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Dogorama-Mitglied
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heute 14:03

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :)
Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen.

Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren.

Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet?

Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen!

Liebe Grüße
 
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Jochen
7. Apr. 06:14
PS: Mir geht’s übrigens nicht drum, irgendetwas „richtig oder falsch“ zu machen. Sondern in Verbindung mit meinem Hund zu stehen und Dinge gemeinsam zu tun…😉
Das hier ein Ulli Reichmann Thread, ich denke da ist es schon legitim darauf hinzuweisen, dass ein Abbruch mit dieser Philosophie nicht konform geht.
 
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Kirsten
7. Apr. 07:45
Ich habe vor kurzem wieder gelesen „Nein, ist ein ganzer Satz!“ (…der weder eine Erklärung noch Rechtfertigung braucht.)

Es vermittelt eine Endgültigkeit, ein toller Leitspruch für Selbstbehauptung, in Situationen in denen genau das schwer fällt.

Es ist aber nicht das worauf die Ullihundephilosophie ihren Fokus im miteinander (also innerhalb des Teams) drauf legt, jedenfalls nach meinem Verständnis, bin ja auch keine Trainerin, nur sehr interessiert. Wir wollen uns nicht gegeneinander behaupten (; Natürlich ist es wichtig eigene Grenzen zu haben und auch achtend mit den eigenen Ressourcen umzugehen. Aber wie Jochen schon sagte, es geht nicht darum, dass Gespräch wie beim klassischen Abbruch komplett zu killen. (Nach dem Motto „Nein ist ein ganzer Satz…“)

Ich finde man kann durchaus „Nein“ oder „eh-eh“ oder „mh-mh“ sagen, ohne in einen ethisch schwierigen Bereich zu rutschen und sehe da keinen Konflikt mit der Philosophie. (Was kommt dann? Was möchte ich ausdrücken? )
In meinen Augen macht die Ullihundephilosophie das „Nein, ist böse“-Fass überhaupt nicht auf.
Es gibt echte Hintergründe dazu, warum sich entschieden wird die Dinge auf eine bestimmte Weise anzugehen, die nach außen oft so interpretiert werden, dass der Beweggrund einzig und allein aus möglichst-lieb-sein-wollen und eigener Konfliktscheue besteht. (Was dann gerne ideologisches Spinnertum abgetan wird, weil man sich mit Inhalten nicht beschäftigen möchte. Oder das das eigene Handeln aus sinnlosen Umwegen bestünde, eben wegen genannter Konfliktscheue. Hat jetzt nichts mit euch und der Diskussion hier zu tun, stößt mir nur oft etwas sauer auf, dass das so arg missverstanden wird. Ich weiß, dann oft nicht, wo ich vor lauter Vorurteilen anfangen soll und lass es dummerweise dann ganz.)

Kann man vielleicht mal als guten Aufhänger nehmen, um darüber zu sinnieren, was man mit dem eigenen Nein wirklich meint und ob das in die Philosophie passt. (Womit ich eindeutig nicht meine, ob jemand (!) hierher passt oder was geäußert werden „darf“, ich hoffe, das ist klar geworden. Ich finde hier darf jeder seinen Platz finden und viele Dinge werden klarer, wenn man drüber spricht.) Also mehr die Haltung dahinter zu beleuchten. Das gäbe sicher eine sehr spannende Diskussion, die ich sehr bereichernd fände. Kein Muss, nur ein Gedanke :)

Text ist ein bissl chaotisch, sorrrrry.
 
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Kirsten
7. Apr. 08:08
Ich mag an der Stelle nochmal für Interessierte den Blog zum schmökern dalassen ☺️

https://www.ullihunde.com/blog/
 
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Sarah
7. Apr. 08:17
Hi, hier meine zusammenhanglosen Gedanken zum Nein.
1. Denke ich, dass der Rezipient bestimmt, was eine Strafe/ein Abbruch durch Vermeidung ist. -> Dracu wirkt in dem tollen Video für mich absolut nicht gestraft, sondern an eine Abmachung erinnert.
2. Könnte Nein nicht (natürlich nur in diesem Zusammenhang) ein Spektrum sein? Ich lerne sehr viel aus diesem tollen Thread, arbeite aber nicht nach dem Ulli-Weg. Wenn ich mit Wilma Dummyarbeit mache, zeigt ihr ein ,,A" an, dass sie sich vom Dummy zu weit entfernt. Wie ein ,,kalt" beim Topfschlagen. Beim Fährtenuntersuchen auf der Rehwiese funktioniert dieses ,,A" wie ein Abbruch-> wir konzentrieren uns in eine andere Richtung, z.B. weil der Wechsel in ein Brombeergebüsch führt. Je nachdem wie vertieft Wilma arbeitet, kann das A sehr sanft oder etwas schärfer ausgesprochen werden. Ich muss einschätzen, wie viel Intensität gerade nötig ist. Da finde ich es schwierig die Grenze zu ziehen und zu sagen, ab dann ist es eine Vokabel auf die wir uns vorher verständigt haben und alles darüber ist ein Abbruch. Ergibt das Sinn?
 
