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S.
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Golden Retriever Welpe seit 6 Wochen Durchfall, verträgt nur Schonkost, keine Giardien

Hallo zusammen,  nachdem wir nun 5 Wochen Albtraum hinter uns haben und weder wir selbst, noch der Tierarzt, noch der Züchter irgendeine Erklärung für unser Problem hat, hoffe ich, dass sich vielleicht irgendwer hier in unserer Schilderung wiedererkennt und uns einen Hinweis geben kann. Aber von vorne: Unser Golden Retriever Hündin zog Mitte Juni mit 8 Wochen bei uns ein. Sie stammt von einem Zwinger, der Mitglied eines anerkannten Zuchtverbands ist, und wir haben die Züchter selbst oft besucht und gesehen, dass die Hunde sehr liebevoll und artgerecht aufgezogen wurden. Unsere Kleine war keine drei Stunden bei uns als es losging: Grüner, breiiger, infernalisch stinkender Kot. Zudem war sie extrem unruhig, hat sehr schnell geatmet, gehechelt, war nirgendwo länger gelegen als eine Minute, hat ständig die Position gewechselt. So ging es die nächsten 24 Stunden und dann die nächsten 5 Wochen weiter. Sie hat fast ausschließlich nachts (da im Stunden bzw. Halbstundentakt) solche Haufen rausgehauen. Insgesamt teilweise 15 Stück an einem Tag. Wir sind gleich am nächsten Tag (12.06.) zum Tierarzt. Dort kam sofort der Verdacht auf Giardien auf. Schnelltest negativ. Hund bekam Enterogast und Hills gastrointestinale Biome (zuvor vom Züchter Josera family plus). Resultat: Am nächsten Tag waren zwischen den üblichen Breihaufen 2 oder 3 feste Haufen, sonst keine Besserung. So sind wir Tags drauf (13.06.) zu einem anderen Tierarzt (der erste war etwas grob, daher der Wechsel), wo wir auch bis heute sind und wir ein gutes Gefühl haben. Dort bekam unsere Kleine eine eingehende Untersuchung (kein Fieber, nix) sowie eine Spritze gegen die Bauchschmerzen. Wir haben dann, nachdem die Ärztin Fotos vom Kot gesehen hat, erneut eine Kotprobe (3 Kotproben von einem Tag) abgeben, weil der Verdacht auf Giardien weiterhin bestand. Zudem wurde auf andere Parasiten, Erreger, etc. untersucht. Ergebnis: Außer Milbeneiern, die laut TA unbedenklich seien, wurde nichts gefunden. Bis das Ergebnis kam, haben wir weiterhin Hills gefüttert und sonst gar nichts (keine Leckerlis, nix). Es wurde jedoch nicht besser. Weiterhin nur breiiger Kot bzw. Durchfall, gestunken wie Sau und praktisch nur nachts (Es ging immer so um 20/21 Uhr los und dann bis 6 Uhr morgens). Tagsüber teilweise 16 Stunden komplett ohne Stuhlgang. Unsere anfängliche Theorie, dass alles vom Stress des Umzugs käme, haben wir schnell verworfen, da sich der Hund extrem schnell eingelebt und sichtlich pudelwohl bei uns gefühlt hat. Sie war auch ansonsten immer topfit, total verspielt und fast schon zu wild. Wir hatten oft das Gefühl. dass sie wirkt, als hätte sie ADHS, da sie kaum schlief und auch sehr reizbar wirkte. Sie hatte besonders die ersten Wochen ein extremes Beißbedürfnis, hat ohne Unterlass ihren Schwanz gejagt und genagt und an den Pfoten geknappert. Sie wirkte aber nie apathisch oder krank. Nachdem auch Hills keinerlei Besserung brachte, dachten wir, es könnte