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Julia 🐾Nero
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heute 20:13

"Gewöhnungseffekt" im Training?

Hallo ihr Lieben, Ein Thema das mich gerade akut wieder zur Verzweiflung bringt, sich aber seit ich Nero habe durchzieht. Wenn wir einen neuen Trainingsansatz probieren läuft es in der Regel so ab: Er versteht es relativ schnell (nicht Einstein schnell, aber doch zügig), dann erfolgt eine steile Lernkurve, in der das trainierte Verhalten immer besser ausgeführt wird und dann, für mich aus unerklärlichen Gründen, wachen wir eines Tages auf und er führt das Verhalten nicht mehr aus. Und es wird dann auch nicht mehr besser. Meine laienhafte, naive Vorstellung von Training ist, dass der Hund es mit der Zeit immer besser kann, es ihm immer leichter fällt und zum Normalzustand wird. Bei uns ist es genau anders rum. Am Anfang lernen und bemühen und wenn man das Gefühl hat er kann es, macht er nicht mehr mit. Hat jemand mit soetwas Erfahrung? Ist es eine Art Gewöhnung? Ich gehe schon davon aus, dass es an mir liegt. Allerdings scheint es kein Verständnisproblem zu sein. Zur Veranschaulichung, aktuell ist es wieder die Leinenführigkeit (tritt aber auch bei anderen Problemen wie Rückruf genauso auf). Wir haben jetzt zum dritten Mal mit einem Trainer versucht diese aufzubauen. Mit allen drei Methoden und Trainern lief es gleich ab. Relativ schnell verstehen was man will, immer besser werden und dann plötzlich einfach nicht mehr mitmachen. Zu dem Wort "Gewöhnung" würde mir noch "Abnutzung" einfallen, also das die Signale (sowohl positive als auch negative) ihre Wirkung verlieren und er anfängt sie völlig zu ignorieren, während er am Anfang noch beeindruckt ist. Aber das ist meine subjektive Interpretation und beide Begriffe passen auch nicht sonderlich gut. Ich bin ratlos. Diesmal schien es so vielversprechend zu sein 😞...
 
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Renate
14. Juni 17:54
Ich lasse Nero in der Freizeit schon viel Zeit und Raum zu schnüffeln und zu erkunden. Leider wird er oft zunehmend hektischer und nicht ruhiger. Er will überall, alles gleichzeitig machen.
Bei unserer ersten Trainerin und auch bei dem Onlinekurs zum Freilauf/Radius hieß es tatsächlich, dass ein Hund, der unaufmerksam ist gar nicht so viel sein Ding machen soll, weil das Potenzial für eigene (ungewünschte) Entscheidungen ja sehr hoch ist. Da hieß es tatsächlich viel mehr "Orientierung" (Fußlaufen/Leinenführigkeit aber ohne Schnüffeln etc) und wenig eigener Freizeit. Ich fand das wirklich wirklich schwer durchzusetzen und hatte selbst ein schlechtes Gewissen, weil es ist ja auch "ihr" Spaziergang, aber rückblickend würde ich auch sagen, dass das uns schon geholfen hat. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie man das machen soll, wenn der Hund noch nicht Fußlaufen kann, aber für uns war das schon ein Gamechanger, weil ich auch dadurch das Gefühl hatte, "Führung" und vor allem Entscheidungen zu übernehmen, a la "Hina muss nicht jeden Grashalm abschnüffeln, der in 10 Minuten tuts auch; wir gehen jetzt hier und hier lang, andere Reize interessieren uns nicht." Für die Hunde ist das natürlich auch wahnsinnig anstrengend, aber wer weiß, vielleicht hilft das denen auch einen Rahmen zu geben, nicht reizüberflutet zu werden, weil sie sich nicht um jeden Reiz kümmern müssen.
 
