Hundefreilaufwiese – Sport & Spiel – Hundeforum von Dogorama – Dogorama App

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Frank
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Anzahl der Antworten 59
zuletzt 20. Apr.

Hundefreilaufwiese

Hallo, ich würde gerne mal eure Meinung zum Thema Hundewiese lesen. In unserer Gemeinde wird gerade über die Einrichtung einer umzäunten Hundewiese nachgedacht. Es gibt viel Zuspruch aber natürlich auch so zwei drei Gegenstimmen, ich nenne sie mal "Experten", die vehement dagegen sind, keinen Sinn darin sehen. Habt ihr Erfahrungen mit solchen Wiesen? Positive wie negative?
 
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Ulrike
Beliebteste Antwort
17. Nov. 14:45
Hallo! Ich scheine wohl zu diesen „Experten“ zu gehören, denn ich hab nur schlechte Erfahrungen mit unserer Hundewiese gemacht: zum einen gibt es immer Menschen die denken: „ ach, mein Hund hört nicht wenn ich rufe, also gehe ich jetzt auf die Hundewiese, da kann er unangeleint mit anderen Hunden „spielen“ !“ und dieser Hund kann dann alles platt machen, wie es ihm beliebt, weil er ist ja der Stärkste und er hört ja nicht. Zum anderen wird es immer die „Platzwarte“ geben, die gerne mit dem Auto von weiter weg angefahren kommen und dir dann erklären, dass deine Rasse auf dieser Wiese ( die in deinem Heimatort liegt) nicht willkommen ist. Alles Erfahrungswerte!
 

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Ulrike
17. Nov. 14:45
Hallo! Ich scheine wohl zu diesen „Experten“ zu gehören, denn ich hab nur schlechte Erfahrungen mit unserer Hundewiese gemacht: zum einen gibt es immer Menschen die denken: „ ach, mein Hund hört nicht wenn ich rufe, also gehe ich jetzt auf die Hundewiese, da kann er unangeleint mit anderen Hunden „spielen“ !“ und dieser Hund kann dann alles platt machen, wie es ihm beliebt, weil er ist ja der Stärkste und er hört ja nicht. Zum anderen wird es immer die „Platzwarte“ geben, die gerne mit dem Auto von weiter weg angefahren kommen und dir dann erklären, dass deine Rasse auf dieser Wiese ( die in deinem Heimatort liegt) nicht willkommen ist. Alles Erfahrungswerte!
 
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Ma
17. Nov. 14:47
Wir haben das Glück, dass Frankfurt viele Freilaufzonen hat. Alleine in meiner Nachbarschaft sind es zwei. Beide sind nicht umzäunt, aber gut gelegen. Generell finde ich solche Zonen gut, um andere Hunde kennenzulernen und den Hund etwas toben zu lassen. Bedingung ist das der Hund sozial , freundlich und abrufbar ist. Hier gibts einen umzäunten Park, relativ klein und dort sollen Geschichten vorgefallen sein, wo ein Hund einen anderen gejagt und gebissen hat. Dann ist der Besitzer mit seinem Hund weggegangen und hat Fake Daten dagelassen. Es ist nicht die Schuld des Hundes, sondern des Besitzers. Man sollte seinen Hund kennen und abrufen können. Einige schwarze Schafe gehen nur auf solche Freilaufflächen, weil die dann nicht auf die Hunde aufpassen müssen. Die können ihr Ding machen, mit anderen quatschen und so weiter … Ich bin auf solchen Freilaufflächen immer achtsam, und schaue immer wer von der Gewichtsklasse aber auch Verhalten zum Minimann passt. Bevorzuge aber weite Wiese ohne viele Hunde oder Menschen und ausgewählte Hundekontakte. Ab und zu gehts dann mal für nen Spaziergang in den Niddapark. Die Hundefreilauffläche ist gigantisch. Ich spaziere von einem Ende zu anderen in ca 45 Minuten. Da ist viel Platz anderen Hunden aus dem Weg zu gehen
 
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Kerstin
17. Nov. 14:57
Also ich meide die Freilauffläche bei uns. Aber aufgrund des Zustand des Platzes. Überall Hundehaufen und tiefe Buddellöcher. Aber von dem was ich hör, scheinen solche Wiesen viel Konfliktpotential zu haben. Eben oft mit Hundehaltern die ihren Hund drauf lassen und sich dann nicht drum kümmern. Oder eben Leuten die Hunde nicht deuten und krasses Mobben als Spielen interpretieren und das auch noch toll finden. Aber im Prinzip find ich die ne gute Sache. Man wird ja nicht gezwungen die zu nutzen.
 
