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꧁𒆜𝔍𝔢𝔰𝔰𝔦𝔠𝔞⚜️
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 59
zuletzt 8. Sept.

Hund von einer Freundin springt Mann ins Gesicht

🐾 Wie würdet ihr dieses Verhalten einschätzen?

Hallo zusammen, ich würde gerne einmal eure Einschätzung zu einem Vorfall mit dem Hund einer Freundin bekommen. Mir geht es ausdrücklich nicht darum, den Hund schlechtzureden oder vorschnell als aggressiv abzustempeln, sondern darum, das Verhalten besser zu verstehen.

Heute saßen wir gemeinsam auf einer Bank. Ich habe mit meinem Hund Odin gespielt und ihm Zapfen geworfen. Ein Mann mit Mountainbike stand in unserer Nähe, nahm einen Zapfen auf und begann ebenfalls, ganz entspannt mit Odin zu spielen.

Der Hund meiner Freundin war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht angeleint.

Plötzlich schoss der Hund nach vorne und sprang den Mann massiv an – direkt in Richtung Gesicht. Für einen Moment hatte ich wirklich Angst, dass er ihn ins Gesicht beißen könnte. Der Mann blieb glücklicherweise völlig ruhig stehen. Meine Freundin nahm ihren Hund daraufhin sofort an die Leine.

Der Mann konnte anschließend sogar noch ein paar Minuten entspannt mit Odin weiterspielen und die Situation beruhigte sich wieder. Nach etwa zehn Minuten gingen wir weiter.

Später haben wir darüber gesprochen. Meine Freundin meinte, ihr Hund habe vermutlich einen Beschützerinstinkt gezeigt und nicht gewollt, dass der Mann mit Odin spielt.

Ich bin mir bei dieser Einschätzung allerdings nicht sicher und würde deshalb gerne eure Meinung hören.

Denn es gab bereits andere Situationen:

🔹 Wenn ich mit Odin spiele, springt der Hund meiner Freundin mich teilweise ebenfalls massiv an. Heute hat er mir dabei mit den Krallen den Bauch zerkratzt, was wirklich sehr schmerzhaft war.

🔹 Bei einer anderen Situation saßen wir im Wald auf einer Bank, als ein älteres Ehepaar um die Ecke kam. Der Hund ging ebenfalls massiv auf die beiden zu. Die Frau hatte große Angst vor Hunden. Der Mann sagte daraufhin ziemlich deutlich, dass das so nicht gehe und der Hund entsprechend erzogen werden müsse.

Mir fällt deshalb auf, dass der Hund in verschiedenen Situationen sehr stark auf Menschen reagiert – und insbesondere dann, wenn diese mit Odin interagieren.

Wie würdet ihr dieses Verhalten einschätzen?

Ist „Beschützerinstinkt“ hier tatsächlich eine plausible Erklärung? Oder könnten beispielsweise Übererregung, Unsicherheit, soziale Kontrolle, Ressourcenverteidigung oder etwas anderes dahinterstecken?

Und wie würdet ihr als Halter damit umgehen? Würdet ihr zunächst über Management arbeiten, also solche Situationen konsequent verhindern, oder direkt gezielt mit einem Trainer daran arbeiten?

Mir ist bewusst, dass man aus ein paar Situationen keine sichere Diagnose über die Motivation eines Hundes stellen kann. Genau deshalb würde mich eure Einschätzung interessieren.

Ich möchte den Hund wirklich nicht verurteilen – aber wenn ein Hund einem fremden Menschen ins Gesicht springt oder einen Menschen beim Anspringen verletzt, finde ich persönlich, dass man das ernst nehmen und genauer hinschauen sollte, unabhängig davon, welche Motivation dahintersteckt.

