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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 10. Dez.

Lieber Leinenpöbler?!

Hallo zusammen, unser Zwerg ist zwar nicht der Ersthund, aber der erste Welpe gewesen. Nun ist er 11 Monate alt und es hat vor etwa drei Wochen angefangen, dass Hundebegegnungen keinen Spaß mehr machen. Pubertätsbedingt sitzt er gern mal auf seinen Ohren, daher finden Gassirunden ohne bekannte Hunde an der Schleppleine statt. Diese ist er von Beginn an gewöhnt und es ist ganz unterschiedlich ob sie- außer natürlich bei Hundebegegnungen- festgehalten wird oder nicht. Je nach Stimmung von ihm. Es ist so, dass wir es gut geschafft haben, dass man ohne das er bellt und allzu sehr an uns versucht vorbei zu kommen, an Hunden vorbei gehen kann. Auch das Absitzen lassen war kein Problem. Jetzt beginnt er oft bereit zu bellen und stark zu ziehen, wenn er einen Hund auf 200m sieht. Um vorbei zu kommen, müssen wir enorm viel Kraft in die Leine legen, um ihn halbwegs auf seiner Seite zu halten (er wiegt nur knapp 20kg; also weit weniger als das lerzte Powerpaket, ist trotzdem weit schwerer zu bändigen). Er ist dabei in keiner Art und Weise agressiv, er bellt zwar ja, aber das ist rassetypisch zur Kommunikation. Ansonsten quengelt er noch, weil er unbedingt zum anderen Hund will. Wir wissen so nicht weiter, alles klappt sonst ziemlich gut, er ist so verträglich und trotz Pubertät lernwillig. Wir sind entspannt und lassen die Leine so lange wie möglich locker (also sie wird schon sehr gut gehalten, aber zwischen Geschirr und Hand hängt sie durch, damit kein Druck aufgebaut wird). Er interessiert sich draußen nicht großartig für irgendeine Belohnung (Leckerchen- egal wie superduper, Spiele oder anderes). Bei Hundebegegnungen erst recht nicht, zudem will ich ja nicht seine Aufgedrehtheit belohnen... Habt ihr Ideen?! Unsere Trainerin ist aktuell ausgefallen, daher können wir sie (noch) nicht um Rat bitten. Aber so geht es nicht weiter...
 
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Corbinia
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8. Dez. 21:43
Willkommen in der Pupertät. Jetzt fängt man nochmal von vorne an 😅 Aber das ist normal. Wichtig ist versuchen ganz cool zu bleiben tief durchatmen und ruhig bleiben. Am besten wirklich nochmal von vorne anfangen. Wenn ein Hund kommt dann in gewissem Abstand sitzen lassen und noch in dem Moment wo er den Hund sieht und noch ruhig ist belohnen (bei uns zieht Leberwurst oder Lachscreme schlecken beruhigt) und den Hund vorbei gehen lassen während du deinen Hund lobst und belohnst in den Momenten wo er ruhig ist. Der Abstand sollte erst mal größer sein und kann nach und nach reduziert werden. Am besten das mal mit Hunden die ihr kennt üben. Das mussten wir mit unseren beiden aktuell auch nochmal von vorne anfangen, da sie auch in der Pupertät angekommen sind🙈🙈🙈🤪
Die Tipps finde ich genau richtig. Kann man auch mit dem Clicker gut machen, nennt sich "Click-für-Blick" - Methode. Ich würde ihn nicht an den anderen Hunden vorbei zerren,sondern den Abstand soweit vergrößern, dass er es aushalten kann und mich dann mit der Methode langsam "vortasten". Wenn wirklich gar nichts mehr geht, an den Rand gehen, stehen bleiben und aussitzen. Auch mega anstrengend, aber beim Vorbeizerren kann er ja gar nix lernen, weil ihr im Grunde nur noch zusätzlich miteinander kämpft. Dabei erzielt er sogar noch einen Teilerfolg, weil er es ja näher ran schafft. 🤷🏻‍♀️
 

