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S.
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Golden Retriever Welpe seit 6 Wochen Durchfall, verträgt nur Schonkost, keine Giardien

Hallo zusammen,  nachdem wir nun 5 Wochen Albtraum hinter uns haben und weder wir selbst, noch der Tierarzt, noch der Züchter irgendeine Erklärung für unser Problem hat, hoffe ich, dass sich vielleicht irgendwer hier in unserer Schilderung wiedererkennt und uns einen Hinweis geben kann. Aber von vorne: Unser Golden Retriever Hündin zog Mitte Juni mit 8 Wochen bei uns ein. Sie stammt von einem Zwinger, der Mitglied eines anerkannten Zuchtverbands ist, und wir haben die Züchter selbst oft besucht und gesehen, dass die Hunde sehr liebevoll und artgerecht aufgezogen wurden. Unsere Kleine war keine drei Stunden bei uns als es losging: Grüner, breiiger, infernalisch stinkender Kot. Zudem war sie extrem unruhig, hat sehr schnell geatmet, gehechelt, war nirgendwo länger gelegen als eine Minute, hat ständig die Position gewechselt. So ging es die nächsten 24 Stunden und dann die nächsten 5 Wochen weiter. Sie hat fast ausschließlich nachts (da im Stunden bzw. Halbstundentakt) solche Haufen rausgehauen. Insgesamt teilweise 15 Stück an einem Tag. Wir sind gleich am nächsten Tag (12.06.) zum Tierarzt. Dort kam sofort der Verdacht auf Giardien auf. Schnelltest negativ. Hund bekam Enterogast und Hills gastrointestinale Biome (zuvor vom Züchter Josera family plus). Resultat: Am nächsten Tag waren zwischen den üblichen Breihaufen 2 oder 3 feste Haufen, sonst keine Besserung. So sind wir Tags drauf (13.06.) zu einem anderen Tierarzt (der erste war etwas grob, daher der Wechsel), wo wir auch bis heute sind und wir ein gutes Gefühl haben. Dort bekam unsere Kleine eine eingehende Untersuchung (kein Fieber, nix) sowie eine Spritze gegen die Bauchschmerzen. Wir haben dann, nachdem die Ärztin Fotos vom Kot gesehen hat, erneut eine Kotprobe (3 Kotproben von einem Tag) abgeben, weil der Verdacht auf Giardien weiterhin bestand. Zudem wurde auf andere Parasiten, Erreger, etc. untersucht. Ergebnis: Außer Milbeneiern, die laut TA unbedenklich seien, wurde nichts gefunden. Bis das Ergebnis kam, haben wir weiterhin Hills gefüttert und sonst gar nichts (keine Leckerlis, nix). Es wurde jedoch nicht besser. Weiterhin nur breiiger Kot bzw. Durchfall, gestunken wie Sau und praktisch nur nachts (Es ging immer so um 20/21 Uhr los und dann bis 6 Uhr morgens). Tagsüber teilweise 16 Stunden komplett ohne Stuhlgang. Unsere anfängliche Theorie, dass alles vom Stress des Umzugs käme, haben wir schnell verworfen, da sich der Hund extrem schnell eingelebt und sichtlich pudelwohl bei uns gefühlt hat. Sie war auch ansonsten immer topfit, total verspielt und fast schon zu wild. Wir hatten oft das Gefühl. dass sie wirkt, als hätte sie ADHS, da sie kaum schlief und auch sehr reizbar wirkte. Sie hatte besonders die ersten Wochen ein extremes Beißbedürfnis, hat ohne Unterlass ihren Schwanz gejagt und genagt und an den Pfoten geknappert. Sie wirkte aber nie apathisch oder krank. Nachdem auch Hills keinerlei Besserung brachte, dachten wir, es könnte ja vielleicht an der Qualität liegen (weder Josera, noch Hills sind ja sonderlich hochwertige Trockenfuttersorten). Also haben wir begonnen ihr das von uns ausgesuchte Trockenfutter von Naturavetal Canis Plus Geflügel für Welpen und Junghunde zu geben. Aber es ging genauso weiter wie zuvor. Der Hund hat alles rausgeschissen, was wir ihr gegeben haben. Sie war sonst topfit, aber jedes Mal kurz vor dem Lösen wurde sie sehr unruhig, hat schnell geatmet und gehechelt. Nach dem Kot absetzen war das dann aber wieder vorbei. Es folgten weitere Tierarzttermine und eine erweiterte Kotuntersuchung (insgesamt 7 Proben von 4 Tagen) und wieder war alles negativ. Zudem wurde der Elastasewert wegen eines möglichen Schilddrüsenproblems ausgewertet, auch alles in Ordnung. Die Kleine bekam dann Tannalbin und Royal Canin gastrointestinal verschrieben.  Resultat: Es wurde alles noch schlimmer. Der Kot hat sich sichtlich verändert und war teilweise von einer "Wursthaut", bzw. "Pelle" überzogen, wieß Blasen auf und fast immer Schleim. Die Farbe war immer grünlich-braun, es war zu keiner Zeit Blut erkennbar. Auffällig war jedoch, dass zwischendurch auch immer mal 1-3 normale Haufen dabei waren. Teilweise fing ein Haufen gut (also fest) an und der hintere Teil der Wurst war dann wieder glitschig und weich. Der folgende Kot dann wieder kompletter Brei. Der Gestank des Kots variierte auch stark. Während die meisten breiigen Haufen bestialisch gestunken haben, haben die festen kaum gerochen. Da also nun 4 Trockenfuttersorten nicht vertragen wurden, war unsere