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Natalia
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heute 08:25

Erfahrungsaustausch: Tierschutzhund aus Rumänien / Extreme Unsicherheit, Gassi-Routinen & Besuch 🐾

Hallo zusammen!
Ich suche den Austausch mit Halterinnen und Haltern, die ebenfalls einen Hund aus dem rumänischen Tierschutz haben und ähnliche Herausforderungen kennen.

Unser Rüde kam mit ca. 4 Monaten zu uns und ist mittlerweile 4 Jahre alt. Er ist ein wunderbarer Begleiter und wir haben in den letzten Jahren gelernt, gut aufeinander einzugehen – aber sein Rucksack aus der Welpenzeit prägt unseren Alltag nach wie vor stark:

Extreme Schreckhaftigkeit & Reize:
Er reagiert super sensibel auf plötzliche Geräusche, Bewegungen oder Veränderungen in der Umgebung (selbst das Aufschütteln oder Falten einer Decke kann ihn total verunsichern).

Spaziergänge & Routinen:
Bei uns muss fast alles exakt nach Routine ablaufen. Er braucht absolut bekannte Wege (am besten Parkwege mit gutem Überblick und wenig dichtem Gebüsch an den Seiten), weil alles Unbekannte ihn extrem verunsichert. Spaziergänge sind für uns daher oft ein sehr durchgeplanter Weg.

Begegnungen draußen:
Wenn ich alleine mit ihm unterwegs bin, ist seine erste Reaktion bei Hundebegegnungen oft Anbellen – reine Unsicherheit, die von außen aber leider schnell als Aggression abgestempelt wird. (Spannenderweise ist er bei Petsittern im Rudel völlig problemlos, weil er sich dort anpasst!)

Besuch & Handwerker:
Besuch oder Handwerker im Haus sind eine echte Hürde – selbst private Trainingsstunden haben da bisher keinen Durchbruch gebracht. Mittlerweile haben wir eine Management-Lösung gefunden: Er wird im hinteren Teil der Wohnung (mit Zugang zu Wasser, Futter und dem Schlafzimmer als sicherem Rückzugsort) separiert und wir hängen eine Decke über das Gitter, damit er möglichst wenig mitbekommt und zur Ruhe kommt.

Mir ist bewusst, dass Straßen- und Tierschutzhunde eine ganz eigene Geschichte mitbringen. Manchmal wünsche ich mir einfach den Austausch mit Gleichgesinnten, die genau wissen, wie sich dieser Alltag anfühlt:

Habt ihr es bei solchen Angst- und Unsicherheitshunden geschafft, ihnen draußen (z. B. bei neuen Wegen oder Hundebegegnungen) mehr Sicherheit zu geben? Gibt es da Kniffe?

Wie handhabt ihr das Thema Besuch langfristig bei euch zu Hause?

Ich freue mich sehr über eure ehrlichen Erfahrungen und einen wertschätzenden Austausch!

Liebe Grüsse Natalia und Nero
 
Beitrag-Verfasser
Olli
heute 08:16
Hast du ja schon selbst beantwortet: Sucht euch Gesellschaft beim Gassigehen. Einfach Laufen, kein Kontakt.

Mein kleiner rumänischer Gassi-Arterienöffner hatte zu Anfang ohne Anlass den ersten Kilometer durchgehend gebellt.

Frauchen und Herrchen haben einen 3m² Zwinger im Wohnzimmer stehen.

Mit mir konnten sie sich zuhause erstmals unterhalten, ohne dass Hund gebellt hat - weil ich ihn neben mir auf der Couch, aber auch dafür gesorgt hatte, dass er im Platz blieb und nicht das Areal überwacht.

Da sind Frauchen/Herrchen leider nicht konsequent.

Alles noch mit MK, weil er gelernt hat, seinen Willen mit Zähnen durchzusetzen.
 
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Natalia
heute 08:25
Hast du ja schon selbst beantwortet: Sucht euch Gesellschaft beim Gassigehen. Einfach Laufen, kein Kontakt. Mein kleiner rumänischer Gassi-Arterienöffner hatte zu Anfang ohne Anlass den ersten Kilometer durchgehend gebellt. Frauchen und Herrchen haben einen 3m² Zwinger im Wohnzimmer stehen. Mit mir konnten sie sich zuhause erstmals unterhalten, ohne dass Hund gebellt hat - weil ich ihn neben mir auf der Couch, aber auch dafür gesorgt hatte, dass er im Platz blieb und nicht das Areal überwacht. Da sind Frauchen/Herrchen leider nicht konsequent. Alles noch mit MK, weil er gelernt hat, seinen Willen mit Zähnen durchzusetzen.
Gesellschaft zu finden ist leider nicht so einfach und es klappt mit 2-3 Hunden aus der Nachbarschaft auch gut.

Er ist Gott sei Dank nicht aggressiv sondern eher extrem ängstlich und unsicher. Die Stunden mit einem Trainer haben auch nichts gebracht, er wird so ängstlich und gestresst dass es mit ihm schwierig wird zu arbeiten weil er dann auf nichts mehr reagiert ob spielzeug, Futter oder sonst was. Da es ihn so stresst haben wir dann die Lösung mit dem hinteren Teil der Wohnung gefunden. Er bellt dann einige Zeit lang aber irgendwann wird er etwas ruhiger.