Home / Forum / Verhalten & Psychologie / "Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Verfasser
Dogorama-Mitglied
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 2007
heute 15:24

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :)
Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen.

Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren.

Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet?

Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen!

Liebe Grüße
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Jochen
18. März 15:27
Und dennoch hat diese Geschichte ihre guten Seiten. Zb wie gut du Mira lesen kannst, wie gut du reflektierst, dass du erkennen konntest wie gut du Mira inzwischen tust, und das Hunde auch nur Menschen sind, die das nächst beste als Stressabbau nutzen. Bei Dracu ist das genauso. Er ist der beste erzogenste Hund, aber kommt Stress ins Spiel aus welchen Gründen auch immer, muss ich ihm seine Reaktivität eingestehen. Zb nach Tierarzt Besuch ist Leine Pflicht. Ich kann jeden einzelnen Moment wo Dracu durch ging mit vorangegangenen starken Stresssituation verknüpfen. Mittlerweile haben wir seine Bauchschmerzen und Durchfall gut im Griff, auch seine Umweltfestigkeit ist deutlich gestiegen, und seitdem streift er so gelassen durch den Wald. ☺️ Vor einem Jahr war es noch so, ein Mülltonnendeckel knallt zu und der nächste Vogel der über den Weg flog wurde zum gejagten. Du hast also Recht, Kirsten. Stress pusht das Jagdverhalten durch die Endorphine, Glückshormone die dem Hund in dem Moment einfach gut tun. Das hat nichts mit ungehorsam zu tun.
Ja, bei vielen Hunden ist das so, bei Pepe ist das Gegenteil der Fall. Sobald er gestresst ist, kann ich mir sicher sein, dass er in meiner Nähe bleibt, je nach Level exploriert er gar nicht mehr.

Je besser er drauf ist, desto aufmerksamer muss ich sein.

Ja, es ist sehr wichtig zu erkennen und einordnen zu können, wie der Hund wann tickt.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
18. März 16:18
Ja, bei vielen Hunden ist das so, bei Pepe ist das Gegenteil der Fall. Sobald er gestresst ist, kann ich mir sicher sein, dass er in meiner Nähe bleibt, je nach Level exploriert er gar nicht mehr. Je besser er drauf ist, desto aufmerksamer muss ich sein. Ja, es ist sehr wichtig zu erkennen und einordnen zu können, wie der Hund wann tickt.
So ist das in einer Beziehung nun mal. 😊
Und wer seinen Hund, so gut wie du, Kirsten und viele andere einschätzen können ist das eine wunderbare Beziehung die auf gegenseitigen Respekt beruht, und nur so kann eine Beziehung nachhaltig funktionieren.

Ich denke, so introvertiert wie Pepe ist, ist das bei ihm vorraus zu sehen.
Da ist Dracu eben doch zu draufgängerisch. 😅
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
18. März 16:20
Ich weiß wie das einen wurmen kann. Aber leider sind das immer wirklich nur Sekunden wo wir Menschen noch gar nicht Handlungsfähig sind weil das noch nicht ganz im Hirn ankam.😅
Wenigstens bist du dir dessen bewusst was überhaupt passiert ist.
Bei nächsten Mal bist du wachsamer, und du und Mira habt noch so viel gemeinsame Zeit zusammen wo du dich bestimmt noch oft genug als Hilfe erweisen musst.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
18. März 16:23
Bevor es zur Lagebesprechung an den Baumstumpf ging waren wir vorher eine Runde um den Teich im Dorf.
Als wir Drumherum gingen witterte Dracu auf einmal interessiert Richtung Teich.
Ich schaute mich auf dem Teich um, und siehe da, neben den vielen Enten schwamm ein Nutria durchs Wasser und fraß genüsslich etwas.

Es lohnt sich darauf zu achten was einem der Hund durch Nase , Augen und Ohren "zeigt".
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
18. März 16:51
Tina war heute Mittag nach einer langen und aufregenden Runde mit unschönen Hundebegegnungen und einer Piloerektion bis zum Dorthinaus leider total drüber. Ich dachte mir schon, dass sie jagen oder fressen möchte zum Stressabbau.
Kaum gedacht, ist sie schon ins Gras gesprungen, den eingebildeten Mäusen entgegen. 🙄
Zusammen jagen ist dann auch nichts, es müssen die Mäusesprünge sein, gerne auch ins Nichts.
Wir haben dann "auf links" und "auf rechts" geübt, mit viel überschwänglichem Lob und Leckerchen gestreut.😊
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
18. März 18:49
Tina war heute Mittag nach einer langen und aufregenden Runde mit unschönen Hundebegegnungen und einer Piloerektion bis zum Dorthinaus leider total drüber. Ich dachte mir schon, dass sie jagen oder fressen möchte zum Stressabbau. Kaum gedacht, ist sie schon ins Gras gesprungen, den eingebildeten Mäusen entgegen. 🙄 Zusammen jagen ist dann auch nichts, es müssen die Mäusesprünge sein, gerne auch ins Nichts. Wir haben dann "auf links" und "auf rechts" geübt, mit viel überschwänglichem Lob und Leckerchen gestreut.😊
Wenn man bedenkt wie Krank Tina eigentlich ist sind die Maussprünge ins nichts doch völlig ok?
Besser als anderweitig "abzudrehen"?
Tina hat so ein Glück bei euch zu sein.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
19. März 11:54
Wenn man bedenkt wie Krank Tina eigentlich ist sind die Maussprünge ins nichts doch völlig ok? Besser als anderweitig "abzudrehen"? Tina hat so ein Glück bei euch zu sein.
Vielen Dank. 😳
Ich glaube, wir sind nur normale Leute. 🙃

