Home / Forum / Versicherungen & Recht / Gefährliche Hundebegegnungen

Verfasser-Bild
Marie-Christin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 387
heute 16:15

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Regina
9. Jan. 18:29
Und das ist toll! 😄 Diese Hunde haben es ja eh leider schon prinzipiell schwerer in der Vermittlung.
Jepp, daher landen die dann bei uns, wir haben ja nur Tierheimhunde gehabt. Allerdings wird,wenn nochmal ein Hund einzieht, eine Nummer kleiner gewählt. Als es mit unserem Sammy (mit zarten 16 Jahren) langsam abwärts ging, hatte mein Mann einen Bandscheibenvorfall, da musste ich den Hund mit 35 kg immer die 3 Stufen ins Haus hochtragen. Klappte damals zwar, aber trotzdem werden wir eine kleinere Gewichtsklasse wählen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kerstin
9. Jan. 18:30
Zunächst einmal ist glücklicherweise nicht jede Begegnung mit einem unangeleinten Hund wirklich gefährlich aber es kann durchaus unangenehm sein. Und ja es gibt wirklich uneinsichtige Hundehalter die es auch noch lustig finden wenn Ihr Hund den Rambo gibt. Vor allen Dingen heißt es erstmal ruhig bleiben wenn es so eine Begegnung gibt und nicht durch Herumgeschreie oder Gehampel die Situation noch verschärfen. Am besten dreht man um und entfernt sich aus der Situation und meistens funktioniert das auch. Wenn man kleinere Hunde hat sind solche Situationen wirklich nicht besonders lustig was viele Halter großer Hunde nicht verstehen. Auf den Arm nehmen würde ich meinen Hund allerdings eher nicht bzw nur im allergrößten Notfall denn eigentlich ist es kontraproduktiv. Es hilft mit dem eigenen Hund viele Hundebegegnungen zu üben und ihm Sicherheit zu geben. Abwehrsprays halte ich für ziemlich unsinnig da sie ja auch den eigenen Hund treffen könnten und auch unter Umständen einen gar nicht so aggressiven Hund in Rage bringen können. Vorausschauendes Handeln finde ich eigentlich die beste Methode und wenn ich in bestimmten Gegenden unterwegs bin versuche ich solchen Hunden möglichst aus dem Weg zu gehen. Leider ist das nicht immer möglich aber meist hilft es einfach ruhig weiterzugehen und es gar nicht zu einer Konfrontation kommen zu lassen. Wenn man unbedingt ein Abwehrmittel benutzen möchte empfehle ich eine Wasserflasche das hilft eigentlich immer und ist harmlos( ja ja ich weiß die böse Wasserflasche) aber effektiv.
Dies hätte ich auch so gesagt. Ich spreche die Hundehalter an und bitte sie ihren Hund kurz anzuleinen. Hab fast immer positive Erfahrungen damit gemacht.
Lotte, mein Zwergpudel, hat irgendwie den richtigen Riecher für große Roudies. 😆 Oder vielleicht habe ich bis jetzt einfach nur Glück gehabt.
Eine Situation hatte ich, da wäre wirklich fast was passiert. Zum Glück hat der Besitzer gerade noch so gehandelt.
Liebe Marie Christin, du hast in deiner Beschreibung den Nagel auf d n Kopf getroffen. Genau so ist es.
Bitte mach nicht den Fehler, vor lauter Unsicherheit, dem Hunderl dies zu singalisieren. Versuche Souverän große Hunde zu begegnen. Wenn dein Bauchgefühl sagt, du sollst es umgehen, dann mach es.
Ich wünsche dir viel Kraft dabei...🤗
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Julia 🐾Nero
9. Jan. 18:32
Also wenn ich mit der Dobermannhündin unterwegs bin oder dem American Bully XL, nehmen immer alle ihre Hunde an die Leine, wechseln die Straßenseite oder nehmen ihr Kind oder Hund hoch. Und wenn sie trotzdem an einem vorbeigehen, werden die „bösen“ Hunderassen oft angewidert angeguckt. Das ist ein ganz übles Gefühl. Ich rufe oft, dass es völlig ok ist, dass der Hund weiterhin frei laufen kann oder kein Kind oder Hund hochgenommen werden muss. Plötzlich ist das eigene ruhige Rudel, was nicht unterschiedlicher von der Gewichtsklasse sein kann, die Bedrohung. Also das Leben mit Listenhunden oder schwarzen großen Hunden empfinde ich erfahrungsgemäß einsamer. Weniger Gespräche, weniger Begegnungen..
Aber das setzt ja voraus, dass die Hunde auf den Rückruf hören und sich anleinen lassen.

