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Julia 🐾Nero
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heute 06:59

"Gewöhnungseffekt" im Training?

Hallo ihr Lieben, Ein Thema das mich gerade akut wieder zur Verzweiflung bringt, sich aber seit ich Nero habe durchzieht. Wenn wir einen neuen Trainingsansatz probieren läuft es in der Regel so ab: Er versteht es relativ schnell (nicht Einstein schnell, aber doch zügig), dann erfolgt eine steile Lernkurve, in der das trainierte Verhalten immer besser ausgeführt wird und dann, für mich aus unerklärlichen Gründen, wachen wir eines Tages auf und er führt das Verhalten nicht mehr aus. Und es wird dann auch nicht mehr besser. Meine laienhafte, naive Vorstellung von Training ist, dass der Hund es mit der Zeit immer besser kann, es ihm immer leichter fällt und zum Normalzustand wird. Bei uns ist es genau anders rum. Am Anfang lernen und bemühen und wenn man das Gefühl hat er kann es, macht er nicht mehr mit. Hat jemand mit soetwas Erfahrung? Ist es eine Art Gewöhnung? Ich gehe schon davon aus, dass es an mir liegt. Allerdings scheint es kein Verständnisproblem zu sein. Zur Veranschaulichung, aktuell ist es wieder die Leinenführigkeit (tritt aber auch bei anderen Problemen wie Rückruf genauso auf). Wir haben jetzt zum dritten Mal mit einem Trainer versucht diese aufzubauen. Mit allen drei Methoden und Trainern lief es gleich ab. Relativ schnell verstehen was man will, immer besser werden und dann plötzlich einfach nicht mehr mitmachen. Zu dem Wort "Gewöhnung" würde mir noch "Abnutzung" einfallen, also das die Signale (sowohl positive als auch negative) ihre Wirkung verlieren und er anfängt sie völlig zu ignorieren, während er am Anfang noch beeindruckt ist. Aber das ist meine subjektive Interpretation und beide Begriffe passen auch nicht sonderlich gut. Ich bin ratlos. Diesmal schien es so vielversprechend zu sein 😞...
 
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Michaela
16. Juni 13:16
Ist aber nicht Routine genau das, was ich etablieren will? Vielleicht verstehe ich dich falsch. Das was anfangs schwer fällt soll doch im Laufe des Trainings zur Routine für den Hund werden. Wir haben schon einmal versucht die Leinenführigkeit von normaler "Freizeit" abzugrenzen. Damals mit Halsband vs Geschirr. Ich denke wenn ich ihm bei Leinenführigkeit etwas zu tragen gebe, wird es wie mit allem anderen auch laufen. Er wird anfangs lernen und mitmachen und dann das Objekt einfach nicht mehr tragen und sich verweigern. Ich kann es natürlich probieren, aber das Prinzip ist ja das gleiche. Die Abgrenzung Leinenführigkeit vs Freizeit scheint er aber gar nicht zu brauchen. Das dient ja primär dem Verständnis für den Hund. Er versteht aber, sogar sehr gut, was wann verlangt wird. Er macht ab einem gewissen Zeitpunkt einfach dicht.
Hmmm es hört sich etwas so an als wenn er nicht das Interesse verliert sondern den Sinn in dem ganzen nicht versteht er scheint ein sehe eigenständigen Charakter zu haben ....anfangs macht er mit weil neu aufregend....irgendwann denkt er hmmm ok ist ja ganz nett aber der Baum da drüben ist netter , da will ich hin und zwar jetzt 😁 in dem Augenblick mach ich mich bei meinem hund wieder interessanter mit zb kurzen anderen sachen wo ich weis da springt er drauf an sobald er wieder bei mir mit kopf wieder bei mir ist geh ich mit ihm in richtung Baum als wäre es mein plan gewesen 😁
 
