Ja manch ein Hund fühlt sich auch bedroht nur weil ein Hund bellt manche fühlen sich bedroht weil ein Hund knurrt. Manche Hunde fühlen sich bedroht weil ein Hund sie anschaut. Manche Hunde ducken sich ab weil sie deeskalieren manche machen es um sich zum Sprung parat zu positionieren.
Du hast recht, einzelne Signale können je nach Kontext unterschiedlich wirken. Genau deshalb ist es wichtig, sie nicht isoliert zu betrachten.
Bellen dient häufig der Distanzvergrößerung und ist meist eine frühe, gut erkennbare Warnung.
Knurren ist ebenfalls ein klares Warnsignal und ermöglicht Deeskalation, weil es dem Gegenüber Zeit lässt zu reagieren.
Anschauen oder kurzer Blickkontakt allein ist noch kein Problem, solange er nicht starr, langanhaltend und mit Körperspannung verbunden ist. (durchgestreckter Körper)
Ducken kann, da gebe ich dir recht, sowohl deeskalierend als auch spannungssteigernd sein. Der Unterschied liegt in der Gesamtwirkung, sprich lockere Bewegungen, Abwenden oder Beschwichtigung, Fixieren, Muskelspannung und gezielte Annäherung.
Wenn jedoch Fixieren, Steife und schleichende Annäherung zusammen auftreten, handelt es sich nicht mehr um einzelne, interpretierbare Signale, sondern um eine eindeutige Spannungskombination. Diese gilt als potenziell bedrohlich, unabhängig davon, ob es im Einzelfall tatsächlich zur Eskalation kommt.
Genau deshalb ordne ich solche Situationen vorsichtig ein, nicht weil jeder Hund gleich reagiert, sondern weil diese Kombination ein reales Risiko darstellt.