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Marie-Christin
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heute 16:40

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Celine
9. Jan. 18:06
Hunde begegnungen haben immer ein Risiko. Es gibt keine Garantie selbst bei Hunden die sich kennen kann es problematisch werden wenn ein Hund mal einen schlechten Tag hatte.
Absolut.
Ich gehe aber immer sehr positiv und ruhig in Hundebegegnungen, dadurch haben wir auch unsere Ruhe mittlerweile.

Aber Ronja wurde letztens auch von ihrer Hundefreundschaft vermöbelt wegen Fressen. Ja sowas passiert auch mal aber dann werden die Hunde wortlos getrennt und denn ist auch wieder gut.
 
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Jörg
9. Jan. 18:08
Bei Hütehunden kommt dieses Verhalten häufiger vor, ja. Trotzdem gilt es nicht als sozial neutral, sondern als funktionales Hüteverhalten, das viele Hunde als Bedrohung empfinden. Dass einzelne Hunde damit klarkommen, ändert daran ja nichts 😄
Ja manch ein Hund fühlt sich auch bedroht nur weil ein Hund bellt manche fühlen sich bedroht weil ein Hund knurrt. Manche Hunde fühlen sich bedroht weil ein Hund sie anschaut. Manche Hunde ducken sich ab weil sie deeskalieren manche machen es um sich zum Sprung parat zu positionieren.
 
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Celine
9. Jan. 18:08
Nö, bei uns in der Ecke wimmelt es vor Aussies und Bordern 😁 Da kommt es oft vor
Bei uns eher nur von Aussies aber von denen macht das keiner. 🙈
 
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Celine
9. Jan. 18:12
Ja manch ein Hund fühlt sich auch bedroht nur weil ein Hund bellt manche fühlen sich bedroht weil ein Hund knurrt. Manche Hunde fühlen sich bedroht weil ein Hund sie anschaut. Manche Hunde ducken sich ab weil sie deeskalieren manche machen es um sich zum Sprung parat zu positionieren.
Du hast recht, einzelne Signale können je nach Kontext unterschiedlich wirken. Genau deshalb ist es wichtig, sie nicht isoliert zu betrachten.

Bellen dient häufig der Distanzvergrößerung und ist meist eine frühe, gut erkennbare Warnung.
Knurren ist ebenfalls ein klares Warnsignal und ermöglicht Deeskalation, weil es dem Gegenüber Zeit lässt zu reagieren.
Anschauen oder kurzer Blickkontakt allein ist noch kein Problem, solange er nicht starr, langanhaltend und mit Körperspannung verbunden ist. (durchgestreckter Körper)

Ducken kann, da gebe ich dir recht, sowohl deeskalierend als auch spannungssteigernd sein. Der Unterschied liegt in der Gesamtwirkung, sprich lockere Bewegungen, Abwenden oder Beschwichtigung, Fixieren, Muskelspannung und gezielte Annäherung.

Wenn jedoch Fixieren, Steife und schleichende Annäherung zusammen auftreten, handelt es sich nicht mehr um einzelne, interpretierbare Signale, sondern um eine eindeutige Spannungskombination. Diese gilt als potenziell bedrohlich, unabhängig davon, ob es im Einzelfall tatsächlich zur Eskalation kommt.

Genau deshalb ordne ich solche Situationen vorsichtig ein, nicht weil jeder Hund gleich reagiert, sondern weil diese Kombination ein reales Risiko darstellt.
 