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Dogorama-Mitglied
17. Nov. 15:27
Finde es schade, dass die Gegenstimmen offenbar direkt als „du nennst sie mal Experten“ abgewertet werden. Schließe mich nämlich mit sehr negativen Erfahrungen an. Ich meide solche Wiesen und würde, sofern irgendwann wieder notwendig, nur welche zum mieten bevorzugen wo man entweder allein oder mit vernünftigen Leuten drauf geht. Da ist es auch nicht so anonym, und meist müssen die Hunde dann auch versichert sein. Ich habe auch die Erfahrung gemacht dass solche öffentlichen eingezäunten Wiesen gerne von Leuten genutzt werden, deren Verhaltensauffälligen Hunde sich dort selbst „resozialisieren“ sollen. Viele Hunde die unerzogen sind, nicht abrufbar, verhaltensauffällig, aggressiv und und und. Nur sehr wenige die zB nur nicht von der Leine können weil sie vielleicht noch nicht lange beim Halter sind, extremen Jagdtrieb haben o.ä.. Die kommen da aber schnell unter die Räder. Leute die sich zum Quatschen dort treffen und sich nicht um die Hunde kümmern (die sollen sich schön selbst „austoben und beschäftigen“ - hat man selbst ja hoffentlich nicht mehr viel zu tun, Training ist ja so anstrengend und im Zweifel schreddert der eigene Hund ja andere und wird nicht selbst geschreddert) und Hundeverhalten auch gar nicht einschätzen können (Aggressionen, Mobbing, Kippen der Stimmung..). Dass sowohl die Menschen wie auch dann die Hunde das schnell als ihr Territorium betrachten und die Hunde auch stark territoriale Aggressionen zeigen. Unserer wurde dort auch gebissen und die Halter gaben später sogar zu dass Trainer schon gesagt hätten ihrer sei nicht therapierbar und trotzdem wurde der dort ohne Maulkorb drauf gelassen weil er mit n paar wenigen Hunden ja kein Problem hat und der Hund ja rennen soll. Davon ab dass die Leute weder den Hundekot entfernen, noch die Löcher zubuddeln oder ihren eigenen Dreck mitnehmen. Zuständig fühlt sich da dann auch keiner und für die Stadt sicher aus Haftungs- und Wartungsgründen extrem problematisch. Die Leute können sich halt einfach nicht benehmen und sich rücksichtsvoll verhalten. Deswegen gibts ja mittlerweile auch so viel Leinenpflicht. Anders gehts halt leider nicht für viele 🤷🏻‍♀️
 
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Dogorama-Mitglied
17. Nov. 15:47
👋🏼 Hier wäre dann auch noch eine Expertin.. schließe mich an: bin absolut dagegen und werde meinen Hund niemals einer solchen 'Hundewiese' aussetzen.. Die Menschen, die dort hingehen, leinen ihre Hunde ab und dann heißt es 'nach mir die Sintflut'. Die daddeln dann lieber am Handy rum als ihren Hund im Auge zu behalten. Zudem gibt es extrem viele Halter:innen die meinen, dass ihr Hund gerade 'spielt' - ist aber zu 90 % einfach nicht der Fall. Oftmals ist es Mobbing. Außerdem sind es immer viel zu viele Hunde. Es gibt keine Ausweichmöglichkeit (eingezäunt - Hund kann in die Ecke getrieben werden), Menschen interpretieren das Verhalten ihrer Hunde falsch, es finden ungefragt Sozialkontakte statt (ein Hund benötigt nicht 50 verschiedene Sozialkontakte - und schon gar nicht alle auf einmal), Außerdem dient Spielen in der Welpen- und Junghundezeit dazu, dass Sozialverhalten erlernt wird. Spielverhalten wird aber mit dem Erwachsenwerden weniger, erst recht mit fremden Hunden. Dann lieber eine Handvoll positiver Kontakte mit denen man sich abwechselnd trifft für einen Social Walk und/oder ein kurzes Rennen. Die Mehrheit der Halter:innen nutzt diese Zonen nämlich nur um mal kurz 'eine Auszeit' von ihren Hunden zu erlangen, damit er 'beschäftigt' ist.
 
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Frank
17. Nov. 15:48
Mit Experten meinte ich die Art Hundebesitzer, die sich über die Jahre ihrer Hundehaltung definieren. Wir leben hier auf dem Dorf. Anonymität gibt es hier nicht wirklich. Irgendwie kennt hier jeder immer einen der anderen. Ich kenne in der Nachbarstadt eine Wiese, wo sich die Hundehalter auch kennen. Obwohl die Wiese städtisch ist, kümmern sie sich. Keine Hundehaufen, Löcher werden dort so gut es geht zugeschoben. Dazu wurde auch schon privat Mutterboden rangekarrt. Ich habe den Eindruck, dass dort tatsächlich eine funktionierende Gemeinschaft entstanden ist. Unsere sehr ängstliche Hündin wurde dort in Ruhe gelassen bzw. die Halter haben aufgepasst. Ich kann selbstverständlich nur für die Zeit unserer Besuche sprechen. Ob sonst Vorfälle gab, kann ich nicht sagen.
 
