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Dogorama-Mitglied
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heute 15:24

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :)
Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen.

Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren.

Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet?

Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen!

Liebe Grüße
 
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Doro
26. März 16:40
Wenn du das wie im obigen Beitrag an Jochen beschreibst, ist es das, ja. Mila wird sich den Vorfall vor wenigen Wochen gemerkt haben. Aber ich persönlich sehe einen Konflikt als Chance, sich untereinander besser kennenzulernen, sich selbst besser kennenzulernen, einen Konflikt durchzustehen und daran in der Beziehung zu wachsen. Dracu hat auch immer schlimmstes von mir erwartet wenn wir einen Konflikt hatten mit unterschiedlicher Meinung. Er hatte enorm Stress, wollte mich meiden(lief weg), hatte Angst, doch ich blieb in den Situation stoisch. Lieb, freundlich, berechnend egal was er "verbrochen" hat. Mittlerweile durchleben wir Konflikte auf emotionaler Augenhöhe.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich keine freundliche Reaktion für jagen über. Es widerspricht mir innerlich total sie da noch anzufeuern. Meine Reaktion war eine ehrliche Mischung aus Ärger, weil ich vielleicht hätte früher reagieren müssen, Endtäuschung weil sie durchgestartet ist und Hilflosigkeit. Aber wenn ich mich recht erinnere, schreibt Ulli auch man soll ehrlich sein und der Hund darf ruhig auch mal wissen, wenn ich sauer bin. Vorspielen können wir unseren Hunden eh nichts.
 
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Doro
26. März 16:50
Zitat Beobachtest du uns etwa heimlich? Ich habe in der Tat mal ein Antijagdtraining in einer Hundeschule gemacht. Das ist aber schon eine ganze Weile her und davon ist eigentlich nur übrig geblieben, dass sie alleine nicht die Wege verlassen soll und das „raus da“. Das funktioniert im allgemeinen auch recht gut. Zitatende Ich will das auch gar nicht schlechtreden, die meisten HundehalterInnen wären überglücklich, wenn ihr Hund so selbstbeherrscht am Wild an lockerer Leine vorbeilaufen würde! Und das Meiden ist ja kein Dauerzustand, oder? Zitat Nur wenn sie ein Zoomie kriegt hab ich nichts mehr zu melden und sie düst durch die Büsche wie eine Rakete 😬 Zitatende 😀... die zählen nicht (sind aber auch ein "Ausdruck" von Aufgestautem) Zitat Ich denke ihr Verhalten gestern, also der Stress und Druck/die Tabuisierung stammt daher, dass sie vor wenigen Wochen, genau auf diesen Wiesen jagen war und ich deutlich meinen Unmut kundgetan habe. Also so ein bisschen unfreundlich rumgenörgelt habe, sie dann an die kurze Leine genommen habe und direkt zum Auto bin. Zitatende Das kann sein, sie ist ja auch so eine Sensible, wenn ich mich recht erinnere...
Das meiden ist kein Dauerzustand.

Ich weiß dass Zoomies ein Zeichen von Stress sein können. Deshalb machen wir auch Pausen. Die Zoomies sind auch schon viel weniger geworden.

Und Mila ist ein ziemliches Sensibelchen.
 
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Dogorama-Mitglied
26. März 17:38
Für Tina sind Katzen auch EndgegnerInnen.
Aber sie weiss, dass ich das nicht will.
Ist sie mal wieder drüber, kann sie auch nicht an sich halten und steigt u.a. auch mal in die Leine.
Ansonsten versucht sie, es nicht falsch zu machen. Und an der Stelle wäre es schöner, sie könnte es richtig machen, weiss jedoch nicht, was sie machen soll.
Wir haben eine Katzenstelle, wo wir zusammen die Katze suchen (Hecke hinter einem Zaun) und ich sie lobe, wenn sie gründlich geguckt hat und dann mitkommt.
Das klappt gut, kann aber auf andere Situationen eben nicht immer übertragen werden.
Hier muss ich einfach noch deutlicher werden.
Aber momentan bin ich froh, wenn wir vorbei kommen.
Besser als Kampf.
Und wir arbeiten ja am Stressabbau, damit Tina sich besser konzentrieren kann und nicht immer so drüber ist. Auch medikamentös.
Dauert nur eine Weile.
 
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Dogorama-Mitglied
27. März 18:08
Allen ein schönes Wochenende.🍀
(Randnotiz:
•Wir haben noch keine Brut und Setzzeit.
•Keine Generelle Leinenpflicht.
•Wir befanden uns auf dem Waldweg.)
 
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Dogorama-Mitglied
28. März 11:27
Tina hat uns gestern gezeigt, dass die Entscheidung, abends in den Wildpark zu gehen, falsch war. Sie ist in grossen Bögen an Gehegen vorbei gerannt und hat versucht, zum Stressabbau Fressen zu finden.
Gar nicht schön, zu sehen, wie überfordert sie war. 😐
Am Ende wollte sie dennoch zu den Nutrias und Enten. Sie war noch angespannt, aber ansprechbar und hat uns mehrere Nutrias gezeigt und sich wie Bolle gefreut, dass wir uns darüber gefreut haben.
Wenigstens ein versöhnliches Ende, aber für uns ein Zeichen, es noch eine Weile ruhiger angehen zu lassen.

Wie ist das bei Euch - merkt Ihr vorher / rechtzeitig, wenn etwas zuviel ist?
Und woran?
 
