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Krys
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zuletzt 20. Juli

Bellen und kontrollieren, findet schwer zur Ruhe

Liebes Team, unser 4 Monate alter Rauhaardackel bellt in letzter Zeit immer häufiger und findet nur schwer zur Ruhe. Mit der Box haben wir aktuell große Probleme: Sobald wir ihn hineinschließen, bellt er ununterbrochen, gräbt an den Wänden und beißt in die Tür. Die Box scheint er überhaupt nicht zu akzeptieren – und leider bekommt das dann das ganze Haus mit 🙈 Wenn wir ihn stattdessen anleinen, klappt das etwas besser. Allerdings möchte er ständig alles im Blick behalten und kommt auch dann nur schwer zur Ruhe (obwohl wir ihn genug auslasten z.B. mit Suchspielen). Besonders schwierig ist es, wenn ich die Wohnung verlasse. Obwohl mein Mann bei ihm bleibt, gerät er in Stress, sucht mich bellend in der Wohnung und lässt sich kaum beruhigen. Außerdem hat er seit Kurzem angefangen, draußen auf Terrassen sehr stark auf vorbeilaufende Hunde zu reagieren. Sobald ein Hund vorbeikommt, bellt er wie verrückt. Ist dieses Verhalten in dem Alter noch normal? Habt ihr Tipps, wie wir ihm helfen können, besser zur Ruhe zu kommen und entspannter mit solchen Situationen umzugehen? Vielen Dank!
 
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Tina
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20. Juli 14:50
Es ist schwierig zu sagen, ob das normal ist. Ich bin ehrlich gesagt eher dagegen Welpen räumlich so einzugrenzen und weg zu sperren. Aber die Box wurde definitiv falsch oder gar nicht positiv aufgebaut. Nun ja....ein Dackel ist per se nicht ganz einfach. Habt ihr Erfahrung mit eigenständigen Jagdhunden und habt ihr Unterstützung (Trainer, Verein usw.)? Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass die Ursachen möglicherweise tiefer sitzen. Wie setzt ihr denn Grenzen?
 
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Tina
20. Juli 14:50
Es ist schwierig zu sagen, ob das normal ist. Ich bin ehrlich gesagt eher dagegen Welpen räumlich so einzugrenzen und weg zu sperren. Aber die Box wurde definitiv falsch oder gar nicht positiv aufgebaut. Nun ja....ein Dackel ist per se nicht ganz einfach. Habt ihr Erfahrung mit eigenständigen Jagdhunden und habt ihr Unterstützung (Trainer, Verein usw.)? Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass die Ursachen möglicherweise tiefer sitzen. Wie setzt ihr denn Grenzen?
 
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Krys
20. Juli 16:48
Vielen Dank für das Feedback 🙏 Also eigentlich kannte er die Box schon von der Züchterin, und Zuhause haben wir ihn darin gefüttert, Leckerli, Kaufartikel usw reingeworfen. Aber wenn sie zu ist, kann er das kaum ertragen und dreht er durch bzw. ist gestresst. Ab und zu geht er von alleine rein doch wenn man ihn zwingt, kann er es nicht haben.
Nein, Erfahrung mit solchen Jagdhunden haben wir nicht aber Unterstützung zum Glück. Wir setzen Grenzen, indem wir ihn auf die Decke oder in die Box schicken und/oder anleinen. Sonst nimmt er sich eigenständig die ganze Wohnung ein, was er nicht soll...
 
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Tina
20. Juli 16:55
Ich kenne mich leider nicht mit Dackeln aus, aber für mich klingt das so, als ob der kleine Mann gerade versucht alles zu erobern und euer Chef zu werden. Also das ein Hund in gefühlt ziemlich jeder Situation bellt (auch bei eher bellfreudigen Rassen) finde ich nicht normal/kann man dran arbeiten, dass es nicht so ist.

Ich bin auch kein Fan von Boxen und habe bisher keinen Hund damit erzogen, bzw wir hatten Boxen als Rückzug/Schutzraum aber immer offen stehend. Auch angeleint habe ich noch nie einen meiner Hunde in der Wohnung. Warum darf der Hund sich nicht in der ganzen Wohnung bewegen?