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Heiner
8. Dez. 21:36
Willkommen in der Pupertät. Jetzt fängt man nochmal von vorne an 😅 Aber das ist normal. Wichtig ist versuchen ganz cool zu bleiben tief durchatmen und ruhig bleiben. Am besten wirklich nochmal von vorne anfangen. Wenn ein Hund kommt dann in gewissem Abstand sitzen lassen und noch in dem Moment wo er den Hund sieht und noch ruhig ist belohnen (bei uns zieht Leberwurst oder Lachscreme schlecken beruhigt) und den Hund vorbei gehen lassen während du deinen Hund lobst und belohnst in den Momenten wo er ruhig ist. Der Abstand sollte erst mal größer sein und kann nach und nach reduziert werden. Am besten das mal mit Hunden die ihr kennt üben. Das mussten wir mit unseren beiden aktuell auch nochmal von vorne anfangen, da sie auch in der Pupertät angekommen sind🙈🙈🙈🤪
 
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Denise
8. Dez. 21:43
Also uns hat es geholfen das Training mit hundebegnungen mit einem angekündigten Richtungswechsel und clickertraining zu tranieren (Click for Blick). Sobald er auf das klicken reagiert leckerli und so weiter. Mittlerweile ist dieser so gut integriert, dass er schon oft alleine zu uns den Kontakt sucht. meist liegt es wirklich an der toleranzgrenze des eigenes Hundes wie weit der andere diese überschreitet.
 
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Corbinia
8. Dez. 21:43
Willkommen in der Pupertät. Jetzt fängt man nochmal von vorne an 😅 Aber das ist normal. Wichtig ist versuchen ganz cool zu bleiben tief durchatmen und ruhig bleiben. Am besten wirklich nochmal von vorne anfangen. Wenn ein Hund kommt dann in gewissem Abstand sitzen lassen und noch in dem Moment wo er den Hund sieht und noch ruhig ist belohnen (bei uns zieht Leberwurst oder Lachscreme schlecken beruhigt) und den Hund vorbei gehen lassen während du deinen Hund lobst und belohnst in den Momenten wo er ruhig ist. Der Abstand sollte erst mal größer sein und kann nach und nach reduziert werden. Am besten das mal mit Hunden die ihr kennt üben. Das mussten wir mit unseren beiden aktuell auch nochmal von vorne anfangen, da sie auch in der Pupertät angekommen sind🙈🙈🙈🤪
Die Tipps finde ich genau richtig. Kann man auch mit dem Clicker gut machen, nennt sich "Click-für-Blick" - Methode. Ich würde ihn nicht an den anderen Hunden vorbei zerren,sondern den Abstand soweit vergrößern, dass er es aushalten kann und mich dann mit der Methode langsam "vortasten". Wenn wirklich gar nichts mehr geht, an den Rand gehen, stehen bleiben und aussitzen. Auch mega anstrengend, aber beim Vorbeizerren kann er ja gar nix lernen, weil ihr im Grunde nur noch zusätzlich miteinander kämpft. Dabei erzielt er sogar noch einen Teilerfolg, weil er es ja näher ran schafft. 🤷🏻‍♀️
 
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Corbinia
8. Dez. 22:21
Habe gerade nochmal gelesen und erst dabei ist mir aufgefallen, dass du Schwierigkeiten hast, eine passende Belohnung zu finden. Die einfachste Lösung, die mir einfallen würde, ist mit dem zu belohnen, was er eh gerade will: Also sobald er eine Millisekunde ruhig ist, loben und einen Schritt näher ran (ob das jetzt "nur" ne begehrte Schnüffelstelle oder ein anderer Hund oder sonst was ist, ist egal - Hauptsache, der Hund will es haben). Dann von vorn: Aussitzen, bis er sich einen Moment zu euch orientiert und dann einen Schritt weiter. Sobald er zieht, Stopp oder umdrehen und ein Stück zurück. Ihr könnt auch noch vor einem echten Blick ansetzen - bei meinem kam immer zuerst das Ohr: Erst zuckte es in meine Richtung, dann hat er es in meine Richtung gedreht und irgendwann kam dann der Kopf hinterher.
 