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Dogorama-Mitglied
28. März 12:05
Tina hat uns gestern gezeigt, dass die Entscheidung, abends in den Wildpark zu gehen, falsch war. Sie ist in grossen Bögen an Gehegen vorbei gerannt und hat versucht, zum Stressabbau Fressen zu finden. Gar nicht schön, zu sehen, wie überfordert sie war. 😐 Am Ende wollte sie dennoch zu den Nutrias und Enten. Sie war noch angespannt, aber ansprechbar und hat uns mehrere Nutrias gezeigt und sich wie Bolle gefreut, dass wir uns darüber gefreut haben. Wenigstens ein versöhnliches Ende, aber für uns ein Zeichen, es noch eine Weile ruhiger angehen zu lassen. Wie ist das bei Euch - merkt Ihr vorher / rechtzeitig, wenn etwas zuviel ist? Und woran?
Was glaubst du warum Tina im Wildpark so reagiert hat?
Überfordert bezüglich des Geruchs vom Wild aus Jagdlicher Sicht?
(Ich kann mir vorstellen das Dracu in einem Wildpark total durchdreht weil der Wildgeruch so stark konzentriert ist.)
Oder einfach nur die Eindrücke?

Wenn man seinen Hund lesen kann wird man es je nach Situation rechzeitig sehen können, nur nicht wenn es plötzlich einen Reiz gibt wo der Stresspegel plötzlich nach oben schießt.
Ebenso wie der allgemeine Stresspegel beim Hund ist, und Tina wird ja durch ihre Krankheitsgeschichte schon immer bisschen mehr Cortisol im Blut haben? 🫤

Freu dich über den tollen Abschluss! 🤗
Hätte ich auch gemacht.
Immer die positiven Dinge im Auge behalten.

Für Dracu wird es schwer auf mich zu reagieren wenn etwas zu viel wird, er wirkt dann ungorhsam.
 
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Dogorama-Mitglied
28. März 13:08
Tina hat uns gestern gezeigt, dass die Entscheidung, abends in den Wildpark zu gehen, falsch war. Sie ist in grossen Bögen an Gehegen vorbei gerannt und hat versucht, zum Stressabbau Fressen zu finden. Gar nicht schön, zu sehen, wie überfordert sie war. 😐 Am Ende wollte sie dennoch zu den Nutrias und Enten. Sie war noch angespannt, aber ansprechbar und hat uns mehrere Nutrias gezeigt und sich wie Bolle gefreut, dass wir uns darüber gefreut haben. Wenigstens ein versöhnliches Ende, aber für uns ein Zeichen, es noch eine Weile ruhiger angehen zu lassen. Wie ist das bei Euch - merkt Ihr vorher / rechtzeitig, wenn etwas zuviel ist? Und woran?
Wir können auch nicht gut in Wildparks gehen. Pico versucht immer das Wildtierfutter vom Boden zu fressen. Die Tiere an sich findet er interessant, ist aber positiv-neutral. Die Wildschweine fand er immer interessant, Waschbären etwas gruselig (zumindest wenn sie direkt am Zaun stehen).

Bei Pico erkennt man sehr schnell, wenn überfordert ist. Er wird dann schreckhaft und verfällt in alte Muster. Es gibt dann auch kaum noch was, was ihn rausholt, dann hilft eigentlich nur ihn zurück ins Auto zu bringen oder nach Hause und Pause zu machen.
 
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Dogorama-Mitglied
28. März 14:16
Hmmmm, ich lasse den Input erstmal sacken.
Vielen Dank für die Antworten.
 
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Dogorama-Mitglied
29. März 21:00
Es war heute sehr spannend im Wald. Lucy hat ein bisschen geschäumt vor Aufregung 🫧
Den laufenden Rehen hat sie nur ein fragendes "Piep?" hinterhergeschickt und hat sich dann, statt hinterher zu wollen, mit Feuereifer auf die Fährte gestürzt. Alles noch etwas hektisch 😅 aber alles in allem prima! 🥰
 
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Dogorama-Mitglied
30. März 06:34
Nun habe ich den Ausflug nochmal Revue passieren lassen.
Tina war im Wildpark sowohl allgemein überreizt, als auch jagdlich.
Seit wir bei uns Rehe und Wildschweine "jagen", aber auch beobachten, sind diese manchmal vollkommen uninteressant. So auch im Wildpark: alles im Grössenbereich Ziege - Rotwild war überhaupt kein Thema. Elche und die riesigen Hochlandrinder, aber auch Wölfe waren gruselig, die kleinen Tiere dafür jagdlich interessant. Und Katzen (Luchse und Wildkatzen dort) sind ein eigenes Thema.

Für uns war es bislang fast unmöglich, im Haus zu erkennen, wo Tinas Stresspegel ist, weshalb wir auch diesmal im Wildpark eiskalt erwischt wurden.

Wir stellen ja gerade eine Medikamentendosis ein, tatsächlich geht es dabei auch um den Cortisolspiegel, und wir hatten die Erfolge wohl überschätzt und waren selbst auch zu aufgedreht deshalb.

Wir bleiben jetzt erstmal noch eine Weile etwas vorsichtiger mit Reizen allgemein und überlegen uns nochmal, wo / wie wir auf dem Ulli-Weg Kleintiere, vor allem: Mäuse, "jagen" können, denn Tina scheint hier ja zu differenzieren.
Bislang haben wir keinen guten Spot dafür.