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Albertine
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 48
heute 14:33

"Vermehrer" Was sagt ihr dazu?

Hallo liebe alle, ich würde gerne mal etwas zur Diskussion stellen, was ich in der Debatte dazu als unterrepräsentiert empfinde. Ob es nun im Forum ist oder zu diversen Anlässen auf der Pinnwand - so manches Mal wurde die Meinung ziemlich massiver "Vermehrer-Kritiker" sehr laut und dominant, bis hin zu (vermutlich freiwilliger) Löschung eigener Pinnwand-Beiträge. Dieses Thema würde ich gerne aufgreifen, auch auf die Gefahr hin, wieder exteme Beiträge zu provozieren. Also prophylaktisch die Bitte, die eigene Meinung sachlich zu formulieren und zurückhaltend. Mir sind die "Vermehrer-Kritiker" und ihre Argumente zu extrem. Ja, das Bild eines "Vermehrers", der an irgendeinem abgelegenen Ort, vielleicht im Stall, gleich mehrere Hündinnen hält, die am laufenden Band Welpen produzieren, die ohne Sozialisierung und gute Fürsorge einfach nur zum Profitobjekt werden - dieses Bild empfinde auch ich als äußerst abstoßend. Solchen Leuten gehört das Handwerk gelegt. Aber wenn ein ganz normaler Hundehalter seine Hündin gerne mal decken lassen möchte, oder seinen vielleicht reinrassigen Rüden sich fortpflanzen lassen möchte - das Natürlichste von der Welt - dann kommen gleich schrille "Vermehrer!!!"-Rufe um die Ecke. (Ich formuliere das so extrem, weil die "Argumente" und Äußerungen üblicherweise wirklich sehr spontan und heftig, und verlässlich erfolgen.) Die Rassezucht in allen Ehren - alles was der Mensch so systematisch, kontrolliert und kategorisch macht, schränkt doch irgendwo auch die Natur ein, oder kann auch mal nach hinten losgehen. Ich bin froh über einen möglichst großen Genpool, und die Masse der Mischlinge, die ja auch oft als besonders gesund und verträglich gelten, auch wenn so mancher Rasse- oder Zuchtliebhaber so einen Gedanken gar nicht zulassen wollte. Also, ich möchte eine Lanze brechen für Privatleute, die einfach nur mal ihrem Hund die natürliche Fortpflanzung ermöglichen wollen, die damit einen Bedarf decken (nach günstigen, verträglichen und gesunden Welpen), und die meiner Ansicht nach keinerlei Schaden anrichten.
 
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Thomas
heute 13:04
,,Mischlingshunde sind immer nur so gesund wie die Gene, die ihre Vorfahren weitervererbt haben. Dabei bergen sie ein hohes Überraschungspotenzial, denn je weniger über die Eltern bekannt ist, desto weniger lässt sich auch über Krankheitsanfälligkeit und mögliche Krankheiten sagen. Das gilt besonders bei Tieren aus dem Tierheim oder Tierschutz, bei denen nichts über die Vorfahren bekannt ist." https://www.petbook.de/hunde/hundegesundheit-hundepflege/sind-mischlinge-wirklich-die-gesuendesten-hunde
Aus dem gleichen Artikel:

"Wieso hält sich dann der hartnäckige Glaube an den resilienten Mischlingshund? Die Antwort ist simpel: Mischlinge entstammen einem größeren Genpool als Rassehunde. Das heißt, ihre genetische Vielfalt ist größer. Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass genetische Defekte auftreten, geringer, je größer der Genpool ist – deshalb ist bei uns Menschen Inzest auch verboten."

Ja, bei Menschen ist Inzest verboten, bei Hunden wird er zum Qualitätsmerkmal ("Rassehund") erklärt...
 
