Dann gelingt mir das Erinnern wohl nicht gut.
Denn ich erinnere Nero schon, mit immer mehr Nachdruck und er ignoriert immer mehr.
Vielleicht liegt der Fehler daran, dass ich anfangs "zu nett" erinnere?
Aber ihn beim ersten Mal nachfragen sinngemäß mit der Bratpfanne über den Kopf zu hauen ist ja auch nicht verhältnismäßig.
Dennoch landen wir immer in diesen "Machtkämpfen". Je stärker ich auf ihn einwirke, umso mehr wehrt er sich.
Und das bei etwas, was er kann, was ihm da eigentlich schon leicht fällt, aber eben nicht gefällt.
Und ja natürlich gibt es auch Situationen in den ich nachlässig bin, weil es besonders schwierig ist. Zum Beispiel sind wir einmal in Leinenführigkeit einen Weg entlang gelaufen und da stand ein großer Generator für eine Wasserpumpe. Nero hatte offensichtlich Angst vor dem Teil, da habe ich nicht drauf bestanden, dass er in Leinenführigkeit weiter läuft. Vielleicht habe ich ihn nicht deutlich genug "frei" gegeben oder er hat es da gar nicht mehr wahrgenommen, dass ich ihn frei gebe? 🤔
So dass sich so langsam für ihn "Ausnahmen" eingeschlichen haben, die ich nicht erkannt habe, aber für ihn zur Regel wurden.
Das Konzept der Konsequenz hast du gut erklärt, Danke dafür! Ich denke in der Umsetzung werde ich trotzdem Schwierigkeiten haben. Aber vielleicht werden mir kleine Inkonsequenzen auch eher verziehen, wenn unsere Beziehung sich verändert.
Da denke ich nämlich auch an das was Jörg geschrieben hat. Ist denn jeder, jeden Tag gleich "gut" in der Führung des Hundes? Haben Menschen nicht auch mal schlechte Tage?
Wie konsequent sind wir denn alle in unserer Konsequenz, wenn man mal ehrlich ist? Oder habe nur ich Probleme damit 😅
Konsequenz bedeutet das du für Nero berechenbar sein musst, also nicht so viel mit Erziehungsstilen experimentierst.
Stabiles Standing bedeutet, du bist von dem, was du tust innerlich wirklich überzeugt.
Dabei ruhig, unaufgeregt und gelassen, frei von negativen Gefühlen.
Dann bist du bei Dir.
Wennn du z.B. "nein" sagst muss das auch "fühlbar" sein, das bedeutet man sieht und spürt, das du selbst überzeugt von der Richtigkeit deiner Ansage bist.
Dazu brauchst du keine Bratpfanne und kannst freundlich bleiben,
...durchaus aber auch streng sein. Das geht und ist kein(!) Widerspruch in sich sondern:
Es ist die eigentliche Kunst dabei.
(Ist übrigens in vielen Selbstverteidigungskursen - gerade auch für Frauen - ein Dauerbrenner, essentiell für präventives Verhalten gegenüber von potentiellen Aggressoren und wird oft richtig geübt.)
Es gibt nen unterhaltsamen und lustigen Trick um damit zu experimentieren und zu üben:
Sag das, was bei Nero evtl. so schlecht klappt,
vor dem Spiegel zu Dir selbst.
Schau dein Spiegelbild an dabei...
sag einfach mal "nein!" zu dir...
...und spüre nach, ob du dir das selbst abkaufen kannst.
Oder mach das mal mit einem Menschen und frage ihn ob er dir das so abkauft, also glaubt oder dich überzeugend findet.
Viel Spass beim Ausprobieren. 🌻🙃