Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Zwerghunde und die "bösen Grossen"

Verfasser
Dogorama-Mitglied
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 1035
zuletzt 12. Mai

Zwerghunde und die "bösen Grossen"

(HALTER ENTSPRECHENDER HUNDE AUS ÜBERNAHME ODER TIERSCHUTZ SIND VON DIESEM BEITRAG AUSDRÜCKLICH AUSGENOMMEN) Gerade häufen sich mal wieder die Threads und Beiträge zum Thema winzige Hunde, die vor den angeblich so zahlreichen ungezogenen, normalgrossen Hunden beschützt werden müssen. Einerseits sollte natürlich jeder HH darum bemüht seinen, sein Tier zu weitgehend verträglichem, höflichen Verhalten zu erziehen und es so zu führen, dass es seine Umwelt nicht gefährdet. Andererseits stellt sich mir schon die Frage, woher Menschen, die absichtlich zu den problembehafteten (gesundheitliche, körperbauliche und kommunikationstechnische Probleme) Klein- und Zwergzuchten greifen, die Vorstellung nehmen, dass Halter grösserer Hunde sich in der Führung derselben nochmal extra einschränken müssten, um den künstlich produzierten speziellen Bedürfnissen dieser züchterischen Entgleisungen gerecht zu werden. Für mich fühlt sich das an wie Logik von innen nach aussen gestülpt - zuerst wird absichtlich ein Problem produziert, an das sich dann alle anzupassen haben...? Wie wär's stattdessen damit, das Problem ansich zu beheben? (HALTER ENTSPRECHENDER HUNDE AUS ÜBERNAHME ODER TIERSCHUTZ SIND VON DIESEM BEITRAG AUSDRÜCKLICH AUSGENOMMEN) [Dies ist eine Grundsatzfrage, Beiträge nach dem Motto "soll jetzt jeder bereits existente kleine Hund von grösseren verletzt werden dürfen?" würden an der Intention des Threads total vorbeigehen. Und nein, natürlich sollten sie das nicht.]
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
12. Feb. 12:25
Ich finde das solche Plätze für alle da sind. Muss man einen Hund verbannen nur weil er nicht mit großen, kleinen schwarzen oder weißen Hunden kompatibel ist aber mit allen anderen Hunden toll spielt? Ich finde es von daher nur höflich das der der dazu kommt fragt. Mir würde es auch im Traum nicht einfallen das welche die Wiese verlassen müssen weil die sich nicht mit meinem Hund verstehen. Wenn gerade jemand da ist mit zb einem rüdenunverträglichen Hund würde ich halt später noch mal zur Hundewiese gehen wenn ich da unbedingt hin möchte. Aber wir nutzen eigentlich auch nur die Hundewiesen von Campingplätzen wenn wir im Urlaub sind. Camper scheinen anständige rücksichtsvolle Leute zu sein.😅
Ich hab ja nicht erwartet, daß jemand die Wiese verlässt, nur weil ich mit zwei kleinen Hunden komme. Ich hätte lediglich erwartet, daß der Mix zurück gerufen wird, wenn er meinen Welpen bedrängt. Und das die Wiese dem gehört, der zuerst drauf ist, sehe ich auch nicht so. Wenn da schon 10 Leute drauf sind, wen soll ich denn dann fragen ? Und dann sagen 5 ja und 5 nein.... und dann ?
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
12. Feb. 12:28
Dackelmischlingsbesitzerin hier. Meine einjährige Dame bellt und pöbelt nicht (nie), läuft generell im Freilauf (außerhalb der Stadt natürlich) und hört wunderbar. Wir wohnen direkt am Wald und haben täglich (!!) ätzende Begegnungen. Ich entscheide, grössenunabhängig, mit wem mein Hund Kontakt hat und mit wem nicht. Kommt ein Mensch, Hund oÄ, wird sie sofort zurückgerufen und bleibt an meiner Seite bis wir vorbei sind. Erst nach Rücksprache mit den jeweiligen Hundebesitzern darf sie zu anderen Hunden hin. Und dennoch erleben wir jeden Tag aufs Neue, dass wir von Hunden belagert werden, die wir nicht kennen. Letztens erst wieder die Situation gehabt, dass ein 30Kg Labrador zwei Mal wie wild auf uns zugerannt kam und mit meinem 10kg Hund spielen wollte. Der fremde Hund war schlicht nicht abrufbar. Meine war wohlgemerkt an der Leine. Oder die Samoyeden, die an einer engen Stelle zu dritt auf meinen kleinen Hund an der Leine hinrennen. Das passiert uns wirklich jeden einzelnen Tag im Wald. Wenn ich die Besitzer dann frage weshalb ihr Hund ohne Leine läuft, wenn er nicht hört, kommt „er lernt ja noch“, oder „weil sie sozial verträglich ist“. Ja, schön. Ich möchte trotzdem keinen unkontrollierten Fremdhundekontakt. Auch wenn ich einen Schäferhund hätte, würde ich das nicht wollen. Ich kenne so viele kleine Hunde, die schon von größeren gebissen wurden, das ist wirklich irre. Situationen, in denen der kleine Hund an der Leine war und dennoch gebissen wurde. Meinen Nachbarn mit ihren zwei mittelgroßen Hunden passiert so etwas komischerweise nicht. Da werden die Fremdhunde immer brav zurückgerufen. Aber klar, was soll mein kleiner Hund im zweifle schon gegen einen großen ausrichten? Da braucht natürlich niemand Angst um seinen Hund haben. Ich traue mich alleine kaum noch in den Wald und da bin ich nicht die Einzige. Im Gegenteil: Wir mit unseren kleinen Hunden müssen ständig um die Gesundheit unseres Tieres fürchten. Ein ernstgemeinter Biss von einem 40kg-Tutnix und meine ist hinüber. Da muss ich einfach mal eine Lanze für Kleinhundebesitzer bzw. einfach für gegenseitigen Respekt brechen. Weshalb ich einen kleinen und keinen großen Hund habe geht auch einfach niemanden etwas an, das ist ganz einfach. Mein Hund läuft nicht ungefragt zu Deinem und Deiner nicht ungefragt zu meinem - Deal? Ich glaube so wären die meisten Probleme gelöst.
"...der kleine Hund an der Leine...und dennoch gebissen..."