Wie würdet ihr die Situation einschätzen? Habt ihr so etwas schon einmal erlebt? 🐾❤️

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Zusätzliche Informationen ❗️

🐾 Noch ein paar ergänzende Informationen zu meiner ursprünglichen Frage

Da einige von euch geschrieben haben, dass für eine Einschätzung noch ein paar Informationen fehlen, möchte ich gerne noch etwas genauer auf die Situation und den Alltag des Hundes eingehen.

Mir ist wichtig zu sagen, dass ich den Hund keinesfalls schlechtmachen oder als „aggressiv“ abstempeln möchte. Ich versuche einfach, die Situationen möglichst genau zu beschreiben und besser zu verstehen, was hinter diesem Verhalten stecken könnte.

🏡 Zu Hause

Wenn meine Freundin nicht zu Hause ist, ist der Hund wohl sehr ruhig und schläft viel. Auch grundsätzlich ist er zu Hause gerne entspannt und schmust gerne.

Wenn allerdings Besuch kommt, ist er deutlich aufgeregter und lässt sich teilweise nur schwer wieder beruhigen.

🚲 Die Situation mit dem Mountainbike

Sowohl bei der heutigen Situation als auch bei der anderen von mir beschriebenen Situation gab es vorher keine besondere Begegnung oder irgendeinen offensichtlichen Auslöser.

Heute waren lediglich einige Mountainbiker unterwegs. Das allein scheint den Hund allerdings nicht zu stören. Er reagiert beispielsweise nicht grundsätzlich auf Fahrradfahrer, wenn diese an ihm vorbeifahren.

Was ich in meiner ursprünglichen Beschreibung noch vergessen hatte und was vielleicht wichtig ist:

Bevor der Mann mit Odin gespielt hat, ist der Hund meiner Freundin ganz von sich aus zu ihm hingegangen und hat sich von ihm streicheln bzw. kuscheln lassen. Es gab also zunächst überhaupt keine negative Reaktion gegenüber diesem Mann.

Der Mann nahm anschließend einen Zapfen und begann ganz entspannt, mit Odin zu spielen.

Erst in diesem Moment schoss der Hund meiner Freundin plötzlich nach vorne und sprang den Mann massiv an – direkt in Richtung Gesicht.

Der Mann hatte sich vorher nicht auffällig oder bedrohlich verhalten. Er war ruhig und entspannt. Auch das Fahrrad selbst schien kein Problem darzustellen.

Genau deshalb hat mich diese Situation so beschäftigt: Der Hund hatte kurz zuvor noch freiwillig Kontakt zu dem Mann gesucht und sich von ihm streicheln lassen. Die starke Reaktion kam erst, als der Mann anschließend mit Odin interagierte.

🐕 Noch eine andere Situation mit einem Kind

Es gab außerdem einmal eine Situation, bei der meine Freundin Müll rausbringen wollte und ihren Hund dabei an der Leine hatte.

Sie stand etwas ungünstig in einer Ecke und hat deshalb selbst weder das Kind noch die Situation richtig wahrgenommen. Dann kam plötzlich ein sehr kleines Kind auf einem Roller ziemlich schnell die Straße entlang und sauste direkt an ihrem Hund vorbei.

In diesem Moment ging der Hund ebenfalls massiv auf das Kind los.

Meine Freundin hat mir später selbst erzählt, dass sie in diesem Augenblick nicht sicher war, ob ihr Hund das Kind beziehungsweise den Roller möglicherweise gebissen hätte, wenn er es geschafft hätte.

Auch hier war das Kind also nicht bewusst auf den Hund zugegangen oder hatte ihn provoziert. Es kam vielmehr sehr plötzlich und schnell an ihm vorbei.

🚶‍♀️ Alltag und Auslastung

Soweit ich weiß, ist der Alltag bei meiner Freundin insgesamt eher ruhig. Sie hat keine Kinder und dementsprechend gibt es zu Hause auch nicht ständig Trubel.

Der Hund bekommt ungefähr zweimal am Tag Auslauf.

Mittags gehen sie meistens eine größere Runde von etwa zwei Stunden. Abends gibt es je nach Tag noch einmal ungefähr 30 Minuten bis eine Stunde.

