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Britta
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Anzahl der Antworten 53
zuletzt 22. Aug.

Welpe zum erwachsenen Hund - Tipps

Hallo zusammen, wir haben im April einen unseren beiden Parson Russel Terrier mit 14 Jahren verloren. Der verbliebene ist 5 - Fiete war die ganze Zeit nicht so richtig fröhlich und hat nicht gut gefressen. Tipps aus dem Forum und von der Hundetrainerin - ein zweiter Hund wäre eine gute Idee! Jetzt ist am Sonntag eine PRT Hündin mit 9 Wochen bei uns eingezogen, die Fiete vom ersten Moment an ziemlich mutig war und geknurrt und gebellt hat, als sie Fiete sah. Wir haben es mit Leberwurst und Geduld soweit geschafft, dass sie relativ entspannt zusammen mini-Spaziergänge machen und gestern waren sie im Haus zusammen. Die kleine hat sich sogar schon in Fietes Körbchen mit hineingeschummelt, was er toleriert hat, aber nicht begeistert. Ich vermute mal, am Abend war es dann zu viel für beide, wenn wir alle auf engem Raum sind, drei Menschen oder die kleine, den großen verfolgt - also er hat sie gestern Abend zweimal ordentlich gemaßregelt. Beide laut, er hat sie richtig gepackt, wir haben es aufgelöst und es gab keine Verletzung. Aber ein ungutes Gefühl. Heute haben wir uns im Haus aufgeteilt, aber das ist ja auch keine Dauerlösung. Wir bauen gleich ein Welpengitter auf, aber der Welpe kann ja auch nicht den ganzen Tag darin verbringen. Ich fühle mich gerade wie ein absoluter Anfänger, dabei ist die kleine unser 4. PRT. Mit der Trainerin bin ich auch in Kontakt, aber ich würde mich sehr über Erfahrungen freuen ❣️
 
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Britta
21. Aug. 10:09
Ich sehe das ehrlich gesagt etwas kritischer. Ich bin schon sehr lange in der Parson-Jack-Russell-Welt unterwegs und habe selbst erlebt, dass eine Vergesellschaftung anfangs völlig problemlos aussehen kann und später trotzdem komplett eskaliert. Es gab Fälle mit wirklich bösen Verletzungen. Deshalb wäre ich mit solchen pauschalen Empfehlungen sehr vorsichtig. Nur weil ein Hund nach dem Verlust seines Partners zunächst traurig ist, schlecht frisst oder weniger fröhlich wirkt, bedeutet das nicht automatisch: „Der braucht einen neuen Hund.“ Ein Parson Russell muss nicht zwingend einen Artgenossen als Partner haben, um glücklich zu sein. Und auch der Hinweis „Das Forum und die Hundetrainerin haben gesagt, ein zweiter Hund wäre eine gute Idee“ macht diesen Tipp nicht automatisch richtig. 😉 Auch Trainer können sich irren, und nicht jeder Rat aus dem Internet passt zu jedem Hund und jeder Situation. Man hätte Fiete beispielsweise auch anders beschäftigen, ihm neue Aufgaben geben, ihn ablenken und ihm einfach Zeit geben können. Genau das haben wir selbst erlebt: Auch wir haben einen Hund verloren und keinen zweiten Hund dazugeholt. Natürlich war die erste Zeit anders, aber irgendwann war unser Hund wieder fröhlich, glücklich und ist voller Lebensfreude durchs Leben getobt. ❤️🐾 Deshalb würde ich einen zweiten Hund niemals pauschal als Lösung gegen Trauer oder Einsamkeit empfehlen. Es kann wunderbar funktionieren – aber es kann eben auch mächtig schiefgehen. Ich wünsche den beiden wirklich von Herzen, dass es gut funktioniert. Aber gerade weil ich solche Entwicklungen selbst erlebt habe, würde ich die Situation sehr aufmerksam beobachten und nichts erzwingen. Der vorhandene Hund sollte dabei genauso wichtig sein wie der Wunsch nach einem Welpen. ❤️🐾
Hallo, danke für den Beitrag. Kann es nicht bei jeder Rasse schiefgehen? Das ist mir im Grunde natürlich klar. Wir haben bisher zwei PRT Rüden gehabt und auch die haben mal kurzfristig als erwachsene Hunde Stress gehabt.

Und ich finde es nicht grundsätzlich kritisch zwei Hunde zu halten. Ich vermute eher, dass Management immer wichtig ist, jeder muss auf seine Kosten kommen und so weiter. Vernünftige Erziehung, körperliche und geistige „Auslastung“.

Also, vielleicht erzählst du mal was es heißt, dass du in PJRT-Welt unterwegs bist?
Nur zur Einordnung für mich.

