Bei normalen Spaziergängen hat man im Kopf, dass der Hund sich lösen soll, ausgelastet werden soll und dass Hundebegegnungen stressig sein werden. Mach öfter mal einen Trainingsspaziergang, wo nichts eine Rolle spielt, außer den Hundebegegnungen. Setzt oder stellt Euch irgendwo hin, in sicherem Abstand zu anderen Hunden, und beobachtet nur. Dann wieder nach Hause. So oft, bis Ihr beide dabei entspannt bleibt. Dann näher ran, aber nur den Abstand verkleinern, nicht zu viel auf einmal.
Im Zweifel irgendwo hin, wo es ganz ruhig ist, nicht die üblichen Wege.
Das wäre ein Training, wo er lernt, mit dem Problem umzugehen.
Bei den normalen Spaziergängen dann ablenken, so frühzeitig wie möglich. Verschiedene kleine Spielchen machen, die der Hund gerne macht und gut kann.
Eine hilfreiche Strategie ist, sich vor jedem Spaziergang zu überlegen, wie man mit den Situationen, die auftreten könnten, umgehen wird. Nach jedem Spaziergang reflektieren, was gut funktioniert hat und was nicht. Dann schon nach alternativen Lösungen suchen. Wenn Ihr zu Zweit analysiert, immer konstruktiv bleiben, keine Vorwürfe.
Social Walks sind ein guter Weg, das Ganze zu üben. Mit Gleichgesinnten kann man super verabreden, wie die Begegnung verlaufen soll.
Es hilft auch, dem Hund in entspannten Situationen beizubringen, hinter einem zu bleiben. Nur die abgewandte Seite reicht oft nicht. Du musst schräg vor ihm sein, solange jemand von vorne kommt, aber schräg hinter ihm, wenn derjenige an Euch vorbei ist. Damit Dein Hund nicht nach hinten ungeschützt ist. Also permanent genau dazwischen sein. Und das nicht erst in der Begegnungssituation üben.