Ja Kirsten.Das was Du schreibst ist ja richtig will sie mit der Fragestellung aber gar nicht wissen.
Meine Frage wäre da - Könnt Ihr eure Schützlinge lesen und deuten ,wie sieht das im einzelnen aus?
Kein Problem. Ich liefere gern mehr Kontext.
Gerne ausgehend von der Frage:
„Wisst ihr wie Hund untereinander kommunizieren?“
Ich sage, wie Hunde kommunizieren variiert stark. Es ist u.a. abhängig, von der eigenen Verfassung, von den eigenen Emotionen und von Gegenüber (und weiteren Faktoren).
Ich behaupte, beim Menschen ist es ähnlich. Wir sind dann am besten lesbar für den Hund, wenn wir stimmig mit unserer eigenen Gemütslage kommunizieren. Das ist die Art, wie ich versuche mit meiner Hündin zu leben, auch wenn es mir sicher nicht immer gelingt. Ich bemühe mich über Stimme, intuitive Handzeichen und z.B. auch über Dinge wie Abstand einzuhalten, wenn es notwendig ist, zu vermitteln in welche Richtung ich möchte. Möchte ich zum Beispiel umdrehen, ist es weniger sinnvoll zu meiner Hündin aufzuschließen, weil es sie animieren würde nach vorne zu gehen.
Bin ich offen (siehe mein Kommentar zuvor) kann ich lernen was mein eigenes Verhalten bei meiner Hündin verursacht, entsprechend dazulernen und unsere Kommunikation läuft mehr nach meinen Wünschen ab, weil weniger Missverständnisse entstehen.
Schaue ich mir aufmerksam an, wie mein Hund/ oder Gesprächspartner sich verhält, fallen mir vielleicht unterschiedliche Möglichkeiten ein, damit umzugehen.
Mal angenommen, jemand, dein Hund zeigt sich nicht einverstanden mit dem was du sagst. Zeigt eine Form von Korrektur. Geht in die Konfrontation mit dir und anderen in dem Umfeld. Früher hätte man wohl direkt gedeckelt, besonders dann, wenn man wahrnimmt, dass der Hund eine Aufgabe(n) übernimmt, die eigentlich besser in anderen Händen aufgehoben wäre. Vielleicht wirkt das Verhalten sogar kontrollierend, stark moderierend eben. Fast schon so als wolle er die Führung übernehmen.
Nun besteht die Möglichkeit sich mit Hierarchie- oder Kompetenzfragen zu befassen, ob es vielleicht darum geht eine soziale Position zu stärken. Oder man verlässt diese Metaebene und zieht in Erwägung, dass das Individuum durchgehend sein Bedürfnis nach Klarheit und Ordnung kommuniziert und das einfach die eigene Art ist, sich einzubringen, um die Unklarheit zu lösen.
Dann wäre das Problem aufgehoben, wenn die Ausgangsthematik, die möglicherweise Unstimmigkeiten verursacht hat, verständlich strukturiert werden würde.
Und wenn das nicht funktioniert, würde ich wieder versuchen anzupassen, bis ich die Ursache fände.
Mal so als rein hypothetischer Ausflug in meine Gedankenwelt 😇
Ich persönlich denke, dass die Kommunikation mit dem Hund, das Leben, das Arbeiten, wie auch immer man es bezeichnen mag, keine binäre Frage ist, die sich durch ja/ nein beantworten lässt. Es ist ein fortlaufendes Annähern aneinander durch gegenseitiges Feedback. Eben genau wie in zwischenmenschlichen Bereichen. Meistens hat keiner von beiden etwas Böses im Sinn, sondern möchte sein Problem gelöst haben. Den Hund lesen zu lernen, gelingt doch am besten im Prozess des gegenseitigen Feedbacks.