Ansonsten hat der Hund zu Hause eher seine Ruhe und kann entspannen.

❤️ Warum ich das alles ergänze

Ich möchte mit diesen zusätzlichen Informationen keinesfalls behaupten, dass ich weiß, warum der Hund so reagiert.

Mir ist bewusst, dass man aus Erzählungen und einzelnen Situationen keine sichere Einschätzung über die Motivation eines Hundes treffen kann.

Mich interessiert vielmehr, ob diese zusätzlichen Beobachtungen für euch etwas an der Einschätzung verändern.

Vor allem frage ich mich:

🔹 Könnte das tatsächlich ein Beschützerverhalten gegenüber meiner Freundin bzw. Odin sein?

🔹 Oder könnte es eher mit Übererregung, Unsicherheit, fehlender Impulskontrolle oder einer Reaktion auf schnelle bzw. unerwartete Bewegungen zusammenhängen?

🔹 Könnte es eine Rolle spielen, dass er im Alltag relativ wenig Situationen mit fremden Menschen, Kindern oder viel Trubel erlebt?

🔹 Und wie würdet ihr insbesondere die Situation mit dem Kind auf dem Roller einschätzen?

🔹 Wie würdet ihr die Tatsache bewerten, dass der Hund zunächst freiwillig Kontakt zu dem Mountainbiker gesucht und sich von ihm streicheln lassen hat und erst anschließend so massiv reagierte, als dieser mit Odin spielte?

Mir geht es wirklich darum, das Verhalten zu verstehen und nicht zu verurteilen.

Ich finde nur, dass man solche Situationen ernst nehmen sollte, wenn ein Hund wiederholt sehr massiv auf Menschen reagiert – insbesondere wenn es für den Halter selbst nicht sicher einzuschätzen ist, ob daraus im Ernstfall auch ein Biss entstehen könnte.

Vielleicht helfen euch diese zusätzlichen Informationen dabei, die Situation etwas besser einzuordnen. 🐾❤️
 
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Isabella
8. Sept. 04:14
🤔?
Ich kann es dir mal in Ruhe erklären.
Habe gerade nicht viel Zeit, da ich mich fertig machen muss.
Ich schreibe dich später mal an.
 
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Aga
8. Sept. 05:51
Mein vorheriger Rüde kam mit etwa 4 Monaten mit Parvovirose aus einer ungarischen Tötungsstation, war dann 2 Monate schwerkrank in der Klinik, d hab ich ihn betreut und mit nem halben Jahr etwa hab ich ihn mit heim genommen, der hatte also in seiner Anfangsphase seines Lebens keine richtige Sozialisierung mit Menschen. Bei mir zuhause lag ich im Bett und er hat mir angefangen fest in den Arm zu beißen, ich musste ihn dann kurz anbinden weil er immer aggressiv wurde und mich und meine Eltern im Haus gestellt hat. Das Thema war dann erstmal erledigt, für mich und meine Eltern lebenslang aber es waren sehr harte 15 Jahre. Paar Jahre später in meiner eigener Wohnung hatte ich mal Besuch, er lag mit auf der Couch und hat geschlafen, ein Kumpel wollte von der Couch aufstehen und hat sich komisch über ihn gebeugt, dem hat er ausm Schlaf ins Gesicht gefasst. Ich war erschrocken. Danach hab ich solche Situationen nicht mehr zu gelassen, dass er bei Besuch mit dabei und auf der Couch ist. Draußen wollte er ab und zu Männer angehen und hat Kinder fixiert wie ne Katze, ich war aber sehr vorsichtig. Jahre später war er mal bei meinen Eltern wo ich arbeiten war, die kannte er ja gut, es kam ein Handwerker der die Küche machen wollte, Parvo hat ihn an der Tür freundlich begrüßt und sich abgelegt. Der Mann hat sich irgendwann gebückt und Parvo ist ihm ins Gesicht. Dem Mann ist nicht viel passiert, es war jemand aus Dorf und er hat mich nicht angezeigt. Ich hatte ihn ab da nur noch mit und wenn ich dabei war konnte ich die gefährlichen Situation früh genug abwenden aber ich habe mich in den 15 Jahren immer mehr sozial zurück gezogen. Er war zu mir 100 Prozent loyal aber nach außen war’s nicht einfach. Bei uns gab’s nur Trainer, die mit sehr alten und teils aversiven Methoden arbeiten und das wollte ich auch nicht. Ich hab’s immer etwas auf sein Lebensbeginn in der Tötungsstation geschoben, weil ich nicht weiß was er da gerade mit Männern mit denen er ja Probleme hatte, erlebt hat. Meine jetzige Hündin reagiert überhaupt nicht so, sie ist sehr freundlich mit Mitmenschen, Besuchern, Kindern, Fahrradfahrern, Joggern und die erziehe ich gleich. Sie ist da das absolute Gegenteil.
 
