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Marie-Christin
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heute 09:03

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Julia 🐾Nero
9. Jan. 15:40
Nein leider ganz im Gegenteil teilweise sogar. Manche denken ein Listenhund muss sich mit jedem anderen vertragen. Wie oft in uns schon Hunde rein gerannt sind kann ich schon gar nicht mehr zählen und das obwohl ich meinen immer an der Leine habe. Natürlich ist es teilweise auch mal eskaliert und ich musste eingreifen. Aber bisher waren es immer kleine Schrammen die entstandenen sind bis auf einmal wo es etwas mehr war und ich eine echte auseinander Setzung beenden musste. Ist halt echt blöd einen Listen Hund der gerade im Fuß an der Leine läuft an zu greifen. Aber auch das konnte ich beenden obwohl es selbst für mich hätte Gefährlich werden können. Viele unnötige Begegnungen hätten vermeiden werden können wenn die Leute ihre Hunde zu sich gerufen hätten und an die Leine genommen hätten. Und manche da haben die Halter den gehorsam und die Sozialen Kompetenzen Überschätzt.
Hier hat sich auch noch nicht rumgesprochen, dass man seinen Hund anleinen muss, wenn ein Großer kommt 🙊.

Ich bin doch ehrlich überrascht wie sorglos und einfach sich Halter von kleinen Hunden das Leben mit großem Hund vorstellen.
Ich denke viele würden einen regelrechten Realitätsschock bekommen, wenn sie mal selber ein paar Monate mit großem oder sogar Listenhund unterwegs sind und mal erleben, wie viel Respekt und Rücksicht man tatsächlich bekommt.
 
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Celine
9. Jan. 16:25
Hier hat sich auch noch nicht rumgesprochen, dass man seinen Hund anleinen muss, wenn ein Großer kommt 🙊. Ich bin doch ehrlich überrascht wie sorglos und einfach sich Halter von kleinen Hunden das Leben mit großem Hund vorstellen. Ich denke viele würden einen regelrechten Realitätsschock bekommen, wenn sie mal selber ein paar Monate mit großem oder sogar Listenhund unterwegs sind und mal erleben, wie viel Respekt und Rücksicht man tatsächlich bekommt.
Also wenn ich mit der Dobermannhündin unterwegs bin oder dem American Bully XL, nehmen immer alle ihre Hunde an die Leine, wechseln die Straßenseite oder nehmen ihr Kind oder Hund hoch. Und wenn sie trotzdem an einem vorbeigehen, werden die „bösen“ Hunderassen oft angewidert angeguckt.
Das ist ein ganz übles Gefühl.
Ich rufe oft, dass es völlig ok ist, dass der Hund weiterhin frei laufen kann oder kein Kind oder Hund hochgenommen werden muss. Plötzlich ist das eigene ruhige Rudel, was nicht unterschiedlicher von der Gewichtsklasse sein kann, die Bedrohung.

Also das Leben mit Listenhunden oder schwarzen großen Hunden empfinde ich erfahrungsgemäß einsamer. Weniger Gespräche, weniger Begegnungen..
 
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Celine
9. Jan. 16:45
Wir hatten gestern erst eine Begegnung mit einem fixierenden, schleichenden Rottweiler, ohne leine. Ich lasse meine Hunde dennoch ohne leine, rufe sie zu mir, gehe in die Hocke, der Zwerg zwischen meinen Beinen und Ronja abgewandte Seite. Die Besitzerin hat daraufhin ihren Hund angeleint, ohne das ich reden musste.

Ich würde das je nach Situation händeln aber immer ruhig bleiben und so wenig wie möglich reden (und wenn sehr ruhig und freundlich) Alles was Energie in die Hundekommunikation reinbringt beeinflusst diese auch.

Ich würde euch als Team raten einen Trainer/ Hundeschule mit Sozialstunden zu besuchen. Da werden ihr, sowie euer Hund in der Kommunikation untereinander analysiert. Dann werdet ihr sicherer im lesen und managen von Situationen.
 
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Bärbel
9. Jan. 17:05
Mein Hund ist zwar etwas größer als deiner, aber auch ich kenne die Problematik. Nicht die Hunde, sondern die Halter sind das Problem. Wenn ich ein ungutes Gefühl habe nehme ich meine an die Leine und stelle mich immer erst Mal dazwischen, mit der Hand an meinem ausziehbaren Stock. Bis jetzt musste ich ihn Gott sei Dank noch nicht benutzen,aber er gibt mir Sicherheit.
 
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Mary
9. Jan. 17:06
Ich flüchte mit meinem kleinen regelrecht , hier wird keine Rücksicht genommen , hier gilt das Recht des Stärkeren ! 🤬 Vorhin gerade wieder eine Begegnung mit dem Königspudel 2 Häuser weiter gehabt . Obwohl das Herrchen weiß , dass sein Hund nicht hört , lässt er ihn ohne Leine laufen . Natürlich kommen wir dann um die Ecke 🙄 . Ich weiß , dass viele hier das für falsch halten , aber ich nehme Sammy sofort auf den Arm . Da ich den Namen des anderen Hundes kenne , schnauze ich ihn an , bis dann -endlich- sein Herrchen ihn an die Leine nimmt , echt doof . Aber ich werde meinen Zwerg immer beschützen und lasse es nicht " drauf ankommen " ! Zur Not habe ich immer Pfefferspray sofort zur Hand !
 
