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Sonja
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Anzahl der Antworten 139
zuletzt 7. Sept.

Welche Gefahren stecken hinter den beliebten Sonderfarben? Erfahrungen?

❕️Achtung langer Text 😉❕️. Vorab: Es soll hier um Aufklärung und Information, für Memschen die in Erwägung ziehen sich einen Hund in "Sonderfarbe" zuzulegen, gehen . Aber auch Austausch , Erfahrungsberichte von Betroffenen deren Hund durch seine "Sonderfarbe" gesundheitliche Probleme hat. (Also bitte keine ..."..aber meiner ist Gesund "...."Schlagabtausch"😉) Man sieht sie immer öfter, sie werden immer beliebter; Merle, und andere Sonderfarben wie Blue, Silber, Champagne, Charcoal, maximal white....und andere in allen möglichen/unmöglichen Rassen und Mixe... Früher wurden diese Farben "Fehlfarben" genannt, und das zu einer Zeit wo Genetik entweder nicht bekannt war oder noch in den Kinderschuhen steckte. Damals wusste man , vielleicht intuitiv, das es keine "natürliche/normale" Farben sind und solche Tiere ( nicht nur Hunde) wurden aus der Zucht genommen. Aber je länger je mehr wird bewusst in Sonderfarben "gezüchtet", da sie teurer verkauft werden können und auch erhöte Nachfrage haben. Doch genau diese "Nachfrage" führt dazu das mehr kranke/potenziell kranke "produziert" werden. Nicht alle Hundebesizer wissen das Gendefekte für diese Farben zuständig sind, und das sie somit auch erhebliche Gesundheitsprobleme mit sich bringen/ bringen können : Am bekanntesten ist wohl Merle. Merle ist in "aller Munde" und in immer mehr Hunde. Es ist zwar richtig das Merle bei einigen Rassen ( Hütehunde) "schon immer vorkam" aber nichtsdestotrotz ist es nunmal ein Gendefekt der auch für Gesundheitliche Probleme/Krankheiten /Anfälligkeit zuständig ist. Es gibt verschiedene Typen Varianten von diesem Defekt, und einige bringen bei sorgsamer und vorsichtiger Zucht kaum Risiken. ABER : Es gibt auch "Pantom-Merle" , bei diesen Hunden ist es an der Fellarbe nicht erkennbar. Seriöse Züchter lassen ihre Zuchthunde auf den "Merle Faktor" testen, Hinterhofzüchter, Vermehrer etc jedoch nicht/kaum. Daher gilt ganz allgemeinen: Besser Finger weg von "Merle Hunden" aus solchen Quellen egal ob Rassehund oder Mix ! Wirklich extrem wird es nähmlich bei den eigentlich verbotenen "Doppelmerle Verpaarung" . Also Merle x Merle . Das gilt ebenso für Phantom Merle Verpaarungen, auch wenn nicht sichtbar ist der Defekt trotzdem vorhanden, die Gesundheitlichen Auswirkungen auf die Welpen gleich . Die weniger Bekannten Farbgen-defekte sind "maximum white" also so weiss wie möglich aber noch kein Albino ( bei Hunden hierzulande noch nicht so verbreitet) . Weiss ist in der Hundezucht trotzdem, besonders bei einigen Rassen, eine sehr heikle "Zucht Farbe " . Weiss ist nähmlich nicht weiss, und viel des "falschen weiss" kann zu Taubheit etc führen. Eine weitere weniger bekannter Farb-Gendefekt ist das Dilute-Gen. Dieses Gen hellt/ verdünnt die Fellfarbe auf. Also aus den natürlichen Grundfarben wird Blue, Silber, Charcoal, Champagne etc... Dieser Gendefekt ist aber aber auch für CDA und andere Chronische Probleme verantwortlich, auch sind bei solchen Hunden Haut, Fellerkrankungen, Allergien etc. anfälliger. Es wurde mittlerweile auch herausgefunden das viele Hunde mit Dilute-Gen "verhaltensauffällig" sind, wie z.b. Hyperaktiv, und unkonzetrierter sind/sein können. Die einzige Ausnahme bezüglich Dilute-Gen und die Silberne Fellfarbe ist beim Weimarer. Beim Weimarer ist es eine Natürliche Farbe die zur Tarnung dient, und weil es natürlich ist hat der Weimarer auch keine Gesundheitlichen Probleme damit. In anderrn Rassen /Mixen , ist es jedoch ein Gesundheitsrisiko.
 
