Hallo Steffi und alle anderen ähnlich denkenden/handelnden Mischlingshalter,
ganz so einfach ist diese Milchmädchenrechnung mit den Mischlingshunden aber leider auch nicht.
Auch Mischlinge fallen nicht vom Himmel, sondern tragen die Gene und damit auch die gesundheitlichen Baustellen ihrer Rasse-Vorfahren in sich.
Zwar kann die Verpaarung unterschiedlicher Genpools bei manchen rezessiven Erbkrankheiten das Risiko senken, aber vererbbare Anlagen für Gelenkerkrankungen, Herzfehler, Tumore oder Anatomieprobleme lösen sich nicht einfach in Luft auf – sie werden weitergegeben. Und selbst eine Wuchshöhe von 60 cm schützt nicht vor vererbten Rasseproblemen: Durch die Buntheit des Genpools kann ein Mischling genauso Gene von Kangal, Dogge oder anderen Riesenrassen in sich tragen – oder eben die Erbanlagen von extremen Kleinrassen wie dem momentan sehr gefragten Pomeranian. Damit kann er die gesundheitlichen Risiken völlig unterschiedlicher Rassewelten in sich vereinen.
Auch der Irrglaube, Mischlinge oder Straßenhunde seien grundsätzlich frei von Inzucht, hält einer genauen Betrachtung nicht stand. Ganz im Gegenteil: In isolierten Straßenhund-Rudeln oder bei unkontrollierten Vermehrern decken Rüden nicht selten die eigenen Töchter, Schwestern oder die Mutter. Dort entsteht oft extreme, aber völlig unbemerkte Inzucht.
Ich will hier aber nicht nur auf Mischlinge zielen. Die Züchter sind mit Sicherheit nicht durch die Bank weg Unschuldslämmer – auch dort gibt es schwarze Schafe, und solange kein lückenloser
DNA-Abstammungstest
für jeden Welpen Pflicht ist, bleibt selbst dort eine Restunsicherheit. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch im System. Beim seriösen Züchter werden Stammbäume dokumentiert, Inzuchtkoeffizienten berechnet und die Elterntiere verpflichtend auf Gen-Defekte sowie Gelenkerkrankungen untersucht.
Man erkennt aber nicht immer ob ein Züchter wirklich seriös ist☝🏼
Bei Mischlingen passiert all das im blinden Fleck – meist ohne jegliche Gesundheitsprüfung der Elterntiere. Ein 60 cm großer Mischling kann daher eine erhebliche genetische Belastung in sich tragen, ohne dass es je jemand geprüft hat. Also machen Träumereien in diesem Bezug auch keinen Sinn.
Wer das Prinzip der Zucht und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken pauschal kritisiert, blendet aus, dass auch der Mischling am Ende ein Produkt genau dieses vom Menschen geformten Genpools ist und macht die Probleme definitiv nicht kleiner.
Der Genpool meiner Mischlinge ist wesentlich größer als bei Rassehunden natürlich kann man auch da Pech haben,aber viel seltener.Mein Frodo zb halb Bordercolly,halb altdeutscher Schäferhund wird gerade 16 Jahre alt und war zeitlebens gesund.Na,was sagst du dazu???
Ich bleib dabei.So wie du redest sollte man gar keine Hunde mehr halten.Und übrigens solange es auch nur 1 Hund im Tierheim gibt sollte Zucht untersagt,verboten werden.es sind nämlich keine Waren die man sich kaufen kann sondern Lebewesen die auf uns angewiesen sind.