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Kim
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 95
zuletzt 28. Aug.

Hundesprache Lesen und Verstehen

Könnt ihr die Sprache von eurem eigenen Schützling lesen und richtig deuten?

Gibt es Unterschiede zu anderen Hunden?

Wisst ihr wie Hunde untereinander kommunizieren?

Arbeitet ihr auch auf der Basis mit eurem Hund? Wenn ja, funktioniert es?
 
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Kirsten
27. Aug. 20:46
Ja Kirsten.Das was Du schreibst ist ja richtig will sie mit der Fragestellung aber gar nicht wissen. Meine Frage wäre da - Könnt Ihr eure Schützlinge lesen und deuten ,wie sieht das im einzelnen aus?
Kein Problem. Ich liefere gern mehr Kontext.
Gerne ausgehend von der Frage:
„Wisst ihr wie Hund untereinander kommunizieren?“
Ich sage, wie Hunde kommunizieren variiert stark. Es ist u.a. abhängig, von der eigenen Verfassung, von den eigenen Emotionen und von Gegenüber (und weiteren Faktoren).
Ich behaupte, beim Menschen ist es ähnlich. Wir sind dann am besten lesbar für den Hund, wenn wir stimmig mit unserer eigenen Gemütslage kommunizieren. Das ist die Art, wie ich versuche mit meiner Hündin zu leben, auch wenn es mir sicher nicht immer gelingt. Ich bemühe mich über Stimme, intuitive Handzeichen und z.B. auch über Dinge wie Abstand einzuhalten, wenn es notwendig ist, zu vermitteln in welche Richtung ich möchte. Möchte ich zum Beispiel umdrehen, ist es weniger sinnvoll zu meiner Hündin aufzuschließen, weil es sie animieren würde nach vorne zu gehen.
Bin ich offen (siehe mein Kommentar zuvor) kann ich lernen was mein eigenes Verhalten bei meiner Hündin verursacht, entsprechend dazulernen und unsere Kommunikation läuft mehr nach meinen Wünschen ab, weil weniger Missverständnisse entstehen.


Schaue ich mir aufmerksam an, wie mein Hund/ oder Gesprächspartner sich verhält, fallen mir vielleicht unterschiedliche Möglichkeiten ein, damit umzugehen.

Mal angenommen, jemand, dein Hund zeigt sich nicht einverstanden mit dem was du sagst. Zeigt eine Form von Korrektur. Geht in die Konfrontation mit dir und anderen in dem Umfeld. Früher hätte man wohl direkt gedeckelt, besonders dann, wenn man wahrnimmt, dass der Hund eine Aufgabe(n) übernimmt, die eigentlich besser in anderen Händen aufgehoben wäre. Vielleicht wirkt das Verhalten sogar kontrollierend, stark moderierend eben. Fast schon so als wolle er die Führung übernehmen.

Nun besteht die Möglichkeit sich mit Hierarchie- oder Kompetenzfragen zu befassen, ob es vielleicht darum geht eine soziale Position zu stärken. Oder man verlässt diese Metaebene und zieht in Erwägung, dass das Individuum durchgehend sein Bedürfnis nach Klarheit und Ordnung kommuniziert und das einfach die eigene Art ist, sich einzubringen, um die Unklarheit zu lösen.

Dann wäre das Problem aufgehoben, wenn die Ausgangsthematik, die möglicherweise Unstimmigkeiten verursacht hat, verständlich strukturiert werden würde.

Und wenn das nicht funktioniert, würde ich wieder versuchen anzupassen, bis ich die Ursache fände.
Mal so als rein hypothetischer Ausflug in meine Gedankenwelt 😇

Ich persönlich denke, dass die Kommunikation mit dem Hund, das Leben, das Arbeiten, wie auch immer man es bezeichnen mag, keine binäre Frage ist, die sich durch ja/ nein beantworten lässt. Es ist ein fortlaufendes Annähern aneinander durch gegenseitiges Feedback. Eben genau wie in zwischenmenschlichen Bereichen. Meistens hat keiner von beiden etwas Böses im Sinn, sondern möchte sein Problem gelöst haben. Den Hund lesen zu lernen, gelingt doch am besten im Prozess des gegenseitigen Feedbacks.
 