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Susa
25. Feb. 18:02
Das ist so wahr! Und ich bin als Erst-Hund-Besitzer so erschrocken, wie viel: - Unwissen - Falschwissen - Alu-Hut-Wissen - Desinteresse dem Tier gegenüber zu finden ist. Wenn ich einen silbernen Frenchi sehe, der weder geimpft, noch entwurmt noch gegen Zecken geschützt ist, tut mir die Seele weh! 😭 Und die röcheln und ringen um Luft, das ist grauenvoll. Vom Durchfall und den Bandscheiben mal ganz zu schweigen. Traurig!
Ja so ging es mir auch in vielen Bereichen. Ich habe seit einem halben Jahr meinen ersten Hund und habe mich vorher über Rassen informiert, aber da findet man immernoch kaum Warnhinweise für Qualzucht. Da steht dann nur wie toll der Mops oder der Cavalier King Spaniel für Anfänger ist...

Auf Seiten von Impfgegnern bin ich auch gestoßen...
Es kursieren jedenfalls viele Falschinformationen und immer wieder Leute die sagen "Mein Frenchie ist gesund!"
Das verwirrt dann die Käufer.
Oder vielleicht auch das man auf der Straße so viele sieht, da kann es ja nicht so schlimm sein. Und das wird bei den "besonderen" Farben auch so sein, wenn man die nur oft genug auf der Straße oder Socialmedia sieht.
 
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Heike
25. Feb. 19:11
Die bunten Farben tauchen ja in immer mehr Rassen auf und sind echt „in“.
Bunte Dackel (Tigerdackel) gab es früher auch nicht 🤷🏼‍♀️
 
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Sonja
25. Feb. 20:56
Die bunten Farben tauchen ja in immer mehr Rassen auf und sind echt „in“. Bunte Dackel (Tigerdackel) gab es früher auch nicht 🤷🏼‍♀️
Das Problem ist dass,eben das "besondere" gesucht/vermarktet/verkauft wird. Vor 20+ Jahren war z.b. ein "Merle Aussie" noch relativ selten (im Vergleich zu heute) . Irgendwann dann wurde "herausgefunden" wie Merle am besten verebt wird, (liegt ja, u.A.an den Allele, ) und es gibt auch mehrere MerleGen-Variationen / Merle-Faktoren. ( Das ganze ist gar nicht so einfach wie es scheint, ) daher gehört Merlezucht auch in "seriöse Züchterhände"...Aber die "merle-produktion" nahm "so richtig an Fahrt an". Fact ist auch das es mittlerweile (fast) mehr Merle Aussies gibt als die "ursprüngliche Farbgebung" also tricolor und bicolor. Aber ein Merle Aussie ist mittlerweile "nichts besonderes" mehr , dadurch bedingt wird der Merle-GenDefekt in immer mehr Rassen eingeschleppt . Bei einigen Rassen wird es dann einfach "Tiger" oder "Leopard" genannt, ich denke dazu trägt auch die Merle =Gendefekt Aufklärung /Informationen dazu. Durch die Merle- und andere Sonderfarben -Einschleppung werden auch "langweilige , alte Rassen" wie z.B. Retriever (Golden, Labbi, Flat) wieder zum Trend und Trend Rassen ( Frenchie, Chihuahua, American Bullis etc..) für viele noch "atraktiver" . Dasselbe gilt bei Designer-Rassen wie z.B xy-Doodle, Pomsky etc..
 
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Celine
25. Feb. 21:13
Koloss ist blueline (geretteter Hund) und natürlich ein Allergiker..mit 2 Jahren wurde Arthrose festgestellt. Er sitzt auch seitlich und kann nicht ganz ins Sitz runtergehen..aber der Rasse und nicht der Farbe geschuldet.

Persönliches Statement hierzu:
Wenn die Farbe über das Tier entscheidet, dann entstand die Entscheidung nicht aus Liebe zum Tier.
 