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Dogorama-Mitglied
9. Dez. 01:17
Habe gerade nochmal gelesen und erst dabei ist mir aufgefallen, dass du Schwierigkeiten hast, eine passende Belohnung zu finden. Die einfachste Lösung, die mir einfallen würde, ist mit dem zu belohnen, was er eh gerade will: Also sobald er eine Millisekunde ruhig ist, loben und einen Schritt näher ran (ob das jetzt "nur" ne begehrte Schnüffelstelle oder ein anderer Hund oder sonst was ist, ist egal - Hauptsache, der Hund will es haben). Dann von vorn: Aussitzen, bis er sich einen Moment zu euch orientiert und dann einen Schritt weiter. Sobald er zieht, Stopp oder umdrehen und ein Stück zurück. Ihr könnt auch noch vor einem echten Blick ansetzen - bei meinem kam immer zuerst das Ohr: Erst zuckte es in meine Richtung, dann hat er es in meine Richtung gedreht und irgendwann kam dann der Kopf hinterher.
Danke, dass dir das aufgefallen ist! Das mit den Belohnungen. Das fehlte mir in den anderen Kommentaren leider, so gut sie sonst vllt waren. Dazu haben wir wohl die falsche Rasse, auch wenn -eben da ein Belohnungssystem nicht funktioniert in solchen Momenten & wir haben wirklich ALLES ausprobiert. Er ist absolut stur, ein Paradebeispiel seiner Rasse. Er reagiert auf nichts, wir lassen ihn ja wenn möglich auch absitzen statt vorbei zu gehen, aber das ist oft auch nicht möglich, aus verschiedenen Gründen (zB weil der Entgegenkommende das gleiche Problem hat etc). Seine Ohren richten sich dann nicht ansatzweise zu uns aus, sein Kopf schon gar nicht. Ach, es ist zum Mäuse melken. Egal, wie toll er sich ansonsten trotz der Pubertät macht... mich nervt dieses Verhalten einfach, weil es eben auch gefährlich werden kann, im Sinne von Sturzgefahr und ich will vermeiden, dass es sich weiter festigt... Er hat halt noch nie eine schlechte Erfahrung mit Hunden (oder Menschen) gemacht und denkt, es sind alles seine Freunde und das man eben immer hin muss, egal wie..
 
