Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Hund Bockt auf bestimmtem Weg

Verfasser
Andrea
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 33
zuletzt 13. Juli

Hund Bockt auf bestimmtem Weg

Unser Hund ist seit 8Tagen bei uns. Am Anfang ist sie gut mitgekommen beim rausgehen. Auf dem Weg vor unserer Haustür über den Bahnübergang dann an zwei Bauerhöfen entlang auf einen schmaleren Weg. Nun seit 2Tagen bockt sie richtig und will bei dem Weg nicht mehr mit. Sie legt sich teilweise auch hin und zeigt dass sie nicht weiter will. Nun gehen wir der Hauptstrasse entlang und da läuft sie gut mit. Es ist nie etwas passiert auf der anderen Strecke keine Hunde, lauter Knall usw. wir wissen sie ist neu bei uns und braucht Zeit zum ankommen. Wir wissen nur nicht wieso sie nicht mehr dort laufen will und erhoffen ein paar tips.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michaela
13. Juli 06:29
Wir haben mit unserer Kaya ebenfalls das Problem an einer bestimmten Stelle. Dort ist der Weg von hohen Hecken gesäumt; auf der einen Seite Kleingärten, auf der anderen Privatgrundstück. Sobald hinter der Hecke Kleingarten Stimmen zu hören (vorwiegend Männer), laute Musik oder Kindergeschrei steht Kaya hochkant in der der Leine. Wir sind den Weg schon andersherum gegangen, da geht es besser. Aber leider nicht immer. Ihr sind nach einem Jahr plötzlich kleine Umweltgeräusche unheimlich und sie hat regelrechte Panik.
Wir bleiben dran, nehmen sie zwischendurch mal mit in die Stadt, mal sind wir auch nur in der Pampa, wo sie alles sehen kann.
Es ist ein Geduldsspiel und dein Hund ist erst kurze Zeit bei dir.
Gib nicht auf und bau behutsam das Vertrauen weiter auf. Es wird irgendwann besser. Viel Erfolg 🍀.
 
Beitrag-Verfasser
Andrea
13. Juli 07:08
Wir haben mit unserer Kaya ebenfalls das Problem an einer bestimmten Stelle. Dort ist der Weg von hohen Hecken gesäumt; auf der einen Seite Kleingärten, auf der anderen Privatgrundstück. Sobald hinter der Hecke Kleingarten Stimmen zu hören (vorwiegend Männer), laute Musik oder Kindergeschrei steht Kaya hochkant in der der Leine. Wir sind den Weg schon andersherum gegangen, da geht es besser. Aber leider nicht immer. Ihr sind nach einem Jahr plötzlich kleine Umweltgeräusche unheimlich und sie hat regelrechte Panik. Wir bleiben dran, nehmen sie zwischendurch mal mit in die Stadt, mal sind wir auch nur in der Pampa, wo sie alles sehen kann. Es ist ein Geduldsspiel und dein Hund ist erst kurze Zeit bei dir. Gib nicht auf und bau behutsam das Vertrauen weiter auf. Es wird irgendwann besser. Viel Erfolg 🍀.
Lieben Dank, wir werden geduldig üben
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
13. Juli 07:10
Wenn meine Hündin den Anker wirft, frage ich was los ist. Sie möchte mich in der Regel auf etwas aufmerksam machen.

Vor wenigen Wochen bockte sie am Waldeingang. Bei Nachfrage zeigte sie mir alle Möglichkeiten (in meinen Augen willkürlich) rechts und links auf Pfade abzubiegen an. Sie wäre bereit gewesen überall anders weiterzugehen, außer geradeaus. Ich hatte einen Verdacht. Da es an der Stelle gut einsehbar war, munterte ich sie auf trotzdem mit mir geradeaus weiterzugehen.
Bei den nächsten Metern konnte ich an ihrer Körpersprache erkennen, dass Wildschweine in der Nähe gewesen sein mussten und Mira die Stelle am Bach vermeiden wollte. Cleverer Hund.

Die Welt der Gerüche bleibt uns Menschen weitgehend verschlossen. Mit 8 Tagen ist vermutlich eh noch vieles neu und unergründet, ob es eine Gefahr darstellt oder nicht. Kein Tipp von mir, nur der Hinweis darauf, dass Bocken auf etwas hinweisen kann, was die Hündin bewegt 🐾
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sigi
13. Juli 07:12
Also Snow geht seit einiger Zeit nicht mehr oder nur widerwillig mit in den Biergarten. Vorher gings ihm nicht schnell genug(Viele Leckerlies von den Bedienungen😁)
Ich nehme an dass er von einer Biene/Wespe gestochen wurde.
 
Beitrag-Verfasser
Olli
13. Juli 07:12
Und wie soll die Führung dann aussehen? Weiterziehen? Stehenbleiben und hartnäckig auf die Richtung bestehen?
Das hängt vom Hund ab, in diesem Fall ein Toller, die sehr schnell lernen, selbständig und sensibel sind, aber Fehler ausnutzen.

Einen Welpen oder kleinen Hund kann ich ein kurzes Stück tragen und nach der 'Stelle' wieder absetzen.

Mit einem unsicheren Hund kann ich mich der 'Stelle' nähern, kurz vorher umdrehen und wieder nähern, usw.

Mit einem willensstarken Hund wie meinem Gassi-Kangal drehe ich Volten, wenn sie nicht weiter will. Ziehen ist bei 64 kg keine Option, aber man kann die Leine auf Zug bringen und warten, bis Hund einen Schritt macht und den dann verbal belohnen. Da haben wir dann 25 min für 20 m gebraucht - mit den Volten aus dem Pferdetraining ging es besser, weil Hund dazu in Bewegung bleibt.