Ich habe ja auch einen großen Hund und eine Rasse, vor der viele Angst haben.
Demnach sollten ja nie Hunde zu uns laufen oder sogar angreifen. Tun sie aber. Gerne auch ganz Kleine, was für mich persönlich immer das schlimmste ist. Ich werde doch im Leben nicht mehr glücklich, wenn mein Hund einen anderen schwer verletzt. Und bei den Minis reicht ein ungünstiger Hieb mit der Pfote.
Sicher haben die Besitzer dann Angst, dass ihr Hund gefressen wird. Ihr Hund aber nicht.

Und das macht den Lebensalltag mit großem Hund eben überhaupt nicht einfacher oder sorgloser.
Und wie du sagst, selbst wenn ein großer Hund nett und freundlich ist, wird er ausgegrenzt und Abstand genommen. Aber halt nur von den Haltern mit Hunden, die gut erzogen sind und hören (zu denen man sich ja Kontakt wünschen würde).
Die größenwahnsinnigen, aggressiven oder ungestümen Hunde bekommt man genauso ab, wie die Kleinhundebesitzer.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
9. Jan. 18:35
Jepp, daher landen die dann bei uns, wir haben ja nur Tierheimhunde gehabt. Allerdings wird,wenn nochmal ein Hund einzieht, eine Nummer kleiner gewählt. Als es mit unserem Sammy (mit zarten 16 Jahren) langsam abwärts ging, hatte mein Mann einen Bandscheibenvorfall, da musste ich den Hund mit 35 kg immer die 3 Stufen ins Haus hochtragen. Klappte damals zwar, aber trotzdem werden wir eine kleinere Gewichtsklasse wählen.
Schön zu hören, dass ihr euch wieder für so einen Hund entscheiden würdet. 😊

Das glaube ich gerne 35kg sind eine Nummer 😮‍💨 ich würde dahingehend genauso entscheiden
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Regina
9. Jan. 18:39
Schön zu hören, dass ihr euch wieder für so einen Hund entscheiden würdet. 😊 Das glaube ich gerne 35kg sind eine Nummer 😮‍💨 ich würde dahingehend genauso entscheiden
Auf jeden Fall! Wenn es im Tierheim keinen gibt, dann eben einen Auslandshund. Aber ich hoffe ja, dass Emma noch laaaaange bei uns bleibt und somit haben wir ja noch Zeit.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
9. Jan. 18:40
Aber das setzt ja voraus, dass die Hunde auf den Rückruf hören und sich anleinen lassen. Ich habe ja auch einen großen Hund und eine Rasse, vor der viele Angst haben. Demnach sollten ja nie Hunde zu uns laufen oder sogar angreifen. Tun sie aber. Gerne auch ganz Kleine, was für mich persönlich immer das schlimmste ist. Ich werde doch im Leben nicht mehr glücklich, wenn mein Hund einen anderen schwer verletzt. Und bei den Minis reicht ein ungünstiger Hieb mit der Pfote. Sicher haben die Besitzer dann Angst, dass ihr Hund gefressen wird. Ihr Hund aber nicht. Und das macht den Lebensalltag mit großem Hund eben überhaupt nicht einfacher oder sorgloser. Und wie du sagst, selbst wenn ein großer Hund nett und freundlich ist, wird er ausgegrenzt und Abstand genommen. Aber halt nur von den Haltern mit Hunden, die gut erzogen sind und hören (zu denen man sich ja Kontakt wünschen würde). Die größenwahnsinnigen, aggressiven oder ungestümen Hunde bekommt man genauso ab, wie die Kleinhundebesitzer.
Stimmt genau, das Größenverhältnis-Problem wird oft unterschätzt. Ein kleiner Hund darf oft frech sein, während ein Großer Hund schon als „aggressiv“/ problematisch gilt, wenn er nur einmal kurz korrigiert. Dass Halter großer Hunde ständig für die Erziehungsfehler anderer mitdenken müssen, um den eigenen Hund (und deren Minis) zu schützen, ist eine enorme Belastung.