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Celine
9. Jan. 18:17
Kenne ich auch. Groß und schwarz ist für viele ein Problem. Seit Emma immer grauer wird, kommen aber doch oft Kommentare wie "die ist aber süß, schon älter, stimmt's?" Vor Emma waren hier 2 Husky-Mixe, da gab es nie Sprüche oder Blicke, obwohl beide 35 kg hatten (genau wie Emma). Noch davor war hier ein Doggen-Labbi-Mix, lackschwarz mit 60 kg, da sind die Leute auch ausgewichen.
Ich finde es wirklich schade und auch traurig, dass so viele Menschen auf Grund der Farbe des Hundes Angst haben und sich dadurch anders Verhalten. 🙈

Ich liebe ja die Farbe Schwarz und für mich sind schwarze Hunde besonders toll. 😄

Aber Menschen sind schon verrückt. Ein schwarzer Labrador ist in deren Augen potenziell gefährlicher als ein heller Labrador. 😅
 
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Jörg
9. Jan. 18:19
Du hast recht, einzelne Signale können je nach Kontext unterschiedlich wirken. Genau deshalb ist es wichtig, sie nicht isoliert zu betrachten. Bellen dient häufig der Distanzvergrößerung und ist meist eine frühe, gut erkennbare Warnung. Knurren ist ebenfalls ein klares Warnsignal und ermöglicht Deeskalation, weil es dem Gegenüber Zeit lässt zu reagieren. Anschauen oder kurzer Blickkontakt allein ist noch kein Problem, solange er nicht starr, langanhaltend und mit Körperspannung verbunden ist. (durchgestreckter Körper) Ducken kann, da gebe ich dir recht, sowohl deeskalierend als auch spannungssteigernd sein. Der Unterschied liegt in der Gesamtwirkung, sprich lockere Bewegungen, Abwenden oder Beschwichtigung, Fixieren, Muskelspannung und gezielte Annäherung. Wenn jedoch Fixieren, Steife und schleichende Annäherung zusammen auftreten, handelt es sich nicht mehr um einzelne, interpretierbare Signale, sondern um eine eindeutige Spannungskombination. Diese gilt als potenziell bedrohlich, unabhängig davon, ob es im Einzelfall tatsächlich zur Eskalation kommt. Genau deshalb ordne ich solche Situationen vorsichtig ein, nicht weil jeder Hund gleich reagiert, sondern weil diese Kombination ein reales Risiko darstellt.
Schau dir mal Pinscher an die Laufen von Haus aus sehr steif. Der Rigeback von Haus aus immer eine Dauerbürste. Das bellen kann ein Zeichen für Distanz vergrößerung sein muss es aber nicht kann auch einfach nur Aufregung sein. Das wäre alles genauso als würde man sagen ein Hund der mit dem Schwanz wedelt ist immer gut gelaunt.
 
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Regina
9. Jan. 18:20
Ich finde es wirklich schade und auch traurig, dass so viele Menschen auf Grund der Farbe des Hundes Angst haben und sich dadurch anders Verhalten. 🙈 Ich liebe ja die Farbe Schwarz und für mich sind schwarze Hunde besonders toll. 😄 Aber Menschen sind schon verrückt. Ein schwarzer Labrador ist in deren Augen potenziell gefährlicher als ein heller Labrador. 😅
Und genau große schwarze Hunde sind mein Beuteschema 🤣
 
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Regina
9. Jan. 18:21
Schau dir mal Pinscher an die Laufen von Haus aus sehr steif. Der Rigeback von Haus aus immer eine Dauerbürste. Das bellen kann ein Zeichen für Distanz vergrößerung sein muss es aber nicht kann auch einfach nur Aufregung sein. Das wäre alles genauso als würde man sagen ein Hund der mit dem Schwanz wedelt ist immer gut gelaunt.
Leider habe ich schon oft Leute mit Kindern getroffen, die dem Kindern erklären, dass wedelnde Hunde freundlich sind 🫣
 
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Celine
9. Jan. 18:23
Ridgebacks haben eine anatomische Besonderheit (es zählt als Qualzuchtmerkmal) und diese Rassemerkmale habe ich extra aus der normalen Kommunikation ausgeschlossen.

Entscheidend ist für mich immer die Kombination mehrerer Zeichen und deren Verlauf.
 
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Celine
9. Jan. 18:24
Und genau große schwarze Hunde sind mein Beuteschema 🤣
Und das ist toll! 😄
Diese Hunde haben es ja eh leider schon prinzipiell schwerer in der Vermittlung.