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Katrin
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zuletzt 6. Dez.

Ab wann ist man zu alt für einen Hund?

Meine Nachbarn sind inzwischen Anfang 70. Für beide ist klar das ihre jetzige Seniorhündin (16) der letzte Vierbeiner sein wird. Hunde binden sich im Normalfall recht stark an seine Besitzer. Dementsprechend heftig spüren sie den Verlust wenn der Halter verstirbt. Altersbeschwerden wie verringerten Reaktionsvermögen, weniger Ausdauer, schlechter Beweglichkeit etc. kommen ja ebenfalls dazu was durchaus auch zur Gefahr für Mensch und Tier werden kann. Trotzdem wollen anscheinend immer mehr Menschen nach dem Eintritt ins Rentenalter nicht auf einen Vierbeiner verzichten. Umso erstaunter sind sie wenn Tierheime und auch Züchter ihnen keinen geben wollen. Ich persönlich kann das durchaus nachvollziehen und würde im Alter von Welpen und jüngeren Hunden Abstand nehmen und mich lieber für einen älteren Hund entscheiden wenn ich das körperlich, geistig und auch finanziell gewuppt bekomme. Dogsharing wäre noch eine weitere Möglichkeit. Natürlich kann mir als jüngerer Mensch auch was zustoßen. Da wären aber noch immer Partner und Kinder daheim die die Versorgung übernehmen können ohne das ein Umzug oder Veränderung der gewohnten Routine nötig wäre. Wie steht ihr (die jüngeren und älteren) zu dem Thema? Wie sind eure Erfahrungen? Würdet ihr euch im hohen Alter nochmal für einen jungen Hund entscheiden? Wo zieht ihr eure persönliche Grenze? Gibt es Hunderassen die besonders geeignet wären? Bitte achtet auf einen freundlichen Umgang und auf die Formulierung des Kommentars damit wir hier auch fleißig miteinander diskutieren können. Liebe Grüße, Katrin J.
 
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Cornelia
14. Okt. 21:43
Interessanter Einwand. Das ist aber dann auch jedem klar, worauf er sich einlässt. Wer meint, es nicht zu können, wird es eher nicht machen und eventuell gänzlich verzichten. Für mich ist vorrangig, einem alten Hund noch ein paar schöne Jahre zu bereiten.
Nun, wenn man einem älteren Tier noch eine schöne Zeit macht, macht man sich ja selber auch eine!
Mir macht es ausserordentlich viel Freude, wenn ich Lebensmittel einkaufen gehe, auch an meine Kleine zu denken und dann mit einer Beinscheibe oder mit ein paar schöne Markknochen nach Haus zu gehen ....
 
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Katrin
14. Okt. 21:51
Ja, da hast Du Recht! Aber was ich nicht verstehe ist, man hat doch Kontakte zu anderen Tierheimen oder Tierschutzorganisationen. Da könnte man ja Mal nachfragen. Normalerweise wird ja immer inseriert "Herrchen/Frauchen gesucht ...." In meinem Sinne müsste es dann heissen "Hündchen gesucht..." Ich habe es damit probiert und die Vorteile - ebenerdige Wohnung etc. - aber auch die Nachteile - leicht gehbehindert- genannt. Gebracht hat das nichts. Was ich sehr bedauerlich fand.
Unser Heim hat mal wieder Aufnahmestopp. Sogar die Tierklappe bleibt geschlossen. Zur Zeit ist die Situation für Tierheime echt mies. Die sind untereinander schon vernetzt aber nicht so das sie wenn jemand sich bei denen meldet sie sofort den passenden Hund im Tierheim XY auf dem Schirm haben. Denke das ist auch nicht nötig. Menschen ab 60 haben in vielen aber nicht in allen Tierheimen schlechte Karten. Da hilft nur suchen und auch dann muss man Glück haben und den passenden Hund finden wo dann auch noch die Chemie stimmt. Die meisten Hunde in den Tierheimen haben Probleme auf Grund ihrer Erfahrungen. Da ist das Ziel das jeder der auszieht auch im neuen Heim bleibt. Rückläufer gibt es leider zu oft und oftmals ist es für diese Hunde jedesmal schwerer zu verkraften. Tierheime müssen also vieles berücksichtigen zum Wohle des Tieres.
 
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Karina
15. Okt. 07:56
Wir sind 66 und 73 Jahre alt. Im April ist unsere Luna mit 11 Jahren an Krebs gestorben. Uns war klar, ohne Hund können wir nicht leben. Wir haben dann über die Tierhilfe Spanien eine rumänische Junghündin adoptiert. Die Dame von der Pflegestelle entscheidet die Abgabe nach ihrem persönlichen Eindruck. Außerdem, wir haben auch eine Regelung für Lissy, falls uns was passiert.
 