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Jörg
14. Juni 17:54
Leinenführung bedeutet in jeder Situation lockere Leine. Ob Fahrradfahren, joggen, die Leine sollte immer egal was man macht locker sein.
Zumindest am Halsband. Beim Geschirr würde ich sagen dafür sind ja Geschirre erfunden worden. Aber es bringt auch nichts den Hund am Halsband zu führen wenn er sich dabei selbst die Luft abschneidet, weil dann hört halt auch das lernen auf. Von daher ist dies glaube ich eine Frage die jeder für sich selbst entscheiden muss.
 
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Liane
14. Juni 18:10
Zumindest am Halsband. Beim Geschirr würde ich sagen dafür sind ja Geschirre erfunden worden. Aber es bringt auch nichts den Hund am Halsband zu führen wenn er sich dabei selbst die Luft abschneidet, weil dann hört halt auch das lernen auf. Von daher ist dies glaube ich eine Frage die jeder für sich selbst entscheiden muss.
Natürlich muss die jeder für sich entscheiden. Für mich ist leinenführung in jeder Situation, lockere Leine. Außer ich mach Zughundesport wo der Hund ziehen soll.
 
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Dogorama-Mitglied
14. Juni 18:44
Mein erster Gedanke war, das klingt irgendwie danach, dass er aus irgendeinem Grund die Regeln irgendwann nicht mehr für verbindlich hält... vielleicht verhältst Du Dich je besser es wird entspannter/ minimal nachlässiger und achtest nicht mehr so genau auf Feinheiten, was dazu führt... aber ob da was dran sein kann, kannst nur Du wissen.
 
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SandrA
14. Juni 18:47
Ja dein Eindruck ist richtig, der Freizeitmodus überwiegt und die Trainingseinheiten sind eher kurz, wobei wir diese durchaus schon auch in der Dauer und Schwierigkeit gesteigert haben. Dennoch fällt es mir sehr schwer Nero nicht sein Ding machen zu lassen. Ich gehe schon *für* ihn spazieren, das soll seine Zeit sein. Allerdings muss ich dazu sagen, dass sich sein Leinenverhalten auch zwischen den Einheiten deutlich verbessert hatte. Und das ist ja eigenlich das Ziel, dass der Hund sich in der Freizeit immer mehr dem Leinenführigksmodus angleicht. Das hat stattgefunden. Das Losgehen machen wir falsch, das will ich gar nicht abstreiten. Nero ist sehr aufgeregt und steigert sich an der Wohnungstür schon rein (läuft rum, jammert, hechelt), daher versuche ich möglichst schnell loszugehen. Wir fangen auch erst mal mit Freizeit an, also gehen aus dem Haus und er darf erst mal machen. Ich bin da der Meinung, dass er zu aufgeregt ist und erst mal paar Minuten braucht, bevor ich überhaupt irgendwas von ihm verlangen kann. Richtig wäre es ruhig loszugehen. Das haben wir auch mal eine zeitlang priorisiert, aber dann ist das irgendwie eingeschlafen.
Hmm… wenn Nero schon vor dem eigentlichen Spaziergang mit einem so hohen Erregungslevel einsteigt, wäre die Frage, wie viel Einfluss dieser Zustand auf alles hat, was danach kommt.
Vielleicht ist die spannendere Frage gar nicht, wie man mehr Kooperation erzeugt, sondern wie oft Nero überhaupt in einem Zustand ist, in dem Kooperation noch oder wieder eine Chance hat.
Vielleicht hemmt oder überlagert die Grundanspannung das ein oder andere - sein System läuft hochtourig und ist dadurch nicht oder nur bedingt in der Lage zu kooperieren.
Das mit der Grundanspannung ist gerade auch bei uns Thema mit der Heckensituation und den Nachbarhunden - hatte ich heute Morgen drüber geschrieben.
 
