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Dogorama-Mitglied
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heute 09:20

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :)
Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen.

Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren.

Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet?

Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen!

Liebe Grüße
 
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Das A-Team
28. Sept. 17:31
Heute haben wir auf der Frisch gemähten Wiese am Dorfrand uns in der Sonne gut gehen lassen.
Plötzlich tauchte ein Fuchs auf. Er war auf Nahrungssuche.
In den Videos sieht man das der Fuchs uns Wahrnimmt aber sich nicht sonderlich gestört fühlt?! Jedenfalls ca 11 Mäuse oder eben ca 1 Stunde später bemerkte er uns, floh aber aber nicht hektisch, er wechselte nur die Seite der Wiese.

Für Dracu war das alles sehr aufwühlend.
Immerhin ist Fuchs sein Endgegner und dann stand der Wind auch noch für den Jagdhund günstig. 🙈
Aber wie immer, haben wir das beste aus der Situation gemacht.
Nach dem ganzen gab es eine richtig Fette Party mit Dracus Futter Dummy den wir gemeinsam hetzten. Als Belohnung, viel mehr aber noch um die enorme Anspannung abzubauen.

Das war heute wirklich besonders.
 
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SandrA
28. Sept. 18:50
Heute haben wir auf der Frisch gemähten Wiese am Dorfrand uns in der Sonne gut gehen lassen. Plötzlich tauchte ein Fuchs auf. Er war auf Nahrungssuche. In den Videos sieht man das der Fuchs uns Wahrnimmt aber sich nicht sonderlich gestört fühlt?! Jedenfalls ca 11 Mäuse oder eben ca 1 Stunde später bemerkte er uns, floh aber aber nicht hektisch, er wechselte nur die Seite der Wiese. Für Dracu war das alles sehr aufwühlend. Immerhin ist Fuchs sein Endgegner und dann stand der Wind auch noch für den Jagdhund günstig. 🙈 Aber wie immer, haben wir das beste aus der Situation gemacht. Nach dem ganzen gab es eine richtig Fette Party mit Dracus Futter Dummy den wir gemeinsam hetzten. Als Belohnung, viel mehr aber noch um die enorme Anspannung abzubauen. Das war heute wirklich besonders.
Es ist so schön zu sehen, wie konzentriert und wie sehr Dracu bei sich und mit dir ist 🥰
 
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Kirsten
28. Sept. 20:06
Genau ich muss es erstmal verdauen. Impulskontrolle, Resilienz (finde ich sehr wichtig). Bei mir und meinem Hund ist die Körpersprache sehr wichtig und meine Aufmerksamkeit und die Gedanken, ich glaube manchmal sie kann Gedanken lesen 😉 Das Umfeld ist auch entscheidend wo ich mit ihr unterwegs bin und da gibt es klare Richtlinien(Naturschutzgebiet sehr gut besucht) hier ist es gut dass ich mit ihr "Regeln" eingeübt habe, dass macht es für sie und die anderen einfacher und sicherer und letztendlich mir dass ich entspannter unterwegs bin. Was ich gut fand und worüber ich nachdenke ist, wenn meine angespannt ist und sich selbst für etwas entscheidet um sich runterzufahren, lasse ich sie, obwohl es in manchen Ratgebern unterbunden wird damit der Hund lernt Situationen auszuhalten, nenn es Frustrationstolleranz erlernen. Ich stehe manchmal dazwischen? Vanessa Engelstädter (Resilienz +) und Sami El Ayashi (Körpersprache) und Anne Krüger-Degener sagen mir in ihrer Literatu sehr viel. Wir sind beide sehr aufmerksam miteinander unterwegs und Betti zeigt mir sehr viel an wo ich einfach vorüberlaufen würde. Aber wichtig ist mir auch, dass das Erlernen von Regeln auch ihren Platz haben, ist wie Autofahren/Strassenverkehr und uns beiden hat und macht es immer wieder Spass. 🙈 oh ich glaube ich bin vom Thema Jagen abgekommen.
@Steffi Was für eine schöne Lösung 🤩 Danke fürs Teilen!

@Petra Entschuldige, ich glaube ich stelle mich ungeheuer blöd an oder habe ein Brett vor dem Kopf 🫣. Bitte hilf mir. Möchtest du Beispiele haben, was zu Resilienz und Impulskontrolle führt, oder was für Beispiele suchst du?