Danke und LG
 
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Britta
21. Aug. 10:11
Ja das kommt aber auch immer auf die Hunde an. Wichtig ist da vor allem Alter und ob kastriert oder nicht. Das ist eigentlich bei jeglicher Hundekommunikation immer ein sehr wichtiger Faktor. Wie gesagt, die müssen sich ja auch erstmal kennenlernen und Grenzen aufzeigen. Und als älterer Hund hat er ja schon auch einen Erziehungsauftrag. Ich würde da einfach etwas Geduld haben. Gerade unkastrierte erwachsene Hunde finden irgendwelchen fremden Nachwuchs erstmal nicht so toll. Meistens. 😬
Dann hilft es in dem Fall vielleicht dass er kastriert ist 😅
Danke für deine Einschätzung
 
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Britta
21. Aug. 10:12
Ein gut sozialisierter , erwachsener Hund "verletzt" einen Welpen nicht. Die Massregelung sind normal und gehören dazu, denn nur so lernt der kleine wie weit er gehen darf sich erlauben kann. Massregelung sieht für uns manchmal dramatisch aus, besonders wen der kleine dann noch "schreit und quitscht" Die beiden sind ja,auch dieselbe Rasse also auch kein riesen Grössenunterschied ( also nicht so z.b. ein erwachsener 25kg Hund und ein Klein-/Kleinsthund Welpe) 🤗, also die wahrscheinlichkeit das der ältere den Welpen ausversehen verletzt ist auch extrem gering...(ausserdem sind Terrier ja nicht so "zerbrechlich"😉)....ich würde die einfach machen lassen, ein spezielles Auge darauf werfen, und nur wenn wirklich nötig, (also echte gefahr/verletzung in Verzug). Kennt euer Fiete ein Kommando wie "langsam" "nicht so fest" etc...also etwas das ihr verwendet wenn er beim Spielen mit euch anderen Menschen etc zu übermütig wird/wurde ? Wenn ja würde ich das anwenden resp sowas aufbauen, und zwar dür beide . Den ich denke wenn der Welpe in die Pubertät kommt wird es " wahrscheinlich rangeleien" geben...🤗 aber das ist auch ganz normal 😉
Das stimmt natürlich - die kleine ist schon ziemlich hartnäckig. Ich übe gerade an der Beißhemmung… kann also aus Erfahrung sprechen…
 
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Britta
21. Aug. 10:14
Ist doch prima, wenn sie reagiert!😀 Da würde ich dann jeweils echt ganz genau Fiete beobachten: nimmt er’s an, dass sie reagiert? Was erwartet er von ihr? Abstandsvergrösserung? Unterwerfen…? TUT die das dann auch…? Also ab wann nimmt er Druck wieder raus? Und dann im Zweifel unterstützen, wenn die Kleene da eventuell ein bisschen renitent sein sollte… aber eigentlich würde ich denken, dass die das beide untereinander echt am Besten hinkriegen! Vielleicht ist Fiete da nur ein bisschen aus der Übung, weil’s bisher so harmonisch war…😉 PS: Polli ist da als vorsichtige Natur (und ehemals Strassenhund) immer eher auf Rückzug gepolt. Da müssen wir ihr dann bei aufdringlichen Kollegen oftmals helfen, dass ihre sehr subtilen Signale von der Gegenseite auch wahrgenommen werden. Ich merke aber, dass, wenn wir das machen, sie mehr und mehr Selbstvertrauen gewinnt. Wir müssen dann nur aufpassen: sie hat im Team leider die Tendenz zum Mobbing…🥴
Dankeschön 🙏🏼
 
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Anne
21. Aug. 13:00
Der Althund darf seine Privilegien nicht verlieren nur weil ein neuer Hund da ist. Sein Liegeplatz sollte für den Neuen tabu sein. Der Althund muss beschützt werden vor dem nervigen Verhalten des Junghundes, sonst bleibt ihm nichts übrig als die Korrektur selbst zu übernehmen. Räumliche Trennung am Anfang finde ich wichtig um den Neuling auf dich zu prägen und nicht auf den anderen Hund. Erst nach mehreren Wochen zusammen lassen wenn der Neue auf dich hört und du ihn abbrechen kannst sobald er dem Althund auf die Nerven geht.
 
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Anne
21. Aug. 13:01
Hallo ihr Beiden ❤️ eure Antworten sind toll! Danke 🙏🏼 Das gibt mir Mut! Wenn man die kleine auf den Arm nimmt, geht Fiete richtig ab und versucht nach ihr zu schnappen. Das war allerdings die erste Zusammenkunft, bei der sie noch auf dem Arm war und schon auf große Distanz gebellt und geknurrt hat. Was haltet ihr von der Situation?
Vielleicht bist du eine Ressource und der Althund mag es nicht wenn der Neue näher bei dir sein darf.
 
