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Anzahl der Antworten 59
zuletzt 8. Sept.

Hund von einer Freundin springt Mann ins Gesicht

🐾 Wie würdet ihr dieses Verhalten einschätzen?

Hallo zusammen, ich würde gerne einmal eure Einschätzung zu einem Vorfall mit dem Hund einer Freundin bekommen. Mir geht es ausdrücklich nicht darum, den Hund schlechtzureden oder vorschnell als aggressiv abzustempeln, sondern darum, das Verhalten besser zu verstehen.

Heute saßen wir gemeinsam auf einer Bank. Ich habe mit meinem Hund Odin gespielt und ihm Zapfen geworfen. Ein Mann mit Mountainbike stand in unserer Nähe, nahm einen Zapfen auf und begann ebenfalls, ganz entspannt mit Odin zu spielen.

Der Hund meiner Freundin war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht angeleint.

Plötzlich schoss der Hund nach vorne und sprang den Mann massiv an – direkt in Richtung Gesicht. Für einen Moment hatte ich wirklich Angst, dass er ihn ins Gesicht beißen könnte. Der Mann blieb glücklicherweise völlig ruhig stehen. Meine Freundin nahm ihren Hund daraufhin sofort an die Leine.

Der Mann konnte anschließend sogar noch ein paar Minuten entspannt mit Odin weiterspielen und die Situation beruhigte sich wieder. Nach etwa zehn Minuten gingen wir weiter.

Später haben wir darüber gesprochen. Meine Freundin meinte, ihr Hund habe vermutlich einen Beschützerinstinkt gezeigt und nicht gewollt, dass der Mann mit Odin spielt.

Ich bin mir bei dieser Einschätzung allerdings nicht sicher und würde deshalb gerne eure Meinung hören.

Denn es gab bereits andere Situationen:

🔹 Wenn ich mit Odin spiele, springt der Hund meiner Freundin mich teilweise ebenfalls massiv an. Heute hat er mir dabei mit den Krallen den Bauch zerkratzt, was wirklich sehr schmerzhaft war.

🔹 Bei einer anderen Situation saßen wir im Wald auf einer Bank, als ein älteres Ehepaar um die Ecke kam. Der Hund ging ebenfalls massiv auf die beiden zu. Die Frau hatte große Angst vor Hunden. Der Mann sagte daraufhin ziemlich deutlich, dass das so nicht gehe und der Hund entsprechend erzogen werden müsse.

Mir fällt deshalb auf, dass der Hund in verschiedenen Situationen sehr stark auf Menschen reagiert – und insbesondere dann, wenn diese mit Odin interagieren.

Wie würdet ihr dieses Verhalten einschätzen?

Ist „Beschützerinstinkt“ hier tatsächlich eine plausible Erklärung? Oder könnten beispielsweise Übererregung, Unsicherheit, soziale Kontrolle, Ressourcenverteidigung oder etwas anderes dahinterstecken?

Und wie würdet ihr als Halter damit umgehen? Würdet ihr zunächst über Management arbeiten, also solche Situationen konsequent verhindern, oder direkt gezielt mit einem Trainer daran arbeiten?

Mir ist bewusst, dass man aus ein paar Situationen keine sichere Diagnose über die Motivation eines Hundes stellen kann. Genau deshalb würde mich eure Einschätzung interessieren.

Ich möchte den Hund wirklich nicht verurteilen – aber wenn ein Hund einem fremden Menschen ins Gesicht springt oder einen Menschen beim Anspringen verletzt, finde ich persönlich, dass man das ernst nehmen und genauer hinschauen sollte, unabhängig davon, welche Motivation dahintersteckt.

Wie würdet ihr die Situation einschätzen? Habt ihr so etwas schon einmal erlebt? 🐾❤️

—————————————————————-

Zusätzliche Informationen ❗️

🐾 Noch ein paar ergänzende Informationen zu meiner ursprünglichen Frage

Da einige von euch geschrieben haben, dass für eine Einschätzung noch ein paar Informationen fehlen, möchte ich gerne noch etwas genauer auf die Situation und den Alltag des Hundes eingehen.

Mir ist wichtig zu sagen, dass ich den Hund keinesfalls schlechtmachen oder als „aggressiv“ abstempeln möchte. Ich versuche einfach, die Situationen möglichst genau zu beschreiben und besser zu verstehen, was hinter diesem Verhalten stecken könnte.

🏡 Zu Hause

Wenn meine Freundin nicht zu Hause ist, ist der Hund wohl sehr ruhig und schläft viel. Auch grundsätzlich ist er zu Hause gerne entspannt und schmust gerne.