ja vielleicht an der Qualität liegen (weder Josera, noch Hills sind ja sonderlich hochwertige Trockenfuttersorten). Also haben wir begonnen ihr das von uns ausgesuchte Trockenfutter von Naturavetal Canis Plus Geflügel für Welpen und Junghunde zu geben. Aber es ging genauso weiter wie zuvor. Der Hund hat alles rausgeschissen, was wir ihr gegeben haben. Sie war sonst topfit, aber jedes Mal kurz vor dem Lösen wurde sie sehr unruhig, hat schnell geatmet und gehechelt. Nach dem Kot absetzen war das dann aber wieder vorbei. Es folgten weitere Tierarzttermine und eine erweiterte Kotuntersuchung (insgesamt 7 Proben von 4 Tagen) und wieder war alles negativ. Zudem wurde der Elastasewert wegen eines möglichen Schilddrüsenproblems ausgewertet, auch alles in Ordnung. Die Kleine bekam dann Tannalbin und Royal Canin gastrointestinal verschrieben.  Resultat: Es wurde alles noch schlimmer. Der Kot hat sich sichtlich verändert und war teilweise von einer "Wursthaut", bzw. "Pelle" überzogen, wieß Blasen auf und fast immer Schleim. Die Farbe war immer grünlich-braun, es war zu keiner Zeit Blut erkennbar. Auffällig war jedoch, dass zwischendurch auch immer mal 1-3 normale Haufen dabei waren. Teilweise fing ein Haufen gut (also fest) an und der hintere Teil der Wurst war dann wieder glitschig und weich. Der folgende Kot dann wieder kompletter Brei. Der Gestank des Kots variierte auch stark. Während die meisten breiigen Haufen bestialisch gestunken haben, haben die festen kaum gerochen. Da also nun 4 Trockenfuttersorten nicht vertragen wurden, war unsere Schlussfolgerung, dass sie generell kein Trockenfutter verträgt. Wir haben also ebenfalls bei Naturavetal Nassfutter (Welpen Komplett-Menüs in Hähnchen, Lamm und Rind bestellt). Zur Überbrückung bekam sie dann Schonkost von mir, konkret: Den ersten Tag bekam sie ausschließlich Morosche Suppe. Resultat: Sofortige Besserung, fast ausschließlich fester Stuhl, geringer Menge und der Hund schlief erstmals nachts durch (Anm.: Die Welpen waren bei den Züchtern seit der 6. Woche nachts stubenrein, wohingegen wir seit Tag 1 zwischen 4-10mal mit ihr rausmussten). An Tag 2 habe ich die Schonkost dann durch Hähnchenbrustfilet, Resi, Hüttenkäse erweitert und schließlich bekam sie auch mal Kartoffel-Zucchini-Brei, Quark, Frischkäse, Beeren und Banane. Während dieser drei Tage haben wir endlich ein normales Leben geführt und alles schien in Ordnung. Anmerkung: Wir haben peinlich darauf geachtet, dass sie genug trinkt und uns nicht dehydriert wegen dem ständigen Durchfall, das war zu keiner Zeit ein Problem. Auch litt sie nie an Appetitlosigkeit, ganz im Gegenteil: Sie frisst alles und hat ständig Hunger! Dann haben wir, nachdem das Nassfutter ankam, umgestellt. Die ersten zwei Tage war alles gut, doch dann ist es wieder eskaliert. Nach diesen 2 Tagen hat unsere Maus ihre Auffrischimpfung bekommen und war danach zeitweise nicht mehr wiederzuerkennen. Sie lag daheim komplett regungslos auf dem Boden, hat auf niemanden reagiert (obwohl sie sonst ALLES mitkriegt) und als ich sie aufheben und in ihr Bettchen tragen wollte, hat sie hysterisch geschrien und war vollkommen