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Katrin
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zuletzt 6. Dez.

Ab wann ist man zu alt für einen Hund?

Meine Nachbarn sind inzwischen Anfang 70. Für beide ist klar das ihre jetzige Seniorhündin (16) der letzte Vierbeiner sein wird. Hunde binden sich im Normalfall recht stark an seine Besitzer. Dementsprechend heftig spüren sie den Verlust wenn der Halter verstirbt. Altersbeschwerden wie verringerten Reaktionsvermögen, weniger Ausdauer, schlechter Beweglichkeit etc. kommen ja ebenfalls dazu was durchaus auch zur Gefahr für Mensch und Tier werden kann. Trotzdem wollen anscheinend immer mehr Menschen nach dem Eintritt ins Rentenalter nicht auf einen Vierbeiner verzichten. Umso erstaunter sind sie wenn Tierheime und auch Züchter ihnen keinen geben wollen. Ich persönlich kann das durchaus nachvollziehen und würde im Alter von Welpen und jüngeren Hunden Abstand nehmen und mich lieber für einen älteren Hund entscheiden wenn ich das körperlich, geistig und auch finanziell gewuppt bekomme. Dogsharing wäre noch eine weitere Möglichkeit. Natürlich kann mir als jüngerer Mensch auch was zustoßen. Da wären aber noch immer Partner und Kinder daheim die die Versorgung übernehmen können ohne das ein Umzug oder Veränderung der gewohnten Routine nötig wäre. Wie steht ihr (die jüngeren und älteren) zu dem Thema? Wie sind eure Erfahrungen? Würdet ihr euch im hohen Alter nochmal für einen jungen Hund entscheiden? Wo zieht ihr eure persönliche Grenze? Gibt es Hunderassen die besonders geeignet wären? Bitte achtet auf einen freundlichen Umgang und auf die Formulierung des Kommentars damit wir hier auch fleißig miteinander diskutieren können. Liebe Grüße, Katrin J.
 
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Katrin
6. Okt. 14:39
Nach dem Tod unserer alten Hündin wollten wir (65, Rentner, 58 EM-Rentnerin) letztmalig einen Welpen haben. Wir hatten viele Jahre zuvor nur alte Hunde gepflegt. Wir holten uns Tommy, Labradoodle, 12 Wochen alt. Ich bin ehrlich: es war eine Riesen-Umstellung, und manchmal zweifelte ich an der Richtigkeit unserer Entscheidung. Tommy ist äußerst temperamentvoll und frech. Kam nicht zur Ruhe. Alle unsere Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen aus 33 Jahren Hundehaltung mit auch schwierigen Hunden schienen bei ihm völlig nutzlos zu sein und nicht zu fruchten. Erschwerend kommt hinzu, dass er zu einem Riesen geworden ist, viel größer als die Elterntiere. 80 cm Rückenhöhe, 39 kg. Und ich leicht gehbehindert. Wanderungen sind kein Problem, Rennen und Joggen geht aber leider nicht. Inzwischen ist er händelbar, aber Leinenführigkeit noch Fehlanzeige trotz täglich mehrfachem Training. Wir liebe ihn und geben ihn nicht wieder her. Aber rückblickend denke ich: ein 3jahriger kleiner Hund wäre besser gewesen.
 
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Dogorama-Mitglied
6. Okt. 15:36
Nach dem Tod unserer alten Hündin wollten wir (65, Rentner, 58 EM-Rentnerin) letztmalig einen Welpen haben. Wir hatten viele Jahre zuvor nur alte Hunde gepflegt. Wir holten uns Tommy, Labradoodle, 12 Wochen alt. Ich bin ehrlich: es war eine Riesen-Umstellung, und manchmal zweifelte ich an der Richtigkeit unserer Entscheidung. Tommy ist äußerst temperamentvoll und frech. Kam nicht zur Ruhe. Alle unsere Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen aus 33 Jahren Hundehaltung mit auch schwierigen Hunden schienen bei ihm völlig nutzlos zu sein und nicht zu fruchten. Erschwerend kommt hinzu, dass er zu einem Riesen geworden ist, viel größer als die Elterntiere. 80 cm Rückenhöhe, 39 kg. Und ich leicht gehbehindert. Wanderungen sind kein Problem, Rennen und Joggen geht aber leider nicht. Inzwischen ist er händelbar, aber Leinenführigkeit noch Fehlanzeige trotz täglich mehrfachem Training. Wir liebe ihn und geben ihn nicht wieder her. Aber rückblickend denke ich: ein 3jahriger kleiner Hund wäre besser gewesen.
Genau das meinte ich bei meiner Beschreibung.
Dir nützt die ganze Erfahrung nix, wenn der Hund "eigentlich" zu viel Speed hat, zu groß und zu schwer ist.
Deshalb hab ich mich für die halben Portionen ab jetzt entschieden 😃