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Corbinia
9. Dez. 02:01
Danke, dass dir das aufgefallen ist! Das mit den Belohnungen. Das fehlte mir in den anderen Kommentaren leider, so gut sie sonst vllt waren. Dazu haben wir wohl die falsche Rasse, auch wenn -eben da ein Belohnungssystem nicht funktioniert in solchen Momenten & wir haben wirklich ALLES ausprobiert. Er ist absolut stur, ein Paradebeispiel seiner Rasse. Er reagiert auf nichts, wir lassen ihn ja wenn möglich auch absitzen statt vorbei zu gehen, aber das ist oft auch nicht möglich, aus verschiedenen Gründen (zB weil der Entgegenkommende das gleiche Problem hat etc). Seine Ohren richten sich dann nicht ansatzweise zu uns aus, sein Kopf schon gar nicht. Ach, es ist zum Mäuse melken. Egal, wie toll er sich ansonsten trotz der Pubertät macht... mich nervt dieses Verhalten einfach, weil es eben auch gefährlich werden kann, im Sinne von Sturzgefahr und ich will vermeiden, dass es sich weiter festigt... Er hat halt noch nie eine schlechte Erfahrung mit Hunden (oder Menschen) gemacht und denkt, es sind alles seine Freunde und das man eben immer hin muss, egal wie..
Das kann ich dir nachempfinden. Kenne mich mit Lapphunden nicht aus, aber Bulldoggen sagt man ja auch zurecht einen Dickschädel nach und da hat Easy auch ganz laut hier geschrien. Bei uns waren es in der Pubertät nicht explizit Hunde, aber halt Leinenführigkeit allgemein, die plötzlich so gar nicht mehr ging. Ich fand das total anstrengend, weil ich jetzt auch nicht die Allergeduldigste bin, und fand das ehrlich gesagt auch megapeinlich in der Öffentlichkeit. Ich hab mich furchtbar geschämt. Mein Stress hat es dann auch nochmal schlimmer gemacht. Wir haben uns damals richtig gegenseitig hochgeschaukelt. Ich erinnere mich an einen Tag, an dem die Strecke vom Parkplatz bis zum Trainingsplatz mich so fertig gemacht hat, dass ich meiner Trainerin heulend die Leine in die Hand gedrückt habe mit den Worten:"Bitte nimm ihn mit, ich hab Angst, dass ich ihn schlage." Sie hat ihn natürlich nicht genommen und ich hab ihn natürlich auch nicht geschlagen, also blieb mir nichts als weiter aussitzen bzw. dumm in der Gegend rumstehen, damit er mit seiner Zieherei wenigstens keinen Erfolg hat. Und eines schönen Tages, als ich schon resigniert und mich damit abgefunden hatte, dass wir noch in 10 Jahren mit 500m pro Stunde unterwegs sein würden, zuckte dieses eine Ohr - und dann ging es plötzlich ganz schnell. Also einfach nicht aufgeben. Wenn so ein Hund erst einmal einige Zeit mit seinem Sturkopf durchgekommen ist, dauert es halt mitunter irre lange, bis der auf die Idee kommt, dass es schlau(er) sein könnte, zu kooperieren. Und immer, wenn man einmal schwach geworden ist, fängt man von vorne an. Aber irgendwann wird's dann doch. Ich weiß, das ist leicht gesagt, wenn man das Pubertier nicht selbst an der Leine hat, aber es lohnt sich irgendwann, auch wenn man noch so viel Nerven lässt. Und ich glaube nicht, dass dein Hund für Belohnungen ungeeignet ist - da wäre er der einzige auf der Welt. Belohnung heißt ja erstmal nur, ich er erfahre eine angenehme Konsequenz für ein Verhalten. Wenn er die üblichen Verdächtigen nicht lohnenswert findet, muss man halt weitersuchen. Und meine Idee war halt: er will ja auf jeden Fall zu dem Hund hin. Wenn du also anhältst, wenn er zieht und er keinen Schritt weiter kommt, wird er entweder irgendwann was anderes versuchen ODER ihm geht früher oder später die Puste aus. Es reicht ja, wenn er nur mal Luft holt. Den Moment nutzen, loben und sofort einen Schritt weiter und gleiches Spiel von vorn. Irgendwann muss ihm dann das Licht aufgehen, dass er NUR dann weiterkommt, wenn er sich zusammenreißt. Das kann halt gefühlte Ewigkeiten dauern. Aber wenn der Groschen gefallen ist, wird er die Weiterbewegung, also das Näherkommen zu seinem Ziel, als belohnend empfinden. Ich würde auch gar nichts explizites wie Sitz verlangen, sondern einfach nur verhindern, dass er Erfolg hat,mir also einen festen Stand suchen, vielleicht die Leine um die Hüfte legen, damit ich mehr entgegenzusetzen habe und ihn einfach vorn in der Leine hängen lassen, bis es ihm zu blöd wird. Je mehr er da vorne zappelt, umso schneller wird er müde. 😉
 