Ansonsten denke ich, dass es aktuell wohl das wichtigste für ihn ist, dass der Hund lernt - Bellen führt nicht zum Erfolg.

Dazu müsste man genau wissen wieso er bellt, klingt für mich in vielerlei Hinsicht nach Aufmerksamkeit einfordern und mangelhafte Frustrationstoleranz? Ein Trainer vor Ort kann das aber sehr sicher besser einschätzen, der Grund des Bellens wird ja nicht unbedingt immer der gleiche sein und entsprechend sollte man damit umgehen, um es schnell wieder auszuschleichen und nicht zur Gewohnheit werden zu lassen.
 
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Bettina
20. Juli 17:04
Warum bzw wann packt ihr ihn in die Box...wird er damit "bestraft"...ist er schon frustriert wenn er rein muss...meine hunde haben das Boxen.training alle gut angenommen...leckerchen fliegt rein und Verknüpfung mit marker. wort...gebellt oder was kaputt gemacht wurde hier nie...die tür auch immer nur angelehnt nie komplett zu...meiner meinung nach geht ihr mit der falschen Energie/Erwartung da ran...mit vier Monaten geht noch nicht viel in Sachen aushalten...das wurde von dem kleinen persönchen wohl schon falsch verknüpft🤔
 
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Sina
20. Juli 17:05
Wieso wird er in die Box gesperrt?
Das ist tierschutzwidrig. Bitte lasst das sein. Ihr merkt doch auch selbst, dass es ihm damit schlecht geht!

https://www.bundestieraerztekammer.de/btk/dtbl/archiv/2022/artikel/DTBl_03_2022_Hundeboxen.pdf

https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierschutz/jb22_tierschutzwidriges_zubehoer.htm

Eine Box (offen!) sollte ausschließlich als positiver verknüpfter Rückzugsort genutzt werden, die der Hund freiwillig aufsucht!
 
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Tina
20. Juli 17:24
"Dieses alles im Blick behalten" wollen ist denke ich in dem Alter total normal. Der Hund ist noch sehr jung und entdeckt die Welt.

Das ist nicht in 2, 3, 4 Wochen komplett getan, dass er eure Abläufe und Beschäftigungen in der Wohnung alle kennt und verinnerlicht hat und ihn das nicht mehr interessiert. Natürlich wird da geguckt was der Mensch so tut.

Und ich finde das darf ein Hund auch sehr gern, solang er dabei nicht aufdringlich wird/sich in den Mittelpunkt stellt, darf der gucken was ich mache. Dadurch wird es ja dann mit der Zeit normal, dass der Hund iwann nicht mehr gucken kommt und das langweilig findet und lieber chillen geht. Das kann man mit 16 Wochen noch nicht erwarten, das entwickelt sich mit der Zeit.

Ich habe es bei Charly so gemacht, dass ich sie nur weg geschickt habe, wenn sie mir zu sehr stalkig wurde bzw z, B. beim betten beziehen einfach ins Bettzeug gehüpft ist. Hat man die Situationen einige Male mit Hund an der Seite durchlebt, weiß der Hund auch, dass es kein Spiel für ihn ist und er sich zurück zu halten hat, also uninteressant für ihn. Dazu muss der Hund aber die Situationen erleben dürfen und nicht von weitem in einer Box oder an der Leine dabei zugucken oder gar in nem anderen Raum warten müssen. Zumindest meine Meinung dazu.
 
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Tina
20. Juli 17:30
Vielen Dank für das Feedback 🙏 Also eigentlich kannte er die Box schon von der Züchterin, und Zuhause haben wir ihn darin gefüttert, Leckerli, Kaufartikel usw reingeworfen. Aber wenn sie zu ist, kann er das kaum ertragen und dreht er durch bzw. ist gestresst. Ab und zu geht er von alleine rein doch wenn man ihn zwingt, kann er es nicht haben. Nein, Erfahrung mit solchen Jagdhunden haben wir nicht aber Unterstützung zum Glück. Wir setzen Grenzen, indem wir ihn auf die Decke oder in die Box schicken und/oder anleinen. Sonst nimmt er sich eigenständig die ganze Wohnung ein, was er nicht soll...
Der Dackel bringt rassebedingt "Bellfreudigkeit" mit. Bei der Jagd im Bau ist das erwünscht.