Aber ihr übt und ihr bleibt dran....dann müsste es ja besser werden
 
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Cornelia
6. Okt. 17:03
Nach dem Tod unserer alten Hündin wollten wir (65, Rentner, 58 EM-Rentnerin) letztmalig einen Welpen haben. Wir hatten viele Jahre zuvor nur alte Hunde gepflegt. Wir holten uns Tommy, Labradoodle, 12 Wochen alt. Ich bin ehrlich: es war eine Riesen-Umstellung, und manchmal zweifelte ich an der Richtigkeit unserer Entscheidung. Tommy ist äußerst temperamentvoll und frech. Kam nicht zur Ruhe. Alle unsere Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen aus 33 Jahren Hundehaltung mit auch schwierigen Hunden schienen bei ihm völlig nutzlos zu sein und nicht zu fruchten. Erschwerend kommt hinzu, dass er zu einem Riesen geworden ist, viel größer als die Elterntiere. 80 cm Rückenhöhe, 39 kg. Und ich leicht gehbehindert. Wanderungen sind kein Problem, Rennen und Joggen geht aber leider nicht. Inzwischen ist er händelbar, aber Leinenführigkeit noch Fehlanzeige trotz täglich mehrfachem Training. Wir liebe ihn und geben ihn nicht wieder her. Aber rückblickend denke ich: ein 3jahriger kleiner Hund wäre besser gewesen.
Hallo,
Irgendwie kann ich Euch und Eure Entscheidung schon verstehen. Es fällt schon schwer, einzusehen, dass man seinen Zenit überschritten hat und dass es ab jetzt abwärts geht, nicht aufwärts, ja noch nicht einmal so bescheiden bleibt wie es ist.

Ich denke, Ihr solltet Euch Hilfe holen. Meine Nachbarin gibt ihr "Kaelbchen" einmal die Woche in eine Tagesbetreuung. So hat sie sozusagen einen Tag Erholung.
Aber es war sehr schwer die richtige Tagesbetreuung zu finden, dh. eine, in der ihr Hund wirklich voll ausgelastet und nicht nur verwahrt wird.

Ich bin zwar auch leicht gehbehindert, aber mit einem Dackelmischling ist es einfacher, zumal sie mittlerweile sehr gut hört und ich sie problemlos frei laufen lassen kann.

Man selbst sieht sich zwar nicht als "behindert"an, man ist es aber und muss daher zusehen, dass Wuffi nicht darunter zu leiden hat.
Ich überlege mir z.B. ständig neue Gassiwege und versuche "fehlende" Kilometer durch die Länge des Spaziergangs auszugleichen.

Euch viel Glück und Erfolg

Cornelia mit Agusha
🙋🐕♥️
 
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Dogorama-Mitglied
6. Okt. 17:46
Nach dem Tod unserer alten Hündin wollten wir (65, Rentner, 58 EM-Rentnerin) letztmalig einen Welpen haben. Wir hatten viele Jahre zuvor nur alte Hunde gepflegt. Wir holten uns Tommy, Labradoodle, 12 Wochen alt. Ich bin ehrlich: es war eine Riesen-Umstellung, und manchmal zweifelte ich an der Richtigkeit unserer Entscheidung. Tommy ist äußerst temperamentvoll und frech. Kam nicht zur Ruhe. Alle unsere Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen aus 33 Jahren Hundehaltung mit auch schwierigen Hunden schienen bei ihm völlig nutzlos zu sein und nicht zu fruchten. Erschwerend kommt hinzu, dass er zu einem Riesen geworden ist, viel größer als die Elterntiere. 80 cm Rückenhöhe, 39 kg. Und ich leicht gehbehindert. Wanderungen sind kein Problem, Rennen und Joggen geht aber leider nicht. Inzwischen ist er händelbar, aber Leinenführigkeit noch Fehlanzeige trotz täglich mehrfachem Training. Wir liebe ihn und geben ihn nicht wieder her. Aber rückblickend denke ich: ein 3jahriger kleiner Hund wäre besser gewesen.
Oo , das wird nicht einfach und ich beneide Euch garantiert nicht 😌

Nicht umsonst haben wir uns nach dem Tod unserer Kangalhündin eine um einiges kleinere Hündin zugelegt und das "Abenteuer " Welpe , hatten wir einmal , da war ich Mitte 30 , jetzt bin ich Anfang 60 😉

Viel Glück wünsche ich Euch 👋🐕
 
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Sandra
6. Okt. 17:59
Also ich denke auch, es kommt ganz klar darauf an, in was für einem psychischen und physischen Zustand der Mensch ist, der sich den Hundefreund zulegt. Es gibt auch viele jüngere Menschen, die besser keinen Hund haben sollten... Ich denke auch, dass es eine WinWin Situation sein kann, wenn ein älterer Mensch bewusst einen Hund adoptiert, von dem er aber auch weiß, dass er ihm gerecht werden kann und wo er ggf. leben kann, wenn man einmal krank wird o.ä.
Bei uns in der Gegend haben wir Mal einen älteren Herren mit einem Dackelwelpen kennengelernt und waren erstmal etwas irritiert. Im Gespräch hat sich rausgestellt, dass seine Kinder ihm den Hund nach dem Tod seiner Frau geschenkt haben. Er hat dann gesagt, dass er seinen Kindern gesagt hat, dass er den Hundefreund nur dann behalten kann, wenn sie versprechen, sich gut um ihm zu kümmern, wenn er es nicht mehr kann. Sie haben dann gesagt, dass sie ihn sonst nicht für ihn adoptiert hätten. Ich denke das ist ein guter Kompromiss gewesen, aber man muss eben immer individuell schauen. Wenn jemand fit und in Rente ist hat er natürlich auch viel Zeit für den Hund, was ein klarer Pluspunkt ist. Selbstverständlich sollte es keine Option sein, das Tier aus Egoismus anzuschaffen und dass es am Ende traurig und zerstört im Tierheim sitzt, aber wie gesagt, das passiert auch allzu oft bei jüngeren Menschen...
 