Wenn allerdings Besuch kommt, ist er deutlich aufgeregter und lässt sich teilweise nur schwer wieder beruhigen.

🚲 Die Situation mit dem Mountainbike

Sowohl bei der heutigen Situation als auch bei der anderen von mir beschriebenen Situation gab es vorher keine besondere Begegnung oder irgendeinen offensichtlichen Auslöser.

Heute waren lediglich einige Mountainbiker unterwegs. Das allein scheint den Hund allerdings nicht zu stören. Er reagiert beispielsweise nicht grundsätzlich auf Fahrradfahrer, wenn diese an ihm vorbeifahren.

Was ich in meiner ursprünglichen Beschreibung noch vergessen hatte und was vielleicht wichtig ist:

Bevor der Mann mit Odin gespielt hat, ist der Hund meiner Freundin ganz von sich aus zu ihm hingegangen und hat sich von ihm streicheln bzw. kuscheln lassen. Es gab also zunächst überhaupt keine negative Reaktion gegenüber diesem Mann.

Der Mann nahm anschließend einen Zapfen und begann ganz entspannt, mit Odin zu spielen.

Erst in diesem Moment schoss der Hund meiner Freundin plötzlich nach vorne und sprang den Mann massiv an – direkt in Richtung Gesicht.

Der Mann hatte sich vorher nicht auffällig oder bedrohlich verhalten. Er war ruhig und entspannt. Auch das Fahrrad selbst schien kein Problem darzustellen.

Genau deshalb hat mich diese Situation so beschäftigt: Der Hund hatte kurz zuvor noch freiwillig Kontakt zu dem Mann gesucht und sich von ihm streicheln lassen. Die starke Reaktion kam erst, als der Mann anschließend mit Odin interagierte.

🐕 Noch eine andere Situation mit einem Kind

Es gab außerdem einmal eine Situation, bei der meine Freundin Müll rausbringen wollte und ihren Hund dabei an der Leine hatte.

Sie stand etwas ungünstig in einer Ecke und hat deshalb selbst weder das Kind noch die Situation richtig wahrgenommen. Dann kam plötzlich ein sehr kleines Kind auf einem Roller ziemlich schnell die Straße entlang und sauste direkt an ihrem Hund vorbei.

In diesem Moment ging der Hund ebenfalls massiv auf das Kind los.

Meine Freundin hat mir später selbst erzählt, dass sie in diesem Augenblick nicht sicher war, ob ihr Hund das Kind beziehungsweise den Roller möglicherweise gebissen hätte, wenn er es geschafft hätte.

Auch hier war das Kind also nicht bewusst auf den Hund zugegangen oder hatte ihn provoziert. Es kam vielmehr sehr plötzlich und schnell an ihm vorbei.

🚶‍♀️ Alltag und Auslastung

Soweit ich weiß, ist der Alltag bei meiner Freundin insgesamt eher ruhig. Sie hat keine Kinder und dementsprechend gibt es zu Hause auch nicht ständig Trubel.

Der Hund bekommt ungefähr zweimal am Tag Auslauf.

Mittags gehen sie meistens eine größere Runde von etwa zwei Stunden. Abends gibt es je nach Tag noch einmal ungefähr 30 Minuten bis eine Stunde.

Ansonsten hat der Hund zu Hause eher seine Ruhe und kann entspannen.

❤️ Warum ich das alles ergänze

Ich möchte mit diesen zusätzlichen Informationen keinesfalls behaupten, dass ich weiß, warum der Hund so reagiert.

Mir ist bewusst, dass man aus Erzählungen und einzelnen Situationen keine sichere Einschätzung über die Motivation eines Hundes treffen kann.

Mich interessiert vielmehr, ob diese zusätzlichen Beobachtungen für euch etwas an der Einschätzung verändern.

Vor allem frage ich mich:

🔹 Könnte das tatsächlich ein Beschützerverhalten gegenüber meiner Freundin bzw. Odin sein?

🔹 Oder könnte es eher mit Übererregung, Unsicherheit, fehlender Impulskontrolle oder einer Reaktion auf schnelle bzw. unerwartete Bewegungen zusammenhängen?

🔹 Könnte es eine Rolle spielen, dass er im Alltag relativ wenig Situationen mit fremden Menschen, Kindern oder viel Trubel erlebt?

🔹 Und wie würdet ihr insbesondere die Situation mit dem Kind auf dem Roller einschätzen?