Ich wage zu vermuten, dass er nicht dennoch sondern gerade deshalb gebissen wurde.

Leinen und die Menschen an ihrem anderen Ende sind im Hundekontakt häufig massive Konflikterzeuger.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
12. Feb. 12:33
Ist es eigentlich so, dass Hunde, die regelmäßig die gleiche Auslaufzone besuchen, dort Revierverhalten zeigen?
Ja tw sehr stark.

Und sobald man Rucksack und Hintern an einen bestimmten Fleck pflanzt, potenziert sich das nochmal
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
12. Feb. 12:39
Das ist mir da zu kompliziert... mich damit auseinanderzusetzen ob ich nun da hin darf oder lieber doch nicht😂😂😂
Muss ja niemand hin, der nicht will.

In Städten geht's aber fast nur in Freilaufzonen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Christa
12. Feb. 12:55
Nein, deine Frage war nicht doof! Ich hab nur leider mit dem Alten so einen Dorfsheriff hier sitzen. Das Dorf und alles drum herum ist seins. Da hat (seiner Meinung nach) niemand was verloren, und wenn, dann läuft es nur so wie er das möchte.
Beim letzten Spaziergang traf ich eine HH die mir sagte sie geht nicht in ihrer Wohngegend sondern in fremder Umgebung weil ihr Hund auch glaubt alles seins und so kein entspanntes Gassigehen möglich 😉
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Silke
12. Feb. 12:56
Ich hab ja nicht erwartet, daß jemand die Wiese verlässt, nur weil ich mit zwei kleinen Hunden komme. Ich hätte lediglich erwartet, daß der Mix zurück gerufen wird, wenn er meinen Welpen bedrängt. Und das die Wiese dem gehört, der zuerst drauf ist, sehe ich auch nicht so. Wenn da schon 10 Leute drauf sind, wen soll ich denn dann fragen ? Und dann sagen 5 ja und 5 nein.... und dann ?
Sobald einer nein sagt bzw das sein Hund nicht mit meinem kompatibel sein wird gehe ich weiter. So schwer ist es nicht.🤷‍♀️
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Babs
12. Feb. 12:58
Ich hab ja nicht erwartet, daß jemand die Wiese verlässt, nur weil ich mit zwei kleinen Hunden komme. Ich hätte lediglich erwartet, daß der Mix zurück gerufen wird, wenn er meinen Welpen bedrängt. Und das die Wiese dem gehört, der zuerst drauf ist, sehe ich auch nicht so. Wenn da schon 10 Leute drauf sind, wen soll ich denn dann fragen ? Und dann sagen 5 ja und 5 nein.... und dann ?
Ich verlasse mich nicht (mehr) auf andere HF und erwarte von denen auch nichts mehr.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Christa
12. Feb. 12:59
Ja tw sehr stark. Und sobald man Rucksack und Hintern an einen bestimmten Fleck pflanzt, potenziert sich das nochmal
Kenn wir ja vom Urlaub mit dem reservieren von Sonnenliegen 🤣🤭
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katja
12. Feb. 13:02
"...der kleine Hund an der Leine...und dennoch gebissen..." Ich wage zu vermuten, dass er nicht dennoch sondern gerade deshalb gebissen wurde. Leinen und die Menschen an ihrem anderen Ende sind im Hundekontakt häufig massive Konflikterzeuger.
Du machst das Opfer zum Täter.
Sobald ein Hund an der der Leine ist hat ein anderer Hund wegzubleiben. Schuld hat der Mensch, der es zugelassen hat, dass sein frei laufender Hund den angeleinten Hund angreifen konnte.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
12. Feb. 13:11
Sobald einer nein sagt bzw das sein Hund nicht mit meinem kompatibel sein wird gehe ich weiter. So schwer ist es nicht.🤷‍♀️
Von schwer war auch nicht die Rede. Und ob die kompatibel sind war ja nicht absehbar. Wäre es nicht so gewesen, hätte der andere Hundehalter ja auch noch etwas sagen können, als ich die Wiese betreten habe. Aber hat er nun mal nicht. Ich habe etwas gelernt und werde mir das nächste Mal genau anschauen, wer da auf der Wiese ist und dann ggf gar nicht erst raufgehen. Das ist dann die mir als Camper eigene Gelassenheit.