Nach meinem Verständnis propagiert S. Mangold gar keine Regellosigkeit oder das man sich der eigenen Verantwortung (im NSG, Begegnungen oder im Straßenverkehr) entziehen sollte. Also ob Regeln wichtig sind, steht für mich mit dem Text gar nicht in Frage, sondern eher die Art und Weise, auf welche Arten des Umgangs man zurückgreift, damit keine Schwierigkeiten entstehen.
Sie kritisiert in meinen Augen eher, wenn dabei das hündische Lernen und die Kommunikation vollständig auf Leistung oder Gehorsam reduziert wird (Jochen nannte die Handhabung des Hundes als Reiz-Reaktions-Maschine/ Tina beschreibt es mit der Ein-Wege-Kommunikation, ich finde das trifft es beides sehr gut).

Es gibt ja einige Formen, wie das Erlernen von Regeln stattfinden kann. Meine Hündin weiß, bei der Hauptstraße, die wir täglich (Wiederholung) queren, dass wir üblicherweise warten müssen, bis sich im Verkehr eine Lücke ergibt. Sie nimmt wahr, dass ich beschäftigt bin, nach den vorbeifahrenden Autos zu schauen, hält während der Zeit inne oder guckt sich etwas an. Sie merkt auch, dass sich bei mir etwas verändert, wenn ich sehe, dass nun das letzte Auto kommt und die Straße anschließend frei sein wird. Bevor ich losgehe, sage ich meist sowas wie „Gehen wir.“
Ich verhalte mich in einer nahezu immer gleichen Situation gleich (Vorhersagbarkeit). Sie zieht daraus ihre Schlüsse, auch ohne, dass ich das Warten an der Straße oder das Überqueren bewusst belohne, oder dass ich ein verfrühtes Losgehen strafe. Selbstverständlich würde ich sie daran hindern, vor ein Auto zu laufen.
(Taugt das als Beispiel?)

Zur Frustrationstoleranz:
Meine Hündin ist auf ihrer Fahrt nach Deutschland mehrere Tage mit dem Trappo gefahren. Eigentlich müsste sie demnach ja eine sehr gute Frustrationstoleranz bei Autofahrten haben, schließlich hat sie ja keine Wahl gehabt, als diesen Zustand über mehrere Tage auszuhalten und müsste sich nach der Logik daran angepasst haben.
Das Gegenteil ist der Fall. Bis heute kann es leider vorkommen, dass sie nicht in der Lage ist, die Rückfahrt gut zu bewältigen, wenn die Reize vor Ort/ beim Fahren zu heftig waren. Es scheinen mehr Faktoren eine Rolle zu spielen, als bloßes Aushalten müssen.
Ich berücksichtige das, kenne problematische Situationen und halte Fahrten bewältigbar für sie, statt daraus absichtlich Übungen zum Ertragen von Frust zu machen.

„wichtig ist mir auch, dass das Erlernen von Regeln auch ihren Platz haben, ist wie Autofahren/Strassenverkehr und uns beiden hat und macht es immer wieder Spass.“
Mir auch ☺️
 
