Erfahrungsaustausch: Tierschutzhund aus Rumänien / Extreme Unsicherheit, Gassi-Routinen & Besuch 🐾
Hallo zusammen!
Ich suche den Austausch mit Halterinnen und Haltern, die ebenfalls einen Hund aus dem rumänischen Tierschutz haben und ähnliche Herausforderungen kennen.
Unser Rüde kam mit ca. 4 Monaten zu uns und ist mittlerweile 4 Jahre alt. Er ist ein wunderbarer Begleiter und wir haben in den letzten Jahren gelernt, gut aufeinander einzugehen – aber sein Rucksack aus der Welpenzeit prägt unseren Alltag nach wie vor stark:
Extreme Schreckhaftigkeit & Reize:
Er reagiert super sensibel auf plötzliche Geräusche, Bewegungen oder Veränderungen in der Umgebung (selbst das Aufschütteln oder Falten einer Decke kann ihn total verunsichern).
Spaziergänge & Routinen:
Bei uns muss fast alles exakt nach Routine ablaufen. Er braucht absolut bekannte Wege (am besten Parkwege mit gutem Überblick und wenig dichtem Gebüsch an den Seiten), weil alles Unbekannte ihn extrem verunsichert. Spaziergänge sind für uns daher oft ein sehr durchgeplanter Weg.
Begegnungen draußen:
Wenn ich alleine mit ihm unterwegs bin, ist seine erste Reaktion bei Hundebegegnungen oft Anbellen – reine Unsicherheit, die von außen aber leider schnell als Aggression abgestempelt wird. (Spannenderweise ist er bei Petsittern im Rudel völlig problemlos, weil er sich dort anpasst!)
Besuch & Handwerker:
Besuch oder Handwerker im Haus sind eine echte Hürde – selbst private Trainingsstunden haben da bisher keinen Durchbruch gebracht. Mittlerweile haben wir eine Management-Lösung gefunden: Er wird im hinteren Teil der Wohnung (mit Zugang zu Wasser, Futter und dem Schlafzimmer als sicherem Rückzugsort) separiert und wir hängen eine Decke über das Gitter, damit er möglichst wenig mitbekommt und zur Ruhe kommt.
Mir ist bewusst, dass Straßen- und Tierschutzhunde eine ganz eigene Geschichte mitbringen. Manchmal wünsche ich mir einfach den Austausch mit Gleichgesinnten, die genau wissen, wie sich dieser Alltag anfühlt:
Habt ihr es bei solchen Angst- und Unsicherheitshunden geschafft, ihnen draußen (z. B. bei neuen Wegen oder Hundebegegnungen) mehr Sicherheit zu geben? Gibt es da Kniffe?
Wie handhabt ihr das Thema Besuch langfristig bei euch zu Hause?
Ich freue mich sehr über eure ehrlichen Erfahrungen und einen wertschätzenden Austausch!
Liebe Grüsse Natalia und Nero