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꧁𒆜𝔍𝔢𝔰𝔰𝔦𝔠𝔞⚜️
8. Sept. 07:13
Hi, eventuell habe ich die Info nicht entdeckt, aber wie lange hat deine freundin den Hund schon und wo kommt er her? Tierschutz? Dass er direkt angreift ohne knurren oder bellen, kann dadurch entstehen, dass man ihm früher die Vorzeichen abgewöhnt hat bzw nicht ernst genommen. Und er somit gelernt hat, nur durch direkten Angriff erhält er den "gewünschten" Effekt. Hoffentlich versteht deine Freundin, dass sie eine tickende Zeitbombe hat... früher oder später passiert was schlimmes, wenn man jetzt nicht eingreift (damit meine ich, kompetenten Hundetrainer holen). Daher, muss zuerst mal die Freundin aufwachen, und zwar dringend!!
Danke dir für deine Einschätzung ❤️

Sie hat ihn mit ungefähr sechs Monaten aus dem Tierheim übernommen
ursprünglich kommt er aus Slowenien.

Das mit den fehlenden bzw. kaum sichtbaren Vorzeichen finde ich tatsächlich sehr interessant. Ich selbst kann natürlich nicht beurteilen ob ihm früher vielleicht Knurren oder andere Warnsignale abgewöhnt wurden oder ob diese einfach nicht ernst genommen wurden. Deshalb würde mich auch interessieren ob jemand von euch schon einmal einen ähnlichen Hund erlebt hat und ob sich bei euch im Nachhinein herausgestellt hat, dass es bestimmte Warnsignale gab, die man anfangs einfach nicht richtig erkannt hat.

Was ich allerdings wirklich schwierig finde: Ich habe meiner Freundin schon mehrfach gesagt dass sie das Verhalten meiner Meinung nach ernst nehmen sollte und dass ich es nicht einfach darauf ankommen lassen würde. Gerade weil es inzwischen mehrere Situationen mit Menschen gab und sie selbst bei der Geschichte mit dem Kind auf dem Roller nicht sicher war ob sie ihn im Ernstfall hätte halten können.

Und ganz ehrlich: Das Gefühl dass er irgendwann zu einer „tickenden Zeitbombe“ werden könnte, habe ich tatsächlich auch. 🫠 Nicht, weil ich ihn grundsätzlich für böse oder aggressiv halte sondern weil ich das Muster der Situationen einfach beunruhigend finde. Wenn ein Hund wiederholt so massiv auf Menschen reagiert und man selbst als Halter nicht sicher sagen kann was er im nächsten Moment tun würde finde ich persönlich das man das nicht unterschätzen sollte.

Ich möchte aber trotzdem nicht behaupten das ich weiß warum er das macht. Genau deshalb habe ich den Beitrag überhaupt erstellt.