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Dogorama-Mitglied
15. Okt. 08:11
Wir haben meistens ältere Tiere übernommen und nun haben wir seit 3 Monaten einen etwas jüngeren [ mit 18Monaten] übernommen.
Da ich nächstes Jahr 60 werde, denke ich immer, dass Milo sicher unser letzter Hund sein wird.
Dogsharing halte ich fürs Alter auch für eine gute Idee.
Es gibt immer wieder Menschen, die kurzfristig Unterstützung benötigen. Problematisch sehe ich hier eher den Kontakt herzustellen und die richtigen Partner zusammen zu bringen.
 
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Dogorama-Mitglied
15. Okt. 08:15
Ich habe deshalb nicht mehr länger gewartet und mir mit Anfang 50 meinen Hund angeschafft. Allerdings denke ich, wenn ich bis 67 fit genug bin um täglich arbeiten zu gehen und im Beruf Verantwortung zu tragen und man über ein Renteneintrittsalter von 70 und mehr spricht, warum sollte dann ein Hund ein Problem sein? Einen Hund ist immer ein Problem, wenn man arbeiten muss. Da bleibt den meisten gar nichts anderes übrig, als zu warten bis sie in Rente gehen.
Da hast du absolut recht.
 
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Heidi
15. Okt. 08:41
Hallo Katrin, nach deiner Argumentation darf sich ein Single sich auch keinen Hund zulegen. Es gibt Vor- und Nachteile. Rentner haben ausreichend Zeit für ihren Hund, der Hund hält sie fit. Sich einen älteren Hund zu holen birgt auch gewisse Risiken, man weiß meistens nicht, was er vorher erlebt hat. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich denke, dass muss jeder für sich entscheiden, ob er einem Hund gerecht werden kann.
 
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Jacki
15. Okt. 08:51
Zunächst einmal finde ich dieses Thema sehr gut. Aber man kann das sicher nicht verpauschalisieren.
Wenn man 30 oder 40 Jahre alt ist, und man sieht die Alterszahl 60, dann denkt man an Omas und Opas. 60 ist schon alt... 😜
Alleine die 60 ist für junge Menschen einfach "alt".
Alles was drüber ist, sowieso.
Ich selber bin 56, mein Mann 60. Wir haben einen Schäferhund, einen Border - Collie ( unser vierter) und eine kleine Mischlingshündin. Unser Hunde sind 9 bzw. 11.
Es ist also abzusehen, dass sie uns irgendwann verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sich mir nie die Frage gestellt, ob wieder Hund oder nicht, denn die Antwort heisst für mich ja.
Wenn ich allerdings lese, dass bei Menschen, die 60 sind, es schon mal passieren kann, dass man im Tierheim oder beim Züchter aus diesem Grund evtl. keinen Hund bekommt, dann bin ich ziemlich baff.
Ich bin jeden Tag froh, mit meinen Hunden zu laufen, und das 3 mal am Tag. Es gibt jüngere Leute, die diese Verantwortung nicht zeigen, aber überall Hunde bekommen.
Ich habe von Anfang an gesagt, wenn meine Hunde über die Regenbogenbrücke gehen, dann gesellt sich definitiv wieder ein Hund zu uns, aber das wird der letzte sein.
Ich habe noch ein junges Dressurpferd, und ich reite regelmäßig.
Auch das Pferd wird mich noch mindestens 15 Jahre begleiten. Vielleicht noch etwas länger, je nachdem. Auch hier heisst es ganz klar, das ist mein letztes Pferd.
Abschließend kommt es im Alter sicher auf die einzelne Person an, wie fit man ist, und mega wichtig, welche Einstellung habe ich zu einem Hund. Nur allein deshalb, einen Hund zu haben, damit man sich nicht einsam fühlt, reicht nicht, um dem Tier ein artgerechtes Leben zu bieten. Und ich glaube, wenn Menschen schon fast immer Hunde hätten, ist das einstellungstechnisch etwas anders, als wenn man sich einen Hund ins Haus holt, weil vielleicht der Partner verstorben ist und das Tier ins trösten soll.
Und vielleicht macht es auch Sinn, vor dem Kauf eines Hundes im Alter dem Familienrat einzuberufen, um Unterstützung zu haben, für den Fall, dass...
 