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Emma
17. Nov. 16:01
Also ich bin zwiegespalten... Wir sind regelmäßige Besucher der Hundewiese, weil: - Unsere Elze sehr unsicher war mit anderen Hunden und wir dort ihre Freunde treffen können und zwar abgeleint - Wir Abruf aus Hundegruppen heraus üben konnten - Wir innerartliches Verhalten trainieren konnten: Rudi das Pöbeln mit anderen Rüden abgewöhnen und Elze auch ihre Berührungsängste nehmen - Wir wirklich sorgenlos auch mal ableinen können und viele Augen beaufsichtigen - Wir absolut geil Reizempfindlichkeit und Impulskontrolle trainieren konnten - Ich zeige dort meine Hunden, dass ich die Beschützerin bin, dass sie bei Unsicherheit oder Problemen hinter und bei mir sicher sind Aber es gab da noch mehr Punkte, weshalb es für uns total viel Sinn gemacht hat. ABER: Mein Mann und ich sind auf der Hundewiese immer in Arbeit. Alles was bei uns ausschaut, als lassen wir die Hunde spielen, ist am Ende Training. Wir rufen ab, wir maßregeln unerwünschtes Verhalten und unsere Hunde gehen oft mit Schleppleine auf die Wiese. Also unsere Hunde haben dort ihre Regeln und ich setze die auch durch. Es wird nicht gemobbt, nicht gepöbelt, keine anderen Halter angesprungen, meine Hunde bekommen nur von mir Leckerchen und wenns nicht klappt, dann gibt's Strafminuten, ne Auszeit oder wir gehen komplett. Und wir haben Leute dabei, die dort die Leine ausklinken und den Hund machen lassen was er will. Ein Beispiel: Ein junger Husky ritt immer bei anderen Hunden auf. Das ging vielleicht 20 min gut und dann hat ein Schäferhund das Gehabe beendet. Beißunfall! Auch die Halterin des Huskys, die die beiden trennte, wurde gebissen. Und das war nicht die einzige Situation. Sie hätte das Verhalten ihres Hundes etwas früher beenden sollen. (Wobei der Schäferhund aber auch nicht hätte beißen dürfen. Also es gibt die Leute, die Hunde lesen und da auch ihre Regeln durchsetzen und dann gibt's die Idioten, die dort eben ausklinken und den Hund nur machen lassen und das geht gaaanz oft schief. Und das nervt.
 
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Dogorama-Mitglied
17. Nov. 16:01
Haben auch nur negative Erfahrungen gesammelt. Sogar in einer Hundeschule, die am Wochenende die Wiese offen hatte zum "Hundespielen". Merlin wurde attackiert und gebissen und das von einem Hund der vorher schon andere gebissen hat und mehr als unverträglich mit anderen ist. Wurde uns im Nachhinein erzählt. Die Trainerin meinte das sei normal & der Rang müsse ausgemacht werden. Das unser Hund verstört -und wir dumm genug waren, zu glauben es sei richtig, war das schlimmste. Haben den Trainer gewechselt und alles erzählt und uns eines besseren belehren lassen. Solche Wiesen sind fatal. Man kennt die Hunde nicht und ich werde im Leben nie wieder auf solch eine Hundewiese gehen mit meinem Hund.
 
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Dogorama-Mitglied
17. Nov. 16:02
Mit Experten meinte ich die Art Hundebesitzer, die sich über die Jahre ihrer Hundehaltung definieren. Wir leben hier auf dem Dorf. Anonymität gibt es hier nicht wirklich. Irgendwie kennt hier jeder immer einen der anderen. Ich kenne in der Nachbarstadt eine Wiese, wo sich die Hundehalter auch kennen. Obwohl die Wiese städtisch ist, kümmern sie sich. Keine Hundehaufen, Löcher werden dort so gut es geht zugeschoben. Dazu wurde auch schon privat Mutterboden rangekarrt. Ich habe den Eindruck, dass dort tatsächlich eine funktionierende Gemeinschaft entstanden ist. Unsere sehr ängstliche Hündin wurde dort in Ruhe gelassen bzw. die Halter haben aufgepasst. Ich kann selbstverständlich nur für die Zeit unserer Besuche sprechen. Ob sonst Vorfälle gab, kann ich nicht sagen.
Naja, genau diese langjährigen „Experten“ stehen dann ja aber eher oft auch in den Gruppen dort zusammen und erzählen die Geschichten von „die regeln das schon unter sich/selbst“, haben seit Jahren keine Hundeschule mehr gesehen (wenn überhaupt) und nutzen genau dafür ja solche Wiesen mit ihren langjährigen Bekannten. Weil sie ja eh wissen wie es läuft, das noch nie so gemacht haben und Training und co ja nicht notwendig sind. Es mag vielleicht auch Orte geben, wo es besser klappt als in anderen wenn es dort so eine Wiese geben würde. Aber wie so oft verhält sich der Großteil leider nicht vernünftig. Nicht umsonst haben Hundebesitzer so einen schlechten Ruf. Würde sich der Großteil vernünftig und rücksichtsvoll verhalten, würde es ja insgesamt in Deutschland auch anders anders aussehen (zB Leinenpflicht, Hundekot…)
 
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Emma
17. Nov. 16:07
Das war das einzige was Sie jetzt aus dem was ich schrieb herausgenommen haben? 🤔 Ich habe auch noch anderes geschrieben, was im Übrigen gar nicht mal so unähnlich ist, zu dem was Sie schrieben... 😅
 

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