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Marie-Christin
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heute 08:35

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Julia 🐾Nero
8. Jan. 13:55
Ja, da hast Du auf jeden Fall recht. Ein Hund ist ein Hund und dem geht's auch nicht jeden Tag blendend. Er macht auch Fehler, sei es als Dienst- Jagd- oder Assistenzhund oder Privathund, und ist damit auch nie 100% berechenbar. Da kann und soll man auch nachsichtig sein. Und nobody is perfect. Ich kann und will auch nicht beurteilen, was ein "guter" oder "schlechter" HH ist. Zum Thema Hundeerziehung gibt es viele Ansichten, Meinungen und Theorien. Für jeden HH ist "die Reise" mit seinem Hund eine Herausforderung. Insofern sehe ich das auch nicht so eng. In der Regel, bei entsprechenden vernünftigen Verhalten der HH passiert auch nichts. Im Idealfall spielen die Hunde eine Runde. Aber auch beim Thema Hund und dessen Erziehung hat die Verantwortungslosigkeit zugenommen. Ich habe mich mäßig bewaffnet zum Schutz meines Hundes und überlege mir wie man mit einer Beißerei umgeht. Das sind Themen, an die ich vor Jahren nicht mal ansatzweise angedacht habe.
Ich kann deine Sorge durchaus verstehen.

Ich habe mich auch einmal "bewaffnet" mit einem großen Schlüsselbund. Da wurde Nero zwei mal in einer Woche vom selben Hund angegriffen und ich hatte die Schnauze voll und dachte, der nächste der ankommt bekommt es mit mir zu tun.

Und dann war es soweit. Ich lief mit Schlüsselbund in der Hand und der Absicht, den nächsten Arsch abzuwerfen.
Da kam ein Hund im Dunkeln, nicht angeleint und lief in unsere Richtung. Ich warf dem Hund den Bund vor die Füße, der bellte uns ein bisschen an (vermutlich wegen dem Schlüsselbund) und lief mit Abstand an uns vorbei weiter. Da sah ich, dass es ein uralter, kranker und vermutlich blinder Hund war.
Hinterher kam ein alter Herr. Nero ist durch die Aktion natürlich auch ausgerastet und der alte Herr sagte nur "ist schon gut, du hast ja Recht. Du meinst es nur gut" zu Nero.

Ich hab mich so dermaßen geschämt und hatte so ein schlechtes Gewissen.
Hab mich direkt wieder entwaffnet und meine Kriegsführung beendet. Wie soll denn auch Nero lernen, dass nicht alle Hunde doof sind, wenn ich so unterwegs bin.
 
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Inga
8. Jan. 17:19
Hi 🙋‍♀️ mein Thema was bezüglich nicht unbedingt auf meinen zutrifft. Aber von vielen HH gedacht wird
Für mein ersten Hund ist es eh von Anfang an eine saftige Herausforderung so ein zu erziehen. Er kam zu mir da war er ein Jahr alt und nicht ausgewachsen. Ich bin auf ein Bild in Kleinanzeigen reingefallen und dachte er sei nur ein Labby .. das der Cane Corso mit drin ist wusste ich erst hinterher. Aber er ist das beste was mir passieren konnte. Er schützt wenn’s drauf ankommt , bewacht das Haus und spielt trotzdem schön mit anderen wenn sie sich verstehen …
Aber ja, Hunde Begegnungen bleibt ein Problem Thema. Inzwischen gehts , selten gehts nicht und auf gesunden Abstand. Er braucht kein Maulkorb , sag immer Großmaul nichts dahinter. Er ist Vollrüde , dementsprechend dominant bei gleichgesinnten. Aber er fiebst vermehrt und will einfach nur Kontakt , Knurren und bellen mit in die Leine springen ist fast weg … schön ist immer ein gesunden Abstand. Naja und frei laufen lassen habe ich bestimmte Orte wo ich es kann. Zum Glück … ohne Leine ist oft besser und die Kommunikation auch deutlich zu spüren. Sein Fußball ist oft ein Begleiter der zur Ablenkung dient. Er macht alles gut und tut den kleinen nichts … eher legt er sich mit anderen dominanten Rüden oder ist penetrant zu Hündinnen, die direkt ihn den Laufpass geben 🤣
 