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L.🐾
6. Okt. 18:03
Das ist individuell ja sehr verschieden. Schwierig, das so pauschal zu sagen. Der eine ist mit 60 ein Wrack und schafft nicht mal mehr n Goldhamster, der andere ist mit 60 fit und schafft locker nen großen Hund. Dass auch jüngere Menschen krank werden können ist klar, aber wahrscheinlicher ist es schon bei den Älteren. Man kann es vorher nicht wissen, daher sollte jeder einen Plan B haben, nicht nur ältere Leute. Wenn man einen Partner hat, kleineres Problem, ist ja relativ unwahrscheinlich, dass beide gleichzeitig ausfallen. Eine alte Nachbarin von uns hat mit Mitte 70 noch einen 3jährigen Schäferhundmix aus dem Tierheim geholt. Sie hatte ihr Leben lang Schäferhunde und diese Frau ohne Hund war einfach unvorstellbar. Der Plan B war ich. Ist aber nicht dazu gekommen, die Unverwüstliche ist nun Ende 80 und hat ihren Hund überlebt. Inzwischen hat sie eine zugelaufene Katze😉 Für uns wird es so aussehen, dass wir auf gar keinen Fall noch einen Welpen nehmen werden, zumal wir im Moment mit 5 Hunden noch bestens versorgt sind. 🥰 Es werden zukünftig ältere bis alte Hunde aus dem Tierschutz sein. Meiner Meinung nach definitiv besser, wenn man älter wird, wobei ich nicht verurteile, wenn sich jemand mit 65 noch einen Welpen holt. Letztendlich weiß eh keiner, wann der Deckel zuklappt 😎 Ich hab 4 Welpen großgezogen und eigentlich immer die Zeit mit den älteren Hunden viel mehr genossen.
Da hast Du völlig Recht.
Mein Mann wird 70 nächstes Jahr und fährt Radtouren von 80-110 km, kein E-Bike😉
Und fliegt Gleitschirm.
Der gehört nicht zum alten Eisen.
Und manche liegen mit 60 auf dem Sofa.
Meine Mutter ist 90,
Mein Stiefvater 86 und beide haben vor 3 Jahren Yorkie Molly bekommen. Da war Molly 8 Jahre. Jeden Tag wird 1 Stunde spazieren gegangen und im Garten Ball gespielt.
Ich bin froh, dass Molly da ist. Wenn etwas passiert, nimmt mein Bruder sie als 3. Hund.
Alle verstehen sich und Molly liebt ihn.
Es war klar, dass kein Welpe ins Haus kommt und es wurde geregelt, dass entweder ich oder mein Bruder den Hund übernehmen.
Sonst hätten wir keinen geholt...
 
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S.W.🌸
6. Okt. 18:04
Ich denke man weiß ja ungefähr wie alt ein Hund wird und es kommt natürlich auch auf seine eigene Gesundheit an und ob man in Notfall jemanden hat der den Hund nehmen kann! Aber ich würde mir ab 70 Jahren auch kein Welpen mehr holen eventuell ein älteren Hund aus dem Tierheim!
 
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Cornelia
6. Okt. 18:49
Vielen Dank, auch Dir, Sabine!♥️🐕 Hinzufügen möchte ich noch die Anmerkung, dass der Tierschutz einfach Mal umdenken sollte. Sehr viele Potentiale werden aus engstirnigen Denkweisen nicht genutzt. Den Schaden tragen die armen Viehcher davon!☹️ Es erscheint fast einfacher ein Kind zu adoptieren als einen Hund!
Ich habe ja bereits versucht mich dafür stark zu machen, dass gerade ältere Menschen ein älteres Tier aufnehmen können. Meiner Erfahrung nach - bin 69 J. - und leicht gehbehindert begegnet man in deutschen Tierheimen einer absolut arroganten Haltung. Wie ich bereits schrieb, habe ich Agusha aus einem russischen Tierheim. Ich möchte nun noch Fotos aus Russland beifügen. Ich denke die Fotos sprechen für sich
 
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Cornelia
6. Okt. 18:51
Besser als bei Rentnerin in Deutschland?
 
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Bianka und Frank
6. Okt. 19:43
https://happyhunde.de/100-jaehrige-frau-adoptiert-11-jaehrigen-hund/
Ja genauso 🧡