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Dogorama-Mitglied
25. Feb. 21:18
Die bunten Farben tauchen ja in immer mehr Rassen auf und sind echt „in“. Bunte Dackel (Tigerdackel) gab es früher auch nicht 🤷🏼‍♀️
Die Tigerdackel gab es früher auch, da waren sie nur nicht erwünscht und kamen dementsprechend selten in die Zucht. Merle war nur die letzten 20 Jahre sehr beliebt und dementsprechend hat die Zucht sich in die Richtung verschoben.

Aber eine Frage, ich habe noch nie einen pyrinäenberghund oder cocker spaniel in merle getroffen. Ihr?
 
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Dogorama-Mitglied
25. Feb. 21:35
Das Problem ist dass,eben das "besondere" gesucht/vermarktet/verkauft wird. Vor 20+ Jahren war z.b. ein "Merle Aussie" noch relativ selten (im Vergleich zu heute) . Irgendwann dann wurde "herausgefunden" wie Merle am besten verebt wird, (liegt ja, u.A.an den Allele, ) und es gibt auch mehrere MerleGen-Variationen / Merle-Faktoren. ( Das ganze ist gar nicht so einfach wie es scheint, ) daher gehört Merlezucht auch in "seriöse Züchterhände"...Aber die "merle-produktion" nahm "so richtig an Fahrt an". Fact ist auch das es mittlerweile (fast) mehr Merle Aussies gibt als die "ursprüngliche Farbgebung" also tricolor und bicolor. Aber ein Merle Aussie ist mittlerweile "nichts besonderes" mehr , dadurch bedingt wird der Merle-GenDefekt in immer mehr Rassen eingeschleppt . Bei einigen Rassen wird es dann einfach "Tiger" oder "Leopard" genannt, ich denke dazu trägt auch die Merle =Gendefekt Aufklärung /Informationen dazu. Durch die Merle- und andere Sonderfarben -Einschleppung werden auch "langweilige , alte Rassen" wie z.B. Retriever (Golden, Labbi, Flat) wieder zum Trend und Trend Rassen ( Frenchie, Chihuahua, American Bullis etc..) für viele noch "atraktiver" . Dasselbe gilt bei Designer-Rassen wie z.B xy-Doodle, Pomsky etc..
Für mich hat das dann aber mit Zucht nichts mehr zu tun.
Und ich finde, wir sind da an einem Punkt, wo das ggf. auch staatlich reglementiert werden müsste.

Aber PETA und co. die da seit Jahren auf die Barrikaden gehen, sind ja nur „links-grün-versiffte“ Veganer 🙄
 
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Dogorama-Mitglied
25. Feb. 21:37
Die Tigerdackel gab es früher auch, da waren sie nur nicht erwünscht und kamen dementsprechend selten in die Zucht. Merle war nur die letzten 20 Jahre sehr beliebt und dementsprechend hat die Zucht sich in die Richtung verschoben. Aber eine Frage, ich habe noch nie einen pyrinäenberghund oder cocker spaniel in merle getroffen. Ihr?
Nee.

Scheinbar muss die Rasse erst durch Instagram zur Mode erklärt werden 🙄

So wie in den 2000er solche Qualzuchten wie Poms oder Chiwawa. Paris Hilton lässt grüßen..
 