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Kirsten
8. Jan. 17:53
Ich kann deine Sorge durchaus verstehen. Ich habe mich auch einmal "bewaffnet" mit einem großen Schlüsselbund. Da wurde Nero zwei mal in einer Woche vom selben Hund angegriffen und ich hatte die Schnauze voll und dachte, der nächste der ankommt bekommt es mit mir zu tun. Und dann war es soweit. Ich lief mit Schlüsselbund in der Hand und der Absicht, den nächsten Arsch abzuwerfen. Da kam ein Hund im Dunkeln, nicht angeleint und lief in unsere Richtung. Ich warf dem Hund den Bund vor die Füße, der bellte uns ein bisschen an (vermutlich wegen dem Schlüsselbund) und lief mit Abstand an uns vorbei weiter. Da sah ich, dass es ein uralter, kranker und vermutlich blinder Hund war. Hinterher kam ein alter Herr. Nero ist durch die Aktion natürlich auch ausgerastet und der alte Herr sagte nur "ist schon gut, du hast ja Recht. Du meinst es nur gut" zu Nero. Ich hab mich so dermaßen geschämt und hatte so ein schlechtes Gewissen. Hab mich direkt wieder entwaffnet und meine Kriegsführung beendet. Wie soll denn auch Nero lernen, dass nicht alle Hunde doof sind, wenn ich so unterwegs bin.
Julia, ich finde es toll, dass du so offen darüber berichtest!
 
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Sebbi
8. Jan. 18:17
Ich bin mir nicht sicher ob ich die Frage richtig verstanden habe.

Fragst Du das auf mich bezogen, oder eher auf den Halter des Täters?
 
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Ingo
8. Jan. 22:35
Hmm also ich sage es mal so gerade das ist die Herausforderung das wenn sich andere Hunde blöd verhalten das mein Hund dann noch in der Lage ist auf mich zu hören. Und eher ausweichen als sich auf die auseinander Setzung ein zu gehen.
Sehe ich bei meinem Hund nicht als Herausforderung. Ich gestatte meinem Hund, darauf in Rahmen zu reagieren, wenn es gerechtfertigt ist. Es bedeutet nicht, dass mein Hund nicht auf mich hört. Es liegt in meinem Ermessen.
 
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Tabea
heute 07:49
Hallo
Zum Glück ist nichts passiert.
Wenn ich von weitem Hunde sehe die nicht angeleint sind und die ich nicht kenne nehme ich meine 2 an die Leine und bleibe stehen so das er Zeit hat seinen Hund ebenfalls anzuleinen.
Funktioniert das nicht und der Hund kommt auf mich zu, hilft ein zischlaut auch ganz gut, der muss aber vom Bauch raus kommen, viele Hunde kennen den von der Mutter.
Ja und was unsere Erfahrung richtig ist von innen heraus ohne Angst dem fremden Hund zu signalisieren das er umkehren soll.
Zum Glück ist bei mir noch nie etwas passiert aber leider kenne ich auch andere Vorfälle .
Liebe Grüsse
 
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Uta
heute 08:07
Hallo Zum Glück ist nichts passiert. Wenn ich von weitem Hunde sehe die nicht angeleint sind und die ich nicht kenne nehme ich meine 2 an die Leine und bleibe stehen so das er Zeit hat seinen Hund ebenfalls anzuleinen. Funktioniert das nicht und der Hund kommt auf mich zu, hilft ein zischlaut auch ganz gut, der muss aber vom Bauch raus kommen, viele Hunde kennen den von der Mutter. Ja und was unsere Erfahrung richtig ist von innen heraus ohne Angst dem fremden Hund zu signalisieren das er umkehren soll. Zum Glück ist bei mir noch nie etwas passiert aber leider kenne ich auch andere Vorfälle . Liebe Grüsse
Kaum einer macht seinen Hund an die Leine, wenn ich mit meinem angeleinten Chihuahua unterwegs bin. Das ist die grosse Ausnahme, wäre bestimmt anderes, wenn ich mit einem sogenannten Listenhund unterwegs wäre.
 
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Tabea
heute 08:11
Kaum einer macht seinen Hund an die Leine, wenn ich mit meinem angeleinten Chihuahua unterwegs bin. Das ist die grosse Ausnahme, wäre bestimmt anderes, wenn ich mit einem sogenannten Listenhund unterwegs wäre.
Ja auf jedenfall ich hab auch ein 3.7 kg Chihuahua und eine Aussie Hündin, ich rufe immer das sie die Hunde anleinen sollen, hab auch schon mal gesagt das meine Hunde Husten haben, da wurde der fremde Hund schnell angeleint 🙈🙃
 
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Alissa
heute 08:35
Kaum einer macht seinen Hund an die Leine, wenn ich mit meinem angeleinten Chihuahua unterwegs bin. Das ist die grosse Ausnahme, wäre bestimmt anderes, wenn ich mit einem sogenannten Listenhund unterwegs wäre.
Ja wenn ich mit meinen Zwergen unterwegs bin juckt das auch kein wenn ich aber mit Freunden unterwegs bin die große Hunde haben wird immer angeleint ( wenn gewünscht )