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Liane
16. Juni 13:16
Ich habe heute ein kurzes Video aufgenommen und mir ist etwas aufgefallen, dass ich vorher nicht bemerkt habe. Und zwar fragt Nero tatsächlich nach. Am Anfang des Videos schaut er zu mir und läuft dann vor. Dann wird die Leine kurz stramm und er orientiert sich zurück. Dann schaut er wieder zu mir, bleibt an der Seite. Dann schaut er ein drittes Mal zu mir (da ist er aus dem Bild gelaufen, aber man sieht noch an der Nase, dass er zu mir schaut) und läuft wieder vor. Ich habe während der Aufnahme nur nach vorne geschaut, also nicht zum Hund, habe also nicht auf sein Nachfragen reagiert. Heute morgen habe ich sehr penibel darauf geachtet, wie wir das Haus verlassen. Und habe den inneren Führer beschworen. Also klar wohl gefühlt hat sich Nero nicht, aber er war sicher auch irritiert, wieso ich plötzlich doch wieder Vorgaben mache.
Dein Hund fragt ja richtig nach ob er es richtig macht. Da würde ich schon kurz, nicht hektisch loben.
 
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Jörg
16. Juni 13:18
Und fürs Schauen bekommen meine soziales Feedback. Anfangs hab ich sogar ein nach hinten gedrehtes Ohr positiv adressiert. Auf mich wirkte es so, dass nachdem Nero geschaut/gefragt hat und von dir kein Feedback kam, ist er schneller geworden.
Das ist so ein zweischneidiges Sache. Mein Terrier empfindet zum Beispiel Feedback auch gerne mal als Freigabe. Zum Beispiel er wittert wild schaut zu mir und ich lobe ihn dafür kann es gut möglich sein das er danach sofort durchstartet.
 
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Babs
16. Juni 13:20
Das ist so ein zweischneidiges Sache. Mein Terrier empfindet zum Beispiel Feedback auch gerne mal als Freigabe. Zum Beispiel er wittert wild schaut zu mir und ich lobe ihn dafür kann es gut möglich sein das er danach sofort durchstartet.
Ja, weil er wahrscheinlich ein Lob als Freigabekommando verknüpft hat. Das kommt häufiger vor als man denkt.
 
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SandrA
16. Juni 13:23
Das ist so ein zweischneidiges Sache. Mein Terrier empfindet zum Beispiel Feedback auch gerne mal als Freigabe. Zum Beispiel er wittert wild schaut zu mir und ich lobe ihn dafür kann es gut möglich sein das er danach sofort durchstartet.
Absolut.
Feedback ist nicht gleich Feedback. Hund ist nicht gleich Hund.
Ich denke, es kommt eben sehr darauf an, welches Feedback welcher Hund in welchem Zustand bekommt.

Bei Ivy zB würde ein überschwängliches Loben in hoher Erregung wahrscheinlich auch eher Öl ins Feuer gießen. Deshalb ist mein Feedback in solchen Situationen eher ruhig und verbindend als motivierend.
Wenn Neo nach einer schwierigen Situation Kontakt sucht, sich anlehnt oder mich anschaut, dann habe ich nicht das Gefühl, dass er eine Freigabe erwartet. Das ist dann eher so ein „hey, war anstrengend, danke dass du da bist.“
 
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Lisa-Eileen
16. Juni 13:30
Das ist so ein zweischneidiges Sache. Mein Terrier empfindet zum Beispiel Feedback auch gerne mal als Freigabe. Zum Beispiel er wittert wild schaut zu mir und ich lobe ihn dafür kann es gut möglich sein das er danach sofort durchstartet.
Da hat er dich ja dann gefragt ob er übernehmen soll und du hast mit dem Lob bestätigt "ja, regel du das".
Da muss man immer aufpassen, hatte auch schon so Situationen.
War nix gefährliches aber vom Prinzip her mein ich.
 