panisch. Dieses Verhalten hat sich Gott sei dank in ein paar Stunden gebessert, aber seit der Impfung wieder nur Brei. Wir haben alle drei Sorten Nassfutter ausprobiert (Hähnchen, Rind, Lamm), doch das Ergebnis blieb gleichermaßen verheerend. Der Kot sah und roch einfach nur krank. Kleine Randnotiz: Wir standen in all der Zeit immerzu in Kontakt mit unseren Züchtern und anderen hundeerfahrenen Personen, die alles darauf tippten, dass es Giardien sein müssten. Niemand wusste sich eine andere Erklärung. Zwischenzeitlich haben wir von einer anderen Welpenbesitzerin erfahren, dass ein Bruder unserer Hündin (es waren insgesamt 9 Welpen, die restlichen sind alle topfit) exakt die gleichen Symptome (Starke Unruhe, Überdrehtheit, wenig Schlaf, Schwanz ständig gejagt, Pfoten genagt, Durchfall und Kot allgemein nur nachts) positiv auf Kokzidien getestet wurde. daraufhin haben wir erneut (zum 4. Mal) eine Kotprobe (wieder 7 Proben von 4 Tagen) eingereicht und waren sicher, es kämen Kokzidien heraus, aber wieder war alles negativ. Da sie mittlerweile bedenklich abgemagert ist, obwohl wir uns bei der Futtermenge schon an der empfohlenen Obergrenze halten, füttere ich nun seit 2 Tagen wieder Schonkost, einfach, um sie aufzupäppeln und ihr etwas Zeit zu verschaffen. Die letzten tage bekam sie Morosche Suppe lauwarm jeweils 30 Minuten vor jeder Mahlzeit (insgesamt 4). dann Ziegenmilch, schlotzig gekochter Reis, Hüttenkäse und Hähnchenbrustfilet.  Seitdem geht es ihr wieder gut. Sie kackt nur feste Würste, diese sind orange/ brauch (von der Suppe) und haben keine Wursthaut oder Blasen mehr, lediglich ein bisschen Schleim ist manchmal dabei. Auch von der Häufigkeit hat es sich extrem verändert, sie kackt nur noch 3-4mal am Tag, aber auch teilweise wieder 12-15 Stunden am Stück gar nicht. Die letzten beiden Nächte hat sie von 22-7 bzw. 23-7 Uhr geschlafen, ehe sie angezeigt hat, dass sie raus muss. Nachdem nun alles nichts brachte, 6 Wochen vorbei sind, der Hund nur knappe 9 kg wiegt und somit viel zu wenig für sein Alter, wir die letzten 6 Wochen praktisch nicht geschlafen haben, nun wieder arbeiten und die Nächte weiterhin die Hölle sind, wir ein Vermögen beim Tierarzt gelassen haben, aber niemand eine Erklärung findet und es daher noch ewig so weitergehen könnte, wissen wir einfach nicht mehr weiter. Die Züchterin hat von sich aus angeboten, sie zurückzunehmen, sie auf eigene Kosten komplett durchchecken zu lassen und dass wir sie dann evtl. zurücknehmen können. Davon halten wir nicht viel, da dieses hin und her sicher nicht gut ist für die Kleine.  Aktuell ergibt sich also folgendes Bild: Unsere Hündin, die bei den Züchtern noch gesund und stubenrein war, hat seit Tag 1 bei uns Dauerdurchfall. Sie verträgt keinerlei Fertigfutter, weder Trofu, noch Nassfutter, nicht einmal hochwertiges (Naturavetal), sondern ausschließlich Schonkost. Die kann ich ihr aber auch nicht allzu lange geben wegen der fehlenden Nährstoffe. Wir sind wirklich am Verzweifeln und verstehen einfach nicht, was unsere kleine Maus hat.  Vielleicht hat irgendjemand eine Idee, was mit ihr los sein könnte? Herzlichen Dank im Voraus! Kia
 