Mir scheint aber, dass er im wahrsten Sinne des Wortes das Ruder übernommen hat. Dackel brauchen klare Grenzen (natürliche ohne Härte und Gewalt). Was heute "nein" ist, muss es auch morgen sein und er wird eine Grenze möglicherweise nicht nur einmal hinterfragen.

Das muss man sich aber Vorort anschauen.
Mein Tipp: ich habe mir Jagdhundeausbilder gesucht, die positiv arbeiten. (Gott sei Dank, ist das heute zwar selten, aber es gibt sie) Dort konnte ich lernen, wie man diese Hunde am besten ausbildet und trainiert. Mir hat das sehr geholfen. Kopf hoch.
 
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Heike
20. Juli 18:21
Was macht er denn, wenn er auf der Terrasse anfängt zu bellen und ihr geht weg?
Ich würde mir statt Box lieber ein Welpengitter (Laufstall) in die Wohnung stellen.
Dann hat er seinen Bereich, wo er auch gucken kann, aber euch nicht ständig verfolgen.
Das Bellen, wenn ihr dann in einen anderen Raum geht ignorieren, aber auch schnell wiederkommen, ohne besondere Begrüßung oder Lob. Lob gibt es nur, wenn er nicht bellt.
Dackel sind schlau und hartnäckig, die Konsequenz bei euch ist wichtig, ist natürlich ein Problem, wenn die Nachbarn anfangen sich zu beschweren 🤷🏼‍♀️
Irgendwo hingehen, hinsetzen und Leute und Fremdhunde beobachten, bellt er, das Bellen nicht beachten, bis er von selbst aufhört, dann sofort loben und Leckerli geben.
Das kostet ganz schön Nerven und wird nicht von heute auf morgen Erfolge zeigen, durchhalten 😉
Später könnt ihr das Wort „Ruhe“ mit dem Lob, wenn er nicht bellt, verknüpfen.
Wenn ihr schimpft, wenn er bellt ist es für ihn Aufmerksamkeit und ihr bellt sozusagen mit 🙃
 
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Kirsten
20. Juli 18:42
Junge Hunde können oft noch nicht in jeder Situation alleine runterkommen.
Kommt er denn zu Ruhe, wenn er bei dir auf dem Schoß ist oder mit Körperkontakt? Begleite ihn doch gerne in Situationen, in denen es ihm so schwer fällt. Mit dem Hund geht oft soviel leichter für beide Seiten als gegeneinander ☺️

Frust, der über ein erträgliches Maß hinaus geht, findet ganz oft seinen Weg an die Oberfläche. Das es im Leben Situationen gibt, die nicht leicht fallen, sowas gehört zum Leben ganz normal dazu. Ich wäre allerdings vorsichtig damit, mit solchen Boxensituationen, die für den Hund nicht hilfreich gelöst sind, unnötig Frust zu schüren. Damit kann man sich ein Eigentor schießen, wenn sich der Hund entsprechend Ventile dafür sucht und für den Hund ist es auch einfach nicht schön.

Bezüglich des Verlassens der Wohnung:
Ist es möglich das du die Hauptbezugsperson für ihn bist?
Wenn es aktuell so schwierig ist, denn Moment des Gehens zu ertragen, könnte dein Mann nach der Verabschiedung mit ihm ein kleines Ründchen um den Block mit ihm gehen, um ihn ein wenig aus dieser Situation abzuholen? Nicht zur Auslastung, sondern damit Fidel nicht in dieser Situation stecken bleibt und sich ewig weiter reinsteigert. Ein bisschen Bewegung hilft möglicherweise, besser mit dem Stress umzugehen.

Btw. Herzlichen Glückwunsch zum Dackelchen ☺️
Es sind so fantastische Charaktere.
 
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Sigi
20. Juli 21:14
Hallo Krys!
Den Hund in die Box einschliessen bringt Ihn nicht zur Ruhe.(Empfindet das eher als Strafe)
Bau das doch lieber so auf das er auf Kommando freiwillig rein geht. ( "In die Box" und Leckerlie rein in die Box).
Und dreh Ihn nicht mit zuviel machen auf, weniger ist mehr.
Folgt er Dir auf Schritt und Tritt?