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W
14. Juni 19:17
Es ist zu befürchten das an Jochens Meinung etwas dran ist. Fokussiert mit der Körpersprache über eins glaubt dir dein Hund !?! Es spricht auch nichts gegen dein Training mit dem Hund. Im Alltag müssen wir alle aber auch andere wichtige Dinge regeln wo unser Hund weiß daß er da nicht an erster Stelle ist. Sich im Alltag kurz die Zeit nehmen und auf den Hund konzentrieren, bei fussgehen wenn man auf dem Weg zu Freunden ist. Langsam aber sicher immer wieder mal umswitchen und auf den Hund fokussieren. Erlerntes vom Training in den Alltag einbauen. Wenn man bei Freunden mal etwas zu spät kommt, und sich über kleine Erfolge mit dem Hund freud wird es ein Selbstläufer. Weiter üben irgendwie immer wieder.
Ich habe hier einiges gelesen und wirklich auch gutes. Mit dem Hund gut umgehen auslasten u.s.w. sind wichtige Dinge. Bei dem was ich geschrieben habe möchte ich das du, die zwischendurch aufgeben möchte?! Den Hund anspricht wenn er nicht im Trieb ist, und auch nicht mit deiner Dominanz rechnet. So daß es zwischen Menschen beim Sport ein Fehlstart und unfair
wäre. Du bist voll bei der Sache, der Hund nicht. Dann auffordern, Gas machen, locken und mit Power den Hund führen. Erst 5, 10, Meter langsam mehr. Die intensiven 5 Meter wo der Hund eventuell noch staunt und fragt was nun los ist sind schon wichtig und sollten gut bestätigt werden. Du vorbereitet, Hund am dösen. Der Hund entwickelt sich nach vielen Einheiten wo du immer die bessere Startposition hast dir in der Situation gegeüber aufmerksamer und hat eine höhere Erwartungshaltung. Voraussetzung
ist das die Bestätigung, das Belohnen auch ein Highlight ist. Ich hatte mit einem Spielzeug mehr Erfolg als mit Futter. Wenn bei dir die Post abgeht und du dich richtig freuen kannst lernt ihr beide nochmal neu. Unsicherheit und ähnliches fallen weg und immer nur kurze Distanzen auch mal wieder weniger dann wieder mehr. Nutz deinen Vorteil beim Start. Dann auch aus eine ruhigen Grünsstellung loslegen. Mach es wie es für dich optimal ist. Aufhören und zufrieden sein jubeln!
Da gehört noch vieles dazu. Wie du gerade am besten einwirken und Körperspannung zeigen kannst, Winkel nach rechts oder links, Kertwendung. Da gibt es bei jedem so Eigenheiten und Methoden was man gut hinbekommt. Manch es wie du meinst das du es am besten kannst. Zügig mit Power und Spaß ist auf den ersten Metern wichtig.
Ruhig und nach dem anhalten in Grundstellung stehen bleiben kommt dann nachher auch. Mit diesen kurzen Einheiten mit Dampf
Bekommst du den Hund auf deine Seite. Es dauert am Anfang nur Sekunden! Meine Hunde waren mir gegenüber wachsam und immer ansprechbar. Wobei es die unterschiedlichsten Hunde gibt.
Aber ohne Freunde und kleine Erfolge kommt man schwer weiter.
Wenn es mal nicht so toll war trotzdem positiv bleiben. Ich habe auch schon mal für mich eine kurze Pause gemacht, dann wieder mit Schwung. Wenn mir das Herz aufgegangen ist waren wir ein Team. Nicht nur das Leckerchen werfen oder den Ball fallen lassen.
Richtig mit dem Hund Spielen. Ich höre jetzt auf. Ich weiß nicht ob es ankommt oder verstanden wird. Ob ich mich richtig verständlich ausgedrückt habe. Wer in den Schwierigkeiten nicht unsicher sondern freudig mit dem Hund umgeht der kommt seinem Hund näher.
 