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Martina
17. Juli 19:15
Eijeijei… was für ein Stress!
Klingt echt nach „ da ist was faul“ im Wurf.
Wie die meisten schon geschrieben haben würde ich auch erstmal laaaaange Schonkost füttern.
Meine hatte auch ständig Durchfall. Aber mit eurem nicht zu vergleichen.
Ich habe ihr sehr lange Hühnchen gekocht und dazu Morosche Möhrensuppe. Habe immer für eine Woche vor gekocht und Portionsweise eingefroren. (Also, Fleisch separat eingefroren, Möhrensuppe separat eingefroren.) Habe beides dann zusammen verrührt. Zusätzlich, für die Mineralstoffe habe ich ihr so oft wie möglich auch Marengo Welpenmilch gegeben. Hilft auch den Verdauungstrakt zu beruhigen. Das hat sie noch immer mit fast 1 Jahr bekommen. Weil sie auch mäkelig gefressen hat um die Kalorien zu erreichen.
Drücke die Daumen das es besser wird!
 
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Nathi
17. Juli 19:21
Hi, ich weiß zwar nicht was sie haben könnte, aber meine Hündin (11 Monate) bekommt ständig Giardien und sehr schlimmen Durchfall. Innerhalb von 4 Stunden hat sie mal 20 mal gemacht, ungelogen. Es schoss förmlich raus. Haben dann paar Tage für sie gekocht und ihr die Kautablette Canikur gegeben die uns vom Tierarzt empfohlen wurde. Jetzt ist alles in lot und wir bauen den Darm mit Sivomixx auf. Ab und an bekommt sie Heilmoor von mir.
Dieses Royal Canin Futter würde ich niemals geben. Ist gut verdaulich wegen dem ganzen Müll der da drin ist. Wurde uns ebenso empfohlen von der Tierärztin, obwohl sie Giardien hat und keinesfalls Getreide essen sollte. Fand ich auch merkwürdig, nur weil man n Vertrag mit denen hat sowas zu empfehlen.
Der Kot war auch immer mit Schleim bezogen, ist entweder vom dick oder Dünndarm geh ich mal von aus. Vielleicht wäre eine Darmkur gut und Vitamin B12.
Würde sie denn per bluttest getestet?
Wahrscheinlich nicht weil sie so jung ist oder, bei unserer kam damals kein Blut raus.
Ich mach mir Sorgen über die ganzen Nährstoffe die sie mit ausscheidet, ohne sie zu verwerten.
Ich würde mal den Tierarzt wechseln. Wir waren auch bei unzähligen und haben immer noch die eine Tierärztin oder den Tierarzt gefunden.
Vielleicht mal ein Röntgen machen der Gastro?
 
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Dogorama-Mitglied
17. Juli 19:26
Naja unsrer kackt durchs barfen auch nur einmal am Tag, bei bekannten ist es auch so.....kommt halt drauf an, wie der Hund es verwertet und was man noch zusätzlich gibt
Nur weil 2 Hunde nur 1 x Kacken kann man keine Aussage treffen.
Habe über 20 Jahre BARF Erfahrung incl 5 Würfen, und es ist je nach Hund 1 bis 3 mal tgl..
Kann sogar mal 4 x sein.
Je nach Aktivität, Fleischsorte, ..... Menge ist dann halt klein, kompakt,.....
Ist weder schlimm, noch füttert man falsch.
 
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Nicole
17. Juli 20:04
Puh, ja klingt schon recht stressig bei euch.

Du warst doch mehrmals zu Besuch beim Züchter, wie war denn der Kotabsatz dort? Und wie hat euer Welpe und die anderen sich bei Besuchen verhalten?

Warum willst du das Angebot der Züchterin nicht annehmen? - mehr als euch anbieten den Hund zurückzunehmen kann die auch nicht machen.