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Kirsten
1. Okt. 20:03
Danke für die lieben Worte.😊 Ich bin mittlerweile tatsächlich auch recht stolz auf uns - auf Neo im Besonderen aber auch bei Ivy sehe ich langsam dass sich etwas tut 🥰 Es ist so wertvoll dass du einen befreundeten Jäger hast - da können Mira und du sicher sehr viel mitnehmen und tolle Erfahrungen sammeln ☺️ Ich musste beim Lesen wieder an einen Abschnitt zum Jagdverhalten aus Brede/Heberer denken. Die beiden beschreiben Jagd nicht ja einfach als „einen Jagdtrieb“, sondern als Verhaltenskette - dass einzelne Elemente der Verhaltenskette genetisch bedingt (und insbesondere durch Zucht) hyper- oder hypotrophiert ausgeprägt sein können. Bei Ivy habe ich schon das Gefühl dass die ganz deutlich hyper ist 😅 und ich denke mittlerweile, dass sie nicht einfach nur eine hohe Jagdmotivation hat, sondern dass bei ihr sowas wie ein Handlungssog entsteht - alá „Da ist was, und JETZT (!) MUSS (!) ich handeln.“ Und ich weiß auch dass sie die Jagdkette am liebsten bis zum Ende durchziehen möchte, wenn ich sie ließe. Da liegt für mich vielleicht auch der Unterschied zum Stand von Mira. Was du von ihr beschreibst, klingt ja nach Aktivierung, die sie in Handlung und Problemlösen - also in verschiedene Lösungsstrategien umsetzen kann. Bei Ivy habe ich eher den Eindruck, dass dieser Handlungssog ihre Möglichkeiten aktuell noch sehr verengt. Das was sie von sich aus anbietet geht wirklich eher in Richtung Körperkontakt - oder Hilfeanfrage? Ich glaube schon, sie benötigt mich zumindest aktuell noch als Ideengeberin ☝️😂 Sie wird bei Aktivierung nicht unbedingt kreativer, sondern immer zielgerichteter/fokussierter/wilder - irgendwann so stark, dass sie eben auch völlig „unvernünftige“ oder gefährliche Dinge tut. AABER☝️ jetzt habe ich tatsächlich ein ziemlich gutes Beispiel dafür, was bei Ivy möglicherweise funktionieren könnte. Ich habe neulich im Training (obwohl ich mich gegen Echtfell bisher innerlich immer gewehrt habe, aus Gründen 🙈) einmal ein Echtfell-Zergel ausprobiert. Und dieses Dings ist für Ivy offenbar der absolute Burner. 😅So sehr, dass sie sogar eine wirklich heiße Wildspur nicht weiterverfolgt, wenn das Zergeldings auftaucht. Das finde ich im Kontext deiner Gedsnken/Fragen gerade total spannend - das Zergel klinkt offenbar in eben diesen Handlungssog ein, den sie bei jagdlichen Reizen entwickelt und ich kann ihm so eine andere Richtung geben. Sie ist dadurch nicht weniger Jagdhund, hat aber eine andere Möglichkeit, Jagdhund zu sein.😅 Ich denke das ist wohl die Art von „Abzweigung“, nach der ich bei Ivy suchen muss: nicht irgendein beliebiges Alternativverhalten, das aus meiner bescheidenen Sicht vernünftig wäre, sondern eine Handlung, die für sie selbst so bedeutsam und lohnend ist, dass sie tatsächlich bereit ist, dafür eine andere Handlungskette zu verlassen - ich war so überrascht, dass sie dazu offenbar wirklich in der Lage ist. 🙈😂 Also, dass sie selbst bei sehr hoher jagdlicher Motivation noch für eine konkurrierende Handlung erreichbar sein kann. 💪 Ich würde das bei ihr aber gar nicht unbedingt als klassisches „Alternativverhalten trainieren“ sehen. Ich möchte ihr nicht einfach beibringen: „Wenn du Wild siehst, mach stattdessen X.“ Das wäre wahrscheinlich viel zu wenig, wenn der Tunnel naht. Also um deine Frage nach dem stufenweisen Weg zu beantworten: Ja, ich denke auch, dass sie erst Erfahrungen mit verschiedenen funktionierenden Abzweigungen in reizärmeren Bereichen sammeln muss, bevor sie diese unter hoher Aktivierung überhaupt als Möglichkeit wahrnehmen kann. Und da kommt auch dein Gedanke mit dem Vertrauensvorschuss für mich ins Spiel. Dieser würde ja recht schnell aufgebraucht, wenn ich ihr hundertmal in einer schwierigen Situation sage, was sie tun soll.😅 Anders ist es sicher wenn sie im Vorfeld immer wieder erlebt, dass ihre Aktivierung nicht abgewürgt wird sondern etwas sinnvolles daraus entsteht. Und da finde ich deine Beobachtung so schön, dass Mira offenbar davon profitiert, wenn ihre jagdlichen Fähigkeiten gesehen und wertgeschätzt werden. Das hab ich bei Neo ja auch mal erleben dürfen. 🥰 Sich daran zu erinnern hilft mir enorm nicht dahin zu kippen, permanent gegen die Motivation zu arbeiten, sondern ihr einen Platz zu geben. Ich muss mir zwischendurch immer wieder vor Augen führen, dass ich Ivy nicht weniger Jagdhund werden lassen möchte und auch nicht jede hohe Aktivierung möglichst schnell herunterregulieren muss. Aber ein paar mehr mehr Werkzeuge, mit dieser Energie umzugehen, wären schon toll. 😊 Und ja, allmählich denk ich immer mehr dass das schon eine andere Form von Fsrustrationstoleranz ist: das eigentliche Ziel ist gerade nicht erreichbar, aber die Altivierung muss nicht einfach verpuffen oder wegreguliert werden sondern es gibt noch andere Möglichkeiten, etwas damit im selben Funktionskreis zu machen - also die Handlungsbreite innerhalb ihres Jagdhund-Seins hat sich vergrößert.
Verstehe ☺️👍

Und sie kann den Zergel tatsächlich annehmen und es passt für sie in die Situation? Das ist ja interessant. Vielleicht magst du ja zu mehr Erkenntnissen zu dem Zergel berichten? Bin gespannt.
 
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Das A-Team
2. Okt. 16:47
Heute lud das trübe und milde Wetter zu einem schönen langen und ruhigen Spaziergang durch den Wald ein.