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Sonja
heute 13:11
Aus dem gleichen Artikel: "Wieso hält sich dann der hartnäckige Glaube an den resilienten Mischlingshund? Die Antwort ist simpel: Mischlinge entstammen einem größeren Genpool als Rassehunde. Das heißt, ihre genetische Vielfalt ist größer. Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass genetische Defekte auftreten, geringer, je größer der Genpool ist – deshalb ist bei uns Menschen Inzest auch verboten." Ja, bei Menschen ist Inzest verboten, bei Hunden wird er zum Qualitätsmerkmal ("Rassehund") erklärt...
Ein grösserer Genpool nürzt aber absolut nichts wenn "x mit y" ohne tests etc. einfach so verpaart wird🤗
 
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Petra
heute 13:13
Mischlingshunde sind durch ihren größeren Genpool oft robuster und weniger anfällig für rassespezifische Erbkrankheiten. Eine Garantie für Gesundheit gibt es jedoch nicht. Beide Gruppen ( Mischlinge und Rassehunde) können an allgemeinen Krankheiten leiden. Seriöse Züchter senken das Risiko bei Rassehunden durch strenge Kontrollen und Gesundheitsprüfungen . Da für Mischlingshunde keine Zuchtstandards gelten , entfällt oft die Überprüfung des Gesundheitszustandes der Elterntiere vor der Verpaarung. Krankheiten der Vorfahren sind oft unbekannt , weshalb auch Mischlinge genetisch bedingte Erkrankungen entwickeln können . Wozu noch mehr Welpen (Mischlinge ) , wenn die Tierheime voll sind ?
Bin absolut deiner Meinung 👍
 
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Katrin
heute 13:15
Aus dem gleichen Artikel: "Wieso hält sich dann der hartnäckige Glaube an den resilienten Mischlingshund? Die Antwort ist simpel: Mischlinge entstammen einem größeren Genpool als Rassehunde. Das heißt, ihre genetische Vielfalt ist größer. Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass genetische Defekte auftreten, geringer, je größer der Genpool ist – deshalb ist bei uns Menschen Inzest auch verboten." Ja, bei Menschen ist Inzest verboten, bei Hunden wird er zum Qualitätsmerkmal ("Rassehund") erklärt...
Auch bei Hunden tut sich da rechtlich was. Das Inzest nie gut ist sollte eigentlich jedem klar sein.
 
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Andreas
heute 13:47
Auch bei Hunden tut sich da rechtlich was. Das Inzest nie gut ist sollte eigentlich jedem klar sein.
..hoffentlich klappt das!!
 
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Li
heute 13:57
Ich finde, dass nicht jeder x-Beliebige Welpen von seinem Hund haben muss.

Das ist doch wirklich traurig.
Es gibt so viele Hunde, die ein Zuhause suchen und die schon da sind.

Es wäre doch sehr sinnvoll, erst mal die Hunde zu nehmen, die schon auf ein Zuhause warten, als immer mehr in die Welt zu setzen.

Für mich gehört sowas verboten.
 
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Kirsten
heute 14:16
Bezüglich der gesunden Mischlinge:

Bei meinem Auslandsmix sind Knickrute, deformierte Vorderbeine, langer Dackelrücken (vermutlich) auch Folgen von der Naturlaune. In einem normalen Körper hängt so unheimlich viel zusammen. Der Körper kompensiert viele „Baustellen“ woanders. Nur weil keine Probleme (wie Lahmen) aus Laiensicht akut sichtbar sind, bedeutet es ja nicht automatisch das keine Schwierigkeiten vorliegen. Wenn mehrere Faktoren zusammen kommen, kann es passieren, dass der Körper irgendwann nicht mal mehr eben so kompensieren kann.

Für Hunde die bewusst in die Welt gesetzt werden, würde ich mir einfach wünschen, dass sie Ausgangsvorrausetzungen haben, die ihnen ein möglichst gesundes und lebenswertes Leben ermöglichen. Das Dinge, welche sich eher kontraproduktiv auswirken können, im Rahmen der aktuellen medizinischen und züchterischen Möglichkeiten eher ausgeschlossen werden können ☺️
 
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Frauke &
heute 14:33
Komisch, dass das bei uns Menschen und bei Wildtieren alles ohne "Züchter" funktioniert. 🤔 Warum denkt der Mensch immer, durch sein Eingreifen würde alles besser.