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Julia 🐾Nero
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heute 09:52

"Gewöhnungseffekt" im Training?

Hallo ihr Lieben, Ein Thema das mich gerade akut wieder zur Verzweiflung bringt, sich aber seit ich Nero habe durchzieht. Wenn wir einen neuen Trainingsansatz probieren läuft es in der Regel so ab: Er versteht es relativ schnell (nicht Einstein schnell, aber doch zügig), dann erfolgt eine steile Lernkurve, in der das trainierte Verhalten immer besser ausgeführt wird und dann, für mich aus unerklärlichen Gründen, wachen wir eines Tages auf und er führt das Verhalten nicht mehr aus. Und es wird dann auch nicht mehr besser. Meine laienhafte, naive Vorstellung von Training ist, dass der Hund es mit der Zeit immer besser kann, es ihm immer leichter fällt und zum Normalzustand wird. Bei uns ist es genau anders rum. Am Anfang lernen und bemühen und wenn man das Gefühl hat er kann es, macht er nicht mehr mit. Hat jemand mit soetwas Erfahrung? Ist es eine Art Gewöhnung? Ich gehe schon davon aus, dass es an mir liegt. Allerdings scheint es kein Verständnisproblem zu sein. Zur Veranschaulichung, aktuell ist es wieder die Leinenführigkeit (tritt aber auch bei anderen Problemen wie Rückruf genauso auf). Wir haben jetzt zum dritten Mal mit einem Trainer versucht diese aufzubauen. Mit allen drei Methoden und Trainern lief es gleich ab. Relativ schnell verstehen was man will, immer besser werden und dann plötzlich einfach nicht mehr mitmachen. Zu dem Wort "Gewöhnung" würde mir noch "Abnutzung" einfallen, also das die Signale (sowohl positive als auch negative) ihre Wirkung verlieren und er anfängt sie völlig zu ignorieren, während er am Anfang noch beeindruckt ist. Aber das ist meine subjektive Interpretation und beide Begriffe passen auch nicht sonderlich gut. Ich bin ratlos. Diesmal schien es so vielversprechend zu sein 😞...
 
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Andreas
13. Juni 18:07
Im Grunde würde ich sehr gerne so mir Nero dahinleben und Spaß haben. Leider schränkt sein Verhalten so stark ein, dass wir gar keine große Wanderung unternehmen udn die Natur genießen können, weil mir alles weh tut. Wenn es irgendwie Probleme wären, die sich vermeiden oder gut managen ließen, dann könnte ich das schon akzeptieren. Aber so ist es echt eine Qual. Er kann nicht von der Leine und er kann nicht an der Leine. Er hat keine Kontakte zu Hunden und hat seine letzten und einzigen zwei Hundefreunde abgesägt. Eigentlich ist er vollkommen außer Kontrolle. Ich kann nicht akzeptieren, dass das bis zum Ende seines Lebens so gehen soll. Das ist doch kein schönes Leben für einen Hund.
..bitte entschuldige.. ich habe die Situation falsch eingeschätzt. Da ist natürlich mehr notwendig....
 
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Julia 🐾Nero
13. Juni 18:09
..bitte entschuldige.. ich habe die Situation falsch eingeschätzt. Da ist natürlich mehr notwendig....
Nein gar kein Problem, das kannst du doch nicht wissen.

Immerhin gab es Auf und Abs und ich habe auch von den Aufs immer gerne berichtet. Eine zeitlang sah es ja auch gar nicht mehr so schlecht aus.
Ich habe auch große Hoffnung in unseren Umzug und die neue Trainerin gesteckt. Und es lief auch tatsächlich gar nicht schlecht bzw sogar gut! Und jetzt crasht wieder alles.
 
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Ilona
13. Juni 18:14
Im Grunde würde ich sehr gerne so mir Nero dahinleben und Spaß haben. Leider schränkt sein Verhalten so stark ein, dass wir gar keine große Wanderung unternehmen udn die Natur genießen können, weil mir alles weh tut. Wenn es irgendwie Probleme wären, die sich vermeiden oder gut managen ließen, dann könnte ich das schon akzeptieren. Aber so ist es echt eine Qual. Er kann nicht von der Leine und er kann nicht an der Leine. Er hat keine Kontakte zu Hunden und hat seine letzten und einzigen zwei Hundefreunde abgesägt. Eigentlich ist er vollkommen außer Kontrolle. Ich kann nicht akzeptieren, dass das bis zum Ende seines Lebens so gehen soll. Das ist doch kein schönes Leben für einen Hund.
Aber wenn das so ausser Kontrolle von dir erlebt wird, kannst du da nicht einrn TA suchen mit Schwerpunkt Verhalten? Vielleicht braucht er doch ne medikamentöse Unterstützung, damit Training auch möglich wird und ihr wieder
Voran kommt im Training.
 