Aber so denken halt auch wieder nur die verantwortungsvollen Halter.
Ich habe erst heute mit einer anderen Hundefreundschaft gesprochen, dass ich bei uns im Kiez eher das Gefühl habe, dass die Hundehalter von großen Hunden sorgenlos sind getreu nach dem Motto „was soll meinem Hund dieser Größe hier schon passieren“. Hier haben sich ja auch schon große Hunde auf der Straße tot gebissen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
9. Jan. 18:41
Auf jeden Fall! Wenn es im Tierheim keinen gibt, dann eben einen Auslandshund. Aber ich hoffe ja, dass Emma noch laaaaange bei uns bleibt und somit haben wir ja noch Zeit.
Wenn es soweit ist, wird euch Emma jemanden schicken. 😊
Aber erstmal, wie du sagst, werdet ihr noch eine ganz lange tolle Zeit haben. 😊
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Oliver
9. Jan. 19:22
Ich finde es wirklich schade und auch traurig, dass so viele Menschen auf Grund der Farbe des Hundes Angst haben und sich dadurch anders Verhalten. 🙈 Ich liebe ja die Farbe Schwarz und für mich sind schwarze Hunde besonders toll. 😄 Aber Menschen sind schon verrückt. Ein schwarzer Labrador ist in deren Augen potenziell gefährlicher als ein heller Labrador. 😅
Also, wenn ich das Gesagte für mich zusammenfasse, dann ist die Sachlage so, dass was Hunde an Kommunikation senden und empfangen von jedem Hund individuell interpretiert wird (wie bei den Menschen eben auch). Es erschließt sich dem HH nicht warum ein Hund in einer Situation so oder so macht, eine Interpretation erübrigt sich (Jörg Stephan). Damit ist jede Hundebegegnung potentiell ein Risiko mit ungewissen Ausgang.

Es gibt aber signifikante Verhaltensmuster, wie Bellen als Warnung oder gedrucktes Anschleichen als Bedrohungssignal. Das ist für den HH verbindlich interpretierbar und er kann darauf reagieren. Schwieriger wird es, wenn Hunde unvorbereitet in andere hineinrennen, vor allem in Kleinere. Da hat der HH keine Rektionszeit. Das hatte ich mit meiner Hündin bis jetzt noch nicht. Noch schwieriger ist es wenn es zu einer Beißerei kommt. Ich war bei einem "kleinen" Tackerangriff anwesend. War unvorbereitet schnell, ist aber nichts passiert, hätte aber schlimmer kommen können. So was wie bei Sebbi, wo der HH das Maul des anderen Hundes mit "Gewalt" öffnen musste, um den Hund zu retten, wäre für mich der Super-GAU.

Vor 10 Jahren hätte ich nicht über das oben Genannte nachgedacht. Hundegassi gehen war eben Hundgassi gehen. Da passierte nichts oder nicht viel. Da muss man auf keine Radfahrer aufpassen, die nehmen Rücksicht (auf einen Hund). Kinder verhalten sich umsichtig und fragen und rennen, nicht einfach auf einen "süßen" Labrador zu, was ihn stresst.
Das bilde ich mir vielleicht alles ein.