🔹 Wie würdet ihr die Tatsache bewerten, dass der Hund zunächst freiwillig Kontakt zu dem Mountainbiker gesucht und sich von ihm streicheln lassen hat und erst anschließend so massiv reagierte, als dieser mit Odin spielte?

Mir geht es wirklich darum, das Verhalten zu verstehen und nicht zu verurteilen.

Ich finde nur, dass man solche Situationen ernst nehmen sollte, wenn ein Hund wiederholt sehr massiv auf Menschen reagiert – insbesondere wenn es für den Halter selbst nicht sicher einzuschätzen ist, ob daraus im Ernstfall auch ein Biss entstehen könnte.

Vielleicht helfen euch diese zusätzlichen Informationen dabei, die Situation etwas besser einzuordnen. 🐾❤️
 
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Lena
6. Sept. 19:05
Ich möchte nur aussprechen, dass ich es ganz toll finde, wie sehr du dich interessierst und bemühst. Sachliche Schilderung ohne Schuldzuschreibung und Verniedlichung.

Hoffentlich begreift deine Freundin die Dringlichkeit des Problems-

sonst heißt es irgendwann “das hat er ja noch nie gemacht!”
 
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Frank
6. Sept. 19:14
Ist doch völlig egal was für ein Mix das ist - er zeigt halt dieses Verhalten.
Er beisst auch nicht ernsthaft zu sondern Maßregelt mit Anspringen und - was mir noch nicht klar ist - evtl. Abschnappen?
Jedenfalls ist das ein ganz typisches Verhalten für so einige Rassen und deren Mixe und hat nichts mit Aggression zu tun.

Aus der Ergänzung zum Alltag geht nicht hervor wie(!) der Hund geführt wird und ob und wie an Impulskontrolle und Aufgabenverteilung zwischen Halter und Hund gearbeitet wird.
Auf mich wirkt das irgendwie führungslos. Der Halter erkennt nicht was sein Hund in der Situation braucht, vieleicht nichtmal was er überhaupt braucht, kann ihn vermutlich auch nicht richtig lesen.

Also übernimmt der Hund - weil er nie erlebt hat dass der Halter regelt was dem Charackter des Hundes nach geregelt gehört.

Meiner Hundine - ein Husky-Rottweilermischling - habe ich von Anfang an freundlich und konsequent gezeigt was meine Aufgabe ist und was die ihre,
wobei das durch den starken Husky-Anteil eher einfach war. Ich habe grossen Wert auf Impulskontroll-Trainig, Abruf und Beschäftigung/Auslastung (z.B. Kopfarbeit, Spuren- u. Dummysuche, Hundesport etc.) gelegt. Mit Spazierengehen alleine - auch wenn's 2 Stunden sind - ist es bei solchen Kalibern nicht getan. Dann lieber kleinere Runden und dafür zusätzlich Training für Kopf und Veranlagung.
LG 🌻
 
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Sylvia
6. Sept. 19:20
Ich vermute Hütehundverhalten mit Massregelung. Hütehunde korrigieren die Richtung von zB Schafen vorne am Kopf
 
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🐶Sascha
6. Sept. 20:04
Zitat eines Hundepsychologen:

"es gibt keine "schlechten" oder "bösen" Hunde , jeder Hund reagiert "seiner Meinung nach" völlig angemessen aufgrund der Erfahrungen, die er bisher gemacht hat".

Da man im o.g. Text vieles aber nur sehr wenig über den Hund erfährt lässt sich das erlebte nun denkbar schlecht einschätzen.

Der Halterin , die im Idealfall aber das meißte Backgroundwissen zum Hund hat, sollte das möglich sein .
 
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Sandra
7. Sept. 06:33
Hi, eventuell habe ich die Info nicht entdeckt, aber wie lange hat deine freundin den Hund schon und wo kommt er her? Tierschutz?
Dass er direkt angreift ohne knurren oder bellen, kann dadurch entstehen, dass man ihm früher die Vorzeichen abgewöhnt hat bzw nicht ernst genommen. Und er somit gelernt hat, nur durch direkten Angriff erhält er den "gewünschten" Effekt. Hoffentlich versteht deine Freundin, dass sie eine tickende Zeitbombe hat... früher oder später passiert was schlimmes, wenn man jetzt nicht eingreift (damit meine ich, kompetenten Hundetrainer holen). Daher, muss zuerst mal die Freundin aufwachen, und zwar dringend!!
 