Dracu roch im Wald plötzlich etwas, wir beide wussten das dort was ist und wollte es genauer wissen.🧐
Bei dem nächsten weg der nach rechts abging signalisierte mir Dracu das er dort lang gehen möchte, und, oh mein Gott ich habe das getan was mein Hund verlangt hat! 🙈😄
Ich habe mal nebenbei gefilmt ob den was passiert, und wir beide wirklich Recht hatten.

Und siehe da es waren zwei Rehe.

Auf den Fotos sieht man Dracu wie er einem Geruch nachgehen möchte aber die Brombeer Sträucher doch stören. Da steht er erstmal erhöht für einen besseren Überblick und entschied sich dann über die umgefallenen Bäume sicher zu mir zu gelangen und doch meinen, einfacheren Weg zu folgen.😂
 
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Das A-Team
10. Okt. 16:38
Heute witterte Dracu in ein Waldstück, fand aber, nicht sonderlich aktiv, ich ging mit ihm ein Stück in das Waldstück hinein, er lief mit der Nase am Boden entlang, witterte oft und stand auch vor. Ich nahm das nicht wirklich für voll da er nicht sonderlich motiviert erschien.
Als wir wieder auf den Weg gingen sprangen wenige Dutzend Meter zwei Rehe auf aus der Richtung in die Dracu Vorstand.

Und so kam ich wieder auf meine Gedanken...:
Manchmal frage ich mich, ob ich mit Dracu einfach Glück habe und seine jagdliche Motivation weniger stark ausgeprägt ist als bei anderen (Jagd)hunden. Oder ob es vielleicht auch daran liegt, dass er durch den regelmäßigen Kontakt mit seinen jagdlichen Interessen eine gewisse Zufriedenheit und Ausgeglichenheit entwickelt hat?


Wie denkt ihr darüber?!
 
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Jochen
heute 07:28
Heute witterte Dracu in ein Waldstück, fand aber, nicht sonderlich aktiv, ich ging mit ihm ein Stück in das Waldstück hinein, er lief mit der Nase am Boden entlang, witterte oft und stand auch vor. Ich nahm das nicht wirklich für voll da er nicht sonderlich motiviert erschien. Als wir wieder auf den Weg gingen sprangen wenige Dutzend Meter zwei Rehe auf aus der Richtung in die Dracu Vorstand. Und so kam ich wieder auf meine Gedanken...: Manchmal frage ich mich, ob ich mit Dracu einfach Glück habe und seine jagdliche Motivation weniger stark ausgeprägt ist als bei anderen (Jagd)hunden. Oder ob es vielleicht auch daran liegt, dass er durch den regelmäßigen Kontakt mit seinen jagdlichen Interessen eine gewisse Zufriedenheit und Ausgeglichenheit entwickelt hat? Wie denkt ihr darüber?!
Das ist eine sehr spannende Frage, die mich auch schon oft umtrieb.
Die Antwort ist wahrscheinlich langweilig multifaktoriell. Ein paar Einflüsse, die mir so einfallen:

Hund: Genetik, Epigenetik, Umwelt, Alter, Erfahrungen, Charakter, Temperament, Sozialisation, Vertrauen, Orientierung, Stressregulation, körperliche Fitness, Spiegelneuronen

Mensch: Erfahrungen, Wissen, Empathie (soziale Intelligenz), Temperament/Geduld, Erwartungen, Umwelt

Die jeweiligen Eigenschaften Hund/Mensch interagieren auch noch miteinander, verstärken sich oder schwächen sich ab.

Ich denke, bei euch passt einfach alles.
 
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Das A-Team
heute 07:48
Das ist eine sehr spannende Frage, die mich auch schon oft umtrieb. Die Antwort ist wahrscheinlich langweilig multifaktoriell. Ein paar Einflüsse, die mir so einfallen: Hund: Genetik, Epigenetik, Umwelt, Alter, Erfahrungen, Charakter, Temperament, Sozialisation, Vertrauen, Orientierung, Stressregulation, körperliche Fitness, Spiegelneuronen Mensch: Erfahrungen, Wissen, Empathie (soziale Intelligenz), Temperament/Geduld, Erwartungen, Umwelt Die jeweiligen Eigenschaften Hund/Mensch interagieren auch noch miteinander, verstärken sich oder schwächen sich ab. Ich denke, bei euch passt einfach alles.
Danke.🥰 Das denke ich mir mit Dracu auch. Ein besseres Match aus dem Tierschutz für beide Seiten gibt es nicht!