All das hat sich aber geändert, inklusive des Verhalten vieler HH.
Selbst die schwarze Farbe eines Labbi, führt bei Menschen mit Migrationshintergrund "zu Angst und Schrecken" und verführt diese zu Verhaltensweisen, die ein Hund bedrohlich findet. Schäferhunde, Dobermänner, etc. sind der "Teufel" in Person.
Ich will nicht beurteilen was ein "guter" oder "schlechter" HH oder Mensch ist. Das ist nicht notwendig. Notwendig ist aber zu lernen wie man mit einer Hundebegegung umgeht, die aus dem Ruder läuft, damit möglichst für den eigenen Hund (und den anderen Hund) nichts passiert.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
9. Jan. 19:52
Also, wenn ich das Gesagte für mich zusammenfasse, dann ist die Sachlage so, dass was Hunde an Kommunikation senden und empfangen von jedem Hund individuell interpretiert wird (wie bei den Menschen eben auch). Es erschließt sich dem HH nicht warum ein Hund in einer Situation so oder so macht, eine Interpretation erübrigt sich (Jörg Stephan). Damit ist jede Hundebegegnung potentiell ein Risiko mit ungewissen Ausgang. Es gibt aber signifikante Verhaltensmuster, wie Bellen als Warnung oder gedrucktes Anschleichen als Bedrohungssignal. Das ist für den HH verbindlich interpretierbar und er kann darauf reagieren. Schwieriger wird es, wenn Hunde unvorbereitet in andere hineinrennen, vor allem in Kleinere. Da hat der HH keine Rektionszeit. Das hatte ich mit meiner Hündin bis jetzt noch nicht. Noch schwieriger ist es wenn es zu einer Beißerei kommt. Ich war bei einem "kleinen" Tackerangriff anwesend. War unvorbereitet schnell, ist aber nichts passiert, hätte aber schlimmer kommen können. So was wie bei Sebbi, wo der HH das Maul des anderen Hundes mit "Gewalt" öffnen musste, um den Hund zu retten, wäre für mich der Super-GAU. Vor 10 Jahren hätte ich nicht über das oben Genannte nachgedacht. Hundegassi gehen war eben Hundgassi gehen. Da passierte nichts oder nicht viel. Da muss man auf keine Radfahrer aufpassen, die nehmen Rücksicht (auf einen Hund). Kinder verhalten sich umsichtig und fragen und rennen, nicht einfach auf einen "süßen" Labrador zu, was ihn stresst. Das bilde ich mir vielleicht alles ein. All das hat sich aber geändert, inklusive des Verhalten vieler HH. Selbst die schwarze Farbe eines Labbi, führt bei Menschen mit Migrationshintergrund "zu Angst und Schrecken" und verführt diese zu Verhaltensweisen, die ein Hund bedrohlich findet. Schäferhunde, Dobermänner, etc. sind der "Teufel" in Person. Ich will nicht beurteilen was ein "guter" oder "schlechter" HH oder Mensch ist. Das ist nicht notwendig. Notwendig ist aber zu lernen wie man mit einer Hundebegegung umgeht, die aus dem Ruder läuft, damit möglichst für den eigenen Hund (und den anderen Hund) nichts passiert.
Ich würde das sogar noch ergänzen, Hunde verstehen sich untereinander eigentlich sehr wohl, denn ihre ‚Vokabeln‘ sind universell. Das eigentliche Problem ist nicht mangelndes Verständnis, sondern die individuelle Entscheidung, die ein Hund in einem Moment der Spannung trifft.

Es ist wie bei uns Menschen..Wir verstehen eine Beleidigung alle gleich aber der eine zuckt mit den Schultern und geht (Deeskalation), während der andere sofort die Konfrontation sucht (Eskalation).

Genau hier liegt unsere Verantwortung als Hundehalter..Wir müssen erkennen, welchen Weg unser Hund (oder der heranstürmende Fremdhund) gerade wählt. Da die Reaktionszeit bei ungestümen Begegnungen oft gegen null geht, ist hier meine ruhige Führung der Versuch, den Rahmen für Deeskalation so weit wie möglich offen zu halten. Dass die Umwelt vom Radfahrer bis zum unbedarften Passanten oder distanzlosen Kind diesen Rahmen oft zusätzlich stresst, macht die Sache natürlich zur täglichen Herausforderung. Aber Alltag ist Training. 😄

