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Klaudi
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Anzahl der Antworten 30
heute 17:41

Hund im Körbchen anfassen

Hallo zusammen, ich würde gerne mal eure Meinung wissen und wie ihr zu dem Thema „Hund im Körbchen anfassen“ steht. Ich hatte letztens Besuch von einigen Leuten und habe gemerkt, dass mein Hund etwas aufgedreht ist. Ich hab sie anschließen ins Körbchen geschickt zum „runterkommen“, was auch gut geklappt hat. Nur ist dann der Besuch andauernd aufgestanden und hat sie im Körbchen gestreichelt. Mein Hund ist sehr freundlich und lässt sich so ziemlich alles gefallen und würde nie jemanden Grenzen aufzeigen. Ich habe aber das Gefühl dass das kontraproduktiv ist und sie im Körbchen immer in Alarmbereitschaft ist. Ich selber fasse sie auch nicht im Körbchen an weil ich das als ihren Rückzugsort respektiere. Wenn ich etwas möchte, rufe oder locke ich sie heraus. Seht ihr das ähnlich? Ich habe auch überlegt den Besuch darauf hinzuweisen, aber weiß nicht ob ich da überreagiere.
 
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Katrin
heute 10:48
Wenn der Hund hier komplett in Ruhe gelassen werden soll wird sie ins Schlafzimmer geschickt. Dort steht ihr Lieblingshundebett wo sie eh am häufigsten drinnen liegt. Besucher betreten in der Regel das Zimmer nicht von alleine.
 
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Vivi &
heute 11:01
Das hat mit Helikopter nichts zu tun. Das ist eine grundsätzliche Regel, die für jeden Hundeschlafplatz und jeden Hund gilt! Also sei beruhigt. Andere MÜSSEN das akzeptieren.
Ich tue mich schwer damit zu universelle Aussagen zu treffen. Nicht jedes Körbchen muss so behandelt werden und nicht jeder Hund braucht so viel Schutz. Ich stimme dir absolut zu, ein Hund, der diese Unterstützung braucht sollte sie auch bekommen. Aber ein Hund, der sich selbstständig auß der Situation entfernen kann, braucht diese Schutz nicht unbedingt. Wenn es den Hund nicht stört, kann man sowas auch laufen lassen, solange es Rückzugsmöglichkeiten gibt.

Was für den einen Hund ein Riesenproblem ist, kann für den anderen überhaupt kein Thema sein.
 
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Ker
heute 11:04
Ich tue mich schwer damit zu universelle Aussagen zu treffen. Nicht jedes Körbchen muss so behandelt werden und nicht jeder Hund braucht so viel Schutz. Ich stimme dir absolut zu, ein Hund, der diese Unterstützung braucht sollte sie auch bekommen. Aber ein Hund, der sich selbstständig auß der Situation entfernen kann, braucht diese Schutz nicht unbedingt. Wenn es den Hund nicht stört, kann man sowas auch laufen lassen, solange es Rückzugsmöglichkeiten gibt. Was für den einen Hund ein Riesenproblem ist, kann für den anderen überhaupt kein Thema sein.
Das Körbchen IST sein Rückzugsort! Deshalb sollte es auch grundsätzlich tabu für andere Personen sein. Das Bedürfnis nach diesem Rückzugsort und das Recht dort in Ruhe gelassen zu werden sollte man nicht davon abhängig machen ob ein Hund Schutz BRAUCHT. Warum muss irgendein Besucher den Hund dort stören, nir weil ich meine, der
 
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Ker
heute 11:11
Das Körbchen IST sein Rückzugsort! Deshalb sollte es auch grundsätzlich tabu für andere Personen sein. Das Bedürfnis nach diesem Rückzugsort und das Recht dort in Ruhe gelassen zu werden sollte man nicht davon abhängig machen, ob ein Hund Schutz unbedingt BRAUCHT. Warum muss irgendein Besucher den Hund dort stören, nur weil ich meine, der Hund kann ja ausweichen und gehen wenn ihm das nicht passt? Es ist SEIN Schlafplatz und der sollte bei jedem Hund von jedem Besucher als solcher respektiert werden. Wenn ich mich in ein Zimmer zurückziehe, um meine Ruhe zu haben, kann ich als Mensch die Tür verschließen. Ein Hund hat diese Möglichkeit nicht, er ist darauf angewiesen, dass sein persönlicher Liiegeplatz als Rückzugsort respektiert wird. Ich denke so viel Respekt und Empathie sollte man jedem Hund entgegen bringen und gönnen. Egal ob er unsicher, ängstlich oder völlig entspannt ist.
 
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Steffi
heute 11:23
Hallo, ich denke , dass Dein Bauchgefühl in der Situation richtig gelegen hat. Du kennst Deinen Hund am besten und hast ihn wegen leichter Aufgeregtheit ins Körbchen geschickt und hattest das Gefühl, die Streicheleinheiten der überschwänglichen Besucher waren nicht so cool . Dann war das bestimmt auch so. Man kann das ja freundlich erklären und braucht niemanden vor den Kopf stoßen.
 