Es kann tatsächlich vorkommen, dass Hunde auf den Umgebungswechsel mit Durchfällen reagieren. (Ist ähnlich wie bei der Viehhaltung, die Herde hat ein einzigartiges Microbiom, ziehen einzelne Tiere um, haben die da dann auch meistens die jungen oder alten mit Durchfällen zu tun)

Definitiv: du bleibst jetzt erstmal bei gekochter Schonkost für Minimum 6-8 Wochen vielleicht sogar 12.

Ja auf Dauer fehlen da Nährstoffe, aber die Nährstoffe im Handelsüblichen Futter verwertet dein Hund so oder so aktuell auch so überhaupt nicht.

Da brauchst du dir über ein paar fehlende erstmal keine all zu großen Sorgen machen. Besser kommen zumindest ein paar Nährstoffe an wie gar keine.

Aktuell ist der Magen/Darmtrakt deines Hundes komplett gestört. Das lässt sich auch nicht mit einer einmaligen Spritze beheben.

Der Hund muss ganzheitlich behandelt werden.
- Stress reduziert
- der Körper braucht Zeit zum heilen.
- es muss Ruhe in den Magen/Darmtrakt gebracht werden.
- und du solltest gezielt gute Darmbakterien in den Hund geben. Prä und Probiotika verabreichen.

Finger weg von Antibiotika!!! Eher noch medizinische Kohle verabreichen. Die bindet Dysbakterien und leitet Giftstoffe aus.

Zusätzlich würde ich dem Hund einen Entzündungshemmendes geben. Da eignet sich neben entsprechenden Medikamenten zum Beispiel auch Tee mit Entzündungshemmender Wirkung.
Denn mit Sicherheit ist der Magendarmtrakt deiner Kleinen mittlerweile schwer entzündet. Das kann eigentlich auch gar nicht mehr anders sein.

Und sollte der Magen/Darmtrakt nach diesen 6-12 Wochen endlich stabil sein, dann mach nicht den Fehler und will zu viel. Stell die Löffelweise um, warte eine Woche ab, addiere einen weiteren zusätzlichen Löffel usw. Laaangsamm extrem langsam.

Und entscheide dich zunächst mal für eine Fleischliche Proteinquelle und wirf die nicht durcheinander. Je mehr Fleischsorten du durchprobierst um so mehr kann sie reagieren.

Dann würde ich, wäre das mein Hund definitiv in einen Ultraschall investieren und ggf auch mal einen Zonulin-Test machen lassen.
 
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Dogorama-Mitglied
17. Juli 20:09
Puh, ja klingt schon recht stressig bei euch. Du warst doch mehrmals zu Besuch beim Züchter, wie war denn der Kotabsatz dort? Und wie hat euer Welpe und die anderen sich bei Besuchen verhalten? Warum willst du das Angebot der Züchterin nicht annehmen? - mehr als euch anbieten den Hund zurückzunehmen kann die auch nicht machen. Es kann tatsächlich vorkommen, dass Hunde auf den Umgebungswechsel mit Durchfällen reagieren. (Ist ähnlich wie bei der Viehhaltung, die Herde hat ein einzigartiges Microbiom, ziehen einzelne Tiere um, haben die da dann auch meistens die jungen oder alten mit Durchfällen zu tun) Definitiv: du bleibst jetzt erstmal bei gekochter Schonkost für Minimum 6-8 Wochen vielleicht sogar 12. Ja auf Dauer fehlen da Nährstoffe, aber die Nährstoffe im Handelsüblichen Futter verwertet dein Hund so oder so aktuell auch so überhaupt nicht. Da brauchst du dir über ein paar fehlende erstmal keine all zu großen Sorgen machen. Besser kommen zumindest ein paar Nährstoffe an wie gar keine. Aktuell ist der Magen/Darmtrakt deines Hundes komplett gestört. Das lässt sich auch nicht mit einer einmaligen Spritze beheben. Der Hund muss ganzheitlich behandelt werden. - Stress reduziert - der Körper braucht Zeit zum heilen. - es muss Ruhe in den Magen/Darmtrakt gebracht werden. - und du solltest gezielt gute Darmbakterien in den Hund geben. Prä und Probiotika verabreichen. Finger weg von Antibiotika!!! Eher noch medizinische Kohle verabreichen. Die bindet Dysbakterien und leitet Giftstoffe aus. Zusätzlich würde ich dem Hund einen Entzündungshemmendes geben. Da eignet sich neben entsprechenden Medikamenten zum Beispiel auch Tee mit Entzündungshemmender Wirkung. Denn mit Sicherheit ist der Magendarmtrakt deiner Kleinen mittlerweile schwer entzündet. Das kann eigentlich auch gar nicht mehr anders sein. Und sollte der Magen/Darmtrakt nach diesen 6-12 Wochen endlich stabil sein, dann mach nicht den Fehler und will zu viel. Stell die Löffelweise um, warte eine Woche ab, addiere einen weiteren zusätzlichen Löffel usw. Laaangsamm extrem langsam. Und entscheide dich zunächst mal für eine Fleischliche Proteinquelle und wirf die nicht durcheinander. Je mehr Fleischsorten du durchprobierst um so mehr kann sie reagieren. Dann würde ich, wäre das mein Hund definitiv in einen Ultraschall investieren und ggf auch mal einen Zonulin-Test machen lassen.
Da mehrere Welpen aus dem Wurf betroffen sind, scheint es nicht Stress zu sein.
Könnte ein auch ein Gendefekt sein. Oder Allergien
 