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Regina
15. Okt. 09:10
Vernunft und gesunder Realismus sind meiner Meinung nach absolut gar nicht entwürdigend. Du bist jetzt 64, (vor deinem Aufschrei: ich auch😁)dein Hund ist 16 Monate. Ein Collie, die werden glücklicherweise recht alt, sind groß und können durchaus 25-30 Kilo+ wiegen. Denk mal 10 Jahre weiter. Du bist 74, dein Hund fast 12. Er kann nicht mehr ins Auto springen z. B. Hebst du ihn dann rein? Das ist doch vollkommen natürlich, dass man dann die Power nicht mehr hat, die wir im Moment noch glauben, zu haben. Jaja, auch in jungen Jahren kann was passieren, mein 1. Mann ist mit 48 tödlich verunglückt. Wenn er den Unfall überlebt hätte, wäre er vielleicht schwer behindert gewesen und dann eben auch alles anders. Das ist aber eher die Ausnahme, shit happens, während im Alter der Abbau stattfindet, ob du willst oder nicht. Beim einen eher, beim anderen später. Ich wünsche dir wirklich von Herzen, dass du es wuppen kannst, ich hätte es nicht mehr riskiert. Noch kriege ich unsere 5 Hunde bestens gewuppt, aber ich würde nicht unterschreiben, dass das in 10 Jahren auch noch der Fall ist. Die TE ist mal locker 20 Jahre jünger als wir, sehr vernünftig und vorausschauend. Wtf ist daran jetzt diskriminierend? Forever young ist keiner, kannst zwar optisch extern was dran drehen, aber intern wohl weniger. 🤷‍♀️
Wenn ich alles 15 Jahre im Voraus planen würde, weil Dieses oder Jenes passieren könnte, kann ich gleich immer lieber Zuhause bleiben, aber auch das kann gefährlich sein.🤪
Dann hätten wir vor 16 Jahren( mit Mitte 40) auch kein Pferd mehr züchten dürfen für uns, sie wird ja voraussichtlich 25-30 Jahre alt....Wo ist denn
nach Deiner Meinung die Altersgrenze ?
Ich bleib dabei, das Alter kann kein vorrangiger Grund sein.
Gott sei Dank leben wir in einem freien Land und dürfen noch selber entscheiden ob wir schon zu Alt sind oder uns noch fit genug fühlen.
Übrigens: auch meine 91
Jährige Mutter lebt noch allein in ihrem Häuschen und ist gesund😉.Sie hat sich mit 75 nicht mehr getraut sich für ein Hund zu entscheiden und es so manches Mal sehr bereut
 
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Rita
15. Okt. 09:13
Ups - da muss ich meinen Hund wohl jetzt abgeben? 😘 Ich bin Rollifahrerin und alleinstehend. Ich hab nicht mal Familie hier in der Gegend, eh kaum noch lebende Verwandtschaft. Und doppeltes Ups - das wusste ich nicht, dass Rolli im Wald nicht geht. Wir sind regelmäßig im Wald unterwegs. Meine Aussiehündin wiegt inzwischen 23 kg und sie ist aus der Arbeitslinie. Ich habe keinerlei Probleme, sie zu händeln. Auch dann nicht, wenn es Körperkraft braucht. Warum braucht es unbedingt einen Partner, damit ich einen Hund halten "darf"? Es ist schlichtweg falsch, dass z.B. ein Assistenzhund ständig im Arbeitsmodus steht. Es braucht keinen menschlichen Partner, um das zu vermeiden - es braucht gesunden Menschenverstand! Sei mir nicht böse, aber du hast scheinbar eine ziemlich eingeschränkte Perspektive. Ich stimme zu, dass die Anschaffung eines Hundes gut überlegt und vorbereitet sein will. Das gilt allerdings für jeden Hund in jedem Alter. Es ist sehr diskriminierend, dem einzelnen Menschen da pauschal irgendwelche Voraussetzungen abzuverlangen. Egal ob es die physische/geistige Gesundheit betrifft oder das Lebensalter. Es kommt IMMER auf den Einzelfall an. Was mich am meisten in dieser ganzen Diskussion stört, ist die teilweise sehr ableistische Denkweise. Nur weil eine Person irgendwas (egal was) nicht alleine kann, kann ich sie nicht einfach in eine Schublade stecken. Es kommt immer auf die Umgebung und die Umstände drauf an, ob etwas möglich ist oder nicht. Warum z.B. muss ich einen Partner haben, wenn ich ein funktionierendes Netzwerk habe? 🤷‍♀️ Ein Partner ist nicht immer selbstverständlich mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden - erst recht nicht, wenn es für ihn noch mehr Arbeit bedeutet. Was bedeutet das im Umkehrschluss? Brauche ich die "Erlaubnis" eines Partners, damit ich einen Hund haben darf? Eins würde ich mir allerdings für JEDEN Hundehalter wünschen: Vor Anschaffung eines Hundes den Hundeführerschein zu machen.
Das kann ich nur unterstreichen.
Wir hatten keinen Hund, weil wir berufstätig waren.
Als Rentner ist nun genug Zeit.
Im Tierheim wurden wir aussortiert.
Nun sind wir bald 71 unsere Hündin ist 5 Jahre alt und wenn sie 15 bis 18 Jahre alt wird, werden danach zu alt sein.
So geniessen wir jeden Tag, wo wir alle gesund und munter sind.
Alles ganz individuell
 