Ich würde einfach gerne noch mehr Erfahrungen dazu hören weil ich selbst nicht weiß wie ich das Ganze richtig einordnen soll. ❤️🐾
 
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꧁𒆜𝔍𝔢𝔰𝔰𝔦𝔠𝔞⚜️
8. Sept. 07:22
Guten Tag Jessica, zunächst möchte ich Ihnen sagen, daß ich es schätze, wie intensiv Sie sich mit dem Verhalten des Hundes Ihrer Freundin auseinandersetzen und um die Einschätzung anderer hier ersuchen. Doch die Gedankenlosigkeit Ihrer Freundin und ihr Umgang mit dem Hund erschüttern mich. Wenn Ihre Freundin mit all ihren Hunden zuvor auch so umgegangen ist, darf man hoffen, daß entweder dieser Hund ihr letzter sein wird oder sie ihre Einstellung und Handeln verändert. 1. Ein Hund hat Bedürfnisse Dazu gehören nicht nur Spaziergänge, Ernährung und medizinische Versorgung, sondern auch rassespezifische oder charakterspezifische Eigenheiten zu erkennen, zu kanalisieren oder umzulenken sowie geistige Auslastung. Wenn Ihrer Freundin das alles zu "anstrengend" ist, sollte sie besser kein Lebewesen wie einen Hund aufnehmen. 2. Aversive Erziehung Diese sollte meines Erachtens nur von ausgebildeten Profis oder nach guter Einweisung angewandt werden. So wie Sie es beschreiben, wird der Hund (inflationär) gemaßregelt, ohne ihm ein Alternativverhalten anzubieten, nur damit er, wie gewünscht, funktioniert. Vielleicht sollten Sie diesen Forum-Beitrag Ihrer Freundin mal zu Lesen geben, und auf ihre Einsicht und ihr Verständnis zum Wohle des ihr anvertrauen Hundes hoffen. Ich wünsche Ihnen und dem Hund Ihrer Freundin alles erdenklich Gute. Viele liebe Grüße Natascha
Hallo Natascha vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar und deine lieben Worte. ❤️

Einige deiner Punkte kann ich tatsächlich nachvollziehen. Vor allem beim Thema aversive Erziehung muss ich sagen das ich weiß das meine Freundin ihren Hund teilweise mit einer mit Steinchen gefüllten Flasche maßregelt. 🙈

Zum Beispiel wenn er draußen einen Hasen sieht und hinterherlaufen möchte schüttelt sie die Flasche sehr laut bzw. wirft sie in seine Richtung um ihn davon abzuhalten. Das Problem das ich dabei sehe ist allerdings gar nicht unbedingt nur die Methode an sich sondern dass sie solche Dinge meiner Wahrnehmung nach nicht wirklich konsequent verfolgt. Sie macht es ein paar Mal
und irgendwann wird es ihr zu anstrengend.

Ich frage mich deshalb tatsächlich was der Hund daraus überhaupt lernen kann. Gerade wenn unerwünschtes Verhalten zwar kurzzeitig unterbrochen wird aber kein alternatives Verhalten aufgebaut wird und das Ganze anschließend wieder versandet. Ich bin aber natürlich keine Hundetrainerin und möchte auch hier nichts als Tatsache darstellen.

Was mich zusätzlich beschäftigt, ist das sie das Verhalten ihres Hundes meiner Meinung nach teilweise ziemlich herunterspielt oder anders interpretiert. Bei der Situation mit dem Mountainbiker meinte sie beispielsweise er hätte Odin bzw. sie „beschützen“ wollen. Ich bin mir da einfach überhaupt nicht sicher und genau deshalb habe ich den Beitrag erstellt.

Bei den Situationen mit Menschen finde ich es besonders schwierig weil es inzwischen mehrere unterschiedliche Beispiele gibt. Er ist nicht nur einmal aus irgendeinem Grund nach vorne gegangen sondern es gab Situationen mit dem Mountainbiker, mit mir beim Spielen mit Odin, mit dem älteren Ehepaar und mit dem Kind auf dem Roller. Gerade bei dem Kind wusste meine Freundin selbst hinterher nicht sicher ob ihr Hund es möglicherweise gebissen hätte, wenn sie ihn nicht hätte halten können.