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Katja
7. Apr. 08:57
Das hier ein Ulli Reichmann Thread, ich denke da ist es schon legitim darauf hinzuweisen, dass ein Abbruch mit dieser Philosophie nicht konform geht.
Klaro, Du darfst natürlich alles, was Du willst!😀

Und wenn die anderen hier auch der Meinung sind, sowas passt hier nicht rein, dann hör ich auch gerne auf zu schreiben, hab ich kein Problem mit (abmelden werd ich mich deswegen aber nicht…).

Bisher hatte ich jedoch einen anderen Eindruck, auch nach der expliziten Nachfrage des Frauchens…

Aber Du darfst natürlich jederzeit gerne auch mehrfach sagen, was Du denkst und ich behalte auch die Pfötchen dafür im Blick!

Ich schreibe generell, wenn ich denke, ich kann etwas beitragen, was anderen vielleicht nützt… und nicht zur Selbstdarstellung…
 
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Ina
7. Apr. 08:58
Ich mag an der Stelle nochmal für Interessierte den Blog zum schmökern dalassen ☺️ https://www.ullihunde.com/blog/
Danke für den Link! 🤩
 
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Katja
7. Apr. 09:00
Ich habe vor kurzem wieder gelesen „Nein, ist ein ganzer Satz!“ (…der weder eine Erklärung noch Rechtfertigung braucht.) Es vermittelt eine Endgültigkeit, ein toller Leitspruch für Selbstbehauptung, in Situationen in denen genau das schwer fällt. Es ist aber nicht das worauf die Ullihundephilosophie ihren Fokus im miteinander (also innerhalb des Teams) drauf legt, jedenfalls nach meinem Verständnis, bin ja auch keine Trainerin, nur sehr interessiert. Wir wollen uns nicht gegeneinander behaupten (; Natürlich ist es wichtig eigene Grenzen zu haben und auch achtend mit den eigenen Ressourcen umzugehen. Aber wie Jochen schon sagte, es geht nicht darum, dass Gespräch wie beim klassischen Abbruch komplett zu killen. (Nach dem Motto „Nein ist ein ganzer Satz…“) Ich finde man kann durchaus „Nein“ oder „eh-eh“ oder „mh-mh“ sagen, ohne in einen ethisch schwierigen Bereich zu rutschen und sehe da keinen Konflikt mit der Philosophie. (Was kommt dann? Was möchte ich ausdrücken? ) In meinen Augen macht die Ullihundephilosophie das „Nein, ist böse“-Fass überhaupt nicht auf. Es gibt echte Hintergründe dazu, warum sich entschieden wird die Dinge auf eine bestimmte Weise anzugehen, die nach außen oft so interpretiert werden, dass der Beweggrund einzig und allein aus möglichst-lieb-sein-wollen und eigener Konfliktscheue besteht. (Was dann gerne ideologisches Spinnertum abgetan wird, weil man sich mit Inhalten nicht beschäftigen möchte. Oder das das eigene Handeln aus sinnlosen Umwegen bestünde, eben wegen genannter Konfliktscheue. Hat jetzt nichts mit euch und der Diskussion hier zu tun, stößt mir nur oft etwas sauer auf, dass das so arg missverstanden wird. Ich weiß, dann oft nicht, wo ich vor lauter Vorurteilen anfangen soll und lass es dummerweise dann ganz.) Kann man vielleicht mal als guten Aufhänger nehmen, um darüber zu sinnieren, was man mit dem eigenen Nein wirklich meint und ob das in die Philosophie passt. (Womit ich eindeutig nicht meine, ob jemand (!) hierher passt oder was geäußert werden „darf“, ich hoffe, das ist klar geworden. Ich finde hier darf jeder seinen Platz finden und viele Dinge werden klarer, wenn man drüber spricht.) Also mehr die Haltung dahinter zu beleuchten. Das gäbe sicher eine sehr spannende Diskussion, die ich sehr bereichernd fände. Kein Muss, nur ein Gedanke :) Text ist ein bissl chaotisch, sorrrrry.
Danke Dir, Kirsten, für diese fast schon philosophischen Ausführungen!😀

So macht der Austausch immer wieder Spaß, auch bei u.U. kontroversen Meinungen!

Der moralische Zeigefinger löst dagegen spontan andere Reaktionen bei mir aus, die ich aber beileibe hier nicht aufschreiben werde, weil es niemandem was bringt.
Jeder wie er meint.
 
