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Franziska
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Anzahl der Antworten 29
heute 09:58

Hund schreit/ brüllt nachts

Ich suche nach Rat und nach Menschen, die vielleicht schon einmal etwas Ähnliches erlebt haben. Es geht um unseren fünfjährigen Rüden, den wir damals von der Straße aufgenommen haben. Seit Jahren hat er nachts plötzlich extreme „Schreianfälle“, eine Mischung aus Jaulen und lautem Schreien. Wenn man ihn anspricht oder berührt, beruhigt er sich sofort wieder. Teilweise passiert es im Schlaf, teilweise wach. Tagsüber zeigt er ähnliches Verhalten manchmal auch beim Alleinbleiben. Das macht er seit Jahren fast jede einzelne Nacht und es hat kurz nachdem wir ihn von der Straße aufgenommen haben angefangen Wir haben bereits vieles abgeklärt und ausprobiert: Tierarzt, Untersuchungen, Medikamente, Homöopathie, Hundetrainer usw. Medizinisch scheint alles unauffällig zu sein, aber niemand hatte bisher eine Idee, was dahinterstecken könnte und bisher hat wirklich NICHTS geholfen Deshalb wollte ich fragen, ob jemand so etwas schon einmal erlebt hat oder irgendeinen Ansatz kennt, der helfen könnte.
 
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Frank
heute 07:37
Hallo Franziska, ich kann mir gut vorstellen, dass dein Hund ein seelisches Trauma mit sich trägt. Ich würde dir raten, von einem geistigen Heiler mal nachschauen zu lassen, ob dies der Fall ist und es gegebenenfalls auch auflösen zu lassen. Ich selbst habe auch sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Ich kann dir auch jemanden benennen, wenn du magst. Diese Person kann auch über Fernbehandlung helfen, die auch sehr wirksam ist.
 
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Franziska
heute 07:39
Hallo Franziska, ich kann mir gut vorstellen, dass dein Hund ein seelisches Trauma mit sich trägt. Ich würde dir raten, von einem geistigen Heiler mal nachschauen zu lassen, ob dies der Fall ist und es gegebenenfalls auch auflösen zu lassen. Ich selbst habe auch sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Ich kann dir auch jemanden benennen, wenn du magst. Diese Person kann auch über Fernbehandlung helfen, die auch sehr wirksam ist.
Kannst du mir noch mehr dazu erzählen?
 
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Frank
heute 07:44
Kannst du mir noch mehr dazu erzählen?
Wenn er auf der Straße gelebt hat, kann ich mir gut vorstellen, dass er etwas schreckliches erlebt hat, was ich in seiner Seele festgesetzt hat und sich dann mit diesen Verhaltensweisen äußert, da er es nicht anders loswerden kann. Eine Freundin von mir ist in der Lage, sich in das Bewusstsein des Hundes zu begeben um festzustellen, ob der Hund etwas in sich trägt, was ihn sehr belastet.
 
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Marie
heute 08:07
Wir haben damals in Paraguay gelebt und ihn dort als abgemagerten Hund weit außerhalb ausgesetzt gefunden
Das könnte natürlich so einiges erklären!
Wenn er das schon einige Jahre hat,wie du schreibst, ist unser schnelles Leben und Stress für den armen Kerl nicht unbedingt optimal.
Wir hatten auch eine Hündin die furchtbare Angst vor jedem und alles hatte.
Jetzt kann man daran glauben ,oder auch nicht.Wir haben uns jemanden gesucht der mit Bachblüten arbeitet.
Sie ist mit unserem Hund allein durch die Stadt und hat dann die Bachblüten zusammengestellt,und die Dosierung!
Es wurde nach ein paar Monaten viel besser!
Ist nur so ein Gedanke,und vielleicht auch eine Möglichkeit.
 
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Heike
heute 08:28
War bei einer Rütter-Sendung nicht mal so ein Fall? Bin mir nicht sicher, aber ich meine es waren epileptische Anfälle.
Stimmt, das habe ich auch gesehen. Das war eine extrem ängstliche Hündin aus dem Tierschutz, die von einem Ehepaar aufgenommen wurde.
 
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Anita
heute 08:51
Hey, nein, keine Erfahrungen. Der arme Schatz, mach doch vielleicht mal ein Video.LG
Wir hatten mit Jacky (7 Vorbesitzer)ähnliches erlebt, schreiend es ist kaum auszuhalten, dann durfte sie im Schlafzimmer in der Schmutzwäsche schlafen . Irgendwann lag sie dann immer vor der Waschmaschine in der Wäsche. Sie brauchte ständig unseren Geruch um sich sicher zu fühlen. Mit dem zweiten Hund war es dann ganz vorbei.
 