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M.
14. Juni 20:11
Hier sind ja schon richtig viele schöne Kommentare und Ratschläge zusammengekommen, ich finde der zitierte Kommentar hier hat in meinen Augen ganz viel wichtiges! Passend dazu will ich mal erzählen, wie das bei uns lief: Ich habe die Leinenführigkeit (also eher Alltagsfuß für uns, neben mir gehen, kein Schnüffeln, bis Freigabe) zunächst über Futtertreiben aufgebaut, Ablenkung gesteigert, Futter langsam abgebaut, pipapo. Das hat bei uns in Summe ganz in Ordnung funktioniert, hat aber nicht dazu geführt, dass Hina an lockerer Leine (3 m oder auch 10 m Schleppleine) gelaufen ist, wenn sie das Kommando nicht hatte. Was für mich die große Veränderung war: Radiustraining, schauen was mir der Hund an Aufmerksamkeit bietet (es muss kein direkter Blick sein!), diese anfangs auch einfordern (hier über Richtungswechsel, aber alles ohne Ansprache), eine abwechslungsreiche Belohnung und Interaktion mit mir für die freiwillige Aufmerksamkeit (a la "es lohnt sich aufmerksam zu sein, wir kennen es) und am besten auf die aktuellen Bedürfnisse abgestimmt (z.B. Jagen wollen, stattdessen abwenden (ist aber auch schon next level!) - gibts ein Leckerlinachjagspiel mit mir). Zusätzlich auch noch andere "Arbeit" wie Dummysuche, Mantrailing o.Ä., was dem Hund Spaß macht und ihn entsprechend seiner Bedürfnisse beschäftigt. Ich habe das als Onlinekurs bei Familienjagdhund gemacht (Freilaufkurs für jagdlich motivierte Hunde). Durch dieses Training, was eigentlich auf einen Freilauf abzielt, ist unsere Bindung insgesamt deutlich besser geworden und ihre Aufmerksamkeit auch an der kurzen Leine gewachsen. Ich habe sie auch viel besser lesen gelernt. (Kann den Kurs auch wirklich empfehlen ^^) Worauf ich hinaus will: Hundetraining bzw. bestimmte Trainingsziele sind ja selten losgelöst und eigenständig zu sehen. Ich schätze auch, dass die einzelnen Methoden für die Leinenführigkeit nicht viel bringen, wenn das große Ganze vielleicht nicht passt und es vielleicht woanders hapert (Beziehung ausbaufähig, Belohnungen wirklich(!) bedürfnisorientiert - und der Hund entscheidet was die Belohnung ist :D, Führungsthemen wurden hier ja auch oft schon angesprochen). Vielleicht lohnt es sich wirklich nochmal ganz wo anders anzusetzen und sich zu fragen, was dem Hund Spaß macht, was dir und euch eventuell zusammen Spaß macht! Gibt es denn freiwillige Aufmerksamkeitssignale von Nero (Ohr dreht sich, er wird langsamer, seitlicher Blick, ...?). Bei dem Radiustraining ging es übrigens auch darum, die "richtige" Position quasi zu markern, aber nicht so punktuell (weil ja Spielraum ist) und vor allem nicht eintönig, damit es doch immer abwechslungsreich und spannend bleibt - da konnte man z.B. auch mal längere Aufgaben einbauen, wenn das was für den Hund ist. Das Thema mit ruhig in den Spaziergang starten bzw. Themen, die zuhause schon entstehen nutzen, um Regeln und Grenzen durchzusetzen unterschreibe ich auch.
👍
 
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Alois
14. Juni 20:18
Hallo Julia,
wie sieht es mit Nero‘s Verhalten in der Wohnung oder im Haus aus?
Zeigt er dort eine gewisse Unterordnung?
Kannst du ihn irgendwo sitzen lassen, und ihn in ein paar Minuten dort wieder abholen?
Kannst du ihn auf sein Bett schicken und er bleibt auch dort?
 