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Britta
21. Aug. 14:54
Der Althund darf seine Privilegien nicht verlieren nur weil ein neuer Hund da ist. Sein Liegeplatz sollte für den Neuen tabu sein. Der Althund muss beschützt werden vor dem nervigen Verhalten des Junghundes, sonst bleibt ihm nichts übrig als die Korrektur selbst zu übernehmen. Räumliche Trennung am Anfang finde ich wichtig um den Neuling auf dich zu prägen und nicht auf den anderen Hund. Erst nach mehreren Wochen zusammen lassen wenn der Neue auf dich hört und du ihn abbrechen kannst sobald er dem Althund auf die Nerven geht.
Danke für deine Meinung, aber das ist sehr theoretisch und nicht machbar und würde nur zu Frust führen bei allen Beteiligten!
 
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Ruby
21. Aug. 15:27
Wir hatten vor unserem jetzigen Hund 14 Jahre ein JRT Pärchen.
Er war sehr lieb und sie war eine kleine dominante typische JRT.
Sie haben in 14 ! Jahren( die 16 ) nicht einmal zusammen gekuschelt oder geschweige denn im Korb gelegen.
Die letzten 2 Jahre war er Einzelprinz und hat es genossen.
 
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Tim
21. Aug. 15:28
Der Althund darf seine Privilegien nicht verlieren nur weil ein neuer Hund da ist. Sein Liegeplatz sollte für den Neuen tabu sein. Der Althund muss beschützt werden vor dem nervigen Verhalten des Junghundes, sonst bleibt ihm nichts übrig als die Korrektur selbst zu übernehmen. Räumliche Trennung am Anfang finde ich wichtig um den Neuling auf dich zu prägen und nicht auf den anderen Hund. Erst nach mehreren Wochen zusammen lassen wenn der Neue auf dich hört und du ihn abbrechen kannst sobald er dem Althund auf die Nerven geht.
Der ältere Hund muss sicherlich nicht beschützt werden. In der Regel zeigt der älterer Hund, dessen Revier es ja auch ist, wer das Sagen hat.

Ein Welpe weiß sowas aber alles noch nicht und kennt auch noch keine Grenzen. Wie soll er die lernen, wenn man den älteren Hund dann, keine Ahnung, auf den Arm nimmt oder so. Oder gar noch bestraft weil er sich "wehrt" oder belästigt fühlt.

Ich habe immer mal wieder Pflege- und Gasthunde. Die sind zwar meist schon ein bisschen älter aber im Grunde ist es dasselbe.

Die neuen testen ihre Limits und Grenzen und die älteren Hunde sagen ihnen wie weit sie gehen dürfen. Je besser die sich kennen, desto lockerer wird das auch mit der Zeit.

Aber insoweit gehe ich mit, als dass man schauen muss, wann es kurz vor dem Kipppunkt steht. Irgendwann ist auch ein Hund genervt, und reagiert dann plötzlich übermäßig. Wenn auch theoretisch zu Recht.

In dem Fall geht es aber dann eher darum den "Frechen" zu schützen und auch gleichzeitig zu Maßregeln bzw. auf andere Gedanken zu bringen.

Ich lasse es immer so lange laufen, bis der "Freche" eine sehr klare Ansage kriegt. Wenn er dann immer noch nicht aufhört, gehe ich dazwischen.
 
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Britta
21. Aug. 15:50
Der ältere Hund muss sicherlich nicht beschützt werden. In der Regel zeigt der älterer Hund, dessen Revier es ja auch ist, wer das Sagen hat. Ein Welpe weiß sowas aber alles noch nicht und kennt auch noch keine Grenzen. Wie soll er die lernen, wenn man den älteren Hund dann, keine Ahnung, auf den Arm nimmt oder so. Oder gar noch bestraft weil er sich "wehrt" oder belästigt fühlt. Ich habe immer mal wieder Pflege- und Gasthunde. Die sind zwar meist schon ein bisschen älter aber im Grunde ist es dasselbe. Die neuen testen ihre Limits und Grenzen und die älteren Hunde sagen ihnen wie weit sie gehen dürfen. Je besser die sich kennen, desto lockerer wird das auch mit der Zeit. Aber insoweit gehe ich mit, als dass man schauen muss, wann es kurz vor dem Kipppunkt steht. Irgendwann ist auch ein Hund genervt, und reagiert dann plötzlich übermäßig. Wenn auch theoretisch zu Recht. In dem Fall geht es aber dann eher darum den "Frechen" zu schützen und auch gleichzeitig zu Maßregeln bzw. auf andere Gedanken zu bringen. Ich lasse es immer so lange laufen, bis der "Freche" eine sehr klare Ansage kriegt. Wenn er dann immer noch nicht aufhört, gehe ich dazwischen.
Danke Tim 🐶 es wird hier von Tag zu Tag freundschaftlicher… 😍