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Annett
7. Sept. 08:20
Ich denke mal, dieses Verhalten ist eine Kombination aus vielen Dingen und niemand hier kann das genau von der Ferne einschätzen. Selbst wenn man da mal ein Video sieht, oder sogar einmal dabei ist, fehlen die Hintergründe, denn da können viele Faktoren eine Rolle spielen. Ein Grund kann natürlich das falsche Verhalten deiner Freundin sein und dann können sich solche Dinge beim Hund immer mehr verfestigen.
Erst einmal muss ich mal noch meinen ersten Gedanken loswerden, der aber für mich jetzt für die eigentliche Frage nicht direkt relevant ist. Warum lässt du eigentlich fremde Radfahrer mit deinem Hund spielen? Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Ich persönlich würde das nicht zulassen und fände das auch unangemessen. Mein Hund soll Fremde draußen möglichst ignorieren und nicht in Erwartungshaltung sein, dass sie mit ihm spielen, oder anderweitig agieren. Man weiß gar nicht, wie erfahren die mit Hunden sind und auch so könnte der Hund unerwünschte Erfahrungen machen. Das Gleiche gilt übrigens für mich auch für die Unart, fremde Hunde mit Leckerchen zu füttern. Sollte deine Freundin da ähnlich drauf sein, muss sie sich nicht wundern, wenn der Hund ständig mit Fremden interagiert und auf sie zugeht. Das soll natürlich jetzt keine Entschuldigung für das Verhalten des Hundes sein, kann aber schon eine Rolle spielen. Für mich stellen sich da noch einige Fragen. Ist das der erste Hund deiner Freundin- hat sie also Hundeerfahrung? Das scheint mir aus deinen Erzählungen eher nicht so zu sein. Selbst wenn jemand schon einen Hund hatte, kann er trotzdem keine Ahnung haben. 🤷‍♀️🙈 Und eine ganz wichtige Rolle spielt auch die Herkunft des Hundes. Du hast geschrieben, das Tierheim hätte gesagt, dass da ein belgischer Schäferhund drin sei. Sie hat den Hund also nicht von klein auf. Und gerade solche Hunde gehören eigentlich nicht in unerfahrene Hände. Sie brauchen eine ordentliche Aufgabe und eine sehr klare Führung, sonst kann es unter anderem zu solchen Folgen kommen. Ein weiterer Punkt ist, dass man bei einem Hund aus zweiter Hand meistens nicht die Vorgeschichte kennt. Oft werden Hunde im Tierheim abgegeben, weil der Vorbesitzer mit dem Verhalten des Hundes nicht mehr klarkommt. Dazu können schlechte Erfahrungen von früher kommen. Ich denke jetzt mal an Hunde aus dem Auslandstierschutz, die geschlagen wurden (erhobene Hand beim Werfen der Zapfen) Gerade das Runterbeugen und schwenken mit den Armen beim Werfen kann bei einem Hund dann solche Reaktionen auslösen. Das würde auch erklären, warum er sich vorher problemlos streicheln lassen hat. Es können alle möglichen Dinge sein, die einen solchen Hund triggern und die gilt es durch ganz genaues Beobachten und richtiges Einschätzen von Situationen zu erkennen. Ich kann das von der Ferne natürlich auch nicht einschätzen, aber dass er deinen Hund verteidigt hat, denke ich eher nicht, wenn du diese anderen Situationen noch schilderst. Auf jeden Fall gehört ein solcher unberechenbarer Hund zumindest erst einmal an die Leine, besser noch mit Maulkorb als erste Maßnahme. Und ganz wichtig ist, dass da ein guter Hundetrainer eingeschaltet wird, denn deine Freundin kann offensichtlich diese Situationen nicht erkennen, nicht händeln und hat offensichtlich noch nicht einmal die Einsicht, dass dieses Verhalten des Hundes gefährlich sein könnte.🤷‍♀️🙈🙈
 
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Anna
7. Sept. 09:59
Ich känne den Hund nicht und würde pauschal sagen kann alles sein die husky Hündin meiner bekannten hat das zum Beispiel auch gemacht mit meinem damaligen Pflege Dalmatina sie hat ihn immer abgeschirmt meistens freundlich grade bei andern rüden hat sie Partei ergriffen so das es gahr nicht erst zu beißerein kamm auch gegen über menschen schirmte sie in ab sie wahr aber freundlich und es gab eher einen Hunde Kuss inklusive kopf nuss wenn man sich über sie beugte um ihn zu streicheln er wahr tazechlich etwas unsicher
 
