Ich habe vor kurzem wieder gelesen „Nein, ist ein ganzer Satz!“ (…der weder eine Erklärung noch Rechtfertigung braucht.)
Es vermittelt eine Endgültigkeit, ein toller Leitspruch für Selbstbehauptung, in Situationen in denen genau das schwer fällt.
Es ist aber nicht das worauf die Ullihundephilosophie ihren Fokus im miteinander (also innerhalb des Teams) drauf legt, jedenfalls nach meinem Verständnis, bin ja auch keine Trainerin, nur sehr interessiert. Wir wollen uns nicht gegeneinander behaupten (; Natürlich ist es wichtig eigene Grenzen zu haben und auch achtend mit den eigenen Ressourcen umzugehen. Aber wie Jochen schon sagte, es geht nicht darum, dass Gespräch wie beim klassischen Abbruch komplett zu killen. (Nach dem Motto „Nein ist ein ganzer Satz…“)
Ich finde man kann durchaus „Nein“ oder „eh-eh“ oder „mh-mh“ sagen, ohne in einen ethisch schwierigen Bereich zu rutschen und sehe da keinen Konflikt mit der Philosophie. (Was kommt dann? Was möchte ich ausdrücken? )
In meinen Augen macht die Ullihundephilosophie das „Nein, ist böse“-Fass überhaupt nicht auf.
Es gibt echte Hintergründe dazu, warum sich entschieden wird die Dinge auf eine bestimmte Weise anzugehen, die nach außen oft so interpretiert werden, dass der Beweggrund einzig und allein aus möglichst-lieb-sein-wollen und eigener Konfliktscheue besteht. (Was dann gerne ideologisches Spinnertum abgetan wird, weil man sich mit Inhalten nicht beschäftigen möchte. Oder das das eigene Handeln aus sinnlosen Umwegen bestünde, eben wegen genannter Konfliktscheue. Hat jetzt nichts mit euch und der Diskussion hier zu tun, stößt mir nur oft etwas sauer auf, dass das so arg missverstanden wird. Ich weiß, dann oft nicht, wo ich vor lauter Vorurteilen anfangen soll und lass es dummerweise dann ganz.)
Kann man vielleicht mal als guten Aufhänger nehmen, um darüber zu sinnieren, was man mit dem eigenen Nein wirklich meint und ob das in die Philosophie passt. (Womit ich eindeutig nicht meine, ob jemand (!) hierher passt oder was geäußert werden „darf“, ich hoffe, das ist klar geworden. Ich finde hier darf jeder seinen Platz finden und viele Dinge werden klarer, wenn man drüber spricht.) Also mehr die Haltung dahinter zu beleuchten. Das gäbe sicher eine sehr spannende Diskussion, die ich sehr bereichernd fände. Kein Muss, nur ein Gedanke :)
Text ist ein bissl chaotisch, sorrrrry.