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Steffi
16. Juni 13:33
Ich habe heute ein kurzes Video aufgenommen und mir ist etwas aufgefallen, dass ich vorher nicht bemerkt habe. Und zwar fragt Nero tatsächlich nach. Am Anfang des Videos schaut er zu mir und läuft dann vor. Dann wird die Leine kurz stramm und er orientiert sich zurück. Dann schaut er wieder zu mir, bleibt an der Seite. Dann schaut er ein drittes Mal zu mir (da ist er aus dem Bild gelaufen, aber man sieht noch an der Nase, dass er zu mir schaut) und läuft wieder vor. Ich habe während der Aufnahme nur nach vorne geschaut, also nicht zum Hund, habe also nicht auf sein Nachfragen reagiert. Heute morgen habe ich sehr penibel darauf geachtet, wie wir das Haus verlassen. Und habe den inneren Führer beschworen. Also klar wohl gefühlt hat sich Nero nicht, aber er war sicher auch irritiert, wieso ich plötzlich doch wieder Vorgaben mache.
🙂 liebe Julia, den inneren Führer hervorlocken ist schwer, wenn man das nicht 'fühlt'..ich bin z.B. eher der Typ tolerant und Freigeist. Das matcht nicht immer mit meinem nordischen Spitz, einen halbherzigen 'Führer' zu mimen aber auch nicht. Was gut klappt ist ' wir gehen zusammen'. Dieses mindset passt besser zu mir und ich bin dann positiv gestimmt und überzeugender.
 
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Jörg
16. Juni 13:54
Da hat er dich ja dann gefragt ob er übernehmen soll und du hast mit dem Lob bestätigt "ja, regel du das". Da muss man immer aufpassen, hatte auch schon so Situationen. War nix gefährliches aber vom Prinzip her mein ich.
Ich denke das ich da teilweise selbst Mitschuld bin. Ich habe oft auf Fremde gehört. Habe oft meinen mit anderen verglichen und ich glaube da lag mein größter Fehler. Man will ja immer allen und jedem gerecht werden.
 
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Moni
16. Juni 14:49
Ich habe heute ein kurzes Video aufgenommen und mir ist etwas aufgefallen, dass ich vorher nicht bemerkt habe. Und zwar fragt Nero tatsächlich nach. Am Anfang des Videos schaut er zu mir und läuft dann vor. Dann wird die Leine kurz stramm und er orientiert sich zurück. Dann schaut er wieder zu mir, bleibt an der Seite. Dann schaut er ein drittes Mal zu mir (da ist er aus dem Bild gelaufen, aber man sieht noch an der Nase, dass er zu mir schaut) und läuft wieder vor. Ich habe während der Aufnahme nur nach vorne geschaut, also nicht zum Hund, habe also nicht auf sein Nachfragen reagiert. Heute morgen habe ich sehr penibel darauf geachtet, wie wir das Haus verlassen. Und habe den inneren Führer beschworen. Also klar wohl gefühlt hat sich Nero nicht, aber er war sicher auch irritiert, wieso ich plötzlich doch wieder Vorgaben mache.
Das sieht doch mega gut aus!
Wie lange lief er so bis er das ziehen wieder anfing ?
Und hast du ihm vorher ein Kommando gegeben oder bist du einfach los mit der inneren Einstellung und dem Bild vor Augen " heute gehe ICH mit dir spazieren und nicht du mit mir " ?
 
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Frank
16. Juni 15:24
Ich habe heute ein kurzes Video aufgenommen und mir ist etwas aufgefallen, dass ich vorher nicht bemerkt habe. Und zwar fragt Nero tatsächlich nach. Am Anfang des Videos schaut er zu mir und läuft dann vor. Dann wird die Leine kurz stramm und er orientiert sich zurück. Dann schaut er wieder zu mir, bleibt an der Seite. Dann schaut er ein drittes Mal zu mir (da ist er aus dem Bild gelaufen, aber man sieht noch an der Nase, dass er zu mir schaut) und läuft wieder vor. Ich habe während der Aufnahme nur nach vorne geschaut, also nicht zum Hund, habe also nicht auf sein Nachfragen reagiert. Heute morgen habe ich sehr penibel darauf geachtet, wie wir das Haus verlassen. Und habe den inneren Führer beschworen. Also klar wohl gefühlt hat sich Nero nicht, aber er war sicher auch irritiert, wieso ich plötzlich doch wieder Vorgaben mache.
Kleiner Hinweis:
Blickt sie zu Dir, bestätige ihn mit einem Lob.
Der Blick bedeutet oft - oder fast meistens: "mache ich es richtig?"

Manchmal - bei Unsicherheiten vor allem - bedeutet das auch, "was soll ich tun?" oder "was willst du?"
Passiert gerne wenn deine Signale nicht klar oder widersprüchlich sind.
--> Thema Körpersprache bei die und bei ihm.

LG 🌻

Ps. Super Video, da wird viel schnell richtig klar. 👍