Schlussfolgerung, dass sie generell kein Trockenfutter verträgt. Wir haben also ebenfalls bei Naturavetal Nassfutter (Welpen Komplett-Menüs in Hähnchen, Lamm und Rind bestellt). Zur Überbrückung bekam sie dann Schonkost von mir, konkret: Den ersten Tag bekam sie ausschließlich Morosche Suppe. Resultat: Sofortige Besserung, fast ausschließlich fester Stuhl, geringer Menge und der Hund schlief erstmals nachts durch (Anm.: Die Welpen waren bei den Züchtern seit der 6. Woche nachts stubenrein, wohingegen wir seit Tag 1 zwischen 4-10mal mit ihr rausmussten). An Tag 2 habe ich die Schonkost dann durch Hähnchenbrustfilet, Resi, Hüttenkäse erweitert und schließlich bekam sie auch mal Kartoffel-Zucchini-Brei, Quark, Frischkäse, Beeren und Banane. Während dieser drei Tage haben wir endlich ein normales Leben geführt und alles schien in Ordnung. Anmerkung: Wir haben peinlich darauf geachtet, dass sie genug trinkt und uns nicht dehydriert wegen dem ständigen Durchfall, das war zu keiner Zeit ein Problem. Auch litt sie nie an Appetitlosigkeit, ganz im Gegenteil: Sie frisst alles und hat ständig Hunger! Dann haben wir, nachdem das Nassfutter ankam, umgestellt. Die ersten zwei Tage war alles gut, doch dann ist es wieder eskaliert. Nach diesen 2 Tagen hat unsere Maus ihre Auffrischimpfung bekommen und war danach zeitweise nicht mehr wiederzuerkennen. Sie lag daheim komplett regungslos auf dem Boden, hat auf niemanden reagiert (obwohl sie sonst ALLES mitkriegt) und als ich sie aufheben und in ihr Bettchen tragen wollte, hat sie hysterisch geschrien und war vollkommen panisch. Dieses Verhalten hat sich Gott sei dank in ein paar Stunden gebessert, aber seit der Impfung wieder nur Brei. Wir haben alle drei Sorten Nassfutter ausprobiert (Hähnchen, Rind, Lamm), doch das Ergebnis blieb gleichermaßen verheerend. Der Kot sah und roch einfach nur krank. Kleine Randnotiz: Wir standen in all der Zeit immerzu in Kontakt mit unseren Züchtern und anderen hundeerfahrenen Personen, die alles darauf tippten, dass es Giardien sein müssten. Niemand wusste sich eine andere Erklärung. Zwischenzeitlich haben wir von einer anderen Welpenbesitzerin erfahren, dass ein Bruder unserer Hündin (es waren insgesamt 9 Welpen, die restlichen sind alle topfit) exakt die gleichen Symptome (Starke Unruhe, Überdrehtheit, wenig Schlaf, Schwanz ständig gejagt, Pfoten genagt, Durchfall und Kot allgemein nur nachts) positiv auf Kokzidien getestet wurde. daraufhin haben wir erneut (zum 4. Mal) eine Kotprobe (wieder 7 Proben von 4 Tagen) eingereicht und waren sicher, es kämen Kokzidien heraus, aber wieder war alles negativ. Da sie mittlerweile bedenklich abgemagert ist, obwohl wir uns bei der Futtermenge schon an der empfohlenen Obergrenze halten, füttere ich nun seit 2 Tagen wieder Schonkost, einfach, um sie aufzupäppeln und ihr etwas Zeit zu verschaffen. Die letzten tage bekam sie Morosche Suppe lauwarm jeweils 30 Minuten vor jeder Mahlzeit (insgesamt 4). dann Ziegenmilch, schlotzig gekochter Reis, Hüttenkäse und Hähnchenbrustfilet.  Seitdem geht es ihr wieder gut. Sie kackt nur feste Würste, diese sind orange/ brauch (von der Suppe) und haben keine Wursthaut oder Blasen mehr, lediglich ein bisschen Schleim ist manchmal dabei. Auch von der Häufigkeit hat es sich extrem verändert, sie kackt nur noch 3-4mal am Tag, aber auch teilweise wieder 12-15 Stunden am Stück gar nicht. Die letzten beiden Nächte hat sie von 22-7 bzw. 23-7 Uhr geschlafen, ehe sie angezeigt hat, dass sie raus muss. Nachdem nun alles nichts brachte, 6 Wochen vorbei sind, der Hund nur knappe 9 kg wiegt und somit viel zu wenig für sein Alter, wir die letzten 6 Wochen praktisch nicht geschlafen haben, nun wieder arbeiten und die Nächte weiterhin die Hölle sind, wir ein Vermögen beim Tierarzt gelassen haben, aber niemand eine Erklärung findet und es daher noch ewig so weitergehen könnte, wissen wir einfach nicht mehr weiter. Die Züchterin hat von sich aus angeboten, sie zurückzunehmen, sie auf eigene Kosten komplett durchchecken zu lassen und dass wir sie dann evtl. zurücknehmen können. Davon halten wir nicht viel, da dieses hin und her sicher nicht gut ist für die Kleine.  Aktuell ergibt sich also folgendes Bild: Unsere Hündin, die bei den Züchtern noch gesund und stubenrein war, hat seit Tag 1 bei uns Dauerdurchfall. Sie verträgt keinerlei Fertigfutter, weder Trofu, noch Nassfutter, nicht einmal hochwertiges (Naturavetal), sondern ausschließlich Schonkost. Die kann ich ihr aber auch nicht allzu lange geben wegen der fehlenden Nährstoffe. Wir sind wirklich am Verzweifeln und verstehen einfach nicht, was unsere kleine Maus hat.  Vielleicht hat irgendjemand eine Idee, was mit ihr los sein könnte? Herzlichen Dank im Voraus! Kia
 