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Anja
25. Feb. 21:51
Also wenn ich hier bei Dogorama die Pinnwand betrachte, sehe ich immer wieder Leute, die sich gerade einen Welpen mit ner komischen Farbe (meistens Merle) oder ne Qualzuchtrasse (oft Frenchie) oder schlimmstenfalls beides gekauft haben. Deswegen gehe ich davon aus, dass die Infos da einfach noch nicht durchgesickert sind. Kann mir nicht vorstellen, dass Leute Bock haben tausende beim Tierarzt auszugeben und ihr Tier leiden zu sehen, nur damit der Hund eine andere Farbe hat. Aus meinem persönlichen Umfeld kenne ich nur einen weißen Boxer, der auch viele Probleme hat (Allergien, Epilepsie) und ne Merle Deutsche Dogge, die sogut wie kein Futter verträgt. Da weiß ich aber nicht ob das explizit an der Farbe liegt.
Manchmal werden Aussagen zu Gesundheit im Zusammenhang mit "Sonderfarben" vom Züchter auch geschickt verpackt.
Ein Beispiel: Eine Bekannte war auf der Suche nach einem Hund.
Ein Dackel sollte es sein. Sie war bei einer Züchterin, bei der ein kleines Rauhhaardackelmädchen auf ein Zuhause wartet. Die Züchterin lässt ihre Hunde gesundheitlich durchchecken (Genttest etc.), was auf mich einen guten Eindruck macht.
Aus irgendeinem Grund (warum, sagte sie nicht), wollte meine Bekannte die kleine Maus aber dann doch nicht. Stattdessen hatte sie sich in eine kleine "Farb-Dackeldame" (also Tigerdackel) eines, wie ich vermute, "Vermehreres" schockverliebt.
Wir sprachen über die mögliche gesundheitliche Problematik bei merlefarbenen Hunden und meine Bekannte muss den Züchter darauf auch angesprochen haben (nach Auskunft meiner Bekannten züchtet er ausschließlich "Farbdackel" mit einer Black-and-Tan Hündin und einem Tigerdackel, den er aus den USA importiert hat). Meiner Bekannten sagte er, Farbdackel wären keine Neuzüchtung, sondern, die würden seit dem 17. Jahrhundert gezüchtet...
Das stimmt ja auch, Tigerdackel kamen schon immer (mal) vor. Allerdings galten sie lange Zeit als "Fehlfarbe" und wurden nicht gezielt gezüchtet.
Für meine Bekannte war die Aussage des Züchters so etwas wie die Bestätigung, was es bereits so lange gibt, kann keine gesundheitlichen Probleme haben.
Ich hingegen bin weiterhin skeptisch geblieben, auch weil der Züchter die Black-and-Tan Hündin als eine Art Garant für Gesundheit hinzustellen scheint. Etwa so: Die Nachkommen haben einen hohen Anteil schwarz im Fell = dann kann es keine Probleme trotz merlefarbigen Vater geben. Wenn die helle Farbe überwiegen würde, dann müsste man damit rechnen, dass u. U. Probleme auftreten...
Meine Bekannte war von dieser Aussage beruhigt, ich fand sie nur "schräg" und den Züchter nicht gerade seriös.
So ist das, der eine versteht eine Aussage positiv, dem zweiten sträuben sich die Nackenhaare.
Meine Bekannte hat die kleine Dackeline zu sich geholt und ich hoffe, dass sie nicht die beste Freundin des TA wird... 🫣
 
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Anja
25. Feb. 22:04
Die Tigerdackel gab es früher auch, da waren sie nur nicht erwünscht und kamen dementsprechend selten in die Zucht. Merle war nur die letzten 20 Jahre sehr beliebt und dementsprechend hat die Zucht sich in die Richtung verschoben. Aber eine Frage, ich habe noch nie einen pyrinäenberghund oder cocker spaniel in merle getroffen. Ihr?
Nein, mir begegnen aber auch nur sehr, sehr selten Pyrenäenberghunde. Cockerspaniel kenne ich ein paar in der Farbe "blauschimmel"... Ich weiß nicht, ob das eine offizielle Bezeichnung ist, aber unter dem Begriff sind mir Hunde bekannt, die auf grauem Untergrund schwarze Flecken und größere schwarze Farbbereiche haben (z.B. beim Münsterländer oder eben Cocker- oder Springerspaniel). Diese Farbe hat aber nichts mit merle zu tun, soweit ich weiß... 🤔
 
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Anja
25. Feb. 22:21
Nee. Scheinbar muss die Rasse erst durch Instagram zur Mode erklärt werden 🙄 So wie in den 2000er solche Qualzuchten wie Poms oder Chiwawa. Paris Hilton lässt grüßen..
...und der neueste Schrei ist dann auch der Chihuahua in merle (wie auch immer es geschafft wurde, diese Farbe bei dieser Rasse zu erreichen, denn zufällig, wie bei anderen Hunderassen, ist sie bei DIESER Rasse nicht, oder doch?!).
Der erste merle Chihuahua, den ich bewusst wahrgenommen habe, war der einer Bekannten (vor ca. 4 Jahren).