Meinst Du, die Mäusesprünge schaden nicht?
Ich hatte das Gefühl, dass Tina sich damit zwar ablenken kann, jedoch eher noch mehr hoch pusht.
Ausserdem sind Mäuse ja leider nicht die Besten im Überleben und wenn dann doch mal eine dort ist....

Ich find's schön, wie Andere hier gemeinsam Mäuselöcher erkunden, aber bei uns klappt das noch nicht so.
Mal schauen, wie wir das noch besser hinbekommen.
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
19. März 12:23
Vielen Dank. 😳 Ich glaube, wir sind nur normale Leute. 🙃 Meinst Du, die Mäusesprünge schaden nicht? Ich hatte das Gefühl, dass Tina sich damit zwar ablenken kann, jedoch eher noch mehr hoch pusht. Ausserdem sind Mäuse ja leider nicht die Besten im Überleben und wenn dann doch mal eine dort ist.... Ich find's schön, wie Andere hier gemeinsam Mäuselöcher erkunden, aber bei uns klappt das noch nicht so. Mal schauen, wie wir das noch besser hinbekommen.
Hm, Hochpushen ist vielleicht doch nicht das beste.
Vielleicht könnte man es umlenken ähnlich wie Kirsten es mit Mira machte.
Vielleicht eine ganz andere Richtung mit Tina gehen?
Tina kann doch gut Rehe beobachten?
Es scheint ihr jedenfalls zu gefallen wenn sie sich danach wälzt aka Tina-Rolle! 😁
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
19. März 22:20
Hm, Hochpushen ist vielleicht doch nicht das beste. Vielleicht könnte man es umlenken ähnlich wie Kirsten es mit Mira machte. Vielleicht eine ganz andere Richtung mit Tina gehen? Tina kann doch gut Rehe beobachten? Es scheint ihr jedenfalls zu gefallen wenn sie sich danach wälzt aka Tina-Rolle! 😁
🤔 Alles gute Ideen, in der Situation jedoch so gut wie nie umsetzbar.
Passiert meistens auf einem Rückweg, wo dann überall Grasrand-Mausgebiet ist, dafür leider keine Rehe. 😐
Umlenken auf Snackies werfen oder eben ein Beifussgehen ist bislang das Beste. So blöd das auch klingt, aber manchmal will Tina so gerne gehorsam sein und gefallen, dass ihr sowas Spass macht. Und die Konzentration scheint auch zu helfen.
Ich überlege, mit ihr das Tragen eines Gegenstandes zu üben, das könnten wir dann vielleicht machen.

Mal was anderes, was ist das? Google Lens sagt Schaf oder Ziege, was in der Gegend nicht frei läuft:
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
20. März 04:18
🤔 Alles gute Ideen, in der Situation jedoch so gut wie nie umsetzbar. Passiert meistens auf einem Rückweg, wo dann überall Grasrand-Mausgebiet ist, dafür leider keine Rehe. 😐 Umlenken auf Snackies werfen oder eben ein Beifussgehen ist bislang das Beste. So blöd das auch klingt, aber manchmal will Tina so gerne gehorsam sein und gefallen, dass ihr sowas Spass macht. Und die Konzentration scheint auch zu helfen. Ich überlege, mit ihr das Tragen eines Gegenstandes zu üben, das könnten wir dann vielleicht machen. Mal was anderes, was ist das? Google Lens sagt Schaf oder Ziege, was in der Gegend nicht frei läuft:
Dann lass sie Fuß laufen? 🤗
Oder lass sie gegen deine Hand springen? Alternativ für das Mausspringen? Ähnlich wie ein Hand Touch, also mit der Nase die Handfläche anstupsen.

So genau kenne ich mich nicht aus.
Aber von der Größe her eventuell Rehwild. Und davon habt ihr ja genügend.
Schädel vom Rehwild sind sehr klein, und gedrungen.
Rotwild logischerweise sehr groß, und langgezogen.
Auch die Knöchernen Stirnzapfen unterscheiden sich bei Reh-und Rotwild.
(Das ist also etwas weibliches gewesen.)
Obwohl auch weiblich Rehe Stirnzapfen haben können. 🙈😁
Und grandeln sieht man auch keine, da diese häufiger beim Rotwild zu finden sind, liegt aber auch daran, dass der vordere Teil der Nase an diesem Schädel fehlt.

Das sind meine Gedanken dazu.🙈😂