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Theresa
17. Juli 17:45
Ich würde tatsächlich auch erstmal bei der Schonkost bleiben, die sie verträgt und schauen, dass ich genug Zusätze zufüttere, die sie verträgt. Aber, was ich auch sagen muss: Wenn ich das richtig verstanden habe ist der Hund jetzt 13 Wochen alt und seit 5 Wochen bei euch. Dass er sich sichtlich pudelwohl fühlt, ist schön - dennoch kann er Stress haben. Neue Gerüche, neue Gassiwege, ständige Tierarztbesuche, ständiges Futterwechseln (bitte nicht nochmal in 5 Wochen 4 Futtersorten durchspielen!), dann bekommt ihr sicher ab und an Besuch, den ihr nicht kennt, ihr geht mit ihm an neue Orte, er hört neue Geräusche… Das alles ist Stress für einen Welpen und bis er wirklich richtig tiefes Vertrauen zu euch aufgebaut hat und sich hunderprozentig sicher fühlt, dauert es auch einfach.
Was mir noch einfiel, da der Durchfall ja immer nachts kommt: Wo schläfst der Kleine denn? Bei euch im Schlafzimmer, bzw wenn nicht, schlaft ihr dann in der Anfangszeit bei ihm in dem Zimmer, wo er schlafen soll? Wenn nicht könnte das auch seinen nächtlichen Stress erklären 🙈
 
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Dogorama-Mitglied
17. Juli 17:59
Barfen ,barfen ,Barfen und nicht später als 17 Uhr fressen geben,Magen soll sich beruhigen und Hund sich entspannen zur Nacht. Bitte nicht wundern-beim Barfen hat Hundi nur einmal Kot am Tag
Das mit 1 x stimmt nicht.
Kleine, kompaktere Häufchen, aber auch 2 bis 3 mal möglich.
 