Ich denke mir auch nicht mehr so viel dabei. Ich schaue nach der Körpersprache des fremden Hundes und meiner Hunde. Aber meine Hunde sind in fast allen Begegnungen ohne Leine, entweder rufe ich sie ran und wir meistern das zusammen oder sie gehen selbstständig am Hund vorbei. Reagiert ein Hund reaktiv, interessiert es die kein Stück, die gehen weiter. Aber wenn ein Hund wirklich ernst macht, dann merke ich das an Ronja (unwohlsein, vermeidung) und Gigi sucht den Blickkontakt zu mir.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Jörg
9. Jan. 19:55
Also, wenn ich das Gesagte für mich zusammenfasse, dann ist die Sachlage so, dass was Hunde an Kommunikation senden und empfangen von jedem Hund individuell interpretiert wird (wie bei den Menschen eben auch). Es erschließt sich dem HH nicht warum ein Hund in einer Situation so oder so macht, eine Interpretation erübrigt sich (Jörg Stephan). Damit ist jede Hundebegegnung potentiell ein Risiko mit ungewissen Ausgang. Es gibt aber signifikante Verhaltensmuster, wie Bellen als Warnung oder gedrucktes Anschleichen als Bedrohungssignal. Das ist für den HH verbindlich interpretierbar und er kann darauf reagieren. Schwieriger wird es, wenn Hunde unvorbereitet in andere hineinrennen, vor allem in Kleinere. Da hat der HH keine Rektionszeit. Das hatte ich mit meiner Hündin bis jetzt noch nicht. Noch schwieriger ist es wenn es zu einer Beißerei kommt. Ich war bei einem "kleinen" Tackerangriff anwesend. War unvorbereitet schnell, ist aber nichts passiert, hätte aber schlimmer kommen können. So was wie bei Sebbi, wo der HH das Maul des anderen Hundes mit "Gewalt" öffnen musste, um den Hund zu retten, wäre für mich der Super-GAU. Vor 10 Jahren hätte ich nicht über das oben Genannte nachgedacht. Hundegassi gehen war eben Hundgassi gehen. Da passierte nichts oder nicht viel. Da muss man auf keine Radfahrer aufpassen, die nehmen Rücksicht (auf einen Hund). Kinder verhalten sich umsichtig und fragen und rennen, nicht einfach auf einen "süßen" Labrador zu, was ihn stresst. Das bilde ich mir vielleicht alles ein. All das hat sich aber geändert, inklusive des Verhalten vieler HH. Selbst die schwarze Farbe eines Labbi, führt bei Menschen mit Migrationshintergrund "zu Angst und Schrecken" und verführt diese zu Verhaltensweisen, die ein Hund bedrohlich findet. Schäferhunde, Dobermänner, etc. sind der "Teufel" in Person. Ich will nicht beurteilen was ein "guter" oder "schlechter" HH oder Mensch ist. Das ist nicht notwendig. Notwendig ist aber zu lernen wie man mit einer Hundebegegung umgeht, die aus dem Ruder läuft, damit möglichst für den eigenen Hund (und den anderen Hund) nichts passiert.
Nein die Interpretation erübrigt sich nicht. Sondern ob man richtig oder falsch liegt ist bei einer Fremdhunde Begegnung die eigene Einschätzung. Wie es die Hunde sehen ist sehr individuell und hat viele Faktoren. Tageszeit, Ort, über den Tag gesammelte Erfahrung. Schon gefüttert oder nicht. Es gibt immer ein Restrisiko. Klar wenn sich Hunde bereits kennen und den anderen gut lesen kann wird es nicht wild ausgehen. Aber ich weiß nicht ob Nachbars Lumpi gerade vom TA kommt und der gerade noch viel Lust auf eine Hundebegegnungen hat weil er gerade von einem Fremdhund eine auf den Deckel bekommen hat. Da kann die Körpersprache noch so locker sein. Ich weiß nicht ob Nachbars Lumpi gerade Abends in den Sicherheitsmodus verfällt. Im Endeffekt weiß es der Halter des Hundes. Aber ich der den Hund eventuell nur einmal oder zweimal die Woche sieht weiß es nicht was Lumpi so in den letzten Tagen an Erfahrung gemacht hat. Ich weiß auch nicht was ein Hund im Hundeverein die letzte Woche erlebt hat. Und somit ist eine Hunde begegnung immer mit einem Risiko verbunden. Und egal wie viel ich interpretiere entscheiden tun es die Hunde wenn sie in der Interaktion mit einander sind. Wir können nur einschätzen, wir können uns aber auch mit unserer Einschätzung verschätzen.