Um einfach Mal bei der Sache zu bleiben. Der Hund wurde kastriert. Der aktuelle Hormonpegel und die Zeit danach sind dann Schwankungen unterworfen, da der Körper "lernen" muss, das auszugleichen. Das kann dauern. Sowas kann Antrieb in vielen Dingen beeinflussen, teilweise auch Vorlieben und Gewohnheiten. Mal ist es mehr, mal weniger.
Was ich im Hundekontakt als erstes denke- eine OP ist da nicht direkt schmerzfrei und auch für den Hund erstmal eine Wunde die heilen muss. In dieser Zeit, unabhängig ob kastriert oder verletzt, sind Kontakte sehr sensibel zu halten. Es kann sich daraus auch erstmal was verfestigen. Unter anderem auch die Unsicherheit oder "zickig" im Sinne von abgrenzen und Distanz schaffen. Andere Hunde sind ja keine Wundheilungsberater. Die testen ja eher aus, was sie dürfen. Ergo der Hund mit Problem gibt dann auch Mal Kontra. Nicht wenige hündinnen möchten dann auch den direkten Kontakt "hinten" nicht zulassen. Schützen also ihren bereich mehr. Je nachdem was für Hundefreunde sie hat und was der Kontakt für sie bedeutet. Normales zusammen gehen ohne viel Nähe auch problematisch? Oder will sie auch viel spielen und stoppt dann ab? Das können wir hier ja gar nicht bewerten.
Das ganze "Kastrationsthema pro und Kontra" hilft dir da sicher jetzt erstmal keinen Schritt weiter.
Könnte auch eine Mischung aus verhaltensänderung und eurer Reaktion darauf sein. Bräuchte man bisschen konkretere Schilderungen. In erster Linie ist wichtig, dass die OP gut vertragen wurde und alles gut heilt.🍀 Hab zwei Tierschutzkastrierte Damen, eine früh eine spät. Wenn ich die bewerten würde, hat die spätere bemerkt, dass etwas anders ist und die frühkastrierte kennt es nicht anders(vermisst da nichts). Was besser ist, ist fraglich. Meine Tendenz kam erst im Nachhinein(hab sie ja so bekommen) und tendiert bei den Beiden eher zur früheren OP als später. Also gibt es sicher sehr unterschiedliche Grundsatzauffassungen zu dem Thema, auch wenn ich es nicht in der Alltagsbetrachtung relevant empfinde, dass sie kastriert sind.
Bei dem was du geschrieben hast, ist eine größere Abwehrhaltung für mich ersichtlich, die ein Hund nach einer Verletzung oder OP entwickeln kann.