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Cindy
17. Juli 18:01
Unsere hatte anfangs auch ständig also so gut wie auf Dauer Durchfall. Und Sodbrennen das sich durch starkes Hecheln und Nervosität und ständiges Maulschlecken gezeigt hat. Wir haben alles versucht und nichts hat geholfen. Schlussendlich habe ich ihr zwei Wochen Heilerde am Morgen gegeben und 8 Wochen nur Kartoffeln mit Hähnchen gekocht. Sit dem ist alles super. Wir haben sie dann langsam an Trockenfutter gewöhnt und füttern seit dem ein und das selbe Futter aber ihr Stuhlgang ist perfekt und riecht kaum
 
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Tanja
17. Juli 18:06
Hallo, habt ihr schon eine Blutabnahme zur Allergietestung durchgeführt? Davon hatte ich jetzt leider nichts gelesen.

Falls ihr offen für alternative Medizin seid (manchmal hat die Schulmedizin leider ihre Grenzen), könnt ihr es bei einem Tierheilpraktiker versuchen, der die Bioresonanz-Therapie anbietet. Ich therapiere meinen Aussi auch, wegen allergischen Symptomen. Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung ☺️
 
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Annemie
17. Juli 18:12
Ich würde vielleicht mal etwas ganz anderes probieren. Habt ihr euer Leitungswasser mal untersuchen lassen? Vielleicht ist ein Mineral darin zu hoch konzentriert? Das würde erklären warum es bei Trockenfutter (Hund trinkt mehr) schlechter ist als bei der Gabe von Nassfutter oder Schonkost (hier wird weniger getrunken).
 
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Jess
17. Juli 18:25
Schade dass der Ta nimmer schreibt….
 
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Martina
17. Juli 18:55
Unbedingt auf eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz testen lassen. Ein Ergebnis erfolgt nur durch Kot- UND Blutuntersuchung
Das war auch meine erste Idee.
 
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Dogorama-Mitglied
17. Juli 18:58
Bertha hatte als sie zu uns Kam Giardien doch der Durchfall hörte nichts auf.

Der Tierarzt hat uns empfohlen Flohsamenschalen unter das Futter zu mischen (da muss man sich mal einlesen und experimentieren bis man die richtige Menge hat).

Das behebt die Probleme nicht sorgt aber dafür, dass das Essen länger im Darm bleibt und der Hund die Nährstoffe besser aufnehmen kann. (Ich würde immer sagen lieber weniger Flohsamenschalen dann kann man auch noch gut erkennen wenn doch nochmal dollerer Durchfall kommt)

Wir haben dann das Futtergewechselt bla bla und irgendwann mal eine Ausschluss Diät gemacht rausgekommen ist das sie allergisch auf Huhn reagiert.

Ihr seid ja schon bei Schonkost ich würde wie viele andere sagen baut das ganze nach und nach auf nehmt Proteine und Gemüse und Kohlehydrate. Ich persönlich würde da kochen mit ne nicht roh geben da der Hund schon sehr angeschlagen ist aber da sollte man Experten befragen. Da könnte man einen Barfberater konsultieren oder Literatur Welsen um die richtigen Zusätze dazu zu packen. Ich würde nur nicht zu viel wechseln und experimentieren das hat bei uns einfach nicht geholfen sondern war reine Zeit Verschwendung.

Das Ganze kann man gut Parallel zu einer weiteren Recherche zu anderen Diagnose Untersuchungen zu machen.
 
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Elke
17. Juli 19:05
Das mit 1 x stimmt nicht. Kleine, kompaktere Häufchen, aber auch 2 bis 3 mal möglich.
Naja unsrer kackt durchs barfen auch nur einmal am Tag, bei bekannten ist es auch so.....kommt halt drauf an, wie der Hund es verwertet und was man noch zusätzlich gibt
 
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Elke
17. Juli 19:09
Ich wäre auch für eine gute Ernährungsberaterin, die auch mit euch mal den Magen und Darm wieder aufbaut und euch mal das Barfen näher bringt,oder auch selber kochen oder oder.Aber alles nur mit einer gescheiten Ernährungsberaterin.
Theo hatte die ersten Monate auch ständig breiiger Kot oder Durchfall, wir stellten um auf Nassfutter, es wurde viel schlimmer.Wir fingen an zu barfen und den Darm gleichzeitig aufzubauen und was soll ich sagen?.keine zwei Wochen später, hatten wir einen Hund ohne Probleme.Einmal am Tag ein Häufchen,so wie es sein soll.....
Was ihr letztendlich macht ist eure Sache,aber ich würde mich echt mal mit einer Ernährungsberaterin auseinander setzten....sie kann euch ja auch beraten was für euch das beste ist,auch mal über Magen,Darmaufbau nach denken.lg und alles gute