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Olli
heute 11:27
Hier gibt's z.B. keine Körbchen oder Rückzugsorte, weder für Menschen noch für Hunde.

Wenn ein Hund oder Mensch seine Ruhe möchte, ignoriert er Offerten der anderen. Das hat sogar der einjährige Jungschnösel, der nur gelegentlich hier wohnt, nach zwei Wochen geschnallt.

Wenn ein Hund da natürlich empfindlicher und das Umfeld entsprechend übergriffig ist, muss es der HH managen.
 
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Ina
heute 11:38
Du schreibst dein Hund ist sehr freundlich.... Du offenbar auch, eine schöne Charaktereigenschaft. ...
Aber natürlich darfst du trotzdem Grenzen aufzeigen und deinen Besuch darauf hinweisen das dein Hund dort in Ruhe gelassen werden soll, und das hat nichts mit überreagieren zu tun....
Das hat schon meine damals erst knapp 5jährige Tochter verstanden....
Dein Hund, deine Wohnung, deine Regeln.....
 
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Klaudi
heute 11:46
Du schreibst dein Hund ist sehr freundlich.... Du offenbar auch, eine schöne Charaktereigenschaft. ... Aber natürlich darfst du trotzdem Grenzen aufzeigen und deinen Besuch darauf hinweisen das dein Hund dort in Ruhe gelassen werden soll, und das hat nichts mit überreagieren zu tun.... Das hat schon meine damals erst knapp 5jährige Tochter verstanden.... Dein Hund, deine Wohnung, deine Regeln.....
Manchmal erschreckend wie ähnlich sich Hund und Besitzer sind 😂
Ja das stimmt natürlich. Ich muss aber dazu sagen, dass das mein erster eigener Hund ist und der Besuch schon seit Jahrzehnten immer Hunde hatte und dachte die wissen es besser als ich. Aber es hat sich in dem Moment so falsch für mich angefühlt. Aber jetzt weiß ich, dass ich richtig lag, danke!
 
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Maike
heute 12:13
Unser Hund wird auf seinem Platz von uns und den Kindern in Ruhe gelassen. Da kann er schlafen und sich entspannen. Das ist auch wichtig für die Kinder. Sie müssen auch lernen, dass der Hund seine Ruhe benötigt und dafür seinen Platz hat.
 
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Vivi &
heute 12:58
Das Körbchen IST sein Rückzugsort! Deshalb sollte es auch grundsätzlich tabu für andere Personen sein. Das Bedürfnis nach diesem Rückzugsort und das Recht dort in Ruhe gelassen zu werden sollte man nicht davon abhängig machen, ob ein Hund Schutz unbedingt BRAUCHT. Warum muss irgendein Besucher den Hund dort stören, nur weil ich meine, der Hund kann ja ausweichen und gehen wenn ihm das nicht passt? Es ist SEIN Schlafplatz und der sollte bei jedem Hund von jedem Besucher als solcher respektiert werden. Wenn ich mich in ein Zimmer zurückziehe, um meine Ruhe zu haben, kann ich als Mensch die Tür verschließen. Ein Hund hat diese Möglichkeit nicht, er ist darauf angewiesen, dass sein persönlicher Liiegeplatz als Rückzugsort respektiert wird. Ich denke so viel Respekt und Empathie sollte man jedem Hund entgegen bringen und gönnen. Egal ob er unsicher, ängstlich oder völlig entspannt ist.
Das ist doch gut, wenn es für euch so passt. Bei uns ist es so, dass Gäste nicht ins Schlafzimmer kommen. Deswegen kann sich der Hund, wenn er wirklich Ruhe möchte dahin zurückziehen. Er fordert aber von sich aus im Schlafzimmer ein, von uns, seinen Besitzern, gestreichelt zu werden. Während er in seinem Körbchen (Rückzugsort) liegt. Für mich ist das voll okay, er wird dann gestreichelt, weil er das so möchte. Wenn ich so darüber nachdenke, gibt es bei uns keinen dezidierten Rückzugsort. Es gibt Hundebetten, auf denen er aber Zuneigung einfordert (also nicht in Ruhe gelassen wird?). Das Bett im Flur ist sogar der Platz für Medizin und anziehen zum Gassi gehen. Im Wohnzimmer hat er ein Körbchen, in dem er eigentlich nur schläft. Das könnte man als Rückzugsort definieren, da liegt er aber echt selten.
Das ist unsere Lösung, die für uns passt. Andere können das gerne anders handhaben.

Ich glaube du verstehst auch nicht ganz was ich sagen möchte. Ich finde durchaus, dass ein Hund Rückzugsorte braucht an denen er nicht gestört werden sollte. Aus meiner Sicht muss das nicht unbedingt das Bettchen im Wohnzimmer sein, wo auch der Besuch ist. Außer er braucht in dem Moment, dann schütze ich ihn.

Dieser Thread ist für mich grade eine gute Erinnerung daran, wie individuell Hundehaltung ist und wie leicht es ist, vom eigenen Leben auf andere zu schließen.