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Christine
heute 09:01
Ich denke auch, dass das eine Traumareaktion ist. Allerdings frage ich mich, wie man das behandeln soll und die Tierärztin scheint auch überfordert.
Vielleicht ein Tierheilpraktiker?Der Tierschutzverein von dem ihr ihn habt,hat auch keine Erfahrung damit?
 
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Christine
heute 09:03
Ich habe einen traumatisierten Hund. Alles was beruhigende Wirkung hat, ist nicht immer das Mittel das bei jedem Traumata hilft. Die Ängste sind verschiedener Herkunft. Mein Hund (Vermehrerhund) wurde in einer Gärtnerei, Baumschule oder Ähnliches gehalten. Panik und Angst bei alles was damit zu tun hat( Säcke Blumenerde, Schubkarre usw) Menschen mit ähnlicher Figur, besonders bestimmte Kopfbedeckungen, schwarze Kleidung, Heckenschere und besonders schlimm wenn damit gearbeitet wird. Er ist dann in schlimme Aggressionen verfallen und war nicht mehr ansprechbar. Dazu kam extremes Nervenzittern, die Träume mit Aggressionen, er hat gedroht im Schlaf. Wir haben 4 Jahre gebraucht um halbwegs Normalität zu bekommen. Mittel zur Beruhigung müssen abgewägt werden. Was bei Gewitter und Knaller helfen soll, hat hier keine Wirkung. Erste Wirkung habe ich mit Lavendeltee und Kamillentee erreicht. Da ist aber die Tageshöchstmenge zu beachten. Meiner kann nicht alleine bleiben, er zerstört alles und überdreht. Auto fahren will er auch nicht, er verfällt in Gebell und ist nicht mehr ansprechbar. Meine Lösung um es Hund zu erleichtern, er bekommt Magnesium. Blutbild haben wir machen lassen. Ich wollte sehen ob es Mängel gibt. Straßenhund hat oftmals irgendwelche Werte im Blut nicht mehr als messbar. Oftmals ist es Vitamin B. Das habe ich auch lange Zeit als komplex gegeben. Mit dem Magnesium gibt es sichtbare Erleichterung für ihn. Das Nervenzittern verschwindet und er hält es aus eine kleine Zeit im Auto nicht bellen zu müssen. Der bellt beim fahren ohne Pause, egal wie weit der Weg ist.
Ich hab den größten Respekt vor euch!👍🫶
 
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Frank
heute 09:15
Generell erstmal:
Den Hund fast jede Nacht in der REM-Phase zu wecken ist keine sinnvolle Aktion!

Die Träume dienen dazu erlebtes zu verarbeiten, erst recht Traumata's.
Unterbrichst Du das kommt er da nicht raus, seine Psyche kann sich so nicht regenerieren. - und erklärt auch warum das jetzt jahrelang so geht.

Weitere Folgen sind, dass Stress / Stressfolgen nicht abgebaut werden kann, das Immunsystem schwächer wird.
Zudem Verhaltensänderung und gesundheitliche Probleme,
sowie deutliche Einschränkung der Lernfähigkeit:

Das ist der Hauptgrund warum sonstige Maßnahmen, die mit Lernen und Erleben zu tun haben nicht fruchten. Die inneren, nicht verarbeiteten Stress- & Angszustände vehindern das. Also befindet sich dein Hund richtig in einem Teufelskreis.

Neben therapheutischen Maßnahmen die sinnvollste Lösung:
Gewöhne deinen Hundi an eine Box, gerne bei Euch im Schlafzimmer, sorge für Schall-Isolation - z.B. schallschluckende Decken auf der Box, notfalls dazu ein kleines Zelt über der Box. (Achtung, er muss noch gut Luft zum Atmen bekommen und Hundi'sWärmehaushalt darf nicht beeinträchtigt werden).

Die Box gibt ihm Sicherheit und vor allem Ruhe, letzteres sogar mehr als bei dir im Bett da sie ständig zuhause erreichbar ist.

Training: achte darauf dass Hundi möglichst viele Erfolge hat, also ganz einfache, kurz Aufgaben/Übungen, nicht länger als paar Minütchen und immer(!) positiv abschliessen.
Und achte bei Dir selbst darauf dass deine Grundstimmung ungestresst und angsfrei ist, dein Hund merkt das immer.

Ansonsten:
Gab hier schon einige gute Tipps von andeten HH für ängstliche Hunde - sorry falls ich einige wiederholt habe.
Alles Gute für Euch.

LG 🌻