Deshalb habe ich ihr auch schon mehrfach gesagt das ich das wirklich ernst nehmen würde und nicht erst warten möchte bis irgendwann tatsächlich etwas passiert. Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich beunruhigend wenn der eigene Halter selbst nicht sicher einschätzen kann wie sein Hund in einer bestimmten Situation reagieren wird.

Gleichzeitig möchte ich ihr aber auch nichts unterstellen. Wie genau ihr Alltag mit ihm aussieht und wie sie mit ihm umgeht wenn ich nicht dabei bin weiß ich natürlich nicht vollständig.

Ich werde ihr deinen Kommentar auf jeden Fall zeigen. ❤️ Vielleicht bringt es tatsächlich etwas wenn sie die Einschätzung einmal von jemand anderem liest und nicht nur von mir hört das ich mir Sorgen mache.
 
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꧁𒆜𝔍𝔢𝔰𝔰𝔦𝔠𝔞⚜️
8. Sept. 07:29
Hallo Jessica, wenn Deine Freundin für alle gut gemeinten Hinweise von Dir schon nicht zugänglich ist, meinst Du dann, dass Du mit den Hinweisen, die Dir die Forumteilnehmer hier geben, weiter kommst? Oder ist das alles verlorene Liebesmühe hier?
Ganz ehrlich: Ich hoffe schon das die vielen unterschiedlichen Einschätzungen hier vielleicht etwas bei ihr bewirken, wenn ich ihr die Kommentare zeige. 🙏🏻

Ich habe ihr meine Bedenken ja schon mehrfach gesagt aber bisher nimmt sie das leider nicht so ernst wie ich es mir wünschen würde. Vielleicht denkt sie um, wenn sie sieht das
auch andere Hundehalter das Verhalten kritisch bzw. ernst einschätzen.

Und unabhängig davon möchte ich selbst einfach besser verstehen was hinter diesem Verhalten stecken könnte und ob jemand vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

Also nein für mich ist es keine verlorene Liebesmühe. Ich hoffe einfach wirklich das irgendwann etwas bei ihr „klick“ macht. 🙏🏻❤️🐾
 
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꧁𒆜𝔍𝔢𝔰𝔰𝔦𝔠𝔞⚜️
8. Sept. 07:38
Ganz ehrlich? Das hat absolut nichts mit "Beschützerinstinkt" zu tun! Der Hund deiner Freundin zeigt leider ein ziemlich klares und gefährliches Muster: Maßregelung, Kontrolle und Ressourcenverteidigung. Wenn er dich oder den Mountainbiker anspringt, meint er ganz einfach, er müsse die Situation "erziehen". Sobald Dynamik reinkommt und es nicht mehr um ihn geht, greift er körperlich ein. Der Sprung ins Gesicht war eine extreme Ansage. Auch das Kind auf dem Roller oder der Besuch zeigen: Er ist mit den Reizen völlig überfordert und entscheidet deshalb lieber alles selbst, weil ihm die klare Führung fehlt. Mein Rat an deine Freundin: Erkennen, dass ihre Meinung eine gefährliche und naive Illusion ist! Der Hund gehört draußen erst mal an die Leine. Spielst du mit Odin, muss er gesichert sein oder Abstand haben – das Risiko ist sonst viel zu hoch. Sie sollte dringend mit dem Hund arbeiten bzw. trainieren. Zur Not professionelle Hilfe holen, um ihm diese Verantwortung wieder abzunehmen, bevor wirklich mal was Schlimmes passiert. Wenn Frauen unbedingt von Machos geführt werden wollen, bitte sehr, ihre Entscheidung – ein Macho in Form eines Hundes kann nur verdammt gefährlich werden.
Bei einigen Punkten gehe ich tatsächlich mit. Gerade Kontrollverhalten, Ressourcenverteidigung oder Überforderung halte ich inzwischen durchaus für mögliche Erklärungen. Es gibt nämlich noch eine Situation die ich in meinem Beitrag gar nicht erwähnt hatte: Wenn Kinder bei meiner Freundin zu Besuch sind und die Kleinen auf dem Boden spielen geht ihr Hund ebenfalls zu ihnen und rammelt sie teilweise an. 🫣