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Kirsten
27. Aug. 21:37
Die offen gehaltene Fragestellung fand ich bis jetzt ganz interessant, weil die Antworten dadurch sehr unterschiedlich ausfallen und es selbst mehr zum mitdenken anregt.

Das Beispiel mit dem reagieren auf die eingeklemmte Rute geht ja in die Richtung, die ich mit Feedback meinte, wenn ich es richtig verstehe? Vielleicht magst du ja mal ausformulieren, wie du damit umgehst, Sigi? Falls du Lust hast 🐾
 
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Tanja
27. Aug. 21:47
Wisst ihr wie Hunde untereinander kommunizieren? Ist die Frage und die Antwort wäre "hauptsächlich über Körpersprache" 😊
Aber das ist doch wohl klar, oder nicht? Reden können sie ja nicht. Ich dachte jetzt nicht, dass die Antwort so einfach sein sollte. Habe viel komplexer gedacht...
 
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Kim
27. Aug. 21:48
Aber das ist doch wohl klar, oder nicht? Reden können sie ja nicht. Ich dachte jetzt nicht, dass die Antwort so einfach sein sollte. Habe viel komplexer gedacht...
Okay das verstehe ich, man kann das ganze natürlich aus komplett ausführen, allerdings habe ich heute schon verdammt viel gelesen und geschrieben das hat mich erschöpft. Und für alle ist es eben nicht klar, und naja sie können "reden" nur nicht auf unserer Sprache😊
 
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Sigi
27. Aug. 21:53
Ich würde lesen und deuten noch auf zwei ebenen beziehen.
Einerseits auf Eskalationsstufe und Hund/Mensch Stufe.
Und anstatt Arbeit es Interagieren bezeichnen.
Dann wäre es klarer - oder?
Snow zeigt mir wenn ich zu lange Musik höre oder Fersehe das er die Schnautze voll hat,deutlich das er zu Bett gehen will ( auch ohne mich), indem er vor die Schlafzimmertüre steht und mich anschaut.( Interagieren)
 
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Kirsten
27. Aug. 22:03
Ich würde lesen und deuten noch auf zwei ebenen beziehen. Einerseits auf Eskalationsstufe und Hund/Mensch Stufe. Und anstatt Arbeit es Interagieren bezeichnen. Dann wäre es klarer - oder? Snow zeigt mir wenn ich zu lange Musik höre oder Fersehe das er die Schnautze voll hat,deutlich das er zu Bett gehen will ( auch ohne mich), indem er vor die Schlafzimmertüre steht und mich anschaut.( Interagieren)
Tolles Beispiel! Und funktionierts? 😁
 
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Sigi
27. Aug. 22:05
Tolles Beispiel! Und funktionierts? 😁
Ja absolut und nicht antrainiert.😁
 
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Tanja
27. Aug. 22:19
Ja absolut und nicht antrainiert.😁
Ja, das ist richtig, da könnte ich auch ne Menge an Beispielen beisteuern! Eben wie du schon sagst, nicht antrainiert! Man müsste schon ein Holzklotz sein, um den Hund nicht zu verstehen...
 
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Kirsten
27. Aug. 22:28
Ja, das ist richtig, da könnte ich auch ne Menge an Beispielen beisteuern! Eben wie du schon sagst, nicht antrainiert! Man müsste schon ein Holzklotz sein, um den Hund nicht zu verstehen...
Oh, im Fall den Kim geschildert hat, kann ich mir gut vorstellen, dass das nicht so leicht ist.

Das muss unheimlich frustrierend sein, wenn man versucht, den Auslöser zu finden, sich entsprechend gut einschätzbar zu verhalten und die Hündin immer wieder panisch agiert.

@Kim ich drücke die Daumen, dass es besser wird und du die Ursache identifizieren kannst 🌸
 
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Sigi
27. Aug. 22:36
Ja, das ist richtig, da könnte ich auch ne Menge an Beispielen beisteuern! Eben wie du schon sagst, nicht antrainiert! Man müsste schon ein Holzklotz sein, um den Hund nicht zu verstehen...
Achja, Snow hat da auch jede Menge Specialeffects.😂😂