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Dogorama-Mitglied
9. Dez. 04:37
Das kann ich dir nachempfinden. Kenne mich mit Lapphunden nicht aus, aber Bulldoggen sagt man ja auch zurecht einen Dickschädel nach und da hat Easy auch ganz laut hier geschrien. Bei uns waren es in der Pubertät nicht explizit Hunde, aber halt Leinenführigkeit allgemein, die plötzlich so gar nicht mehr ging. Ich fand das total anstrengend, weil ich jetzt auch nicht die Allergeduldigste bin, und fand das ehrlich gesagt auch megapeinlich in der Öffentlichkeit. Ich hab mich furchtbar geschämt. Mein Stress hat es dann auch nochmal schlimmer gemacht. Wir haben uns damals richtig gegenseitig hochgeschaukelt. Ich erinnere mich an einen Tag, an dem die Strecke vom Parkplatz bis zum Trainingsplatz mich so fertig gemacht hat, dass ich meiner Trainerin heulend die Leine in die Hand gedrückt habe mit den Worten:"Bitte nimm ihn mit, ich hab Angst, dass ich ihn schlage." Sie hat ihn natürlich nicht genommen und ich hab ihn natürlich auch nicht geschlagen, also blieb mir nichts als weiter aussitzen bzw. dumm in der Gegend rumstehen, damit er mit seiner Zieherei wenigstens keinen Erfolg hat. Und eines schönen Tages, als ich schon resigniert und mich damit abgefunden hatte, dass wir noch in 10 Jahren mit 500m pro Stunde unterwegs sein würden, zuckte dieses eine Ohr - und dann ging es plötzlich ganz schnell. Also einfach nicht aufgeben. Wenn so ein Hund erst einmal einige Zeit mit seinem Sturkopf durchgekommen ist, dauert es halt mitunter irre lange, bis der auf die Idee kommt, dass es schlau(er) sein könnte, zu kooperieren. Und immer, wenn man einmal schwach geworden ist, fängt man von vorne an. Aber irgendwann wird's dann doch. Ich weiß, das ist leicht gesagt, wenn man das Pubertier nicht selbst an der Leine hat, aber es lohnt sich irgendwann, auch wenn man noch so viel Nerven lässt. Und ich glaube nicht, dass dein Hund für Belohnungen ungeeignet ist - da wäre er der einzige auf der Welt. Belohnung heißt ja erstmal nur, ich er erfahre eine angenehme Konsequenz für ein Verhalten. Wenn er die üblichen Verdächtigen nicht lohnenswert findet, muss man halt weitersuchen. Und meine Idee war halt: er will ja auf jeden Fall zu dem Hund hin. Wenn du also anhältst, wenn er zieht und er keinen Schritt weiter kommt, wird er entweder irgendwann was anderes versuchen ODER ihm geht früher oder später die Puste aus. Es reicht ja, wenn er nur mal Luft holt. Den Moment nutzen, loben und sofort einen Schritt weiter und gleiches Spiel von vorn. Irgendwann muss ihm dann das Licht aufgehen, dass er NUR dann weiterkommt, wenn er sich zusammenreißt. Das kann halt gefühlte Ewigkeiten dauern. Aber wenn der Groschen gefallen ist, wird er die Weiterbewegung, also das Näherkommen zu seinem Ziel, als belohnend empfinden. Ich würde auch gar nichts explizites wie Sitz verlangen, sondern einfach nur verhindern, dass er Erfolg hat,mir also einen festen Stand suchen, vielleicht die Leine um die Hüfte legen, damit ich mehr entgegenzusetzen habe und ihn einfach vorn in der Leine hängen lassen, bis es ihm zu blöd wird. Je mehr er da vorne zappelt, umso schneller wird er müde. 😉
Ich probiere das aus mit dem weitergehen, sobald Ruhe ist. Vielleicht klappt es ja in diesem Fall. Am Anfang hat er nuuuuuuuur gebellt. Monate lang. Ständig. Besonders, wenn mein Partner mit ihm alleine war, selbst wenn ich zwei Zimmer weiter gearbeitet habe, also "da war". Unser alter Trainer (in der Hundeschule gibt es nur Schema F, da sind alle Hunde gleich- aber bei Joni funktionieren die Sachen nicht so ganz ohne will to please, beim Collie meiner Freundin dafür wunderbar) empfahl uns dann: Er muss lernen, das Ruhe besser ist, als Bellen. Also sollten wir ihn in jeder Atempause loben/Leckerchen geben. Mhm... war super. Was lernte Joni nämlich? Wenn ich ruhig bin, gibt es Leckerchen. Soweit das Prinzip verstanden. Dann aber zu seinem Spiel gemacht. Ich saß also im Büro, Joni neben mir auf dem Boden. Er sah mich an, bellte, hörte auf und wartete freudigstrahlend auf seine Belohnung. Das wieder rauszubekommen... hat gedauert. Wir wurden wahnsinnig mit seiner Bellerei. Die war ja quasi non-stop. Neue Trainerin gesucht... eine Stunde gehabt, zwei Tipps bekommen, zack- Bellen weg. Nur die ist gerade leider nicht fit, daher muss ich hier fragen, weil wir einfach Hilfe brauchen Der Peinlichkeitsfaktor ist natürlich bei seinem Verhalten auch gegeben...
 