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꧁𒆜𝔍𝔢𝔰𝔰𝔦𝔠𝔞⚜️
7. Sept. 10:15
Ich denke mal, dieses Verhalten ist eine Kombination aus vielen Dingen und niemand hier kann das genau von der Ferne einschätzen. Selbst wenn man da mal ein Video sieht, oder sogar einmal dabei ist, fehlen die Hintergründe, denn da können viele Faktoren eine Rolle spielen. Ein Grund kann natürlich das falsche Verhalten deiner Freundin sein und dann können sich solche Dinge beim Hund immer mehr verfestigen. Erst einmal muss ich mal noch meinen ersten Gedanken loswerden, der aber für mich jetzt für die eigentliche Frage nicht direkt relevant ist. Warum lässt du eigentlich fremde Radfahrer mit deinem Hund spielen? Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Ich persönlich würde das nicht zulassen und fände das auch unangemessen. Mein Hund soll Fremde draußen möglichst ignorieren und nicht in Erwartungshaltung sein, dass sie mit ihm spielen, oder anderweitig agieren. Man weiß gar nicht, wie erfahren die mit Hunden sind und auch so könnte der Hund unerwünschte Erfahrungen machen. Das Gleiche gilt übrigens für mich auch für die Unart, fremde Hunde mit Leckerchen zu füttern. Sollte deine Freundin da ähnlich drauf sein, muss sie sich nicht wundern, wenn der Hund ständig mit Fremden interagiert und auf sie zugeht. Das soll natürlich jetzt keine Entschuldigung für das Verhalten des Hundes sein, kann aber schon eine Rolle spielen. Für mich stellen sich da noch einige Fragen. Ist das der erste Hund deiner Freundin- hat sie also Hundeerfahrung? Das scheint mir aus deinen Erzählungen eher nicht so zu sein. Selbst wenn jemand schon einen Hund hatte, kann er trotzdem keine Ahnung haben. 🤷‍♀️🙈 Und eine ganz wichtige Rolle spielt auch die Herkunft des Hundes. Du hast geschrieben, das Tierheim hätte gesagt, dass da ein belgischer Schäferhund drin sei. Sie hat den Hund also nicht von klein auf. Und gerade solche Hunde gehören eigentlich nicht in unerfahrene Hände. Sie brauchen eine ordentliche Aufgabe und eine sehr klare Führung, sonst kann es unter anderem zu solchen Folgen kommen. Ein weiterer Punkt ist, dass man bei einem Hund aus zweiter Hand meistens nicht die Vorgeschichte kennt. Oft werden Hunde im Tierheim abgegeben, weil der Vorbesitzer mit dem Verhalten des Hundes nicht mehr klarkommt. Dazu können schlechte Erfahrungen von früher kommen. Ich denke jetzt mal an Hunde aus dem Auslandstierschutz, die geschlagen wurden (erhobene Hand beim Werfen der Zapfen) Gerade das Runterbeugen und schwenken mit den Armen beim Werfen kann bei einem Hund dann solche Reaktionen auslösen. Das würde auch erklären, warum er sich vorher problemlos streicheln lassen hat. Es können alle möglichen Dinge sein, die einen solchen Hund triggern und die gilt es durch ganz genaues Beobachten und richtiges Einschätzen von Situationen zu erkennen. Ich kann das von der Ferne natürlich auch nicht einschätzen, aber dass er deinen Hund verteidigt hat, denke ich eher nicht, wenn du diese anderen Situationen noch schilderst. Auf jeden Fall gehört ein solcher unberechenbarer Hund zumindest erst einmal an die Leine, besser noch mit Maulkorb als erste Maßnahme. Und ganz wichtig ist, dass da ein guter Hundetrainer eingeschaltet wird, denn deine Freundin kann offensichtlich diese Situationen nicht erkennen, nicht händeln und hat offensichtlich noch nicht einmal die Einsicht, dass dieses Verhalten des Hundes gefährlich sein könnte.🤷‍♀️🙈🙈
Danke dir für deine ausführliche Einschätzung. ❤️ Einige deiner Gedanken finde ich tatsächlich sehr interessant. Gerade den Punkt dass man sehr genau auf die jeweiligen Auslöser und die gesamte Vorgeschichte schauen sollte sehe ich ähnlich.