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Babs
7. Apr. 09:09
Ich habe vor kurzem wieder gelesen „Nein, ist ein ganzer Satz!“ (…der weder eine Erklärung noch Rechtfertigung braucht.) Es vermittelt eine Endgültigkeit, ein toller Leitspruch für Selbstbehauptung, in Situationen in denen genau das schwer fällt. Es ist aber nicht das worauf die Ullihundephilosophie ihren Fokus im miteinander (also innerhalb des Teams) drauf legt, jedenfalls nach meinem Verständnis, bin ja auch keine Trainerin, nur sehr interessiert. Wir wollen uns nicht gegeneinander behaupten (; Natürlich ist es wichtig eigene Grenzen zu haben und auch achtend mit den eigenen Ressourcen umzugehen. Aber wie Jochen schon sagte, es geht nicht darum, dass Gespräch wie beim klassischen Abbruch komplett zu killen. (Nach dem Motto „Nein ist ein ganzer Satz…“) Ich finde man kann durchaus „Nein“ oder „eh-eh“ oder „mh-mh“ sagen, ohne in einen ethisch schwierigen Bereich zu rutschen und sehe da keinen Konflikt mit der Philosophie. (Was kommt dann? Was möchte ich ausdrücken? ) In meinen Augen macht die Ullihundephilosophie das „Nein, ist böse“-Fass überhaupt nicht auf. Es gibt echte Hintergründe dazu, warum sich entschieden wird die Dinge auf eine bestimmte Weise anzugehen, die nach außen oft so interpretiert werden, dass der Beweggrund einzig und allein aus möglichst-lieb-sein-wollen und eigener Konfliktscheue besteht. (Was dann gerne ideologisches Spinnertum abgetan wird, weil man sich mit Inhalten nicht beschäftigen möchte. Oder das das eigene Handeln aus sinnlosen Umwegen bestünde, eben wegen genannter Konfliktscheue. Hat jetzt nichts mit euch und der Diskussion hier zu tun, stößt mir nur oft etwas sauer auf, dass das so arg missverstanden wird. Ich weiß, dann oft nicht, wo ich vor lauter Vorurteilen anfangen soll und lass es dummerweise dann ganz.) Kann man vielleicht mal als guten Aufhänger nehmen, um darüber zu sinnieren, was man mit dem eigenen Nein wirklich meint und ob das in die Philosophie passt. (Womit ich eindeutig nicht meine, ob jemand (!) hierher passt oder was geäußert werden „darf“, ich hoffe, das ist klar geworden. Ich finde hier darf jeder seinen Platz finden und viele Dinge werden klarer, wenn man drüber spricht.) Also mehr die Haltung dahinter zu beleuchten. Das gäbe sicher eine sehr spannende Diskussion, die ich sehr bereichernd fände. Kein Muss, nur ein Gedanke :) Text ist ein bissl chaotisch, sorrrrry.
Vielen Dank für Deine Gedanken Kirsten und ich finde es sehr interessant darüber nachzudenken, was ein "nein" überhaupt bedeutet.

In der "klassischen " Hundeerziehung wird das Wort "nein" oftmals als reines Abbruchsignal verstanden. Ob ich aber nun "eh eh", "Kartoffelsalat" oder ein sonstiges Wort oder einen Laut (wie einen Pfiff) nehme, hat m. M. n. innerhalb des jeweiligen Mensch-Hund-Teams seine eigene Bedeutung. Es kommt m. M. n. immer darauf an, was bzw. wie es beim Hund ankommt (Sender-Empfänger). Z. B. spielt es eine große Rolle, wie das Abbruchsignal aufgebaut wurde. Ist es für den Hund überhaupt negativ behaftet?

Ich bin ja ein Fan des objektiven Beobachtens und versuche so wenig wie möglich zu schnell in eine Bewertung reinzugehen. Und man kann m. E. beobachten, wie es beim Hund ankommt. Zuckt er zusammen oder zeigt er:" Alles klar, ich vertraue Dir, dass Du gerade einen wichtigen Grund hast, mich davon abzuhalten." (menschlich ausgedrückt).

Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass ein klassisches Abbruchsignal ("was Du auch immer gerade vor hasst ... brech Dein Handeln ab") jeder Hund kennen sollte, da es über Leben und Tod entscheiden kann. Ich könnte nicht mehr in einer lebensbedrohlichen Situation so einfach ruhig bleiben, sondern würde unser klares Abbruchsignal anwenden (das ich klar - ohne zittriger Stimme - aussprechen kann). Für mich ist das klassische Abbruchsignal ein Notfallkommando. Unser Abbruchsignal ist auch mit keiner weiteren Handlung verbunden. Danach käme bei uns z. B. bleib mal stehen, oder komm zu mir oder geh einfach weiter, oder schau mich an.