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Svenja
13. Juni 18:15
Erinnere ich mich richtig, dass du mal geschrieben hast, dass es bei einer Gassi Gängerin von Nero besser lief? Also die Frage dahinter ist, ob er generell so ist, oder "nur" bei dir
 
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Liane
13. Juni 18:18
Hast du beim Tierarzt den Testosteronspiegel schon mal testen lassen? Bei manchen Rüden kommt das vor das er zu hoch ist. Würde ich mal abklären lassen.
 
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Alois
13. Juni 18:27
Ich bin mir nicht ganz sicher. Er hat manchmal die Angewohnheit sich plötzlich umzudrehen und in mich reinzulaufen. Allerdings kann ich da keinen Auslöser erkennen. Also wir gehen und plötzlich dreht es sich um und rennt in mich rein. Ansonsten würde mir keine Situation einfallen, allerdings bin ich vielleicht nicht sensibilisiert darauf zu achten.
Ist in der Situation die das Verhalten auslöst Leinenzug vorhanden?
Oder besser gesagt, ist das vielleicht der Punkt wo er sich durch die Leine eingeschränkt fühlt?
 
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Tina
13. Juni 18:28
Sehr selten, das erfordert schon spezielle Voraussetzungen, dass ich ihn laufen lassen kann. Zum einen greift er auch auf große Distanz Hunde an und er jagt. Früher (und da war er schon nur eingeschränkt mal im Freilauf) hat er nur kurz hinterhergehetzt und kam dann nach kurzer Zeit wieder. Dann ist er letztes Jahr wirklich lange weg gewesen. Am 1. Weihnachtsfeiertag wurde er fast überfahren, obwohl wir auf einem sehr abgelegenen Feldweg waren. Aber er hat in großer Entfernung (das waren um die 200 Meter) einen Hund erspäht und ist durchgestartet. Dann ist er einmal über die Straße gerade als ein Auto kam und als er sich dann endlich entschloss zurückzulaufen kam wieder ein Auto als er die Strafe überquerte. Da fährt gefühlt 1 mal die Woche mal jemand vorbei, aber genau in dieser Situation kamen direkt zwei Autos. Zum Glück waren die Fahrer aufmerksam und ich bin ja auch übers Feld gerannt und hab schon gerufen. Jedenfalls kommt er nach dieser katastrophalen Geschichte praktisch nicht mehr von der Leine.
Geht es hier wirklich um ein Trainingsproblem?
 
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Alois
13. Juni 18:47
Beim normalen Spaziergang 3 Meter. Beim letzten Leinenführigkeitstraining waren es 5 Meter. An einer längeren Leine kann ich Nero nicht mehr halten, wenn er durchstartet. Beim letzten Trainingsansatz hatte er ja schon recht viel Bewegungsspielraum. Das war ja so: Hund geht hinter einem, wenn er aufholt auf meine Seite Marker ich und lasse ein Leckerli fallen. Ich gehe weiter während er das Leckerli sucht und frisst und er kommt dann wieder angelaufen, sobald er auf meiner Höhe ist Marker, Leckerli. So hat er immer, je nachdem wie schnell er gefunden hat, 3 bis 5 Meter hinter mir Spielraum gehabt. Das hat ihm anfangs auch viel Spaß gemacht.
Nero ist 5 Jahre alt,
und entwickelt sich ständig weiter!
Hat er dir jemals die Führung überlassen, so das du ihn körpersprachlich oder verbal korrigieren konntest?
 
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Tina
13. Juni 18:57
Vielleicht nur eine Anregung: ich habe selbst zwei Hunde mit sehr speziellen Bedürfnissen. Irgendwann habe ich Kontakt zu wirklichen Profis aufgenommen.)(Gebrauchshundeausbilder)Leute, die diese hunde kennen und 24/7 mit diesen Hunden arbeiten. In aller Deutlichkeit: Hundetrainer sind da raus. Es hat mir sehr geholfen. Zu begreifen wofür diese Hunde gezüchtet wurden und sie dann artgerecht auszulassen.
 
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Julia 🐾Nero
13. Juni 19:00
Aber wenn das so ausser Kontrolle von dir erlebt wird, kannst du da nicht einrn TA suchen mit Schwerpunkt Verhalten? Vielleicht braucht er doch ne medikamentöse Unterstützung, damit Training auch möglich wird und ihr wieder Voran kommt im Training.
Ich glaube nicht, dass er Medikamente braucht, denn er kann es ja.
Ein Hund der in der Hinsicht Unterstützung bräuchte würde wahrscheinlich nicht erst toll mitmachen.
Training ist ja möglich, das zeigt er immer wieder.