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Dogorama-Mitglied
15. Okt. 09:38
Ich habe bei meinen Belgier Interessenten Ü65 durchaus abgelehnt. Weil ich der Meinung war, dass auf Arbeitslinie gezogenen Würfe sehr anspruchsvoll sein können. Rüden durchaus dominant und dann bei 25 kg einfach körperlich was entgegen stehen muss. Da gibt es sicher geeignetere Rassen. Ich sehe jeden Abend eine 80 jährige mit Rollator, an einer 2 Meter Leine ein Malteserrüde, 4 jährig. Das klappt hervorragend. Der Hund kennt "komm romm, bleib standa, gang vorbei, wart" Übersetzung Komm auf diese Seite, bleib stehen, geh vorbei, warte Klappt richtig toll. Wenn sie nicht mehr kann geht der Hund zum Enkel. Bei uns gibt es nirgends Alters/PlegeHeime wo Hunde erlaubt sind. Was mich inzwischen sehr stört, dass dieses Team bei jedem Spaziergang von unerzogen Hunde junger, arroganter Menschen angemacht wird. Wenn die Rasse passt, wenn der Hund in der Familie bleiben kann .... Warum nicht ...
Vom Alter passe ich zwar nicht zum Thema. Aber mein eigenes Beispiel eher 😉 Meine Hündin ist mit fast 14 Jahren verstorben ( 25 kg ) mir ging es gesundheitlich in den vergangenen Jahren auch besser. Wir waren 4 Erwachsene, seid fast 2 Jahren geht es mir aus gesundheitlichen Gründen schlechter .Nach dem Tod meiner geliebten Hündin war das Thema wieder ein Hund erstmal abgehakt. Doch nach paar Monaten viel es mir schwer ohne Hund zu sein .Bin den ganzen Tag zuhause und alle anderen bei der Arbeit. Auch wenn meine gesundheit nicht unbedingt für einen Hund geeignet ist ,kam doch die Idee von meiner Familie wieder einen in unserer Familie aufzunehmen. In der Zeit wo kein Hund da war habe ich immer mehr abgebaut ,denn ohne Hund hat etwas gefehlt 😔 .Die Überlegung war welche Rasse ,wie groß, alter ? Es ist allein zu wissen sie sind da ,sich auch wenn es nicht viel ist um den Hund kümmern. An guten Tagen mit ihr laufen gehen ,spielen einfach beschäftigen. Mir gibt sie viel Kraft ,man lässt sich nicht hängen und versucht auch wenn es einem sehr schwer fällt ,dem Hund zuliebe aufzupeppen. In sehr schlechten Tagen ist meine Familie da ,wenn es eng wird habe ich eine Dog-walker.Unsere Entscheidung viel auf eine kleine Hunde Rasse ( Malteser) einem großen Hund würde ich nicht mehr gerecht fertig werden, das muss ich gestehen. Plan B bis Z sollte dem Tier zuliebe immer im schlimmsten Fall vorher geklärt sein . Leider sehe ich oft ältere Menschen die mit einem großen Hund versuchen gassi zu gehen und sind mit vielen überfordert. Wer mit wem geht muss man nicht lange überlegen 🙈 ich persönlich finde man sollte sich seinem eigenem Alter,Gesundheit, Finanzen, Familiäre Zustand eingestehen. Was viele vergessen ist auch das ein Hund nicht nur für kurze Zeit angeschafft werden sollte .Das ältere Menschen kein en Hund mehr bekommen sollten würde ich jetzt nicht sagen wollen bloß wielange sie noch fit sind ...dem tier gerecht werden können frag ich mich dann eher auch junge Menschen können von heute auf morgen plötzlich ob gesundheitlich oder....haben.Es kommt immer auf die Rasse und der Größe der Hunde an .