder ein fröhliches "wir gehören zusammen/ haben etwas geschafft (zb Hundebegegnung)" oder wenn er stolz auf sich ist wie toll er das grad geschafft hat obwohls ihm schwer fiel und er sich dann einfach Bestätigung holt.
Dann freu ich mich auch voll mit ihm.
 
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Jörg
17. Juni 10:14
Verstehe ich. Doch das geht auch wunderbar mit der Leine. Eventuell auch kürzere Schleppleine, sollte halt dann nicht ganz so lang sein. Eben angepasst an deine Sicherheitheitsauflage
Nochmal ich darf nur eine zwei Meter Führ-Leine nutzen in der Öffentlichkeit.