Ein paar Dinge möchte ich noch ergänzen. Dazu sind in deinem Kommentar ja noch ein paar Fragen aufgekommen. 😊

Meine Freundin hatte bereits vor diesem Hund zwei weitere Hunde. Sie ist daher nicht völlig unerfahren in der Hundehaltung. Diesen Hund hat sie mit ungefähr sechs Monaten aus dem Tierheim übernommen. Er kommt ursprünglich aus Slowenien. Seine Vorgeschichte kennen wir deshalb leider nicht vollständig. Natürlich kann es sein dass frühere Erfahrungen eine Rolle spielen. Wissen tun wir es aber nicht. Deshalb möchte ich darüber auch nicht spekulieren.

Zu deiner Frage warum ich einen fremden Radfahrer mit Odin spielen lasse. Das war tatsächlich keine Situation in der ich Odin bewusst zu einem fremden Menschen geschickt habe. 😄 Odin ist von sich aus zu dem Mann gegangen und hat ihm den Zapfen gebracht. Der Mann hatte Odin vorher auch schon gestreichelt und wirkte überhaupt nicht ängstlich oder unsicher im Umgang mit Hunden.

Ich persönlich sehe deshalb auch nicht grundsätzlich ein Problem darin wenn mein Hund freundlich auf einen Menschen zugeht und dieser wenn beide Seiten das möchten kurz mit ihm interagiert. Das kann natürlich jeder für seinen Hund anders handhaben. Ich finde nur nicht dass ein Hund grundsätzlich jeden fremden Menschen ignorieren muss.

Gerade deshalb fand ich die Reaktion des anderen Hundes so auffällig. Er hatte den Mann vorher selbstständig aufgesucht und sich von ihm streicheln bzw. kuscheln lassen. Es gab also zunächst überhaupt keine erkennbare negative Reaktion. Erst als der Mann anschließend mit Odin spielte schoss der Hund plötzlich nach vorne und sprang ihn massiv in Richtung Gesicht.

Zusammen mit den anderen Situationen insbesondere wenn ich mit Odin spiele aber auch die Reaktion auf das Kind auf dem Roller frage ich mich deshalb einfach was jeweils der eigentliche Auslöser sein könnte.

Ich finde die Erklärung „Beschützerinstinkt“ momentan jedenfalls nicht ganz schlüssig. Ich möchte aber auch nicht behaupten dass ich weiß was stattdessen dahintersteckt. Genau deshalb habe ich den Beitrag überhaupt erstellt. 🙈

Eine weitere Information zum Alltag vielleicht noch. Falls sie für eure Einschätzung interessant ist. Soweit ich es mitbekomme gibt es bei dem Hund relativ wenig gezieltes Training oder gemeinsames Spiel. Meine Freundin hat selbst einmal gesagt dass ihr regelmäßiges Training bzw. Beschäftigung zu anstrengend sei. Die Spaziergänge sind teilweise recht lang. Ansonsten ist der Alltag eher ruhig.

Ein Beispiel ist die Situation mit Hasen. Wenn er einen Hasen sieht und hinterher möchte versucht meine Freundin das manchmal zu unterbrechen. Sie schüttelt dann eine mit Steinchen gefüllte Flasche oder wirft sie hinter ihm auf den Boden. Das macht sie dann einige Male. Irgendwann hört sie selbst wieder auf die Flasche einzusetzen.
 
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Anna
7. Sept. 10:26
Hi, eventuell habe ich die Info nicht entdeckt, aber wie lange hat deine freundin den Hund schon und wo kommt er her? Tierschutz? Dass er direkt angreift ohne knurren oder bellen, kann dadurch entstehen, dass man ihm früher die Vorzeichen abgewöhnt hat bzw nicht ernst genommen. Und er somit gelernt hat, nur durch direkten Angriff erhält er den "gewünschten" Effekt. Hoffentlich versteht deine Freundin, dass sie eine tickende Zeitbombe hat... früher oder später passiert was schlimmes, wenn man jetzt nicht eingreift (damit meine ich, kompetenten Hundetrainer holen). Daher, muss zuerst mal die Freundin aufwachen, und zwar dringend!!
Es gibt verschiedene Gründe warum ein Hund sich so verheilt meine yuma ist heute total geschillt aber am Anfang hatte sie so Angst vor allem und jedem da ist sie auch oft nach vorne und hat auch kaum die Zähne gezeigt weil es ja nix brachte sie wurde ja weiter bedrengt von Mensch und Tier erst nach dem ich gelernt hab sie ab zu schürmen legte sich das
 
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7. Sept. 11:01
Du kannst ja mal bei Google Lens ein Foto hochladen und schauen was die KI sagt.
Danke für den genialen Tipp! Laut Ki kommt er einen Elchhund am nächsten.