Ob das nun tatsächlich mit Kontrolle, Überforderung oder etwas anderem zusammenhängt kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber zusammen mit den anderen Situationen finde ich schon
das sich ein Muster zeigt, bei dem er sehr stark auf Menschen und deren Aktivitäten reagiert.

Deshalb bin ich auch bei dem Punkt bei dir das man solche Situationen nicht einfach laufen lassen sollte. Gerade wenn Kinder dabei sind wäre mir persönlich das Risiko viel zu groß.

Ich hoffe wirklich das
meine Freundin durch die vielen unterschiedlichen Kommentare vielleicht irgendwann umdenkt. 🙏🏻
 
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Doreen
8. Sept. 07:59
Ich lese hier mit und denke die ganze Zeit, die Freundin muss doch selber auch verstehen dass das ein schwieriges Verhalten des Hundes ist. Das kann auch mal böse enden.

Du kannst ihr die Kommentare gerne zum lesen geben. Ich befürchte Einsicht ist schon da, nur hat sie keinen Plan wie sie das Problem angehen könnte.

Für mich schreit diese Situation ganz deutlich nach Hundetrainer, der ihr zeigt, wie sie damit besser umgehen kann. Nur braucht sie dann auch den Willen und das nötige Durchhaltevermögen. Du kannst sie unterstützen, aber sie muss das wollen.
 
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Tina
8. Sept. 08:27
Man weiß ja auch nicht woran es liegt, dass es scheinbar einfach so weiter geht?

Ich möchte nichts böses unterstellen und gehe davon aus, dass die Freundin weiß, dass die Lage ernst ist und sie einige Einzelstunden bei einem guten Trainer bräuchte. Und durchaus möchte sie das auch sehr gern, kann es derzeit leider einfach finanziell nicht stemmen? Gerade Einzelstunden sind ja echt nicht gerade preisgünstig.

Wenn dem so wäre und das meine (gute) Freundin wäre und ich ihr nicht anders helfen kann, würde ich schauen demnächst im kompletten Freundeskreis und Familie zu sammeln und ihr auf Weihnachten zumindest wenigstens 1, 2 Einzelstunden als Gutschein bei einem guten Trainer schenken. 🥰
 
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Claudia
8. Sept. 12:09
Ich möchte nochmal zum Mountainbiker meine Sicht sagen…
Der Hund ist zu dem Biker gegangen um was zu machen? Wollte er sich streicheln lassen? Oder hat er es nur ausgehalten?

Ich kann mir vorstellen, dass der Hund zum Abchecken hingegangen ist. Odin war da, also kann der nicht ganz schlimm sein. Etwas schnüffeln, ok , der packt mich an, ist nicht schlimm. Ich habe meine Infos und ziehe mich zurück, ein Fremder bleibt es trotzdem.

Und dann ist irgendwas passiert. Eine unkontrollierte Bewegung, der Blick zu lange auf den Hund gerichtet, ein lauter Seufzer/Lacher und der Hund hat ihn gemaßregelt.

Sollte es so gewesen sein, sehe ich einen unsicheren Hund, der Menschen großes Mißtrauen ggü hat. Da er weder gemanged wird, noch deine Freundin als „sichere Führung“ sieht oder genetisch als Selbstkümmerer gezüchtet wurde, regelt er solche Situationen selbst.

Beim Kind: Schreckmoment, nicht einordnen können/Mißtrauen/Unsicherheit und Dynamik
Muss er selbst regeln