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Corbinia
9. Dez. 07:36
Ich probiere das aus mit dem weitergehen, sobald Ruhe ist. Vielleicht klappt es ja in diesem Fall. Am Anfang hat er nuuuuuuuur gebellt. Monate lang. Ständig. Besonders, wenn mein Partner mit ihm alleine war, selbst wenn ich zwei Zimmer weiter gearbeitet habe, also "da war". Unser alter Trainer (in der Hundeschule gibt es nur Schema F, da sind alle Hunde gleich- aber bei Joni funktionieren die Sachen nicht so ganz ohne will to please, beim Collie meiner Freundin dafür wunderbar) empfahl uns dann: Er muss lernen, das Ruhe besser ist, als Bellen. Also sollten wir ihn in jeder Atempause loben/Leckerchen geben. Mhm... war super. Was lernte Joni nämlich? Wenn ich ruhig bin, gibt es Leckerchen. Soweit das Prinzip verstanden. Dann aber zu seinem Spiel gemacht. Ich saß also im Büro, Joni neben mir auf dem Boden. Er sah mich an, bellte, hörte auf und wartete freudigstrahlend auf seine Belohnung. Das wieder rauszubekommen... hat gedauert. Wir wurden wahnsinnig mit seiner Bellerei. Die war ja quasi non-stop. Neue Trainerin gesucht... eine Stunde gehabt, zwei Tipps bekommen, zack- Bellen weg. Nur die ist gerade leider nicht fit, daher muss ich hier fragen, weil wir einfach Hilfe brauchen Der Peinlichkeitsfaktor ist natürlich bei seinem Verhalten auch gegeben...
😂 Sowas ähnliches macht Easy mit meiner Mutter auch. Der hat es geschafft, sie so zu konditionieren, dass er für's Pinkeln bezahlt wird... 🙈 Ich werte das als Zeichen von Intelligenz. 😜 Wenn Joni auch so ein Oberschlaumeier ist, habt ihr natürlich doppelt Spaß, das versteh ich schon - ein Timingfehler und die drehen den Spieß um. Wenn man dann auch noch ohne Trainer da steht, kann man natürlich echt verzweifeln. Habt ihr mal gefragt, ob sie einen Kollegen empfehlen könnte, bis sie wieder fit ist? Die Trainer einer Region mit ähnlichen Ansätzen kennen sich ja meist zumindest aus ihren eigenen Fortbildungen. Und meine schickt einen dann weiter, wenn sie selber nicht helfen kann. Die ist zwar fit, aber regelmäßig ausgebucht. Und ein Profi, der direkt draufschaut, ist natürlich immer besser als Fernratschläge.
 
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Dogorama-Mitglied
9. Dez. 07:46
Körpersprache lesen. Wenn er auf 200m Entfernung schon bellt ist der Abstand zu gering. Umdrehen, Abstand vergrößern. Den Hund runter kommen/entspannen lassen und wieder von vorne beginnen. Es ist wichtig bei sowas kein Ziel zu haben und den Hund nicht auf Zwang daran vorbei laufen zu lassen nur weil man da lang gehen “muss”
 
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Heiner
9. Dez. 09:39
Körpersprache lesen. Wenn er auf 200m Entfernung schon bellt ist der Abstand zu gering. Umdrehen, Abstand vergrößern. Den Hund runter kommen/entspannen lassen und wieder von vorne beginnen. Es ist wichtig bei sowas kein Ziel zu haben und den Hund nicht auf Zwang daran vorbei laufen zu lassen nur weil man da lang gehen “muss”
Genau das meinte ich mit Abstand. Und dolle übertrieben loben mit Worten (richtig zum Kasper machen dann denkt er er sonst was dolles gemacht, mach ich auch immer wenn ich die Leckerli vergessen habe 😂) und streicheln ist auch eine Belohnung immer dann wenn er noch ruhig ist. Vorallem versuchen ihn nicht anmerken zu lassen das es dich nervt (ist nicht einfach kann ich verstehen 🙈😅) deshalb ganz tief durchatmen. Sonst spürt er das und spannt sofort an und denkt oje da muss was schlimmes kommen dann belle ich schonmal.Deshalb das mal ganz bewusst mit Hunden üben die ihr kennt. Denn die Besitzer kennen ja euer Problem und können einen entsprechenden Bogen machen.
 

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