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Becca
17. Juli 20:17
Das hört sich an als hätte sie sie eine Allergie auf irgendeine Fleischsorte oder irgendein Bestandteil vom Trockenfutter/ Nassfutter. Wenn es doch gut klappt mit dem Kochen warum bleibt ihr nicht dabei ? Ihr könnt euch beim Futtermedicus einen Ernährungsplan erstellen lassen. Die können euch bestimmt helfen.Der Hund bekommt dann alles was er braucht. Und ich würde mal ein Blutbild machen lassen und die Bauchspeicheldrüse checken lassen. Ganz wichtig find ich das.
 
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Jana
17. Juli 20:36
Puh, ja klingt schon recht stressig bei euch. Du warst doch mehrmals zu Besuch beim Züchter, wie war denn der Kotabsatz dort? Und wie hat euer Welpe und die anderen sich bei Besuchen verhalten? Warum willst du das Angebot der Züchterin nicht annehmen? - mehr als euch anbieten den Hund zurückzunehmen kann die auch nicht machen. Es kann tatsächlich vorkommen, dass Hunde auf den Umgebungswechsel mit Durchfällen reagieren. (Ist ähnlich wie bei der Viehhaltung, die Herde hat ein einzigartiges Microbiom, ziehen einzelne Tiere um, haben die da dann auch meistens die jungen oder alten mit Durchfällen zu tun) Definitiv: du bleibst jetzt erstmal bei gekochter Schonkost für Minimum 6-8 Wochen vielleicht sogar 12. Ja auf Dauer fehlen da Nährstoffe, aber die Nährstoffe im Handelsüblichen Futter verwertet dein Hund so oder so aktuell auch so überhaupt nicht. Da brauchst du dir über ein paar fehlende erstmal keine all zu großen Sorgen machen. Besser kommen zumindest ein paar Nährstoffe an wie gar keine. Aktuell ist der Magen/Darmtrakt deines Hundes komplett gestört. Das lässt sich auch nicht mit einer einmaligen Spritze beheben. Der Hund muss ganzheitlich behandelt werden. - Stress reduziert - der Körper braucht Zeit zum heilen. - es muss Ruhe in den Magen/Darmtrakt gebracht werden. - und du solltest gezielt gute Darmbakterien in den Hund geben. Prä und Probiotika verabreichen. Finger weg von Antibiotika!!! Eher noch medizinische Kohle verabreichen. Die bindet Dysbakterien und leitet Giftstoffe aus. Zusätzlich würde ich dem Hund einen Entzündungshemmendes geben. Da eignet sich neben entsprechenden Medikamenten zum Beispiel auch Tee mit Entzündungshemmender Wirkung. Denn mit Sicherheit ist der Magendarmtrakt deiner Kleinen mittlerweile schwer entzündet. Das kann eigentlich auch gar nicht mehr anders sein. Und sollte der Magen/Darmtrakt nach diesen 6-12 Wochen endlich stabil sein, dann mach nicht den Fehler und will zu viel. Stell die Löffelweise um, warte eine Woche ab, addiere einen weiteren zusätzlichen Löffel usw. Laaangsamm extrem langsam. Und entscheide dich zunächst mal für eine Fleischliche Proteinquelle und wirf die nicht durcheinander. Je mehr Fleischsorten du durchprobierst um so mehr kann sie reagieren. Dann würde ich, wäre das mein Hund definitiv in einen Ultraschall investieren und ggf auch mal einen Zonulin-Test machen lassen.
Danke Nicole - wie immer ein Beitrag der sehr fundiert und sinnig ist.
 