Ich denke aber auch in dem Gegensatz die ihren Hund nicht jagdlich führen wie ich, aber fast täglich in Wäldern unterwegs sind und beispielsweise Hunde die unregelmäßig bis selten in den Genuss ihres Habitats kommen und deswegen nicht sonderlich ihren Interessen gesättigt sind und deswegen weniger ausgeglichen sind in dem Punkt.
In dem Buch " Leben will gelernt sein" geht es auch um den Aspekt das manche Kulturen Jagdhunde nicht Sozialisieren und nicht außerhalb der Jagd auslasten das sie dann im Einsatz völlig außer sich sind und alles geben.
 
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Kirsten
heute 08:29
Danke.🥰 Das denke ich mir mit Dracu auch. Ein besseres Match aus dem Tierschutz für beide Seiten gibt es nicht! Ich denke aber auch in dem Gegensatz die ihren Hund nicht jagdlich führen wie ich, aber fast täglich in Wäldern unterwegs sind und beispielsweise Hunde die unregelmäßig bis selten in den Genuss ihres Habitats kommen und deswegen nicht sonderlich ihren Interessen gesättigt sind und deswegen weniger ausgeglichen sind in dem Punkt. In dem Buch " Leben will gelernt sein" geht es auch um den Aspekt das manche Kulturen Jagdhunde nicht Sozialisieren und nicht außerhalb der Jagd auslasten das sie dann im Einsatz völlig außer sich sind und alles geben.
Ergänzend zu Jochens Kommentar:
Ich könnte mir vorstellen, dass das Erwartungen, nicht nur beim Menschen, sondern auch beim Hund eine große Rolle spielen. Vielleicht geht das ja auch ein wenig in die Richtung, die du meinst, A-Team?
Geht der Hund davon aus, dass er sich im gewissen Grad mit Dingen beschäftigen kann? Hat er anhand von Erfahrungen die Erwartung gebildet, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas verlockendes verboten wird, er behindert oder abgerufen wird?
Klar, ist es ohne Frage Bestandteil des Lebens, dass nicht immer alles möglich ist wie man es sich wünscht. Aber zwischen es ist nicht immer möglich und es ist niemals möglich, liegt ja auch eine Menge Raum und Erwartungen die sich entsprechend bilden.
Mal hier und da etwas aufzugeben, was man an anderer Stelle regelmäßig tun darf, ist vermutlich ein wenig leichter, als in einer hochwichtigen Situation alles auf eine Karte setzen zu müssen. Jetzt oder nie. Make it count.

Den Eindruck, dass Dracus jagdliche Motivation nicht besonders ausgeprägt sei, hatte ich bisher btw. nicht 😬
Ihr habt euch gefunden.
 
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Jochen
heute 09:05
Ergänzend zu Jochens Kommentar: Ich könnte mir vorstellen, dass das Erwartungen, nicht nur beim Menschen, sondern auch beim Hund eine große Rolle spielen. Vielleicht geht das ja auch ein wenig in die Richtung, die du meinst, A-Team? Geht der Hund davon aus, dass er sich im gewissen Grad mit Dingen beschäftigen kann? Hat er anhand von Erfahrungen die Erwartung gebildet, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas verlockendes verboten wird, er behindert oder abgerufen wird? Klar, ist es ohne Frage Bestandteil des Lebens, dass nicht immer alles möglich ist wie man es sich wünscht. Aber zwischen es ist nicht immer möglich und es ist niemals möglich, liegt ja auch eine Menge Raum und Erwartungen die sich entsprechend bilden. Mal hier und da etwas aufzugeben, was man an anderer Stelle regelmäßig tun darf, ist vermutlich ein wenig leichter, als in einer hochwichtigen Situation alles auf eine Karte setzen zu müssen. Jetzt oder nie. Make it count. Den Eindruck, dass Dracus jagdliche Motivation nicht besonders ausgeprägt sei, hatte ich bisher btw. nicht 😬 Ihr habt euch gefunden.
Ja, absolut. Es ist so wichtig, die Erwartungen des Hundes im Blick zu haben und auch zu beeinflussen und zu konditionieren. Ich habe gestern einen interessanten Podcast gehört, da war ein Jäger und Dackelzüchter zu Gast. Er meinte, dass die Hunde ja die meiste Zeit im Alltag nicht jagen sollen und dies auch verstehen und normaler Freilauf möglich ist.

Wird den Hunden jedoch das Jagdgeschirr angezogen und der Halter trägt seine Warnweste, wissen die Hunde bescheid und „schalten ihr Verhalten“ um.

Die Triebstautheorie ist widerlegt. Es geht um Verhaltenssteuerung und nicht um einen „Triebabbau“, weil sich was aufgestaut hat.