Da hast du recht. In diesem Thread ist aber auch schön die reflexartige Abwehrhaltung zu beobachten, wenn es um Veränderungen und möglicherweise das Verlassen der Komfortzone geht.
Derjenige, der das anregen möchte, wird sofort diskreditiert als „Ideologe“, „Extremist“, „Moralist“ etc.
Der Duktus spiegelt leider den weltweiten Diskurs hier im Kleinen.
Leider ist es eine von vielen menschlichen Schwächen, Gewohntes nicht ändern oder auch nur hinterfragen zu wollen.
Sofort geht es in eine aggressive Abwehrhaltung. Zum Glück gibt es Menschen, die trotzdem für ihre Überzeugungen einstehen und den steinigen Weg gehen, sich den Angriffen der Vertreter des Einhergebrachten aussetzen, obwohl es unendlich viel Kraft kostet.
Diese Muster sind so alt wie die Erde rund ist. Ziehen sich durch Themen wie Frauenwahlrecht und Umweltschutz bis hin zu, wie man hier sieht: Hundehaltung.
Was hat Sonja denn nur gewollt? Einzig und allein, dass man stets darüber nachdenken sollte, ob es nicht noch einen besseren Weg gibt, sonst nichts. Und schon wird aus allen Rohren gefeuert.
Man muss Sonja jetzt aber nicht zu einer Art Jesus Figur erheben, die für ihre Meinung gekreuzigt wurde (zumal R+ schon lange Mainstream ist und man eher Angst haben muss das Wort Strafe laut auszusprechen).
Alles was du beschreibst trifft eben auch 1 zu 1 auf sie und ihre Clique zu.
Dass ihre Absichten gut sind würde ich nie abstreiten. Was sie am Ende aber macht ist höchst aggressiv belehren, verurteilen und ebenso diskreditieren.
Und ich habe da sogar ein gewisses Verständnis dafür. Als Veganer habe ich auch sehr lange so agiert. Vielleicht "ärgert" sie mich deshalb auch auf einer persönlichen Ebene, weil ich mich selber in ihr wiedererkenne.
Jetzt ist weder sie ein Märtyrer, der sich für eine gute Sache opfert, noch war ich es. Wir sind/waren beide emotionale Menschen mit einer Passion und guter Absicht, die sich durch ihr destruktives Handeln selber im Weg standen und das Gegenteil von dem bewirkt haben, was wir eigentlich erreichen wollten/wollen.