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Steffi
14. Juni 20:25
Ja dein Eindruck ist richtig, der Freizeitmodus überwiegt und die Trainingseinheiten sind eher kurz, wobei wir diese durchaus schon auch in der Dauer und Schwierigkeit gesteigert haben. Dennoch fällt es mir sehr schwer Nero nicht sein Ding machen zu lassen. Ich gehe schon *für* ihn spazieren, das soll seine Zeit sein. Allerdings muss ich dazu sagen, dass sich sein Leinenverhalten auch zwischen den Einheiten deutlich verbessert hatte. Und das ist ja eigenlich das Ziel, dass der Hund sich in der Freizeit immer mehr dem Leinenführigksmodus angleicht. Das hat stattgefunden. Das Losgehen machen wir falsch, das will ich gar nicht abstreiten. Nero ist sehr aufgeregt und steigert sich an der Wohnungstür schon rein (läuft rum, jammert, hechelt), daher versuche ich möglichst schnell loszugehen. Wir fangen auch erst mal mit Freizeit an, also gehen aus dem Haus und er darf erst mal machen. Ich bin da der Meinung, dass er zu aufgeregt ist und erst mal paar Minuten braucht, bevor ich überhaupt irgendwas von ihm verlangen kann. Richtig wäre es ruhig loszugehen. Das haben wir auch mal eine zeitlang priorisiert, aber dann ist das irgendwie eingeschlafen.
Die Aufregung vor dem Losgehen hat sich bei uns so gelegt, dass der Zeitpunkt für Lumi nicht mehr vorhersehbar ist. Ich lege ihr zwar Halsband oder Geschirr an, aber es geht nicht gleich los. Manchmal dauert es noch 5 Min., manchmal 30..und ich bin dann auch noch beschäftigt. Selber zwar losgehbereit, erledige aber noch irgendwas...telefonieren, Geschirr ausräumen, was trinken, aufräumen... Das war anfangs schwierig..angstupsen, trippeln, verfolgen..mittlerweile entspannt sie sich aber ganz schnell und legt sich nochmal ab..dann gehts los. Seit dem ich das so mache, wird auch nicht mehr lautstark die ganze Nachbarschaft darüber informiert, dass wir losgehen..
 
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Lisa-Eileen
14. Juni 20:56
Ich lasse Nero in der Freizeit schon viel Zeit und Raum zu schnüffeln und zu erkunden. Leider wird er oft zunehmend hektischer und nicht ruhiger. Er will überall, alles gleichzeitig machen.
Ist dann einfach Reizüberflutung.
Beim letzten Hundekongress hat die eine Hundetrainerin das mit dem Bedürfnisorientierten Training aufgenommen und erklärt unter anderem auch was denn überhaupt Bedürfnisse sind und was nicht.
Alles was den Hund stresst/ negative Auswirkungen auf seine innere Balance hat ist kein Bedürfnis, alles was ihm hilft in Balance zu kommen und zu bleiben ist ein Bedürfnis.

Es gibt zb schnüffeln was entspannt und reguliert und es gibt dieses Stressschnüffeln wenn der Hund von Stelle zu Stelle hetzt und gefühlt alles aufsaugt und sich völlig in ne Reizüberflutung reinsteigert.

Schnüffelt der Hund entspannt ist alles tutti, das darf er gerne.
Wenn er aber so rumstresst dann ist das kein gutes Schnüffeln, da sollte man ihn rausholen und Rahmen geben.

Das Thema hatte ich in der Pubertät viel vorallem am Anfang.
Aus Reflex hab ichs zum Glück richtig gemacht und ihn da rausgeholt und nur kurz und wohldosiert in den Freizeitmodus gelassen und wenn er rumstresste wieder in den Arbeitsmodus geholt.
Iwann konnte man dann die Phasen vom Freizeitmodus immer länger werden lassen und die Phasen vom Arbeitsmodus kürzer werden lassen.
Auch wenn er sich nicht benimmt zb zieht ist der Freizeitmodus vorbei, dann gibts erstmal nen paar Meter Fußlaufen bis er seine Manieren wieder findet.