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Mary
9. Jan. 17:09
Kaum einer macht seinen Hund an die Leine, wenn ich mit meinem angeleinten Chihuahua unterwegs bin. Das ist die grosse Ausnahme, wäre bestimmt anderes, wenn ich mit einem sogenannten Listenhund unterwegs wäre.
Auf jeden Fall !
 
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Jörg
9. Jan. 17:39
Wir hatten gestern erst eine Begegnung mit einem fixierenden, schleichenden Rottweiler, ohne leine. Ich lasse meine Hunde dennoch ohne leine, rufe sie zu mir, gehe in die Hocke, der Zwerg zwischen meinen Beinen und Ronja abgewandte Seite. Die Besitzerin hat daraufhin ihren Hund angeleint, ohne das ich reden musste. Ich würde das je nach Situation händeln aber immer ruhig bleiben und so wenig wie möglich reden (und wenn sehr ruhig und freundlich) Alles was Energie in die Hundekommunikation reinbringt beeinflusst diese auch. Ich würde euch als Team raten einen Trainer/ Hundeschule mit Sozialstunden zu besuchen. Da werden ihr, sowie euer Hund in der Kommunikation untereinander analysiert. Dann werdet ihr sicherer im lesen und managen von Situationen.
Ich bin in zwei Hundevereinen hab also schon so verschiedene Hunde gesehen und auch Interpretation ist nicht unbedingt das Problem. Ich sehe das Problem da wo Hunde ohne Vorwarnung und unerwartet in einen Reinrennen. Was soll ich da noch interpretieren. Auch das fixieren was so immer als Problem gesehen wird, kann auch aus ganz anderen Gründen stattfinden und muss nicht unbedingt eine Provokation sein. Ein Hund der zb. Schlechte Erfahrungen gemacht hat muss zb. andere Hunde sehen können ohne das was passiert. Anschleichen muss auch nicht unbedingt immer böse Absichten da hinter stecken. Was für den einen Hund bedrohlich ist kann für den nächsten Hund ganz normal sein. Egal welcher Rasse. Ich kann nur meinen Hund berechnen und weiß wie er auf was regiert. Ob ich bei dem Fremdhund richtig liege kann mir nur der Halter oder ein Profi in der Hundekommunikation sagen. Und selbst ein Profi kann sich irren was den Hund angeht.
 
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Oliver
9. Jan. 17:42
Mein Hund ist zwar etwas größer als deiner, aber auch ich kenne die Problematik. Nicht die Hunde, sondern die Halter sind das Problem. Wenn ich ein ungutes Gefühl habe nehme ich meine an die Leine und stelle mich immer erst Mal dazwischen, mit der Hand an meinem ausziehbaren Stock. Bis jetzt musste ich ihn Gott sei Dank noch nicht benutzen,aber er gibt mir Sicherheit.
Ok, also auch defensiv bewaffnet.
 
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Celine
9. Jan. 17:42
Ich bin in zwei Hundevereinen hab also schon so verschiedene Hunde gesehen und auch Interpretation ist nicht unbedingt das Problem. Ich sehe das Problem da wo Hunde ohne Vorwarnung und unerwartet in einen Reinrennen. Was soll ich da noch interpretieren. Auch das fixieren was so immer als Problem gesehen wird, kann auch aus ganz anderen Gründen stattfinden und muss nicht unbedingt eine Provokation sein. Ein Hund der zb. Schlechte Erfahrungen gemacht hat muss zb. andere Hunde sehen können ohne das was passiert. Anschleichen muss auch nicht unbedingt immer böse Absichten da hinter stecken. Was für den einen Hund bedrohlich ist kann für den nächsten Hund ganz normal sein. Egal welcher Rasse. Ich kann nur meinen Hund berechnen und weiß wie er auf was regiert. Ob ich bei dem Fremdhund richtig liege kann mir nur der Halter oder ein Profi in der Hundekommunikation sagen. Und selbst ein Profi kann sich irren was den Hund angeht.
Aber das war doch gar kein Angriff gegen dich?
Ich verherrliche doch in meinem Text gar kein respektloses reinbrettern von Fremdhunden. 🙈

Und doch das schleichen war bedrohlich. Das erkenne ich an der Körpersprache von meinem Hund, durch Unwohlsein und Vermeidung.
Der Rotti ist frontal, steif, geduckt geschlichen. Blick war fixierend.
 
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Jörg
9. Jan. 17:47
Aber das war doch gar kein Angriff gegen dich? Ich verherrliche doch in meinem Text gar kein respektloses reinbrettern von Fremdhunden. 🙈 Und doch das schleichen war bedrohlich. Das erkenne ich an der Körpersprache von meinem Hund, durch Unwohlsein und Vermeidung. Der Rotti ist frontal, steif, geduckt geschlichen. Blick war fixierend.
Das fand dein Hund bedrohlich, eventuell hat der Rotti ein Hundekumpel der genau auf diese Art mit ihm kommuniziert ohne negative Absichten. Was ein Hund als bedrohlich ansieht ist für jeden Hund individuell. Das wollte ich damit dir sagen. Und ich habe deinen Text auch nicht als Angriff gegen mich gewertet.