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Nicole
17. Juli 20:47
Auffallend finde ich dass der Durchfall nur nachts auftritt, bei der Hündin, wieso sollte Durchfall nur nachts auftreten tagsüber aber so gar nicht?

Das hat für mich keine logische medizinische Erklärung. Aber falls jemand da Ideen dazu hat immer raus damit.
 
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Ca.
17. Juli 21:05
Nach meiner Erfahrung,
- würde ich den Hund über einen Allergietest durchführen lassen (wenn noch nicht geschehen). Blutentnahme über Leberwerte, Schilddrüse & kl. Blutbild.
- Hypoallergenes Futter aussuchen und ganz langsam dieses Futter rein geben. Ggf auf das Blut-Ergebnis warten.
- Futter ohne Zusatzstoffe und Konservierungsmittel (manche Vertreiber geben es an).
- Fleischsorten wie Geflügel, Rind, Schaf sind potentielle Allergiesorten.
- Es kann auch ein Erkrankung des Darms selbst sein wie Enteritis o.ä.
- Die schleimige Auflagen des Kotes spricht auf zumindest nicht vertragen des Futters oder einer Allergie.
- nicht mehr als 1 Proteinquelle füttern, z.B. Pferd.
-Eine Ausschlußdiät würde ich auf jeden Fall machen.
- barfen nur mit ärztlicher Absprache, wegen der erhöhten Keimbelastung beim geschwächten Körper.
- evtl Darm-Untersuchung in Erwägung ziehen.
- Zweitmeinung einholen, vielleicht dämmert es dem nä TiAr?
Ich wünsche dir viel Erfolg, dass diese Odyssee bald richtig vorbei ist, es gibt nichts schlimmeres, nicht wissen was man richtig tun kann! 👋🏻😊🍀🍀🍀✊🏼✊🏼
 
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Astrid
17. Juli 21:16
Ich kann Dir nachfühlen. Der Hund meiner Tochter musste leider auch lange leiden, bis Hilfe gefunden wurde. Alles fing ganz ähnlich wie bei Euch an. Verschiedene TÄ wussten auch keinen Rat. Meine Tochter hat dann ein großes Blutbild machen lassen. Dabei kam heraus, dass die Bauchspeicheldrüse nicht oder nicht richtig arbeitet. Seitdem bekommt die Maus zu jeder Mahlzeit Enzyme für die Verdauung dazu. Es geht ihr jetzt besser. Die Ernährung wurde auch umgestellt. Wichtig ist eine fettreduzierte Kost. Ob Dir das jetzt hilft oder ob das bei Eurem Hundi schon getestet wurde, weiß ich nicht. Ich wünsche Euch alles Gute und dass die Ursache bald gefunden wird.