Das 'neue' Gassi-Chow-Mädchen, wollte zuerst mit mir nicht mit, weil sie mich nicht kannte. Da hat schon gereicht, dass ich mich hinter sie gestellt habe, damit sie sich bewegt, weil sie Abstand wollte. Jetzt, nach dem dritten Mal, hopst sie fröhlich durch die Gegend.

Dem unsicheren Barsoi-Mädchen haben meine Altrüden gezeigt, dass so eine S-Bahn-Brücke kein Problem ist und Böller in der Ferne auch harmlos sind.

Und zu guter Letzt hängt es natürlich vom Halter ab, wie souverän er sich bewegt oder zögerlich ist in Alltagssituationen.

Der Spruch 'mit gutem Beispiel voran gehen' kommt ja nicht von ungefähr. :-)
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Maria
13. Juli 08:05
Das hängt vom Hund ab, in diesem Fall ein Toller, die sehr schnell lernen, selbständig und sensibel sind, aber Fehler ausnutzen. Einen Welpen oder kleinen Hund kann ich ein kurzes Stück tragen und nach der 'Stelle' wieder absetzen. Mit einem unsicheren Hund kann ich mich der 'Stelle' nähern, kurz vorher umdrehen und wieder nähern, usw. Mit einem willensstarken Hund wie meinem Gassi-Kangal drehe ich Volten, wenn sie nicht weiter will. Ziehen ist bei 64 kg keine Option, aber man kann die Leine auf Zug bringen und warten, bis Hund einen Schritt macht und den dann verbal belohnen. Da haben wir dann 25 min für 20 m gebraucht - mit den Volten aus dem Pferdetraining ging es besser, weil Hund dazu in Bewegung bleibt. Das 'neue' Gassi-Chow-Mädchen, wollte zuerst mit mir nicht mit, weil sie mich nicht kannte. Da hat schon gereicht, dass ich mich hinter sie gestellt habe, damit sie sich bewegt, weil sie Abstand wollte. Jetzt, nach dem dritten Mal, hopst sie fröhlich durch die Gegend. Dem unsicheren Barsoi-Mädchen haben meine Altrüden gezeigt, dass so eine S-Bahn-Brücke kein Problem ist und Böller in der Ferne auch harmlos sind. Und zu guter Letzt hängt es natürlich vom Halter ab, wie souverän er sich bewegt oder zögerlich ist in Alltagssituationen. Der Spruch 'mit gutem Beispiel voran gehen' kommt ja nicht von ungefähr. :-)
Ich mag es immer nicht, wenn gesagt wird, dass die Führung übernommen werden soll, aber keine Idee dazu, wie man es umsetzen kann.

Nerviges Beispiel, das eigentlich schon konkreter ist: wenn du weitergehen willst, dann sagst du weiter und gehst. Und wenn der Hund sich weigert und nur mitschleifen lässt? Dann wird man blöd angemacht. Aber wie man darauf reagieren kann, wird auch nicht erklärt.
 
Beitrag-Verfasser
Andrea
13. Juli 08:25
Teilweise beobachten wir das sie die Rute zwischen den Beinen einklemmt,bleibt stehen und schaut sich um. Wenn man ein Stück geschafft hat, wie ein anderer Hund läuft schön mit schnuppert,rute nach oben
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nadine
13. Juli 10:22
Teilweise beobachten wir das sie die Rute zwischen den Beinen einklemmt,bleibt stehen und schaut sich um. Wenn man ein Stück geschafft hat, wie ein anderer Hund läuft schön mit schnuppert,rute nach oben
Dann ist sie verunsichert, oder hat Angst
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Claudia
13. Juli 10:37
Und wie soll die Führung dann aussehen? Weiterziehen? Stehenbleiben und hartnäckig auf die Richtung bestehen?
Das würde mich auch sehr interessieren wie da am Besten mit umgegangen werden soll, wenn Hundi stehen bleibt. Wie setzt man da seinen Willen durch? Unsere hat einen kleinen Dickkopf. Ich habe es auch schon einmal mit kurz Tragen versucht. Danach ging sie wieder normal gut mit.. Aber das kann nicht die Lösung sein. Bei uns ist es so, dass sie bei meinem Mann die Richtung bestimmt. Sie geht quasi mit ihm Gassi 🤣 Bei mir läuft das nicht so...
 
Beitrag-Verfasser
Ilona
13. Juli 11:22
Das würde mich auch sehr interessieren wie da am Besten mit umgegangen werden soll, wenn Hundi stehen bleibt. Wie setzt man da seinen Willen durch? Unsere hat einen kleinen Dickkopf. Ich habe es auch schon einmal mit kurz Tragen versucht. Danach ging sie wieder normal gut mit.. Aber das kann nicht die Lösung sein. Bei uns ist es so, dass sie bei meinem Mann die Richtung bestimmt. Sie geht quasi mit ihm Gassi 🤣 Bei mir läuft das nicht so...
Ich glaube, das eigene Mindset macht es: glaube ich, das der Hund bockt, agiere ich anders, als wenn ich versuche, das Verhalten zu verstehen. Das Wort: bocken, finde ich unpassend. Kein Verhalten ohne Grund. Und die können vielschichtig sein. Ein paar Gründe nal aus Sicht meiner Hündin: ich brauch ne Pause, mir ist es zu heiss / kalt, ich würde gern woanders lang gehen, ich möchte einen Keks, ich hab Schmerzen, da riecht es komisch, da ist Gefahr...etc daher finde ich die Wortwahl nicht gelungen.