Insgesamt empfinde ich ein Abbruchsignal nicht als negativ, wenn es ordentlich aufgebaut wurde. Es ist eine Grenze, die gesetzt wird. Egal, wie man es formuliert. Ausschlaggebend ist, was und wie es beim Hund ankommt.
 
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Katja
7. Apr. 09:13
Hi, hier meine zusammenhanglosen Gedanken zum Nein. 1. Denke ich, dass der Rezipient bestimmt, was eine Strafe/ein Abbruch durch Vermeidung ist. -> Dracu wirkt in dem tollen Video für mich absolut nicht gestraft, sondern an eine Abmachung erinnert. 2. Könnte Nein nicht (natürlich nur in diesem Zusammenhang) ein Spektrum sein? Ich lerne sehr viel aus diesem tollen Thread, arbeite aber nicht nach dem Ulli-Weg. Wenn ich mit Wilma Dummyarbeit mache, zeigt ihr ein ,,A" an, dass sie sich vom Dummy zu weit entfernt. Wie ein ,,kalt" beim Topfschlagen. Beim Fährtenuntersuchen auf der Rehwiese funktioniert dieses ,,A" wie ein Abbruch-> wir konzentrieren uns in eine andere Richtung, z.B. weil der Wechsel in ein Brombeergebüsch führt. Je nachdem wie vertieft Wilma arbeitet, kann das A sehr sanft oder etwas schärfer ausgesprochen werden. Ich muss einschätzen, wie viel Intensität gerade nötig ist. Da finde ich es schwierig die Grenze zu ziehen und zu sagen, ab dann ist es eine Vokabel auf die wir uns vorher verständigt haben und alles darüber ist ein Abbruch. Ergibt das Sinn?
Genauso benutze ich es auch!🤗

Was ich total spannend finde: Der Hund lernt ja, wie man tickt und nach kurzer Zeit braucht’s oft gar keine Äußerung meinerseits mehr, sondern es passiert automatisch das, was ich mir in der Situation vorstelle!🤗

Beispiel war bei uns die Straße: ich wollte kein hartes Kommando, aber ich wollte natürlich auch nicht, dass Polli einfach auf die Straße schlurft.
Also haben wir am Anfang ein „Warte“ eingeführt, um sie am Bordstein zu stoppen. Zum Glück hat Hundine nen eingebauten Bordsteindetektor… das hat’s echt einfach gemacht.😀
Echt schnell hat sie dann angehalten, ohne, dass ich es sagen musste.
Und wenn sie jetzt im Zweifel ist, ob der Bordstein jetzt ernstgenommen werden muss oder nicht, dann seh ich das Fragezeichen über ihrem Kopf und geb kurz ein „ey“, quasi als Erinnerung/Entscheidungshilfe.

Dieses gemeinsame Denken/Entscheiden find ich echt total faszinierend!
Funktioniert ja durchaus auch umgekehrt: Wenn ich in Gedanken vor mich hinschlurfe, zeigt mir Hundine auch schonmal eine Abzweigung an und schaut mich dann ganz erwartungsvoll an. Wenn ich dann zeige oder sogar „na denn los!“ sage, wird sofort freudig in die neue Richtung losgaloppiert und unser Spaziergang nimmt einen ganz anderen Verlauf…
 
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Ina
7. Apr. 09:14
Mit Amy (Border Terrier🌈) habe ich ein „Denk nach“ als Vorstufe zum „Nein“ gelernt. So als Erinnerung was unsere Abmachungen sind und triff dann deine Entscheidung. Das war nicht Situationsgebunden, sondern konnte alle Regeln des Miteinanders betreffen. Das hat Amy meistens tatsächlich zum Nachdenken gebracht.
Bei Yaco (Hund aus dem spanischen Auslandstierschutz) ist dieser Drang eigene Entscheidung zu treffen extrem ausgeprägt und betrifft sämtliche Lebensbereiche. Er hat selbstständig die Entscheidung getroffen bei uns zu bleiben und uns vorher getestet (wie reagieren wir in verschiedenen Situationen, wenn er nicht folgt). Selbst die Gabe von Ohrentropfen ist eine Entscheidung, die er trifft und vorher überlegt (soll er mir soweit vertrauen?) Wenn ich ihm die Zeit lasse seine Entscheidung zu treffen, vielleicht auch eine Belohnung in Aussicht stelle, dann kann ich ihn zu einer Entscheidung in meinem Sinne bewegen. Mit Kommandos und Zwang funktioniert bei ihm gar nichts, mit freundlicher Einladung und Mitnehmen auf meinem Weg fast alles.
Das hat natürlich nichts mit Kontrolle des Jagdverhaltens zu tun. Insofern muss ich auch in dieser Hinsicht nichts Abbrechen.