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Franka
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heute 17:14

Ein sehr kommunikativer Hund

Hat jemand Erfahrungen mit einem Hund, der aus lauter Aufregung extrem viel bellt? Unser Hund hat irgendwann im Welpenalter damit angefangen. Dadurch wurde irgendwann sogar der Welpenkurs schwierig, weil er dort vor lauter Aufregung ständig gebellt hat. Heute passiert es vor allem, wenn er freilaufen darf oder andere Hunde trifft. Kommt beides zusammen, wird es richtig laut. Das Bellen ist in einem hohen Ton und eindeutig aus Aufregung, nicht aus Aggression. Zu Hause bellt er dagegen fast nie. Weder bei Geräuschen im Treppenhaus noch wenn ihm ein Spielzeug unter das Sofa rollt. Höchstens kurz bei Besuch, dann hört es nach ein paar Minuten wieder auf. Bisher hieß es von Trainern am Anfang immer: ignorieren. Das hat bei ihm aber überhaupt nichts gebracht. Auch positives Zureden oder Schimpfen macht keinen Unterschied – solange er noch aufgeregt ist, bellt er weiter. Erst wenn er von selbst runterkommt, hört es auf. Social Walks haben wir ebenfalls schon einige gemacht. Der Grund, warum ich jetzt nochmal frage: Ein Nachbar hat sich beschwert, weil ich mit ihm manchmal im Hinterhof Schnüffelspiele oder kleine Spieltreffen mache und es dann für 10–15 Minuten lauter wird. Hat jemand einen Hund mit einem ähnlichen Verhalten? Lohnt sich an der Stelle ein Hundetrainer oder gibt es Dinge, die man in genau diesen Bell-Situationen ausprobieren kann? Ich freue mich über eure Erfahrungen. Das Video war von einem Pudeltreffen, da sieht ma das Verhalten ganz gut.
 
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Sebbi
heute 17:08
Hallo!
Das ist mir im Hundeverein auch schon oft aufgefallen.
Gerade Pudel scheinen oft eine ziemlich niedrige Reizschwelle zu haben. Sie bellen extrem schnell, schaukeln sich da richtig rein und schießen beim Stresslevel komplett durch die Decke.

Euer Problem ist ein Klassiker: Dein Hund hat eine extrem hohe Erwartungshaltung und null Frustrationstoleranz. Das Bellen in dieser hohen Tonlage ist sein Ventil, um das Adrenalin abzubauen. Sein Gehirn kocht vor Aufregung über und er ist gar nicht mehr ansprechbar.

Dass bisherige Tipps nichts gebracht haben, ist völlig logisch. Ignorieren hilft bei Selbstbelohnung nicht, und Schimpfen interpretiert der Hund oft als „Super, Frauchen bellt mit!“.
Der Ratschlag aus meinem Verein, einfach zügig aus der Situation rauszugehen, ist für den Moment zwar das Einzige, was hilft, löst aber das Grundproblem nicht.

Auch euer Hinterhof ist inzwischen fest mit „Hier gibt es gleich Action!“ verknüpft.
Ein Hundetrainer lohnt sich hier definitiv – aber jemand, der an der Grunderregung arbeitet und nicht nur das Symptom bekämpft.

Für euch heißt das im Alltag: Erwartungshaltung brechen. Bellen darf nie wieder zum Erfolg führen. Fängt er im Hinterhof an zu bellen, geht es sofort und ohne großes Thema wieder rein. Action schaltet er sich nur noch durch Ruhe frei.
Bei Begegnungen müsst ihr die Distanz zu anderen Hunden am Anfang so groß wählen, dass sein Kopf gar nicht erst durchbrennt. Erst wenn er auf Abstand ruhig bleiben kann, arbeitet man sich schrittweise näher ran.

Manchen Hunden hilft es in solchen Momenten auch enorm, wenn sie stattdessen ein Spielzeug im Maul tragen dürfen – das nimmt oft schon den ersten Druck raus.

Dem Nachbarn würde ich einfach kurz sagen, dass du das Thema auf dem Schirm hast und ab sofort gezielt daran arbeitest. Das nimmt meist direkt die Schärfe raus.
Bleib dran, das kriegt man mit etwas Konsequenz gut in den Griff!


Nachtrag:
Und unterschätze deinen Pudel nicht. Pudel sind alles andere als doof. Er wird immer nach einem Schlupfloch suchen und dich zur Not auch zu Fehler zwingen😉